Disclaimer: Das Harry-Potter-Universum gehört J.K.Rowling. Mit dieser Geschichte wird kein Geld verdient.

Hoffe, es gefällt euch!

Unerwartete Begegnung

„Ginny, kommst du?" rief Colin Creevey. Gerade war die Stunde Zaubertränke bei dem allseits beliebten Professor Snape zu Ende gewesen. Sie hatten einen komplizierten Trank zum Nachwachsen von Knochen gebraut. Zaubertränke hatten die Sechstklässler von Gryffindor zusammen mit den Hufflepuffs. Einem der Mädchen aus dem Haus des Dachses war es gelungen, seinen Kessel zum explodieren zu bringen. Daher half Ginny ihr, wieder sauber zu machen, denn Professor Snape konnte sehr ungemütlich werden…

„Ich komme nach, Colin, geh ruhig schon vor!".

Mit einem letzten Schlenker des Zauberstabs waren die Reste des Zaubertranks verschwunden und Ginny und das Mädchen konnten gehen. Sie war nun schon sehr spät für ihre nächste Stunde, Arithmantik. Hoffentlich würde Professor Vektor sie nicht nachsitzen lassen… in ihrer Eile bemerkte sie nicht, dass bereits die nächsten Schüler den Raum betreten hatten, die Siebtklässler.

„Pass doch auf! Dreckiger Weasley, kannst du nicht sehen, wo du hin läufst?". In Ginny kochte die Wut hoch. Ausgerechnet mit Malfoy war sie zusammen gestoßen, welcher das Ganze natürlich mal wieder als Anlass sah, sie zu beleidigen. Aber sie hatte jetzt keine Zeit mehr, sie musste zu Arithmantik. Außerdem kam Professor Snape bedrohlich näher, und bei einer Auseinandersetzung würde sie garantiert den kürzeren ziehen, ganz abgesehen davon, dass sie noch mehr Ärger bekommen würde. Also schlüpfte sie eilig as dem Raum heraus, um in den Arithmantikraum zu rennen.

„Warum bist du so spät?" zischte Colin ihr zu, während sie sich möglichst unauffällig auf ihren Platz setzte. Professor Vektor teilte gerade die Tabellen dieser Stunde aus.

„Ich bin noch mit Malfoy zusammen gestoßen, er hat mich beleidigt."

„Was? Oh, dieser eingebildete Idiot, der kann was erleben wenn er mir über den Weg läuft!". „Colin, beruhige dich! Die halbe Klasse schaut schon…". Tatsächlich sahen einige Schüler auf Colin, welcher in seiner Wut lauter gesprochen hatte als beabsichtigt.

„Sollen die doch denken, was sie wollen!" grummelte er noch und begann dann, an seiner Tabelle zu arbeiten.

Ginny stieß einen Seufzer der Erleichterung aus. In den letzten Jahren war ihr Colin ein immer besserer Freund geworden. Sie hatten fast die gleichen Kurse gewählt und meist saßen sie auch nebeneinander. Auf ihren Freund konnte sie zählen, er hatte sie immer getröstet, wenn sie wieder einmal schlechte Laune hatte, weil sie unglücklich verliebt war. Das passierte recht häufig, denn sie verliebte sich schnell. Manchmal kam sie mit den Jungen auch zusammen, aber lange war es meist nicht. Sie war froh, dass sie Colin hatte, mit dem sie über all das sprechen konnte, der sie tröstete und vor allem dafür sorgte, dass sie wieder lachen konnte. Ja, er hielt zu ihr.

„Die Professoren müssen spinnen, so viele Hausaufgaben!", stöhnte Ginny. Sie saßen abends zusammen im Gemeinschaftsraum. Draußen wurde es bereits dunkel, aber die Sechstklässler waren immer noch nicht fertig. Ähnlich ging es da nur dem Abschlussjahrgang. Besonders Hermine schien unermüdlich, den ganzen Abend hörte man kaum etwas anderes als das Kratzen ihrer Feder und gelegentlich das Umblättern einer Seite aus ihrer Richtung. Obwohl sie als Schulsprecherin ein eigenes Zimmer hatte, machte sie ihre Hausaufgaben dennoch hier, um ihren Freunden Harry und Ron helfen zu können

„Puh, ich bin fertig!" sagte Colin erleichtert und lehnte sich in seinem gemütlichen Sessel zurück.

„Hast du es gut, ich muss noch Alte Runen machen… hätte ich doch auch Wahrsagen gewählt!"

„Tja, dumm gelaufen! Ich musste heute nur ‚den Tod eines nahen Bekannten' voraussagen, unnötig zu erwähnen, dass damit Harry gemeint ist.". Sie sahen sich an und prusteten los. Für Professor Trelawney stand das seit Jahren fest; bisher war es zum Glück noch nicht dazu gekommen. Obwohl die Chancen in diesem Jahr nicht schlecht standen… Voldemort war zurückgekehrt und Harry bereitete sich darauf vor, ihm nach seinem Schulabschluss entgegen zu treten. Hoffentlich würde das noch reichen… bereits jetzt trieben Voldemort und seine Todesser ihr Unwesen. Ginny seufzte. Sie sollte an etwas anderes denken.

„Colin, hast du mein Alte Runen Buch gesehen?" fragte sie ihren Freund, nachdem sie ihre Tasche immer hektischer durchsucht hatte.

„Nein; ist es etwa weg?".

„Ich suche nur so zum Spaß nach meinem Buch, eigentlich weiß ich wo es ist! Colin, natürlich ist es weg! In der Stunde hatte ich es doch noch gehabt… es muss mir später aus der Tasche gefallen sein. Was hatten wir danach?"

„Zaubertränke… aber dort kannst du es nicht vergessen haben, wir haben ja gar keine Bücher gebraucht heute." „Oh nein…", entfuhr es Ginny,

„Ich habe meinen Zauberstab heraus geholt, um Ann zu helfen, danach hatte ich keine Zeit mehr die Tasche zu zu machen… als ich mit Malfoy zusammen gestoßen bin, muss das Buch heraus gefallen sein!"

„WAS? Und wie willst du es nun wieder bekommen?"

„Keine Ahnung, aber es muss bald passieren, weil morgen schon wieder Alte Runen sind und ich mein Buch brauche!"

„Kannst du es dir nicht von jemandem leihen?"

„Irgendwann muss ich doch mein Buch wieder bekommen! Außerdem, ich bin schließlich eine Gryffindor. Wozu ist das Wappentier ein mutiger Löwe?"

„Ginny, Mut und Übermut haben nichts miteinander zu tun…"

„Es ist nur Malfoy. Falls er wirklich mein Buch hat, muss er es mir wiedergeben!". Mit diesen Worten rauschte Ginny aus dem Gemeinschaftsraum.

Als Schulsprecher hatte Draco Malfoy ein eigenes Zimmer außerhalb des Slytherin-Turmes. Es war direkt neben Hermines Zimmer. Percy hatte dort früher gewohnt. Daher wusste Ginny, wohin sie gehen musste.

Vor der Tür atmete sie noch einmal kräftig ein und klopfte dann an.

„Wer stört?". Die Tür wurde mit einem Ruck aufgerissen. „Weasley? Granger wohnt in dem Zimmer gegenüber", und schon wollte Malfoy die Tür vor ihrer Nase zu knallen.

„Ich weiß wo Hermine wohnt, ich wollte zu dir!"

Die Tür wurde wieder einen Spalt breit auf gemacht: „Autogrammstunde ist Dienstags. Verzeih dich, Wiesel!"

Jetzt war Ginny wütend. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein? Schnell stellte sie einen Fuß in den Spalt, um zu verhindern dass Malfoy die Tür wieder zu schlug. „Malfoy! Ich will bloß wissen, ob du mein Alte Runen Buch hast.". Mit diesen Worten zwängte sie sich ins Zimmer.

„Was sollte ich mit deinem Buch?", höhnte Malfoy.

Entnervt antwortete Ginny: „Es ist mir heute herunter gefallen, als ich mit dir in Zaubertränke zusammen gestoßen bin."

„Ach ja, ich erinnere mich… dieses Stück Altpapier? Damit wollte ich eigentlich den Ofen beheizen."

„Schön, du hast es also, kannst du es mir bitte wieder geben?"

„Nein."

„Wieso nicht? Es ist meins!"

„Nein."

„Ich brauche es!"

„Mach meinen Umhang sauber, dann bekommst du es vielleicht."

„WAS?"

„Mein Quidditch-Umhang, er ist beim Training dreckig geworden.". Mit einem höhnischen Grinsen warf er ihr einen ehemals grünen, jetzt fast vollständig matschbraunen Umhang zu.

„Du spinnst wohl! Ich bin doch nicht deine Hauselfe."

„Ich dachte du wolltest dein Buch wieder haben?"

Jetzt reichte es Ginny. Wütend trat sie auf den blonden Slytherin zu. Mit dem Zeigefinger auf seiner Brust zischte sie: „Du gibst mir jetzt sofort dein Buch, verdammter Todesser!"

Knall! Verdutzt schaute Ginny auf, als Malfoy ihr eine knallende Ohrfeige gegeben hatte. „Wage es nie wieder. Du hast ja keine Ahnung. Ich bin kein Todesser."

„Ob du einer bist oder einer wirst, wo ist da der Unterschied?", meinte Ginny schnippisch. Es reichte ihr jetzt vollkommen mit dem arroganten Jungen.

„Ich werde auch keiner… warum denken dass nur alle? Du natürlich, mit deiner großen Familie, deinem lieben Vater, du kannst es dir nicht vorstellen, wie es ist, wenn man dauernd für etwas beschimpft wird, was nur der Wunsch des Vaters ist. DU weißt es nicht, wie es ist, zwischen allen Stühlen zu stehen! DU kannst dir dein Leben selber wählen…". Zum Ende hin wurde Malfoy immer leiser. Ginny war erschrocken.

„Ich… ich gehe dann wohl besser."

„Dein Buch", sagte Malfoy. Das rothaarige Mädchen war bestürzt, wie müde seine Stimme klang. „Es liegt dort hinten, neben den anderen Büchern."

Schnell ging Ginny hin. Zwischen den ganzen neuen Hochglanzbüchern fiel ihres sofort ins Auge. Aber da war noch etwas. „Malfoy! Du hast eine Gitarre?"

Neben dem Bücherschrank stand eine Konzertgitarre. Das Weasley-Mädchen hatte nicht geglaubt, dass ein Malfoy so etwas haben könnte. Sie selber spielte seit 2 Jahren regelmäßig auf einem solchen Instrument. In Hogwarts, wo Musik durch den Schwenk eines Zauberstabes hervorgerufen werden konnte, war es ungewöhnlich, selber ein Instrument zu spielen. Ginny hatte allerdings der magischen Art, Musik zu machen, nichts abgewinnen können. Als sie und ihr Vater bei einem Streifzug durch die Muggelwelt dann einen Straßenmusikanten entdeckten, welcher auf seiner Gitarre spielte, war sie sofort begeistert gewesen. Durch bitten und betteln bei ihren Eltern hatten diese ihr schließlich zu Weihnachten ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt und eine gebrauchte Gitarre gekauft.

Malfoys Instrument sah unvergleichlich besser aus als Ginnys altes und gebrauchtes. Sie konnte dem Drang nicht widerstehen und zupfte vorsichtig an einer Seite. Ein reiner, klarer Klang erfüllte den Raum.

„Weg da! Du verstimmst sie.". Wütend stieß Malfoy Ginny weg. Davon, dass er vor wenigen Augenblicken noch traurig gewesen war, war nichts mehr zu erkennen. Jetzt war er nur noch erbost. Was hatte dieses Wiesel an seinem Instrument zu suchen! Und überhaupt…

„Moment mal. Du kannst sie sehen?"

„Ja natürlich. Sie steht doch da, da sehe ich sie doch auch…"

„Merkwürdig.". Misstrauisch sah er zu dem jungen Mädchen. Dann, vorsichtig, elegant, schlug er einige Saiten an. Ginny lauschte eindeutig.

„Was ist merkwürdig?"

„Du kannst sie also nicht nur sehen, sondern auch hören?"

„Ja! Kannst du mir jetzt mal erklären, was daran so seltsam ist?"

„Ich…", zum ersten Mal seit langer Zeit fehlten Malfoy die Worte. Neugierig betrachtete er das Mädchen. Und beschloss, es ihr zu erklären. „Diese Gitarre ist keine normale. Es ist eine magische. Als ich 9 oder 10 Jahre alt war, waren mein Vater und ich bei unserem Nachbarn gewesen. Mein Vater mochte ihn nicht, er meinte, dieser sei zu muggelfreundlich. Allerdings wollte er ein Geschäft mit ihm abschließen, welches uns einen großen Teil dessen Grundstücks sichern sollte. Ich sollte lernen, wie man solche Geschäfte abwickelt.". Ginny hörte zu. Und wo war jetzt der Teil mit der Gitarre? Aber Malfoy würde sie sicher raus schmeißen, wenn sie nachfragen würde, und sie wollte zu gerne etwas über dieses Geheimnis wissen. Außerdem war sie so froh, jemanden in Hogwarts zu kennen, der auch ein Instrument, sogar das Gleiche wie sie, spielte, dass es ihr fast egal war, dass es Malfoy war. Dieser erzählte weiter:

„Nachdem die Erwachsenen also geredet hatten, wollten wir wieder gehen. Da hörte ich ihn plötzlich zum ersten Mal. Den Klang dieser Gitarre. Er war wunderschön. Mein Vater schien nichts zu hören. Er drängte mich zum Aufbruch. Ich jedoch wollte weiter lauschen und herausfinden, was diesen klaren Klang verursachte. Also sagte ich meinem Vater, ich hätte meinen Schal verloren, und rannte zurück. Dort saß der Mann und spielte auf dieser Gitarre. Erstaunt sah er auf, als ich herein platzte. Dann hellte sich sein Gesicht plötzlich auf.

‚Du hast sie gehört?', fragte er. Ich weiß bis heute nicht, wieso er das wusste, aber er wusste es, und ich konnte nur stumm nicken.

‚Wie kann man diesen Klang erzeugen?', fragte ich. Natürlich wusste ich, dass es so etwas wie Musik gab, allerdings nur von meiner Mutter und auch nur magische. Mein Vater hielt Musik für Zeitverschwendung. Der Mann, unser Nachbar, jedoch lächelte mich an:

‚Diesen Klang, die Musik kannst du mit dieser Gitarre machen.'

‚Wo bekomme ich so eine her?'

Wieder lächelte der Mann: ‚Nimm sie.', und reichte mir die Gitarre. Fassungslos stand ich da. In diesem Moment rief mein Vater: ‚Wo bleibst du?'. Ich jedoch hatte noch eine Frage.

‚Mein Vater wird nicht einverstanden sein…'

‚Er wird die Gitarre gar nicht sehen. Sehen kann dieses Instrument nur, wer es sehen will; hören kann nur, wer es hören will.' Damals habe ich dem erstaunt gelauscht. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Aber mein Vater bemerkte die Gitarre anscheinend wirklich nicht. Nur meine Mutter sah etwas irritiert, als sie uns durch die Tür kommen sah, ich mit der Gitarre im Arm. Gehört scheint sie sie jedoch nie zu haben.". Mit diesen Worten beendete Draco seine Geschichte. Verblüfft sah Ginny ihn an.

„Aber… du…"

„Du meinst, warum ICH dann die Gitarre hören konnte? Ich weiß selber keine Antwort. Ich denke einfach, dass ich in dieser Zeit etwas suchte, um meine Gefühle auszudrücken. Mein Vater war sehr streng, er verbot mir, meine Gefühle anderen Menschen zu zeigen.". Warum erzählte er dieser Weasley eigentlich das alles? Es musste wohl der Blick sein, mit dem sie die Gitarre ansah. Plötzlich überkam ihn der Drang, ihr etwas vorzuspielen, zu sehen, wie sie reagierte. Er griff nach seinem Instrument und setzte sich. Liebevoll, fast zärtlich zupfte er nun an der ersten Saite. Dann spielte er.

Es war nicht einfach nur ein ‚Spielen', noch viel weniger ein ‚an der Gitarre zupfen'. Ginny hatte das Gefühl, dass die ganze Luft um sie herum von Musik erfüllt war. Sie ließ sie schweben, sprach nicht nur ihren Kopf an, ihr ganzer Körper schien zu lauschen, schien die Klänge in sich aufzunehmen, im Herzen zu speichern. Das Mädchen hörte nicht nur Musik, sie lebte sie. Die Gefühle – bei Merlin, sie hatte noch nie so viele Gefühle in ein paar Klängen gehört! Aber es waren nicht nur ein paar Klänge, sie setzten sich zusammen und ergaben ein Lied, welches von so berückender Schönheit war, dass Ginny fast die Tränen in die Augen traten. In diesem Moment jedoch hörte es auf. Erschrocken bemerkte die Gryffindor wieder, wo sie war. Auch Malfoy sah etwas verlegen aus.

„Das… war wunderschön."

„Ich…" – wieder fehlten ihm die Worte. Verflucht, was war nur heute los? Aber er war selbst noch ganz in die Musik vertieft, wenngleich er nicht mehr spielte. Sie ließ sich nicht so leicht abschütteln, sondern klang noch in ihm nach.

„Es war ein sehr trauriges Lied, nicht wahr?". Erschrocken sah Malfoy auf. Dann nickte er.

„Sehr viele Moll-Akkorde… ich finde Moll immer sehr traurig, aber meist sind mir diese Akkorde am liebsten. Sie tragen ein ganzes Lied."

Überrascht schaute Malfoy auf das Mädchen. „Du scheinst dich auch auszukennen?". Dies war keine Aussage, es war eher eine Frage. Ginny nickte. „Ja. Ich spiele zwar längst nicht so gut wie du, aber vor 2 Jahren habe ich angefangen." Dann erzählte sie ihm die Geschichte. Es machte ihr nichts aus, dass sie mit Malfoy redete, mit einem ihrer Feinde. Es zählte nicht mehr, was früher war. Es zählte nur, dass sie jemanden gefunden hatte, der ihre Liebe zur Musik verstand, der ebenso wie sie Gitarre spielte. Auch Malfoy schien es so zu gehen. Er wirkte viel entspannter, schien interessiert an dem zu sein, was sie sagte. Zudem schien ein Leuchten seine Augen erfasst zu haben, seit er diese Melodie gespielt hatte.

„Ich kann es nicht fassen, in Hogwarts jemanden gefunden zu haben, der ebenso wie ich Gitarre spielt und sich nicht nur auf seine magischen Fähigkeiten verlässt.", meinte Ginny schließlich strahlend. Dem blonden Slytherin ging es ebenso, aber das konnte er ja nicht zugeben. Um seine Gefühle zu überspielen fragte er:

„Musst du nicht langsam zurück auf deinen Turm?"

Bestürzt sah die Gryffindor auf ihre Uhr: „Mist!" In wenigen Minuten würde die Nachtruhe beginnen. Sie stürzte zur Tür.

„Halt! Dein Buch!". Es überraschte Malfoy selber, dass er es ihr zugerufen hatte. Was ging ihn das Buch dieses Mädchens an? Überrascht drehte Ginny sich um. Dann lächelte sie: „Wenn ich es hier liegen lasse… darf ich dann wieder kommen?"