So Leutz!

Hier is dann jetzt das letzte Chap... Hab mich extra beeilt!

Danke für die Reviews von: Nevalon und goldentree! g

Aber jetzt gehts weiter...

Viel Spaß!

Was ist denn hier los?

Harry saß mit Prixie am See und sie genossen die Ruhe und die wärmenden Strahlen der Sonne. Das hatten sie in der letzten Woche immer wieder getan, entweder um den nervigen Fragerein der Gryffs auszuweichen, die immer noch nicht locker ließen, wegen der Nacht, die er nicht im Turm verbracht hatte.

Aber wahrscheinlicher war, dass sie das taten, um sich innerlich von Hogwarts zu verabschieden. Denn morgen schon würden sie ihre Abschlusszeugnisse bekommen und danach dieses Schloß verlassen.

Viele waren traurig darüber, aber niemand so sehr wie der schwarzhaarige Gryffindor. Hier war sein erstes Zuhause, hier hatte er zum ersten mal Freunde gefunden und hier hatte er sich in seinen Sev verliebt.

Bei dem Gedanken an seinen dunklen Geliebten wurde ihm warm ums Herz und er musste unwillkürlich lächeln, als er sich an die vergangenen Weihnachtsferien erinnerte.

Er war zum Schein zu den Dursleys gefahren, hatte sich am Bahnhof von seinem Walrossähnlichem Onkel abholen und zum Ligusterweg bringen lassen. Dort aber hatte er nur auf den Tränkemeister gewartet und war dann mit ihm nach Snape Manor appariert. Niemand hatte davon etwas erfahren, denn Sev hatte seinen Verwandten das Gedächtnis so verändert, dass sie sich daran erinnern würden, dass der Goldjunge von Gryffindor die Ferien bei ihnen verbrachte, würde jemand fragen.

Das war sein schönstes Weihnachten gewesen...

Aber jetzt, wo er so darüber nachdachte, wurde ihm schnell klar, dass er sich in Snape Manor wirklich wohl gefühlt hatte. Und das lag nicht nur an der Anwesenheit seines Geliebten.

Es war das Anwesen selbst, dass ihm ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermittelt hatte.

Wieder lächelte Harry, war das Sev doch nicht verborgen geblieben. So hatte der Ältere also automatisch alles herrichten lassen, damit er nach diesem Schuljahr nicht mehr allein in dem großen Haus wohnen musste.

Im Klartext: Harry würde zu ihm ziehen, worauf sich beide schon freuten.

Aber etwas bereitete ihm trotzdem Kopfzerbrechen; Sev benahm sich in den letzten Tagen komisch; es war beinahe so, als hätte er etwas vor, von dem nur er wusste.

Langsam ging die Sonne unter und Prixie, die sich langweilte und außerdem Hunger bekam, biss dem Gryffindor sanft in den rechten Zeigefinger, um ihn darauf Aufmerksam zu machen, dass das Abendessen gleich begann.

Grummelnd und sich den Finger haltend folgte er ihr hoch zum Schloss.

Am nächsten Tag lief alles ziemlich hektisch zu, besonders bei den Mädchen, denn heute abend sollte noch ein kleiner Abschiedsball stattfinden, sodass sie erst früh am nächsten Morgen in den Hogwartsexpress steigen würden.

Daher war der weibliche Teil der Abschlussklasse verständlicherweise furchtbar aufgedreht. Doch auch dem ein oder anderem Jungen ging es ganz genauso.

Die Zeugnisausgabe war ziemlich langweilig gewesen; nur war Harry sehr erstaunt gewesen, als er erfuhr wie gut er abgeschnitten hatte. Er war unter den 5 Besten seines Jahrgangs. Das war aber eigentlich auch nicht so verwunderlich, hatte er sich seit Voldis Tod doch mehr in der Bibliothek aufgehalten und viel gelernt.

Dass seine Zaubertrank-Note gut war, brauchte man wohl nicht zu erwähnen, wenn man beachtete mit wem er zusammen war. Aber auch seine Mitschüler waren über das Ohnegleichen in diesem Fach nicht sehr erstaunt; er hatte schließlich verdammt oft Nachsitzen bei dem Schülerschreck, das musste ja Früchte tragen.

Hermine war natürlich Jahrgangsbeste geworden, direkt danach kam Draco Malfoy, den es doch ärgerte, von einer Muggelgeborenen übertroffen worden zu sein. Doch sie deswegen zu beleidigen, hatte er schon lange aufgegeben. Das Wiesel war doch ein viel schöneres Opfer...

Aber zurück zum Abschlussball:

Harry saß nun schon recht lange im Gemeinschaftsraum und wartete darauf, dass seine Freunde endlich fertig wurden; Hermine und Ron gingen verständlicherweise gemeinsam, schließlich waren sie ja ein Paar.

Doch der Schwarzhaarige hatte sich bis zum Schluss strikt geweigert irgendein Mädchen zu fragen, ob sie mit ihm zum Ball gehen würde. Zu seiner Überraschung waren dann einige Mädchen von sich aus auf ihn zugekommen und hatten ihn gefragt. Er jedoch hatte höflich abgelehnt, was Sev mit Freuden beobachtet hatte. Er war tatsächlich ein wenig besorgt gewesen, aber ein paar Küsse und Streicheleinheiten seitens seines Geliebten hatten ihn wieder beruhigt.

Was Harry selbst überraschte, als er so in seinem Lieblingssessel saß und auf die zwei anderen wartete, war dass er unglaublich aufgeregt war.

Er wusste nicht wieso und konnte diese Vorfreude, die von ihm Besitz ergriffen hatte, einfach nicht abschütteln.

Schließlich kamen Ron und Hermine dann doch noch und zu dritt machten sie sich auf den Weg in die Große Halle. (Prixie nahm er nicht mit, da sie zu müde gewesen war.)

Dort waren die Haustische kleinen, runden Tischen gewichen, ähnlich wie im vierten Jahr. Die gesamte Halle war festlich geschmückt und es lief schon Musik; Dumbledore hatte irgendeine Band engagiert, den Namen wusste Harry nicht.

Jedoch tanzte noch keiner, da der Direktor die Tanzfläche mit einem leichtem Abwehrzauber versehen hatte, so dass keiner sie einfach betreten konnte.

Der Schwarzhaarige wusste nicht, was das sollte, aber als er ein schwarzes Augenpaar erblickte, war es ihm auf einmal egal.

Da stand er, sein Märchenprinz, ganz in Schwarz gehüllt und mit unergründlicher Miene. Trotzdem glaubte der Gryffindor ein freudiges Funkeln in seinen Augen erkennen zu können...

Dem Tränkemeister wurde warm ums Herz, als er seinen Geliebten erblickte, der einfach fantastisch aussah, so ganz in Grün und Schwarz gekleidet. Seine Smaragdgrünen Augen zwinkerten ihm verliebt zu, was aber keiner bemerkte.

Severus wurden beinahe die Knie weich, als er daran dachte, was er vorhatte. Er hatte sich schon vor Wochen dazu entschieden, fand aber nie den richtigen Moment dafür. Doch nun war es endlich soweit.

Leider hatte er für sein Vorhaben den Direktor in seine Beziehung zu dem Gryffindor einweihen müssen, welcher anfangs ziemlich erschrocken war, sich dann aber doppelt freute. Vergnügt hatte er dem Plan seines Tränkemeisters zugestimmt. Er war wirklich ein verrückter, alter Kauz.

"So, wenn Sie mir nun alle bitte kurz zuhören würden!", rief dieser Kauz dann in diesem Moment.

Anscheinend würde es jetzt beginnen; mit klopfendem Herzen hörte er zu, während es in der Halle immer leiser wurde und der Lärm schließlich ganz verstummte.

"Gut. Also, da ja nun alle anwesend sind, möchte ich Ihnen erklären, warum ich die Tanzfläche abgeriegelt habe. Ich habe mir ein kleines Spiel ausgedacht, und zwar für fünf der Lehrer und die fünf Jahrgangsbesten. Wenn diese Schüler dann bitte hier herkommen würden.", bat der alte Zauberer.

Hermine und Harry sahen sich verdutzt an, gingen dann aber schulterzuckend nach vorne zum Direktor, wo auch schon ein verwirrt aussehender Draco Malfoy und zwei Ravenclaw-Mädchen standen, die auch nicht so recht wussten, was jetzt passieren würde.

"Gut, gut, gut.", murmelte Dumbledore und zog eine kleine Tasche aus seinem linken Ärmel. Dies alles wurde von vielen gerunzelten Stirnen beobachtet.

"Nun, jetzt wird jeder von Ihnen einen Zettel ziehen und darauf wird der Name eines Lehrers stehen, mit dem Sie dann den Eröffnungstanz tanzen werden. Es kann jeder Lehrer gezogen werden."

Nun wurde es in der Halle unruhig und auch die Lehrer sahen sich überrascht an; davon hatte Albus ihnen nichts erzählt. Und so mancher Schüler war sehr froh darüber, kein allzu gutes Zeugnis zu haben; man stelle sich nur vor, mit Snape oder McGonagall tanzen zu müssen!

Jedoch war ein ganz bestimmter Lehrer weit davon entfernt überrascht oder verärgert zu sein, wie viele dachten. Harry, der dies bemerkte, runzelte nachdenklich die Stirn.

Vor ihm räusperte sich der Schulleiter und so wandte sich die allgemeine Aufmerksamkeit wieder ihm zu.

"Also gut, dann wollen wir mal anfangen, aber bitte noch nicht öffnen! Miss Granger?", forderte er Hermine auf und hielt ihr die Tasche hin.

Mit blassem Gesicht und zitternden Händen holte sie einen kleinen Zettel heraus und ließ ihn ín der geballten Faust.

Danach kamen die beiden Ravenclaws und Draco, die genauso verunsichert wirkten, wie Hermine und Harry.

Als dieser dann drankam, hätte er schwören können, dass der Direktor kurz etwas gemurmelt hatte. Hier ging etwas vor sich, von dem er zu gerne gewusst hätte, was...

"Schön, kommen wir nun zur Stunde der Wahrheit! Miss Granger würden Sie bitte den Anfang machen?", sagte Dumbledore.

Angesprochene zuckte zusammen, faltete dann aber langsam den kleinen Zettel auseinander. Sie seufzte erleichtert auf, als sie den Namen las und lies dann laut vor: "Professor Hagrid."

Die Gryffindors klatschten, hatte sie also nicht die Fledermaus gezogen.

Die beiden Ravenclaws hatten auch Glück; sie mussten mit Flitwick und Sprout tanzen.

Dann war Draco an der Reihe, aber er verzog sein Gesicht, als er den Namen las. Er flüsterte irgendetwas, aber auf Dumbledores Kommentar ("Wie war das?"), wiederholte er es lauter: "Professor Trelawney."

Der Grünäugige konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, aber da war er nicht der einzige. Der Slytherin sah ihn böse an, wurde jedoch ignoriert.

Mit einem Lächeln bat der Schulleiter den Gryffindor nun ebenfalls seinen Zettel zu öffnen. Dieser schluckte, tat es aber.

Er wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte, als er erkannte, wer sein Tanzpartner sein würde. Aber eins wusste er, seine Neugier war geweckt. Dann bemerkte er die Stille um sich herum und sagte mit betont verzweifelter Stimme:

"Professor Snape!"

Sofort begannen die Slytherins zu lachen, aber bei den anderen Häusern herrschte betretenes Schweigen. Dumbledore indes schien das nicht zu stören, denn nun scheuchte er die fünf ungleichen Paare auf die Tanzfläche.

Die drei Mädchen machten den ersten Schritt auf ihre Partner zu und stellten sich in Position, was bei Hermine und Hagrid ein wenig schwierig war. Grummelnd tat Malfoy es ihnen nach und nun sahen alle abwartend zu den letzten Beiden.

Schließlich seufzte der Gryffindor und trat auf seinen 'Professor' zu, der ihn ausdruckslos ansah.Als der Tanz dann begann, nahm Harry freiwillig den weiblichen Part ein; ließ sich von dem Älteren führen.

Viele Mädchen und auch Jungen keuchten überrascht auf, als sie erkannten, wie perfekt sich diese beiden ergänzten; sie waren ein traumhaftes Paar. Der ein oder andere bildete sich sogar ein, auf Snapes Gesicht ein kleines Lächeln zu sehen. Doch dies konnte nicht sein, oder doch?

Harry beugte sich lächelnd ein wenig vor und flüsterte: "Sag mal, Sev. Das war doch deine Idee, oder? Was hast du vor?"

Mit einem verheißungsvollem Blick lehnte sich der Ältere nun ebenfalls näher an den anderen, sodass sie nahe beieinander waren und hauchte ihm etwas ins Ohr.

Dies wurde von vielen Seiten mit misstrauischen Blicken bemerkt, aber als der Gryffindor nun einfach stoppte und den Lehrer mit aufgerissenen Augen ansah, war für alle klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zuging.

Bevor sie aber irgendetwas tun konnten, schrie der Kleinere auf und warf sich dem Tränkemeister an den Hals, der schnell seine Arme um ihn schloss. Nun war der Damm gebrochen und die Schüler, allen voran die Gryffindors eilten auf die Beiden zu, um notfalls ihren Goldjungen zu verteidigen.

Als sie bei ihnen ankamen, hatte Harry sein Gesicht in der Halsbeuge des anderen vergraben und schien etwas zu murmeln, das sich wie 'ja' anhörte.

"Was haben Sie mit ihm gemacht, Snape? Haben Sie ihn schon wieder beleidigt? Und lassen sie ihn gefälligst los!", wollte Ron lautstark wissen und er glaubte zu hören, dass sein bester Freund weinte.

Die Lehrer waren genauso gespannt auf eine Antwort, wie die Schüler, nur Dumbledore schien zu wissen was los war und Draco hatte da so eine Ahnung.

Severus warf dem Schüler vor ihm aber nur einen vernichtenden Blick zu und drückte Harry nur noch weiter an sich.

Was dachte dieser unverschämte Bengel eigentlich, in so einem Moment zu stören? Aber das war ja wieder mal typisch Weasley.

Trotzdem schnarrte er: "Nun, nicht das es Sie irgendetwas angehen würde, aber ich habe ihm gerade nur eine ganz simple Frage gestellt und er hat 'Ja' gesagt! Zufrieden?"

Natürlich war er das nicht, und wollte das auch gerade sagen, als sich der Grünäugige von seinem ehemaligen Professor löste und diesem dann verspielt in die Seite knuffte, während er sich die Tränen aus dem Gesicht wischte und einfach nur...ja, einfach nur glücklich aussah. Seine Augen strahlten geradezu.

Die Schüler aber sahen ihn schreckensbleich und mit offenem Mund an; er hatte Snape doch gerade tatsächlich geknufft! Das war doch nicht möglich! Und der Lehrer schien ihn noch nicht einmal zur Sau machen zu wollen! Das war wirklich ein merkwürdiger Abend...

Doch er wurde noch merkwürdiger, denn der Goldjunge von Gryffindor sagte lachend:

"Eine ganz simple Frage, nennst du das? Puhh...also einen Heiratsantrag würde ich so nicht nennen, aber naja..."

Einige Unterkiefer machten Bekanntschaft mit dem Boden und Hermine fragte vorsichtshalber noch einmal nach:

"Harry? War das dein Ernst? Ich ... ich mein ... naja...hat der Professor dir wirklich einen Heiratsantrag gemacht?"

Angesprochener lächelte sie an und nickte dann einfach nur. Sie wollte noch etwas sagen, wurde aber von Draco unterbrochen, der sich nach vorne durchgekämpft hatte und den Beiden nun lautstark gratulierte:

"Herzlichen Glückwunsch, ihr Zwei! Aber ich hab ja von anfang an gewusst, dass es soweit kommen würde, immerhin seit ihr nun schon lange genug zusammen."

Sev umarmte seinen Verlobten von hinten und sagte lächelnd: "Ja, das stimmt. Wie lange sind wir jetzt schon zusammen, mein Schatz?"

Der Schwarzhaarige lehnte sich zufrieden in die Umarmung und meinte, wie aus der Pistole geschossen: "Seit 6 Monaten, 2 Wochen und 4 Tagen."

Die beiden Slytherins lachten und auch die Schüler erholten sich nun langsam von ihrem Schock, zumindest so weit, dass sie dem glücklichem Paar gratulieren konnten. Die Lehrer machten es ihnen selbstverständlich nach, wobei Minerva immer noch ziemlich blass war. Das war wohl doch zu viel für sie gewesen.

Doch ab da verlief der Abend eher ruhig, wenn man von der lauten Musik einmal absah.

Allerdings seufzten viele Mädchen immer wieder auf, wenn die frisch Verlobten sich küssten, was nach einiger Zeit nervig wurde.

Also verzogen sie sich in Sev's Räume; denn schließlich war das ja ihre Verlobungsnacht...

Ende


Tataaa...

na, was sagt ihr?

War es zu kitschig? Wieder zu kurz? Zu abrupt oder zu offensichtlich?

Würd mich rießig über ein allerletztes Review zu dieser Story freuen! g

Bye, wölfin