huhu,

ich weiß, bin wieder mal viel zu spät dran, deswegen möchte ich mich nur kurz für die tollen Kommis bedanken und wünsche euch auch schon viel spaß beim Lesen:


27. Das Ende der Ferien

Albus Dumbledore tot in seinen Gemächern in Hogwarts aufgefunden!"

Dumbledore tot – Grund: sein Alter?"

Ist Dumbledores Tod der Anfang vom Ende?"

Ist der Krieg nun entgültig verloren?!"

Albus Dumbledore – Erstickt an seinen Zitronendrops?"

Diese und andere Schlagzeilen schmückten in den nächsten Tagen die Zeitungen der Zauberer in ganz Großbritannien. Als sich die Nachricht vom Tode eines der mächtigsten „Weißmagiers" seit Merlin verbreitete, brach in der Zaubererwelt das Chaos aus.

Zu diesem Zeitpunkt glaubte niemand, dass diese Schlagzeilen noch übertroffen werden konnten. Doch schon zwei Tage nach seinem Tod wurden sie alle eines besseren belehrt.

Der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf reicht der Zaubererwelt die Hand zum Frieden!"

Friedensvertrag vom Unnennbaren und dem Minister unterzeichnet!"

Neue Gesetze zum Schutz aller magischen Kreaturen erlassen."

Schwarze Magie wird neu definiert und Schwarzmagier werden nicht mehr verfolgt."

Albus Dumbledore – Schuld am Krieg?"

Schockierende Wahrheiten kommen ans Licht: Dumbledore verhinderte den Frieden!"

Die Zaubererwelt befand sich in Aufruhr. Überall ging es hektisch zu, als jeder versuchte, noch mit den Neuigkeiten Schritt zu halten, die über sie hinwegfluteten. Besonders im Ministerium stand alles Kopf und der Minister tat beinahe zum ersten Mal seit seiner Amtseinsetzung das Richtige: Er kümmerte sich darum, dass die Punkte des Friedensvertrages auch wirklich sorgfältig ausgeführt und durchgeführt wurden.

Doch nicht Alle waren von diesem Aufruhr betroffen und ließen sich davon aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil: Einige Leute konnten sich nun zum ersten Mal wirklich so richtig entspannen und zurück lehnen.

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„Draco?"

….

„Draco."

….

„Hey, Kätzchen."

„Süßer, na komm schon."

Endlich regte sich etwas unter der schwarzen Satinbettdecke und am oberen Ende konnte man vereinzelt ein paar silberblonde Haarsträhnen ausmachen.

„Hmm….?", erklang es brummelnd.

„Na los, aufstehen."

„…. hmm…." Gleichmäßiger und ruhiger Atem eines Schlafenden waren die Antwort.

Ein leises Lachen war zu hören, ehe auch schon die schwarze Decke mit einem Ruck entfernt wurde und ein schlafender, blonder junger Mann – nur mit grüner Boxershorts bekleidet - darunter zum Vorschein kam.

„Was'n'los?", brummte dieser nun verschlafen und gähnte laut und ausgiebig. Das erledigt, tastete er blind nach der warmen Decke und öffnete seine sturmgrauen Augen einen Spaltbreit, als er sie nicht fand. Doch fast sofort schloss er sie wieder, geblendet von dem hellen Sonnenlicht, dass das Zimmer durchflutete.

Vom Fußende des Bettes kam ein leises Kichern und dieselbe Stimme, die vorher schon versuchte hatte, den Blonden zu wecken, neckte nun sanft: „Na komm schon, Dornröschen. Zeit zum aufstehen."

Auf das Gesicht des hellhaarigen, jungen Mannes schlich sich ein Lächeln. „Nur, wenn mein Prinz mich wachküsst."

Das ließ sich der andere, dunkelhaarige, junge Mann natürlich nicht zweimal sagen und kletterte auf allen Vieren über das große Bett, bis er schließlich über dem Blonden war und dessen rosige Lippen zu einem zärtlichen Kuss einfing. Einige Minuten später lösten sie sich atemlos voneinander und sahen sich verliebt in die Augen.

„Guten Morgen, Sonnenschein.", lächelte der Dunkelhaarige. Noch einmal beugte er sich hinunter und drückte dem Kleineren einen sanften Kuss auf die Lippen, ehe er sich aufrichtete und wieder aus dem Bett stieg. Während er langsam Richtung Tür ging, sagte er: „Du hast bis zehn Uhr Zeit, dich fertig zu machen, dann gibt's Frühstück. Ich warte unten auf dich. Bis gleich." Dem lächelnden Blonden noch einen Handkuss zuwerfend, verschwand er auch schon durch die Tür.

Draco sah seinem Partner glücklich hinterher. Seit dem Ritual waren jetzt drei Tage vergangen und diese hatten sie mit ausführlichem Kuscheln, Küssen, Lachen und Erzählen verbracht. Zudem hatte Thian ihn durch die kleine Stadt, die ganz in der Nähe des Schlosses war, geführt und ihm auch sonst alles mögliche gezeigt, von dem Schloss selber bis zu dem Wald, in dem sie bereits gewesen waren. Zufrieden seufzend, dachte er an diese Tage zurück und beschloss, dass sie die Zeit ohne Thian in der Woche davor wirklich wett gemacht hatten.

Heute war der letzte Ferientag und sie hatten beschlossen, diesen auf Malfoy Manor zu verbringen. Zumindest er und Thian. Blaise würde von dort zu sich nach Hause flohen und hatte Pelor kurzerhand eingeladen, ihn zu begleiten. Schließlich sollte auch er die Eltern seines Freundes kennenlernen.

Mit einem breiten Lächeln im Gesicht ließ er sich wieder zurück in die Kissen fallen und blickte abwesend auf die magische Uhr, die an der Wand rechts von ihm hing. Zwanzig vor Zehn. Leicht wehmütig ließ Draco seinen Blick durch Thians Zimmer gleiten. In der kurzen Zeit, in der er hier gewesen war, hatte er sich wirklich wie zuhause gefühlt. Lag das an der allgemein sehr friedlichen und fröhlichen Atmosphäre hier oder doch nur an Thian?

Gerade wollte er intensivst darüber nachdenken, als ihm mit einem Mal klar wurde, was er da kurz vorher eigentlich gesehen hatte. Ein schneller Blick auf die Uhr bestätigte es ihm: Es war bereits zwanzig vor Zehn und der Minutenzeiger bewegte sich gefährlich schnell auf die neun zu. Gehetzt sprang er auf und hastete ins Badezimmer, dabei vor sich hin jammernd, wie er seine tägliche, eineinhalb Stunden dauernde, morgendliche Pflege seines Aussehens in nur zwanzig Minuten schaffen sollte….

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Schließlich schaffte Draco es, mit nur einer halben Stunde Verspätung in den Speisesaal zu platzen und am Frühstück teilzunehmen. Die Anderen waren ihm deshalb allerdings nicht wirklich böse, hatten sie doch damit gerechnet.

Nach dem Frühstück machten sie sich alle gemeinsam auf den Weg in den Wald und suchten sich eine schöne Lichtung, auf der sie sich voneinander verabschieden konnten. Dies fiel ihnen allen ziemlich schwer, aber sie wussten, es würde kein Abschied für immer sein. Dennoch, besonders für Neele war es nicht so leicht zu verstehen, warum ihre beiden Onkel und ihre zwei neuen Freunde verschwanden. Yondalla schaffte es aber, sie davon zu überzeugen, dass sie sie bald wiedersehen würden.

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In der Menschenwelt war es nun ca. 14 Uhr, als in dem malfoyschen Wald plötzlich sechs Gestalten erschienen. Zwei Elben, ein Veela, ein Mensch, eine Schlange und ein pantherähnliches Wesen. Fröhlich und doch ein wenig beklommen von dem Abschied, machten sie sich auf den Weg zum Manor.

Keyn trottete, wie immer eigentlich, vor ihnen her, danach kamen Pelor und Blaise und dahinter liefen Draco und Thian, der Arlia wieder um seine Schultern trug. In der Eingangshalle des Manors wurden sie bereits von Dracos Eltern erwartet, die ihren Sohn ersteinmal begrüßten und sich dann den anderen zuwandten.

Zehn Minuten später verschwanden dann auch schon Blaise und Pelor im Kamin. Blaise konnte es gar nicht erwarten, seinen Eltern endlich seinen Freund vorzustellen. Pelor dagegen hatte ein mulmiges Gefühl in der Magengegend und war ziemlich nervös.

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Den letzten Ferientag verbrachten Thian und Draco mit Dracos Eltern, die sie nur zu gern über den Zustand in der Zaubererwelt auf den neuesten Stand brachten. Sie amüsierten sich königlich über die verschwiedenen Theorien und Vermutungen, die man zu Dumbledores Tod aufstellte und hörten Lucius interessiert zu, als er ihnen von dem Friedensvertrag erzählte, den Tom mit dem Minister abgeschlossen hatte.

Anscheinend wurde durch diesen gewährleistet, dass die Rechte magischer Wesen komplett überholt und ausgeweitet wurden. Auch würde Tom sich noch mit einigen Experten zusammensetzen und mit diesen alle dunklen Flüche, Sprüche, Rituale, etc. durchgehen, um die Gesetze dementsprechend neu zu formulieren. Denn diese stammten immer noch aus dem Dunklen Mittelalter und waren daher wirklich ziemlich veraltet.

Es gab auch einige mehr oder minder größere Veränderungen, was Hogwarts betraf, aber diese wollte Lucius ihnen dann doch nicht verraten, da sie noch streng geheim waren. Ansonsten würde der Inhalt des Friedensvertrages allgemein nur Verbesserungen mit sich bringen und so hatte eigentlich niemand etwas zu meckern. Natürlich die ausgeschlossen, die vom vorherigen System profitiert hatten.

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Am nächsten Morgen wurden sie schon sehr früh von Narcissa geweckt, die natürlich um die ausführliche Körperpflege ihres Sohnes wusste und es so einrichtete, dass sie genug Zeit haben würden, ohne zu hetzen.

Eine gemeinsame Dusche und zwei Stunden später fanden Thian und Draco sich also im Speiseraum wieder, um mit den beiden älteren Malfoys zu frühstücken. Es ging, im Gegensatz zu den etwas lauteren Essenszeiten in der Elbenwelt, auf Malfoy Manor recht ruhig zu und diese Ruhe genoss Thian sehr. Denn schon am Abend würden sie wieder in Hogwarts sein und dort war es nun wirklich alles andere als leise während des Essens in der Großen Halle.

Doch schließlich standen sie um 10.30 Uhr auf Gleis 9 ¾, verabschiedeten sich von dem Ehepaar und suchten sich in dem bereits wartendem Zug ein freies Abteil. Nach und nach trafen dann auch Hermine, Neville, Blaise und Pelor ein und setzten sich zu ihnen. Sie nutzten die lange Fahrt, um sich gegenseitig über ihre Ferien zu erzählen und lachten eine ganze Menge, als Neville ihnen berichtete, dass er Hermine, trotz ihres Versprechens, nicht zu lernen, von der Bibliothek seiner Großmutter hatte fernhalten müssen.

Am Abend kamen sie dann endlich in Hogwarts an. Lächelnd trennten sich die Freunde an den Türen zur Großen Halle, Hermine und Neville gingen zum Gryffindor – und die anderen zum Slytherintisch. Dass ein Gryffindor bei ihnen saß, machte den Schlangen größtenteils kaum noch etwas aus, sie waren mittlerweile an diesen ungewöhnlichen Anblick gewöhnt. Keyn und Arlia währenddessen hatten sich schon auf den Weg in ihre Räume gemacht. Das Portrait würde sie automatisch hereinlassen, da es ihre magische Signatur erkennen würde.

Es war seltsam, Professor McGonagall auf dem Platz von Dumbledore sitzen zu sehen, aber als neue Schulleiterin stand ihr dieser Platz zu. Als nun endlich alle Schüler saßen, erhob sich die schon etwas ältere Hexe und wartete, bis sie die Aufmerksamkeit aller hatte.

„Es freut mich, Sie alle gesund und munter wieder in Hogwarts begrüßen zu dürfen. Ich hoffe, Ihre Ferien waren erholsam und Sie können mit neuer Energie weiterlernen. Wie Sie vermutlich alle mitbekommen haben, ist Albus Dumbledore vor einigen Tagen gestorben und ich wurde zur neuen Schulleiterin ernannt. Professor Flitwick übernimmt somit meine ehemalige Position als stellvertretener Schulleiter und Professor Sinistra wird nun von an Hauslehrerin von Gryffindor sein.", verkündete sie mit einem leichten Lächeln.

An dieser Stelle klatschten die Schüler, aber hauptsächlich die Gryffindors. Professor Sinistra war dafür bekannt, sehr nett und fair, aber auch häufig nachgiebig zu sein. Daher hatten die Löwen nichts gegen sie als neue Hauslehrerin.

Als der Lärm wieder abgeklungen war, sprach McGonagall weiter: „Weiterhin wurde ich von Minister Fudge beauftragt, Ihnen etwas mitzuteilen. Jedoch ist dies nur für die Erst- bis Sechstklässler und die neuen Schüler im nächsten Schuljahr von Bedeutung. Es wurde bestimmt, dass ab dem nächsten Schuljahr ein neues Fach eingeführt wird: Dunkle Künste. Ein geeigneter Lehrer wurde allerdings noch nicht benannt."

Überraschtes Schweigen herrschte in der Großen Halle, ehe die Slytherins ganz langsam zu jubeln anfingen. Auch die Ravenclaws stimmten mit ein, waren sie doch froh, endlich etwas mehr über dieses Gebiet der Magie zu erfahren. Gryffindor und Hufflepuff jedoch waren außergewöhnlich ruhig.

Die vier Freunde am Slytherintisch sahen sich währenddessen grinsend an, jubelten mit und freuten sich für die Jüngeren. „Nur schade, dass wir das nicht mehr mitbekommen.", meinte Blaise und die anderen stimmten nickend zu.

Hier meldete die neue Schulleiterin sich noch einmal zu Wort: „So, nun möchte ich Sie aber nicht weiter vom Essen abhalten. Ich wünsche Ihnen allen einen guten Appetit." Und damit setzte die Hexe sich wieder und das Essen erschien auf den Tischen, was begeistert von den Schülern und teilweise auch den Lehrern zur Kenntnis genommen wurde.


so, ich verspreche nichts, aber ich hoffe, es wird bis zum nächsten chap net so lange dauern...

Kommis? lieb guck

bye, wölfin