Die Neue – Kaptitel 1:

Ok, das hier ist also, meine SPRIGGAN Fanfiction, da der Zustand, in dem sie sich bisher hier online befunden hat von mir nicht weiter geduldet werden konnte, habe ich sie gelöscht und neu geordnet, neu hochgestellt! Diesmal etwas übersichtlicher, was ihr mir hoffentlich zu gute halten werdet! Da ich neben diesem 1. Kapitel auch gleich schon die nächsten fünf hochstellen werde, denke ich, dass ich mir die Kommentare in den nächsten Kapiteln sparen kann! Ich habe nur eine Bitte an euch! Schreibt mir KOMMIS fleh! Entweder hier unten auf der Seite, das sollte auch anonymen möglich sein, oder direkt an meine E-mailadresse: Schizo89web.de

Freu mich schon auf eure Kommis!

Und hier endlich die Story:

PS (sorry, ich weiß ich bin gräßlich): Meine Fanfiction hält sich größtenteils an den Film, nur das ich in die Handlung einen neuen Chara eingebaut habe, die die Handlung leicht durcheinander bringt. Ich hoffe, sie gefällt euch trotzdem...

So, jetzt aber endlich zur FF:


Zwei Wissenschaftler standen an der Klippe und schauten hinunter zu ihrem soeben abgestürzten Kollegen. „Komm schnell!" Einer der Beiden griff sich ein Seil und sie ließen es hinunter zu dem armen Mann. „Alles in Ordnung?" Im Hintergrund hörte man einen schrillen Piepton. Langsam seilten sie sich zu ihrem Kollegen hinunter in dessen Händen das Gerät piepste. Er rührte sich, richtete sich auf und schaltete es ab. Er machte die Lampe an seinem Helm an und das Licht fiel auf die Eiswand gegenüber von ihm und da erblickte er ein Schiff, welches in dem Eis eingeschlossen war. „Ohh" erschrocken vor dieser Entdeckung wich der Wissenschaftler zurück. „Was ist los?" fragte einer der Kollegen, die eben unten ankamen. Der abgestürzte Wissenschaftler zeigte auf das riesige Schiff „Da sieh doch!" Nun fiel das Licht von allen drei Helmen auf das Schiff, die es ungläubig ansahen. Auf einmal fiel etwas von dem Eis raus und ein seltsamer Dampf kam heraus. Dann explodierte dieses piepende Gerät und in der Höhle wurde es immer heller. Dann ein schriller Ton. „Was zum Teufel ist das?" fragte einer der drei Männer, während sie sich die Ohren zuhielten. Danach zerbrachen die Lampen auf ihren Köpfen. Sie schrieen, doch dann stürzte alles in sich zusammen und es gab eine riesige Explosion, die sogar einen Satelliten im Weltall implodieren ließ.

Vor Jahren fand man eine Tafel. Sie gilt als das Vermächtnis derer, die hier in ferner Vergangenheit eine Zivilisation gründeten, welche sich zu einer unglaublichen Hochkultur entwickelte. Und dann in die unendlichen Weiten entschwand. Diese Nachricht war an uns in der Gegenwart gerichtet, es ist eine Warnung und die Botschaft lautet: Gebt die Technik der ewigen Finsternis aus der sie entstand zurück, so werdet ihr uns wieder zurückrufen können.

Auf Grund dieser Nachricht, wurde eine Organisation die sich Arkam nennt ins Leben gerufen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt diese alte, fremde Kultur zu erforschen. Die Eliteagenten dieser Organisation nennen wir Spriggan."

Eine Tümpelhafte Landschaft. Menschen die durchs Wasser liefen. Ein Mann saß im Baum, als er die Soldaten vorbei laufen sah. Mit einem Gewehr in der Hand ließ er sich rückwärts vom Baum fallen. Leise huscht er durchs Gebüsch und sprang über Abgründe. Hinter einem Felsvorsprung versteckte er sich. „Hier ist KS7! Kompanie Rot, bitte melden! Ich wiederhole: Kompanie Rot, bitte melden!" versuchte er seine Truppe zu kontaktieren er wartete kurz. „Totenstill!" er drehte sich um und schaute in die Dunkelheit. „Ich bin wohl mal wieder der einzige, der überlebt hat."

Eine Schlange kam aus ihrem Versteck, da traf sie ein Messer, direkt hinter den Kopf. Die Soldaten liefen an ihr vorbei, während sie sich unter Schmerzen wand. Die Soldaten postierten sich und zielten auf den armen Mann.

Er atmete schwer, da spürte er wie jemand auf ihn zielte. Er drehte sich um und sah den Soldaten.

„Ahh!" Yu Ominae wachte aus seinem Alptraum auf. Er war im Klassenzimmer, er war wohl während des Unterrichts eingeschlafen. Als er aufschreckte drehten sich alle Klassenkameraden zu ihm um. Auch das neue Mädchen Kimiko Yamamoto.

Erschrocken stand der Lehrer vorne an seinem Pult , während Yu schweratmend sich von seinem Alptraum erholte. Dann schob der Lehrer den Zeigestock zusammen, klappte sein Heft zu und meinte: „Schluss für Heute!" als die Schulglocke zu hören war.

Die Schüler tuschelten und packten ihre Sachen weg, während Yu sich bückte um seine Stifte aufzuheben, die er beim erwachen runtergeschmissen hatte. „Yu, erst fehlst du ewig, dann kommst du mal in die Schule und machst sofort ein Nickerchen während des Unterrichts. Wenn du so weiter machst, bleibst du noch hängen!", ertönte eine Stimme hinter ihm. Yu schwieg. Mittlerweile hatte er alle Stifte aufgesammelt als sich der Schüler vor ihm umdreht und ein „Garantiert!" losließ. „Hmm, ja, ja , kann schon sein!" Er sah auf. Yus Blick fiel auf einen Jungen im Klassenzimmer, der ihn komisch ansah. „Nanu, was hat der denn?" Yus Freunde schauten auf. „Der, ach du meinst Tanaka? Man erzählt sich, er sei zu Hause abgehauen und seine Eltern hätten ihn als vermisst gemeldet!" „Aber gestern soll er überraschend zurückgekommen sein! Er ist total abgemagert, scheint ihm mies zu gehen." Klärten ihn die beiden Jungen auf. Außer den vieren war nur noch Kimiko im Raum. Sie hatte Klassendienst und wischte gerade die Tafel. Sie sah verstohlen zu Yu herüber, was Yu nicht entging. Doch die anderen hatten nichts gemerkt.

Kimiko musste die Tafel wischen. Sie war noch nicht lange an der Schule, aber sie hasste es bereits Klassendienst zu haben. Dort hinten waren nur noch dieser Yu mit seinen Freunden und in der anderen Ecke saß noch der arme Tanaka. Sie schaute zu Yu herüber. Doch sie wendete sich schnell wieder der Tafel zu, als sie bemerkte, dass Yu es gemerkt hatte. Sie fragte sich, was er wohl geträumt hatte. So viel sie von Yu wusste, war er nicht gerade jemand der wegen einer Kleinigkeit losschreit.

Langsam ging die Sonne unter und die Schüler gingen langsam nach Hause. Auf dem Dach der Schule stand Tanaka und sah sich den Sonnenuntergang an.

Kimiko hatte ihren Klassendienst beendet und wollte gerade nach Hause gehen, als sie Tanaka auf dem Dach der Schule sah. Sie hatte so eine Ahnung, dass es besser wäre hoch zu ihm zu gehen. Tanaka tat ihr leid. Er war, so weit sie wusste erst am vorigen Tag wieder nach Hause zurückgekehrt, da er wohl weggelaufen war. Sie wollte ihm helfen und drehte sich um, um zurück ins Schulgebäude zu gehen. Da sah sie Yu, der anscheinend die selbe Idee hatte. Sie schlich ihm langsam hinterher.

Yu stieg die Treppen zum Dach hinauf. „Was er wohl von mir will? Hat sich irgendwie seltsam angehört als er mir gesagt hat, dass er mit mir etwas besprechen müsste." Er überlegte so vor sich hin doch kam zu keinem vernünftigen Ergebnis. Plötzlich hatte er das Gefühl er würde verfolgt werden und drehte sich schnell um, doch da war niemand. Also ging er weiter bis auf das Dach.

„Mein Gott hat der Kerl gute Sinne! Das war knapp fast hätte er mich gesehen. Dabei wollte ich doch mal sehen, was Yu von Tanaka will. Und wenn er weiß, dass ich da bin könnte das nur dumme Fragen geben!" Langsam und noch mehr darauf bedacht nicht gehört zu werden, schlich sie weiter die Treppe hinauf. „Ah ja, Yu muss gerade die Tür zum Dach geöffnet haben." „Quitsch", „So jetzt ist er auf dem Dach!" sie schlich sich zur Tür und versuchte zu lauschen, doch durch die dicke Tür war nichts zu verstehen. Vorsichtig drückte sie die Türklinke herunter und öffnete die Tür einen Spalt breit.

Yu betrat das Dach und ging zu Tanaka etwa 6m von ihm entfernt blieb er stehen. „Du wolltest mich sprechen, Tanaka?" Er machte eine kurze Pause. „Du scheinst ziemlich durchzuhängen." „Ach, was du nicht sagst? Yu!" Tanaka drehte sich um und es sah ganz so aus, als müsste er sich dazu zwingen. Yu ging noch einen Schritt weiter auf Tanaka zu. Der hielt seine Hände seltsam krampfhaft an der Jacke fest. Dann riss er sie auf. Yu und Kimiko erschraken, als sie sahen, was er unter der Jacke versteckt hatte. Es waren mehrere Bomben an Gürtel und T-Shirt befestigt und auf seinem weißen Shirt stand mit Blut auf englisch geschrieben: NOAH WILL BE YOUR GRAVE! Yu und Kimiko lasen es leise vor sich hin. „Noah wird dein Grab sein!" Yu wartete kurz dann lief er auf Tanaka zu. „Idiot, was machst du da?" Dann blieb er stehen und trat wieder einen Schritt zurück. Tanakas Gesicht war angstverzehrt, als er den Auslöser für die Bomben hoch hielt. „Hilf, mir Yu!" Tanakas Stimme klang echt verzweifelt. Er versuchte den Arm mit dem Selbstauslöser wieder runter zu nehmen, aber es gelang ihm nicht. „Hör auf! Lass den Scheiß! Neeeeeeeeeeeeeeeeein!" Jetzt rannte Yu so schnell er konnte auf Tanaka zu. Kimiko sah erschrocken zu, was sich dort auf dem Dach abspielte. Sie wollte auch auf das Dach rennen und Tanaka helfen, aber sie hielt sich zurück. Da drückte Tanaka auf den Knopf und sprengte sich und das halbe Dach in die Luft. Yu wurde ziemlich weit zurückgeschleudert. Alle Schüler die noch unten auf dem Schulhof waren, schauten nun zum Dach hinauf und tuschelten. Die Druckwelle der Bombe war glücklicherweise nicht bis zum Treppenhaus durchgedrungen und so rannte Kimiko so schnell sie konnte auf das verwüstete Dach um nach Yu zu suchen. „Hoffentlich hat er das überlebt!" sagte sie immer und immer wieder. Dann entdeckte sie Yu unter einem Haufen Gerümpel, der wohl bei der Explosion auf ihn draufgefallen war. Yu war schwer verletzt, also beeilte sie sich die Trümmer von ihm runter zu räumen. Und obwohl die Trümmerbrocken noch recht groß waren, ging es ihr leicht von der Hand und sie war schon wenige Minuten später damit fertig. Sie fühlte Yus Puls und atmete erleichtert auf. Sie nahm ihn auf die Arme und ging vorsichtig die Treppe hinunter. Einer der Lehrer hatte bereits einen Krankenwagen und die Polizei gerufen, die Ärzte luden den bewusstlosen Yu sogleich in den Krankenwagen und brachten Yu ins Krankenhaus. Kimiko sah dem Krankenwagen hinterher, bis sich ein Polizist zu ihr stellte und sie über das Geschehene ausfragte. Sie wusste nicht warum, aber sie wusste, dass sie es besser nicht erzählen sollte. „Ich weiß nicht was passiert ist, als ich die Explosion gehört habe bin ich sofort nach oben gerannt und habe geguckt was passiert ist. Ich habe Yu auf dem Dach gesehen und ihn nach unten gebracht! Mehr weiß ich auch nicht!" Der Polizist sah sie zweifelnd an, ging aber nicht weiter darauf ein. Er bedankte sich und ging zu seinen Kollegen mit denen er redete und verschmitzt zu Kimiko hinüberschaute. Kimiko ging davon aus, dass sie über sie sprechen würden, aber ihr war es egal. Sie machte sich Sorgen um Yu. Sie hoffte, dass er bald wieder auf den Beinen war.

Kimiko stand in ihrem Zimmer am Fenster und schaute hinaus zum Mond. „Was hatte das zu bedeuten, warum hatte Tanaka sich selbst in die Luft gesprengt? Und was sollte das mit Noah heißen? Ist damit die Arche Noah aus der Bibel gemeint? Und was hat Yu damit zu tun?" Sie dachte über den vergangenen Tag nach, über das was sie auf dem Dach gesehen hatte. Um Yu machte sie sich keine Sorgen mehr, denn das Krankenhaus hatte vorhin bei ihr angerufen und ihr mitgeteilt das er aufgewacht und über den Berg sei. „Kimiko, besuch für dich!" Die Stimme ihrer Freundin riss sie aus ihren Gedanken. Wer wollte so spät abends noch etwas von ihr? Sie zog sich ihren Morgenmantel über und ging auf den Flur hinaus. Sie zog die Tür hinter sich zu und sie fiel knarrend ins Schloss.

Ein Mann nahm seine Chipkarte hervor und wollte sie gerade durch das Lesegerät ziehen, als er merkt, dass die Tür zu seinem Büro bereits offen stand. Er öffnete sie ganz und trat ein. Ein junger Mann stand am hinteren Ende des Raums an einem großen Computer und druckte etwas aus. Der Mann schloß hinter sich die Tür und ging auf den Jungen zu. „Na, Yu, wie sieht's aus?" Der Computer war gerade fertig damit ein Bild auszudrucken und Yu riss es von der Papierrolle ab. Abrupt drehte er sich zu dem Mann um der gerade herein gekommen war und ging aufgebracht auf den Mann zu. „Herr Yamamoto! Was hat dieses Noah zu bedeuten? Und wie soll ich das hier verstehen, können Sie mir das mal verraten?" wütend donnerte er einen Stapel Bilder auf den Schreibtisch des Mannes. Ruhig legte der Mann sein Schreibbrett auf den Tisch und sah sich das oberste Bild an. Es war ein toter Mann darauf zu sehen, wieder hatte er eine Drohung auf der Brust stehen, wieder aus Blut! „Du bist der Nächste Yu Ominae!" las er laut vor. „Weißt du, dass vor einem halben Jahr ein Expeditionsteam von Arkam in der Türkei am Berg Ararat vollständig vernichtet wurde?", während er sprach drehte er sich zum Fenster und sah hinaus in die schwarze Nacht. „Ja, die Geschichte ist mir zufällig zu Ohren gekommen!" „Weißt du auch, dass nach diesem Ereignis dort die Arche Noah entdeckt wurde?" Herr Yamamoto zündete sich eine Zigarette an, während Yu , der um Kopf, Hals und Arme Verbände trug ihn nur wütend und gespannt ansah. Erstaunt hob Yu den Kopf. „Sie meinen die echte Arche Noah?" „Ja, ganz recht! Die Arche die schon im alten Testament beschrieben wird! In der biblischen Geschichte der Sinnflut. Gott sah, dass die Bosheit der Menschen groß war auf Erden und alles Nichten und Trachten ihrer Herzen böse. Da reute es Gott und er beschloss die gesamte Menschheit zu vernichten. Aber den Herzensguten Noah ließ er eine Arche bauen und dessen Familie und ein Pärchen jeder Tierart sollten Platz darin finden! " Er endete. „Ich weiß auch was in der Bibel steht! Aber was hat das bitteschön hier mit zu tun?" „Hör dir die Geschichte erstmal bis zum Schluss an! Vor drei Wochen wurde unsere Expeditionsmannschaft von Unbekannten angegriffen, und zwar nicht am Fundort der Arche sonder bei Ausgrabungen eines Antiken Tempels!" Herr Yamamoto hörte auf zu sprechen und schaute kurz zu einem Schrank in seinem Büro. Er wollte anscheinend nicht das Yu das bemerkte und drehte schnell den Kopf in eine andere Richtung. Doch Yu hatte gesehen auf was der Blick des Mannes gerichtet war und sah nun ebenfalls zum Schrank. Ihm war so als hätte er etwas gehört. Er fixierte den Schrank so als würde gleich jemand daraus hervor springen und „Überraschung!" rufen. Herr Yamamoto schien dies gesehen zu haben und trat schnell in Yus Blickfeld, damit dieser weiter auf das hörte was er ihm zu sagen hatte. Er fuhr möglichst schnell fort um Yus Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken. „Hey, Yu! Hör zu die Geschichte geht noch weiter!"

Kimiko saß eingezwängt in einem Schrank in dem Arbeitszimmer ihres Vaters. Sie wollte dort auf ihn warten, er wollte ihr etwas wichtiges mitteilen, doch dann kam ihr Schulkamerad Yu ins Büro gestürmt. Sie hatte an den Schritten bemerkt, dass es nicht ihr Vater hätte sein können, also sprang sie in das nächst beste Versteck. Jetzt verfluchte sie sich dafür, dass sie sich nicht noch ein bisschen mehr Zeit für ein bequemeres Versteck genommen hatte. Nun saß sie eingezwängt in einem Stickigen Schrank, der so gut wie leer war. Es waren nur ein paar Hefte in dem Schrank versteckt, und Kimiko konnte nicht verstehen, was Männer an solchen Heftchen fanden, aber na ja, da kann man echt nichts machen. Sie hatte den Schrank nicht ganz zu gemacht, damit sie noch etwas Luft bekam. Sie sah wie Yu sichtlich enttäuscht war, dass Herr Yamamoto nicht in seinem Büro war. Aber dann ging er zu dem Computer im Zimmer und druckte sich irgendwas aus, was konnte sie nicht sehen. Aber eins störte sie doch, was hatte Yu Ominae mit ihrem Vater zu tun, wie kam er so einfach in das Büro ihres Vaters, man brauchte schließlich eine Chipkarte um es zu betreten. Und was machte dieser Kerl an dem Computer. Andererseits, war sie aber erleichtert, da es Yu ja wieder besser zu gehen schien. Sie merkte, wie Yu immer wütender wurde, sie wusste nicht wie, aber sie konnte es irgendwie spüren, denn sehen konnte sie ihn ja nicht, weil dafür der Spalt vom Schrank nicht weit genug offen war. Nun hörte sie wie jemand anderes das Zimmer betrat, es war ihr Vater. „Na Yu, wie sieht's aus?" Er klang ziemlich vertraut gegenüber Yu. „Herr Yamamoto, was hat dieses Noah zu bedeuten? Und wie soll ich das hier verstehen, können Sie mir das mal verraten?" Jetzt schien Yus ganze Wut aus ihm heraus zu brechen. Kimiko hörte das ganze Gespräch zwischen ihrem Vater und Yu mit. „Warum erzählt er ihm das bloß alles? Das geht ihn doch eigentlich gar nichts an!" Als die beiden Männer in dem Büro näher auf die Arche eingingen verstand Kimiko, was es mit der Arche Noah auf sich hatte, doch nicht, warum die Nachricht von Tanaka an Yu gerichtet war. Kimiko saß mit großen Augen in dem Schrank, mit den Fragwürdigen Heftchen und ihren Vater und einen Schulkameraden belauschend, die wohl irgendwelche Geheimnisse vor ihr hatten. Sie war kurz davor aus dem Schrank zu stürzen und die beiden um eine Erklärung bitten, doch sie riss sich zusammen und lauschte weiter. Doch ihr Vater schien irgendetwas bemerkt zu haben und auch Yu schaute nun zum Schrank, doch aus irgendeinem Grund erzählte ihr Vater weiter, genauere Details über den Angriff am Tempel und der Schrank war wohl schon wieder vergessen.

Als Herr Yamamoto fertig war fügte er noch hinzu: „Na ja, und das Foto ist nach dem Angriff auf die Ausgrabungsstätte gemacht worden!" „Das Ganze ist schon drei Wochen her? Warum hat man mich nicht auf der Stelle benachrichtigt?" „Warum hätte man Yu darüber informieren sollen, es hätte ihn wahrscheinlich nur unnötig aufgeregt und außerdem hat der doch damit gar nichts zu tun! Ich kapier sowieso nichts mehr!" Sie hörte dem Gespräch zwischen Yu und ihrem Vater weiter zu, sie hatte zwar keine Ahnung worum es ging, aber sie wollte unbedingt wissen was die beiden dort so besprachen. „Yu, wie es aussieht haben sie dich zur Zielscheibe gewählt! Es wäre viel zu riskant gewesen! Glaube mir!" Kimikos Vater hatte die Fotos in die Hände genommen um seine Aussage zu bestätigen doch Yu wollte es nicht einsehen. „Herr Yamamoto, irgendjemand hat meinen Kumpel zu einer Menschenbombe gemacht! Soll ich da etwa Däumchen drehen und zusehen! He?" Yu war nun richtig sauer und schaute seinen Gegenüber wütend und herausfordernd an. Der legte in aller Ruhe die Fotos wieder auf den Schreibtisch. „Die Arche ist für Arkam ein äußerst wichtiger und gefährlicher Fund! Wir können dich in deiner jetzigen körperlichen Verfassung auf keinen Fall dort hin schicken!" Yu drehte sich nun zur Tür um und ging wütend darauf zu. Kimiko saß immer noch im Schrank und mit jedem Satz verstand sie weniger. So weit sie wusste war Arkam irgendetwas Geheimes von dem sie glaubte, dass es etwas ganz harmloses sei, aber wenn irgendwelche Leute in die Luft gesprengt wurden, um jemanden von Arkam herauszufordern, war das überhaupt nicht harmlos. Und außerdem war Yu doch erst 17 Jahre alt genauso wie sie. Er konnte doch unmöglich zu einer geheimen Organisation gehören die irgendwelchen Mythen wie der Arche Noah hinter her jagen. Das war doch viel zu gefährlich, wollte der etwa sein Leben einfach wegschmeißen? Kimiko war nun wirklich verwirrt, doch sie brach ihre Überlegungen sofort wieder ab, als sie hörte, dass ihr Vater weiter sprach. „Du kannst mit deinen Verletzungen diesen Auftrag unmöglich erledigen! Glaub mir! Jetzt musst du dich erstmal schonen und abwarten bis du wieder völlig fit bist!" Yu stand nun in der Tür, er hatte die Hand schon am Türgriff. „Das ist doch wohl nicht Ihr ernst? Die haben mich namentlich herausgefordert, dann werde ich das auch selber erledigen!" Kimiko zuckte zusammen, als Yu die Tür mit voller Wucht zuschlug. Der Vater von ihr schrie noch hinter ihm her, doch Yu hörte schon nichts mehr und er wollte auch nichts mehr hören. Herr Yamamoto sank auf seinem Stuhl zusammen und drehte sich zum Fenster, er wollte sich nun die Sterne am Himmel ansehen, das beruhigte ihn immer etwas. Nun konnte sich Kimiko nicht mehr zusammen reißen und platzte aus dem Schrank heraus. „Na endlich, ich dachte du kommst da gar nicht mehr raus! Tja, jetzt weißt du, was dein alter Herr wirklich so macht! Ich hoffe, dass das nicht allzu schlimm für dich ist!" Er nahm einen kräftigen Zug an seiner Zigarette und versuchte möglichst so zu klingen, als ob es ihm egal wäre, was seine Tochter über ihn dachte. Aber Kimiko merkte das. „Warum hast du mir nie etwas über dieses komische Arkam erzählt, warum musste ich das auf diese Weise herausfinden?" Sie war nun ziemlich wütend auf ihren Vater. „Und kannst du mir verraten, was Yu mit Arkam zu tun hat. Ich will das du mir ein paar Antworten gibst und zwar auf der Stelle!" Ihr Vater war erstaunt über ihre Entschlossenheit und so erzählte er ihr alles, als er geendet hatte fügte er noch hinzu: „Ich wollte dich genau deswegen heute sprechen. Ich wollte dir heute alles erzählen! Glaub mir! Und außerdem wollte ich dich fragen, ob auch du ein Teil dieser geheimen Organisation werden möchtest. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, das kannst du mir glauben, aber ich glaube, dass du genau in diese Organisation reinpassen würdest!" Er schnaufte aus. „ O.K. Jetzt ist es raus. Also, was sagst du dazu?" Kimiko war wie erstart. Mit so einer direkten Frage hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. „Also, ähhm! Ich weiß nicht so recht... was soll ich da sagen? Also..." nun hatte sie sich endlich wieder im Griff. „... ich könnte darüber nachdenken. Was genau wäre das denn, was ich da bei Arkam machen würde, hmm?" Nun erklärte Herr Yamamoto seiner Tochter, was er genau für sie geplant hatte. Sie hörte interessiert zu und so unterhielten sie sich noch bis spät in die Nacht hinein.

Jana wollte gerade zu Bett gehen, als sie hörte wie ihre beste Freundin endlich wieder nach Hause kam. Jana und Kimiko wohnten seit etwa einem Jahr zusammen in einer Mädchen WG. Es war für beide praktisch, da Jana sich mit ihren Eltern nicht außerordentlich gut verstand und Kimiko unabhängiger von ihrem Vater werden wollte. Sie teilten sich die Miete für die Drei- Zimmer- Wohnung. Sie kochten abwechselnd und auch der Rest an Hausarbeiten war fair aufgeteilt. Gegenüber von dem Wohnhaus in dem sie lebten war ein kleiner Supermarkt, so dass sie immer gleich ihren Kühlschrank auffüllen konnten. Um die Wohnung, die Möbel und die Lebensmittel bezahlen zu können arbeiteten beide Nachmittags und am Wochenende. Sie hatten eine Anstellung in einem Cafe um die Ecke gefunden, die Bezahlung war zwar nicht außerordentlich gut, doch es reichte um über die Runden zu kommen und sich auch ab und zu mal etwas nebenbei zu gönnen. Insgesamt, waren sie eigentlich ganz zufrieden wie es war.

Kimiko schloß leise hinter sich die Tür, um ihre Freundin nicht zu wecken. Es war schon spät und sie mussten am nächsten Tag wieder früh raus, da sie Samstags immer mehr arbeiteten und vor allem mussten sie früh anfangen, aber nach dem Angebot ihres Vaters wusste sie nicht wie sei es ihrer Freundin beibringen sollte. Wenn sie das Jobangebot ihres Vaters tatsächlich annehmen würde, müsste sie ihren alten Job aufgeben. Die Bezahlung wäre zwar besser, aber dafür wäre sie öfter und länger weg. Andererseits war das Jobangebot sehr interessant und sie würde es sehr gerne annehmen. Sie könnte auch öfter mit Yu zusammen sein. Aber daran wollte sie gar nicht denken. Aber dann würde sie genau wie Yu, ziemlich oft in der Schule fehlen. Was sollte sie bloß machen? Am besten war, dachte sie, sie würde eine Nacht darüber schlafen und dann am nächsten Tag eine Entscheidung fällen. „Hallo Kimiko! Da bist du ja endlich! Ich hab mir schon Sorgen gemacht. Es ist ziemlich spät! Ich wollte gerade zu Bett gehen. Du weißt ja, dass wir morgen früh raus müssen." Der Kopf ihrer Freundin Jana kam hinter der Ecke hervor. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Jana noch auf war. „Äh, hi! Ich bin ziemlich müde lass uns morgen reden! O.K.?" „O.K.!" Jana ging ins Schlafzimmer und legte sich hin. Auch Kimiko lag nach zehn weiteren Minuten fix und fertig im Bett. Innerhalb von ein paar Minuten war sie eingeschlafen, denn der vergangene Tag war für sie wirklich anstrengend gewesen. Und überhaupt, seit Tanaka sich in die Luft gejagt hatte, war irgendwie alles anders gelaufen, als normal.

Kimiko war schon früh aufgestanden, sie konnte nicht mehr schlafen. Sie hatte sich einen Kaffee gemacht und sich an den Tisch in der Küche gesetzt. Sie schaute aus dem Fenster und dachte nach, sollte sie das Angebot abschlagen, wollte sie das überhaupt? Sie wusste einfach nicht was sie machen sollte. Sie dachte darüber nach, was Jana und sie in dem Vergangenen Jahr alles an Spaß hatten, aber auch daran, dass sie sich in ihrem jetzigen Job auch nicht besonders wohl fühlte. Insgesamt kam sie immer zu dem selben Schluss: Sie konnte sich nicht entscheiden.

Jana war gerade wach geworden, sei schaute zu ihrem Wecker herüber und merkte, dass der sowieso gleich rappeln würde, also stand sie auf. Sie zog sich ihrem Morgenmantel über und ging ins Badezimmer. Erst als sie wieder daraus hervor kam, bemerkte sie, dass Kimiko nicht mehr in ihrem Bett war. Sie fand sie in der Küche. Jana merkte, dass ihre Freundin angestrengt über etwas nach dachte. Kimiko schien nicht einmal bemerkt zu haben, dass sie den Raum betreten hatte. Jana nahm sich eine Tasse aus dem Regal und schenkte sich eine Tasse Kaffee ein. Dann setzte sie sich zu Kimiko an den Tisch. „Guten Morgen Kimiko. Na gut geschlafen?" Kimiko schreckte aus ihren Gedanken auf. „Was, ähhm, Guten Morgen, ja hab ich und du?" „Ich auch, aber sag mir mal was los ist. Du bist so nachdenklich in letzter Zeit."

Kimiko schaute in ihre Tasse, sie musste es ihr nun endlich sagen, sie fragen, was sie davon hielt. Ihre Meinung würde den Ausschlag geben. „Also Jana, ich muss dir was sagen!" Sie hob den Kopf, konnte Jana direkt in die Augen sehen. Sie sah, dass Jana besorgt war. Doch die sagte nichts und hörte nur Geduldig zu. „Also, ich habe einen Job angeboten bekommen, der eher etwas für mich wäre, als Kaffee zu Servieren und Tassen abzuwaschen. Der Job wäre auch besser bezahlt, aber ich wäre viel öfter und vor allem länger unterwegs. Ich weiß einfach nicht, ob ich ihn annehmen soll oder nicht!" Ihre Freundin sah sie mit leuchtenden Augen an. „Das ist doch Prima, ich weiß genau, dass dich dieser Job in dem Cafe nicht ausfüllt, ich denke, du solltest ihn annehmen. Dann bist du halt öfter weg, dafür übernimmst du dann sämtliche Hausarbeit, wenn du hier bist!" Mit einem hinterhältigen Lächeln saß Jana nun am Küchentisch und sah zu Kimiko herüber. Auch Kimiko bekam nun ein breites Lächeln im Gesicht. „So oft werd' ich bestimmt nicht wegsein. Das hättest du wohl gerne!" Sie lachten noch während sie frühstückten. Dann machten sie sich auf zur Arbeit. „Dann nehm ich den Job also an. Und das ist wirklich O.K. für dich?" „Klaro, wenn du heute noch ein letztes Mall mit mir zusammenarbeitest, wo du doch bald mehr als diesen Hungerlohn bekommst." Der Dienst der beiden Mädchen begann um 10 Uhr und sie waren wie immer pünktlich, knapp aber pünktlich. Eigentlich arbeiteten sie Samstags immer bis 18 Uhr. Mittags hatten sie dann eine kurze Pause, bevor sie weiter schufteten. Doch an diesem Tag, kam in der Mittagspause ein Mann in das Cafe, der mit Kimiko sprechen wollte. Es ging darum, ob sie das Angebot annehmen würde oder nicht. „Hören Sie, Fräulein Kimiko Yamamoto. Wenn sie den Job annehmen, müssen sie noch heute anfangen. Es ist sehr dringend!" „Kimiko du solltest gehen! Es ist ein besserer Job. Hör auf mich! Geh mit, wir sehen uns ja heute Abend!" Lächelnd sah Jana zu Kimiko herüber und diese nickte. „O.K. Ich bin einverstanden!" Sei nahm ihre Schürze ab und ging zu der Geschäftsführerin am Tresen. „Ich kündige, ich werde ab heute nicht mehr hier arbeiten!" die sah sie ungläubig an, nahm dann aber die Schürze entgegen und meinte, dass es eigentlich schade wäre, aber sie wünschte Kimiko noch viel Glück in ihrem neuen Job. „Das kann ich auch gebrauchen!" dachte sie so für sich, aber sie verabschiedete sich freundlich von der restlichen Belegschaft und ging lächelnd mit dem Mann hinaus, zu dem Auto, dass vor dem Cafe gehalten hatte und stieg ein.

Kimiko saß mit dem Mann im Auto und fragte ihn, warum es denn so dringend sei. „Das weiß ich nicht, das müssen Sie Ihren Vater fragen! Ich sollte sie nur abholen!" Und damit war das Gespräch beendet.

Als sie aus dem Auto stiegen stand Kimikos Vater bereits auf der Treppe und kam ihr entgegen um sie zu begrüßen. Kimiko fragte ihn sofort, warum es nicht noch etwas länger Zeit gehabt hatte. „Nicht hier draußen, ich erklär dir drinnen alles. Aber jetzt komm erst mal rein. Wir dürfen keine Zeit verlieren!" So zügig sie konnten gingen sie in das Hauptquartier von Arkam. Direkt in eine Sporthalle, so sah es aus, sie gingen in eine Sporthalle. Was Kimiko dort sah war überwältigend. Lauter Männer die besser springen konnten, als das beste Springpferd, schneller rennen konnten, als das schnellste Rennpferd und das ganze mit schweren Gewichten an Händen und Füßen. „Das ist unser Haupttrainingslager, ich hoffe du fühlst dich nicht zu überfordert hier! Du musst einen Crashkurs machen, damit wir dich morgen in die Türkei zum Berg Ararat zu einer Forschungsstation von Arkam schicken können!" „Moment mal, das Ganze geht mir etwas zu schnell. Ich soll heute den ganzen Tag irgendwelche Übungen machen, damit ich wahrscheinlich genauso stark und schnell bin wie diese Muskelprotze dort. Und Morgen soll ich dann schon zu meinem ersten Auftrag in die Türkei?" „Nein, du sollst nicht so schnell und stark werden wie diese Männer dort. Du sollst noch stärker und schneller werden. Auch wenn du es nicht glaubst. Du hast mehr auf dem Kasten als du vielleicht vermutest! Aber am wichtigsten ist deine Kampfausbildung. Der Rest ergibt sich von selbst!" Mit offenem Mund stand sie nun vor ihrem Vater. Sie bereute es bereits, dass sie diesen Job angenommen hatte. Doch willig, ging sie in die Umkleide, die sehr klein war, da es wohl nur sehr wenige Frauen in diesem Verein gab. Sie zog sich einen Trainingsanzug an, den man ihr zur Verfügung gestellt hatte und ging dann raus. „Kimiko, das hier ist Dave, er wird mit dir trainieren, also dann1 Noch viel Spaß! Ich hol dich dann heute Abend ab!" Seufzend ergab sie sich und richtete sich an Dave. „Na dann mal los! Können sie mir auch sagen, was sie so alles mit mir vorhaben?" Er nickte erläuterte alles Stichwortartig und Kimiko seufzte noch mal, bevor sie mit dem Training begannen. So gegen 19 Uhr holte ihr Vater sie ab. Sie war gerade fertig mit waschen und umziehen gewesen. Kimiko war völlig fertig, dieser Tag hatte es echt in sich, sie wollte nur noch nach Hause und schlafen.

„Also, gute Nacht Kimiko! Ich hol dich morgen um 8 Uhr ab und bring dich zum Flughafen!" „wie bitte 8 Uhr? Du willst mich wohl verarschen! Vor 9 Uhr steh ich morgen auf keinen fall auf. Ob ich ein paar Stunden früher oder später da ankomme ist doch wohl egal oder. Ich will auf jeden Fall einen späteren Flug, ansonsten kündige ich auf der Stelle wieder!" „Also gut, ich buche dir einen späteren Flug, dass hast du dir auch verdient, nach dem was du heute geleistet hast! Also bis morgen!" Herr Yamamoto stieg wieder ins Auto und fuhr weg, während Kimiko nach oben zu ihrer Wohnung ging. Sie suchte verzweifelnd ihren Schlüssel, doch den hatte sie wahrscheinlich mal wieder drinnen vergessen. Als sie gerade klingeln wollte merkte sie, dass die Tür einen Spalt breit offen war. Da konnte irgendetwas nicht stimmen. Jana würde nie und nimmer die Tür offen lassen. Vorsichtig schlich sie sich in die Wohnung, sie hörte ein Geräusch im Schlafzimmer, sie wollte gerade nachsehen, als sie ihre Freundin gefesselt und geknebelt in der Küche auf einem Stuhl sah. Sofort ging sie zu ihr, nahm ein Messer aus einer Schublade und schnitt die Fesseln durch. Jana nahm sich den Knebel selbst aus dem Mund und flüsterte: „Der Kerl hat ein Messer, wir sollten lieber abhauen und bei einem der Nachbarn die Polizei rufen!" Jana zitterte noch, aber Kimiko war völlig ruhig. Sie nickte und begleitete ihre Freundin nach draußen, doch gerade als sie die Tür öffneten kam der Einbrecher aus dem Schlafzimmer. „Lauf Jana! Ruf die Polizei, ich werde versuchen ihn aufzuhalten!" „Spinnst du musst auch hier weg. Der schlitzt dich sonst noch auf!" „Das hätte der wohl gern! Nun verzieh dich endlich! Dann wollen wir doch mal sehen wie das, was ich heute gelernt habe so in der Praxis funktioniert!" Mit einem geschickten Tritt schlug sie ihm das Messer aus der Hand. Jana staunte zwar, merkte aber, dass ihre Freundin durchaus mit dem Einbrecher klar kam und rannte die Treppe runter zum Hausmeister. Der ließ sie herein und sie rief die Polizei. Als sie in die Wohnung kamen, fanden sie den Einbrecher fertig verschnürt auf dem Boden. Kimiko kam mit einer Tasse Kakao aus der Küche. Und begrüßte höflich die Polizisten. Mit offenen Mündern standen sie alle da, sich fragend wie Kimiko das wohl geschafft hatte. Der Einbrecher wurde dann abgeführt und der Polizist meinte, dass sie am nächsten Tag noch mal wegen einer Aussage kommen würde. „Warten sie mal Officer! Ich fliege morgen in die Türkei, und zwar schon recht früh. Könnten wir meine Aussage nicht jetzt schon aufnehmen. Ich weiß nämlich noch nicht wie lange ich weg sein werde!" „Was, du fliegst morgen in die Türkei? Warum erfahre ich das erst jetzt?" Jana schien nicht gerade erfreut über diese Nachricht. Doch der Polizist wollte wohl so schnell wie möglich wieder von diesen beiden verrückten Mädchen weg. „Ähm, ja gut! Mein Kollege wird Ihre Aussage aufnehmen. Ich muss jetzt leider weg. Ich habe nämlich noch einen anderen fall zu bearbeiten!" Der Officer ging und auch Jana zog sich beleidigt zurück. Der Kollege nahm die Aussage auf und verschwand dann auch.

Kimiko ging in die Küche, sie hatte Hunger bekommen. Der Tag hatte es wirklich in sich gehabt und sie hatte bisher erst gefrühstückt. Jana saß am Küchentisch mit einer Scheibe Brot vor sich und einem Nutellaglas daneben. Kimiko schnitt sich eine Scheibe Brot ab und nahm sich ein Messer. Dann setzte sie sich gegenüber von Jana hin und fing an ihr Brot mit Nutella zu beschmieren. „Es tut mir echt leid! Ich hab das mit der Reise auch erst heute erfahren. Ich kapiere echt nicht warum ich schon nach dem ersten Tag eine Geschäftsreise machen muss! Ich hätte den Job vielleicht besser nicht annehmen sollen!" Sie fing an zu essen. „Du konntest ja nicht wissen, dass du gleich weg musst! Was ist das eigentlich für ein Job?" Jana schien nicht mehr ganz so sauer sondern eher neugierig. „Es geht um Ausgrabungen! Du weißt doch, dass mein Vater Archäologe oder zumindest so etwas in der Art ist! Und die Organisation für die er arbeitet wollte wohl, dass ich auch mal einen Blick auf diese Ausgrabungen werfe. Du weißt ja, dass ich mich für so was schon immer interessiert habe!" „Aber musst du nicht erst mal eine Ausbildung oder sowas haben, um als Archäologe zu arbeiten?" „Ja, schon! Aber die haben gesagt, dass ich meine Ausbildung nur im Praktischen Teil gleich vor Ort machen soll, weil das realistischer ist, als das, was man an Universitäten lernt!" „ Weißt du denn wie lange du ungefähr dableiben wirst?" „Keine Ahnung, aber ich schreib dir regelmäßig, versprochen! Das Geld für die Miete überweise ich dir wenn nötig auf dein Konto, damit du die Wohnung nicht räumen musst während ich weg bin. Aber ich bin mir sicher, dass ich nicht länger als ein paar Monate wegbleiben werde. Vielleicht bin ich ja auch schon in ein paar Wochen wieder da!" „O.K., aber du schreibst mir wirklich regelmäßig? Wir können ja auch ab und an mal telefonieren!" „Ich glaube, dass könnte schwierig werden. So weit ich weiß, haben die dort nur ein Telefon, und das darf man für private Zwecke nicht benutzen. Handys haben da auch kein Empfang, aber in der Nähe soll es eine Stadt geben. Von da aus ruf ich dich dann an, O.K.?" „Hm-hm!" Jana war nun wieder glücklich. Wie Kimiko es geschafft hatte den Einbrecher zu überwältigen kam nicht mehr zur Sprache. Nach dem Essen packte Kimiko ihren Koffer für die Türkei und Jana half ihr dabei. Als sie mit packen fertig waren klingelte das Telefon und Jana ging dran. „Das ist für dich!" rief sie zu Kimiko. „Wer ist denn dran?" „Dein Vater, es gehr wohl um den Flug morgen!" Kimiko kam aus dem Zimmer und nahm den Hörer entgegen. „Hi Dad! Was gibt's?" „Ich konnte den Flug umbuchen. Du fliegst morgen um 16 Uhr, noch mal verschieben tu ich ihn nicht, verstanden! Wir sehen uns dann morgen. Ich hol dich um 15.30 Uhr ab!" „Geht klar bis morgen! Gute Nacht Dad!" „Gute Nacht!" Sie legte auf. „Na wie sieht's aus? Hast du morgen frei?" „Ähm, ja morgen Vormittag, ab 16 Uhr muss ich wieder schuften! Wieso?" „Dann können wir morgen Vormittag ja noch mal was zusammen machen!" Sie führten dieses Gespräch nicht weiter, da sie sehr müde waren und sich deshalb schlafen legten um am nächsten Tag noch mal so richtig einen drauf zu machen.

Kimiko und Jana waren schon früh auf den Beinen. Und nach dem sie gefrühstückt hatten machten sie sich auf die Socken. Sie gingen in den Park ins Kino aßen Eis und ranken Eiskaffee. Sie gingen an die Küste und überhaupt an alle ihre Lieblingsplätze. Da Kimiko in etwa einer halben Stunde abgeholt werden würde, gingen sie nach Hause und stellten schon mal die Koffer bereit. Vorher packten sie noch die letzten Teile in den Koffer und überprüften ob sie auch alles dabei hatte. Zusätzlich packte sie noch ein paar Bücher, Briefpapier und Stifte in ihren Rucksack. Zum Schluss gingen sie noch mal in die Küche und aßen etwas Kuchen und tratschten noch ein letztes Mal, bevor es klingelte und Kimiko mit ihrem Vater davon fuhr.

„Mein Gott, was hast du denn alles an Gepäck dabei! Hast du euer Wohnung ausgeräumt, oder was?" er musste lachen, wie viel Gepäck seine Tochter doch mitgenommen hatte. „Nun sag schon was hast du alles dabei?" „Nur das Nötigste: Wäsche, Haarbürste und Zahnbürste. Na gut und dann hab ich noch einen Haufen Fotos und Bücher mit ich geb's ja zu!" Nun musste auch sie lachen, sie hatte wohl wirklich zuviel Gepäck dabei. „Das unnötige Zeug kannst du ja bei mir im Büro lassen! Desto weniger Gepäck du dabei hast desto besser!" Sie sah ihren Vater ungläubig an. Unnötiges Zeug, er hatte unnötiges Zeug gesagt. „Das ist kein unnötiges Zeug, aber meinetwegen, vielleicht krieg ich ja alles noch so umgeräumt, dass alles in meinen Rucksack passt und nicht überlebensnotwendigen Dinge, kannst du solange bei dir im Schrank lagern. Pff! unnötiges Zeug! Pff!"

Am Flughafen angekommen räumte sie ihre Sachen aus und nur das allerwichtigste in ihren Rucksack. Der war zum Schluss zwar kurz vor' m platzen, aber es gab halt Dinge ohne die sie auf keinen Fall reisen wollte. „Du fliegst mit dem Privatjet von Arkam, also brauchst du auf dein Benehmen nicht zu achten!" „Was soll das denn heißen? hä?" Die beiden Scherzten noch so weiter bis eigentlich Abflug war. Doch der Privatjet von Arkam war nicht da. Ich hoffe du hast die Reservierung nicht gecancelt. Sonst könnte es schwierig werden in die Türkei zu kommen!" „Tja, wär ich nicht auf den Vorschag von Arkam eingegangen, dass du mit dem Privatjet fliegen könntest hätte ich den Flug nicht gecancelt, aber nun müssen wir gucken ob wir dich noch in irgendeiner Maschine unterbringen können!" Und sie hatten Glück in einer Maschine in die Türkei war noch ein Platz frei. Schnell buchte Herr Yamamoto den Platzt und dann flog Kimiko eine halbe Stunde später als geplant. „Ich rufe jemanden von der türkischen Arkamstiftung an und sage denen wann und wo sie dich abholen sollen!" „Woran erkenne ich deine türkischen Kollegen?" „Sie haben ein Logo auf der Jacke, das selbe das auch auf dem Brief ist, den ich dir mitgegeben habe!" „Also dann, wir sehen uns sicher bald wieder!" Damit stieg Kimiko ins Flugzeug und flog in die Türkei. Dort wurde sie wie versprochen abgeholt und zur Forschungsstation gebracht. Wo man ihr genauer erklärte, was sie dort überhaupt machen sollte.

tbc