Die Neue – Teil 8:

In einem der vorüberfliegenden Bilder sah Yu den Untergang der Erde, in einem anderen einfach nur, dass die Arche abzuheben schien und in wiederum einem anderen sah er einen weißen Raum, in dem er den Professor, Schwester Margret und den kleinen Furz ausmachen konnte.

Mit einer seiner Waffen, mit denen er sich ja vorher extra noch neu ausgerüstet hatte, schoss er mehrere Male auf das flimmernde Bildnis, bis schließlich ein Loch darin entstand, durch das Yu es schaffte in diesen weißen Raum einzutreten.

Geschockt wurde er von McDougle beobachtet, während der Professor noch kurz zuvor versucht hatte den kleinen Jungen aufzuhalten, und dabei durch eine Schockwelle zu Boden geworfen wurde.

Als Yu eintrat hatte er ein triumphierendes Grinsen auf dem Gesicht. „Na bitte! Hier steckt ihr also!" Er präsentierte seine Waffen, in dem er sie demonstrativ hoch hob und forderte dann, die Freilassung des Professors und von Margret.

McDougle sah man an, dass inzwischen mehr als nur wütend war. Doch der Professor wollte nicht gehen. „Nein! Es ist zu spät! Jetzt können wir die Arche nur noch versiegeln!"

McDougle reagierte erst gar nicht, da er damit beschäftigt war, dass entstandene Loch wieder zu schließen.

„Bring sofort Opa Meisel in Sicherheit!" forderte Yu nun also Margret auf. Während sie gingen sagte der Professor noch etwas von wegen Steuerchip, was Yu jedoch kaum verstand.

Doch der kleine amerikanische Cyborg wollte den alten nicht gehen lassen und schleuderte ihnen eine Schockwelle entgegen. „Ihr entkommt mir nicht!"

Doch sie entkamen ihm. Sie verschwanden durch das Loch, kurz bevor es sich schloss.

Traurig wendete sich der kleine Junge ab und sah jetzt so aus, wie ein Kind, dem man den Lolli geklaut hat. „Das verstehe ich nicht? Dabei habe ich dem Professor doch die einmalige Möglichkeit gegeben, sich mit Gott auf eine Stufe zu stellen!"

„Das war wohl nichts mein Junge! Du wirst dich wohl mit mir abgeben müssen!" provozierte Yu McDougle.

Dieser sah Yu abfällig an und ließ die Abscheu auch in seiner Stimme mitklingen. „Du wagst es diesen Heiligen Ort mit Schuhen zu betreten?"

Doch Yu reichte es, er wollte nicht labern, er wollte dem Bengel zeigen, wo es lang geht. „Hör endlich mit dieser verdammten Kinderkacke auf!" er spannte seine Muskeln an, was durch seinen Anzug noch verstärkt wurde.

McDougle war eher amüsiert über die Angriffslust seines Gegenübers. „Du scheinst ja ganz wild darauf mit mir zu sterben! Aber es reicht mir völlig, wenn du zur Hölle gehst!"

Yu platze endlich der Kragen. „Es reicht!" und damit ging er auf den anderen los. Doch der wehrte ihn mit einer weiteren Schockwelle ab.

Mit gebrochenem Arm und geprellten Köperteilen flog Yu zurück und verteilte sein Blut auf den weißen Fußboden.

„Du wagst es den Raum Gottes mit deinem Blut zu verschmutzen?" aufgebracht über dieses Verbrechen stierte er den jungen Spriggan an.

„Der Raum Gottes? Das ich nicht lache!" keuchte Yu. „Wo soll denn hier bitte schön Gott sein?"

Selbstgefällig drehte sich der Junge an das Schaltpult, in der Mitte des Raums, an dem McDougle auch das Loch zum sich verschließen gebracht hat. „Derjenige, der die Arche steuert ist Gott!"

Ungläubig sah Yu zu dem ‚Gott' auf. „Was soll denn an dieser Killermaschine göttlich sein?"

„Noah ist die Kraft, die nur den Auserwählt verliehen wird! So war es schon in grauer Vorzeit und so ist es noch heute!" Er drehte sich zu Yu um. „Und solche Typen, wie du, haben überhaupt kein Recht hier zu sein!"

Yu hörte kaum hin, er bekam eigentlich nur mit, dass der kleine Junge ziemlich machtgeil war und dabei selber einige Sachen übersah.

„Du wirst doch selbst nur benutzt! Ist dir das eigentlich klar? Für die bist doch auch nur ne Nummer!"

McDougle lachte. „Damit das klar ist, ich habe jetzt nichts mehr mit dem Pentagon zu tun! Ich werde die dahinsiechende Menschheit mit meinen eigenen Händen ihrer gerechten Strafe zuführen!"

„Erzähl keinen Scheiß!" Yu stürmte ein weiteres Mal auf den Cyborg zu und wurde ein weiteres Mal von einer Schockwelle zurückgeworfen.

Diesmal wurde eine Stelle an seinem rechten Arm frei und eine Tätowierung wurde sichtbar: COSMOS NO 43. Währenddessen schien McDougle auf einmal große Kopfschmerzen zu haben, und erst als sie nachließen schien er die Tätowierung zu sehen und zu erkennen, die auf dem Arm des am Boden liegenden herausstach.

„Projektname Cosmos! Eine Spezialeinheit des Pentagon, die Killereliten ausbildet! Tja, und das schon von Kindesbeinen an!"

Yu riss die Augen auf, die Erinnerung daran lag ihm schwer im Magen.

„Dieser Einheit hast du also angehört! Stimmt's Nummer 43?" Yu erinnerte sich schmerzlich daran, wie sie ihn als Kind aufs Töten getrimmt hatten.

Er schloss kurz die Augen, auch wenn er sich nicht aufrichten konnte klang seine Stimme klar und deutlich. „Wage es nie... wage es nie wieder mich mit dieser Nummer anzureden!" Er erhob sich langsam und schwerfällig. „Mein Name ist Yu Ominae!"

„Du sollst die ja damals ganz alleine fertig gemacht haben! Tolle Leistung!" die Kabel, die aus dem Nacken des Jungen wuchsen wurden immer länger und bohrten sich nun in den Boden, während sie an der ein oder anderen Stelle kurz wieder auftauchten und sich auf Yu zu bewegten. Wäre der Boden nicht fest gewesen, sondern aus Wasser, hätte man diese Kabel fast mit Fischen vergleichen können.

Schließlich erreichten sie Yu und sogen alle Erinnerungen an diese Zeit aus ihm heraus.

Doch während McDougle sich über diese schrecklichen Erinnerungen amüsierte und die Behauptung aufstellte Yu wäre ja auch nur eine Maschine, wuchs die Wut immer weiter in Yu. „Nein! Ich bin keine Maschine! Ich bin ein Mensch!" mittlerweile hatte er es geschafft sich komplett wieder aufzurichten.

Doch die Unterhaltung der beiden fand ein jähes Ende, als sich ein weiteres Mal ein Loch in dem Raum auftat.

Sowohl Yu, als auch McDougle sahen überrascht zu dem schwarzen Fleck, der mitten im Raum zu hängen schien.

(Endlich bin ich an der Stelle, an der ich mal wieder vom Film abweiche)

Ein Mädchen kam gelassen, locker und langsam in den Raum und sah sich mit leeren Augen um. „Kimiko!" flüsterte Yu, doch sie hörte ihn nicht. Sie hörte gar nichts.

Es war, als wäre sie nicht sie selbst. Sie ging zum Steuerpult und ignorierte dabei den Spriggan als auch den Cyborg.

McDougle war zwar überrascht über ihr plötzliches Auftauchen, doch war er nicht gelähmt, wie es bei Yu den Anschein hatte.

„Hey! Bleib da weg! Du hast kein Recht es anzufassen! Verschwinde oder ich mache mit dir das selbe, wie mit diesem komischen Typen da!" er deutete auf Yu.

Zuerst hatte es den Anschein, Kimiko würde noch immer nicht reagieren, doch dann drehte sie sich um und sah McDougle direkt in die Augen. Sein Gesicht war wutentbrannt und man konnte ein weiteres Mal sein Auge aufleuchten sehen.

Yu dachte schon Kimiko hätte die Schockwelle voll abbekommen, doch sie rührte sich nicht. Sie flog nicht nach hinten. Sie hatte keine sichtbaren Verletzungen.

Geschockt wurde Kimiko von beiden angesehen. „Wieso hat sie nicht gewirkt?" Sie sagte nichts. Doch nun konnte man ihre Augen aufblitzen sehen. Auf einmal wurden ihre Augen beide eisblau, nur für einen kurzen Augenblick, doch in diesem Moment zerflog der Cyborg in seine sämtlichen Einzelteile, nur der Kopf schien ganz geblieben zu sein.

Und in diesem Moment, da der Körper vor ihren Augen zersprang kam wieder Leben in Kimikos Augen.

Verwirrt sah sie sich um. „Wo... bin ich? Was ist passiert?" Ungläubig starrte Yu das Mädchen an.

„Du weißt das nicht mehr?" „Was denn?"

„Ich kann dir sagen, wo du bist!" die Stimme kam von McDougles abgetrenntem Kopf. „Ihr befindet euch in euren Grab, denn die Arche wird sich in wenigen Minuten selbst zerstören! Hahahaha!" dann erstarb die Stimme. Anscheinend war ihm endlich Saft entgültig ausgegangen.

Geschockt sahen Yu und Kimiko sich an.

„Wir sind... in der Arche Noah?" fragte Kimiko ungläubig, doch Yu nickte nur und humpelte ihr entgegen. „Andere Richtung! Wir müssen hier raus! Schnell!" Sie kam zu Yu gerannt und stützte ihn. Gemeinsam gingen sie durch das Loch und traten wieder in die Dunkelheit.

Langsam gelang es Yu wieder mehr Kontrolle über seinen Körper zu haben und sie wurden schneller, bis sie rannten.

Neben ihnen zerfielen die Körper der Dinosaurier zu staub. Die Bilder wackelten und rauschten und die ganze Arche Noah schien ein einziges Erdbeben zu sein.

Auf halbem Wege kam ihnen auf einmal auch noch Jean entgegen, der nun Yu andere Seite stützte und sie noch ein wenig schneller vorankamen.

Am Eingang angekommen sprangen sie einfach raus und hatten dabei wohl vergessen, dass sich die Arche in der Luft befand.

Schreiend fielen sie, bis Yu den Lastenaufzug an seinem Anzug auf einen Hubschrauber abfeuerte und sie somit von diesem abgefangen wurden.

Zu dritt baumelten sie nun in der Luft, während über ihnen die Arche Noah in einem schwarzen Loch verschwand. „Und du hast echt keine Ahnung mehr was passiert ist?" „Nein, nicht mehr seit wir vor dem verschlossenen Eingang standen! Ab da ist alles weg!" „Hauptsache, mit dir ist alles in Ordnung!" meinte Yu plötzlich und lief dabei rot an. „Das musst du gerade sagen, du bist doch derjenige, der hier schlimmer zugerichtet ist!" meinte sie schüchtern und wurde selber rot.

Jean rollte mit den Augen. „Hey ihr Turteltäubchen! Ich würde euch ja gerne alleine lassen, damit ihr weitermachen könnt, aber ich fürchte, wenn ich das mache, seht ihr mich nur noch als Briefmarke wieder!" er deutete nach unten.

„Is ja gut! Wir hören ja schon auf! Ach und könntest du bitte versuchen dich nicht an meinem Arsch festzuhalten!"(Sorry, das musst ich einfach reinbringen!) meinte Yu wütend.

Jean versuchte verlegen seine Hand wo anders unterzubringen, ohne Gefahr zu laufen herunter zu fallen.

Unter ihnen hörte man nun die Jubelrufe, als die Mitglieder von Arkam erkannten, dass sowohl Yu, als auch Jean und Kimiko unversehrt waren, oder zumindest noch alle am Leben.

„Yu! Ich glaube drei Leute sind zu schwer für deinen Arm!" meinte Kimiko, als sie nur noch etwa fünf Meter über dem Boden waren. „Ich glaube, wir sollten ihn ein wenig entlasten!" meinte sie schmunzelnd, bevor sie sich von Yu wegdrückt und runter sprang. „Kimiko! Nein!" schrie er ihr hinterher, doch sie war bereits sicher gelandet und grinste ihn nun von unten an.

Erschrocken über diese Aktion sah er ihr nach, musste jedoch zugeben, dass es half. Der Gewichtsverlust tat ihm gut und da Kimiko ja auch nichts passiert war, war ja doch alles in Ordnung. Doch während der Hubschrauber immer tiefer ging schielte er nun säuerlich Jean an. „Eigentlich hättest du ja springen müssen! Findest du nicht?"

„Ähm weißt du, das war mir dann doch etwas zu hoch!" erwiderte er schließlich beschämt. Doch um sie waren ohnehin gerade gelandet und Kimiko kam auf sie zugerannt.

Schnell nahm sie Yu dieses Teil am Arm ab und bot ihm ihre Schulter an, damit er sich abstützen kann. „Ich fühl mich grad echt wie ein Pflegefall!" meinte er deprimiert.

„Gefällt dir denn die Krankenschwester nicht?" fragte Kimiko gespielt beleidigt. „Oh nein, die gefällt mir sogar ausgezeichnet!" er beugte sich zu ihr herunter und küsste sie.

Ein weiteres Mal ging Jubel durch die Reihen begleitet von einem Pfeifen und Klatschen.

Verlegen sahen sich Yu und Kimiko um. Schließlich fing sich Kimiko als erstes wieder und klopfte Yu herausfordernd auf die Brust. „Dann wollen wir unseren Pflegefall mal zur Wundenversorgung bringen!" Yu erwiderte nur ein müdes Lächeln und schritt dann mit seiner Freundin den Weg entlang zum Hubschrauber, der mittlerweile selber gelandet war.

Kimiko half Yu dabei einzusteigen und stieg dann selber ein. Außerdem stiegen noch Professor Meisel und Schwester Margret ein, und schließlich war kein Platz mehr. Beleidigt stand Jean vor der offenen Hubschraubertür. „Und was ist jetzt mit mir?" „Du wirst wohl, wie all die anderen warten müssen, bis ihr auch abgeholt werdet!" Yu grinste den anderen Spriggan an und tat das auch noch, als der Hubschrauber sich in die Lüfte erhob und sie vom Berg runter in die nächste Stadt brachte.

Kurz vor der Landung sagte dann Professor Meisel mit einem vielsagenden Lächeln im Gesicht: „Na, da haben sich ja zwei gefunden! Ich hoffe ihr werdet glücklich!" peinlich berührt sahen die Betroffenen nun zu Boden.

Als der Professor ausgestiegen war und Kimiko Yu half ebenfalls auszusteigen, da er sich weigerte mit einer Trage abtransportiert zu werden, sah Kimiko ihren Freund besorgt an. „Du erzählst mir doch, was während meines Blackouts passiert ist, oder? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich irgendwas getan habe, dass ich so nicht gekonnt hätte!"

Yu sah sie geschockt an. Er wusste, was sie meinte. Sie meinte die Tatsache, dass sie McDougle durch einen einfach Blick in seine Einzelteile hatte zerlegen können. Und plötzlich schlich sich eine gewisse Angst in sein Bewusstsein. Würde sie ihn auch so einfach zerlegen?

Yu musste wohl während er darüber nachdachte in seinen Bewegungen innegehalten haben, denn Kimiko sah ihn auffordernd an. „Worauf wartest du? Muss ich dich erst da rauszerren?" er grinste sie an und stieg dann aus.

Als er in den OP-Saal geführt wurde hatte er jedoch nur noch einen Gedanken im Kopf: „Kimiko? Wer oder was bist du wirklich?"

Dann schlossen sich hinter ihm die OP-Türen.

Tja, und hier schließe ich auch diese Fanfiction!

Ich weiß, fieses Ende! Aber wie schon im siebten Teil erwähnt, plane ich ja eine Fortsetzung, die zwar auch weiterhin mit der Stiftung Arkam und den Spriggan zu tun haben wird, aber sie wird nichts mehr mit der Arche Noah zu tun haben.

Da ich auch vom Manga nur die ersten beiden Bände gelesen habe bezieht es ich also auch nicht auf ein anderes Abenteuer Yus! Nein, es wird sich eigentlich hauptsächlich um Kimikos Herkunft drehen!

Ich hoffe, dass wer diese Story gelesen hat, auch die Fortsetzung lesen wird und ich hoffe auch auf Kommis... was denn sonst

Na ja, bis zur Fortsetzung

Eure Schizo