15. Das Leben eines Gottes

Nicolas Flamel war einer der angesehensten Alchemisten die es jemals gab. Als Erschaffer des Steins der Weisen war er nicht nur über die Maßen Reich und im Besitzt es ewigen Lebens, nein er besaß auch eine große Sammlung an wertvollen alchemistischen Artefakten.

Voldemort selbst war einmal mit ihm in Verhandlung getreten, wegen eines seltenen Artefakts welches er für Bugin & Burkes hatte erstehen sollen, doch der eigenbrötlerische Zauberer und seine Frau Penerelle hatten keinerlei Interesse an Gold. Nun jedoch tat sich ein noch größeres Problem auf, als einfach nur die Ablehnung eines Verkaufes.

Nikolas Flamel war der einzige bekannte Besitzer eines grünen Rubins, den er als eine Rarität seiner Sammlung ab und zu an Ausstellungen auslieh. Zurzeit befand sich besagtes Artefakt in seiner Villa in Devon wo der greise Zauberer seine Schätze hütete wie ein Drachenweibchen sein Ei. Gut nur, das Darian bereits im Alter von vierzehn Jahren angefangen hatte, Drachen ihre Eier zu stehlen.

An einem Fenster eben jener Villa machten sich nun zwei gestalten zu schaffen. Die eine hatte ihren Zauberstab gezückt und murmelte ununterbrochen Gegenflüche, während die andere einen ordinären Muggelglasschneider in der Hand hielt und dein Loch in die Fensterscheibe schnitt.

Darian hatte frohlockt als er die Zauber das erste Mal geprüft hatte. Flamel hatte gegen jeden noch so simplen Zauber, einen Gegenfluch auf sein Haus gelegt, sogar gegen Zauber die weder Darian noch Voldemort gekannt hatten, aber gegen so etwas wie einen Muggelglasschneider hatte er die Fensterscheibe nicht gesichert.

So steckte nun Darian seine Hand durchs Fenster und öffnete es bequem von innen bevor er hineinkletterte, dicht gefolgt von Voldemort.

Sie befanden sich in einem altmodisch eingerichteten Kaminzimmer, der Boden wurde von einem dicken Teppich bedeckt der ihre Schritte fast vollständig verschluckte.

Sie trugen schwarze Kapuzenumhänge und ihre Gesichter wurden von weißen Masken verdeckt da Unsichtbarkeitszauber sofort das ausgeklügelte Zauberalarmsystem auf den Plan gerufen hätten.

Leise ließ Voldemort die Zimmertür aufschwingen. Von hier aus mussten sie zwei Korridore entlang, dann die dritte Tür links und im Schlafzimmer der Flamels die Zauberstäbe besorgen die ihnen den Eingang in den Tresor gewähren würden, dann noch einen Korridor weiter und im Bankettsaal mit den Zauberstäben das Schutzsiegel vom Mosaik auf dem Boden entfernen. Wenn sie so weit waren, konnte nicht mehr viel schief gehen und sie würden die Mühen von einem dreiviertel Jahr harter Arbeit endlich in Händen halten können.

Die Zauberstäbe lagen harmlos auf den Nachttischen das Ehepaar schlief friedlich in ihrem riesigen Himmelbett. Als er noch klein gewesen war, hatte er sie sich immer als buckelig und schrumpelig vorgestellt, doch zwar war ihr Haar grau und ihr Gesicht faltig dennoch hatte das unsterbliche Ehepaar noch etwas von der lange vergangenen Jugend an sich. Wenn es auch nur ein schatten war, denn gewiss kostete ein solches Leben viel Kraft, die man mühsam jeder Sekunde seines Lebens abgewinnen musste.

Einen Zauber später schiefen sich noch tiefer und würden nicht vor dem nächsten Morgen erwachen.

Darian wollte gerade die Hand nach Penerell Flamels Zauberstab ausstrecken als sich das Diadem von Rowena Ravenclaw welches er auf der Stirn trug erwärmte und ihm etwas einfiel. Er bedeutete Voldemort mit einem zischlaut zu warten dieser sah ihn fragend an.

Gespenstige Stille herrschte im Haus und jedes kleinste Geräusch ließ die beiden Einbrecher zusammenschrecken.

Darian nahm die Hand der Hexe und legte sie um ihren Zauberstab. Dann legte er ihn sich in die Hand. Die Alarmzauber aktivierten sich nicht.

„Schreckzauber", zischte Darian und Voldemort tat es ihm gleich.

Aufatmend entkamen sie dem Schlafzimmer und standen bald vor dem Mosaik eines blutroten Steins. Jenem Stein den Harry in seinem ersten Schuljahr in Händen gehalten hatte und welcher nun Silvano Cry zufolge ebenfalls unter diesem Haus versteckt lag.

Entschlossen richteten sie die Zauberstäbe der Flamels auf den Boden und sprachen „Alohomora". Die Mosaike begannen sich zu bewegen, veränderten ihre Farbe, ihre Gestalt, bis sie das Bild einer Kellertreppe angenommen hatten.

Mit einem kurzen Zögern trat Darian auf die erste Treppenstufe des Bildes und spürte tatsächlich wie sein Fuß durch das Bild hindurch eintrat. Er nickte Voldemort zu und zusammen eilten sie hinunter in die Tiefen des Tresors der Schätze von unermesslichem Reichtum barg.

Fackeln entzündeten sich auf magische Weise, als sie in einen großen Raum traten. Im ersten Augenblick fühlte sich Darian an die Kerker von Hogwarts erinnert doch dann bemerkte er die Schätze die hier in Glasvitrienen, wie in einem Museum ausgestellt, aufgestellt worden waren.

Wir teilen uns auf, such du diese Seite ab", flüsterte Voldemort und deutete nach rechts. Darian nickte und machte sich auf die Suche, vorbei an Koboldgeschmiedeten Rüstungen Zauberstäben mit einzigartigen Kernen wie Greifenfedern oder Gorgonenherzfasern.

Bis er letztendlich an einem grünen mit Scherenschliff bearbeiteten Juwel ankam.

Dem grünen Rubin oder Isisauge wie man ihn nannte.

Hierher. Ich habe ihn", zischte er und sah wie Voldemort sich von etwas losriss was er angestarrt hatte, Darian konnte den blutroten Stein der Weisen erkennen.

Sollten sie, könnten sie, falls das Ritual nicht wirken würde. Aber damit könnte die Geschichte zerrüttet werden.

Voldemort trat neben ihm und zog aus einer Tasche acht kleine goldene knopfgroße Münzen in die Runen eingraviert worden waren. Vorsichtig legten sie die Bannbrecher auf alle Ecken des Ausstellungskastens und Voldemort tippte mit seinem Zauberstab eine an. Goldene Strahlen schossen aus den Münzen in verschiede Richtungen bis sich immer zwei verbanden und die Kanten des Glaskastens in goldenem Licht strahlten.

Darian setzte schnell den Glasschneider an und eine halbe Minute später hielt er den nicht mal drei Zentimeter großen Stein in Händen.

„Nichts wie weg hier", sagte Darian und wollte sich schon abwenden doch Voldemort hielt ihn auf.

„Der Stein der Weisen, er ist wirklich hier, wir könnten…", ließ er seine Worte offen doch Darian verstand auch so. Schon oft hatten sie darüber gesprochen sich vielleicht auch ihn anzueignen. Er wurde sicher viel schwerer bewacht, aber falls es ihnen gelingen könnte, so würde auch Darian nicht mit dem Tod zu kämpfen haben.

Letztendlich hatten sie sich jedoch dagegen entschieden, da die Informationen über seinen Schutz zu gering gewesen waren, zu unvollständig und unsicher. Doch jetzt, schien er so zum greifen nahe.

Darian nickte knapp und gab damit sein Einverständnis. Wenn nicht jetzt dann nie. Er steckte das Isisauge in einen kleinen Beutel in seinem Umhang und folgte seinem Lebensgefährten. Der Stein der Weisen funkelte viel versprechend vor ihren Augen.

Wieder zog Voldemort acht kleine Bannbrecher heraus. Sie hatten sie als Ersatz mitgenommen und nun hatten sie doch Verwendung dafür.

Vorsichtig wurden die selbst gemachten Bannbrecher angebracht doch als Voldemot sie berührte traten keine goldenen Strahlen aus, sondern Schwarze. Sie brauchten gerade mal zwei Herzschläge um zu realisieren, was das bedeutete. Synchron drehten sie sich um und rannten in ungeheurer Geschwindigkeit auf die Treppe zu, die sich vor ihren Augen zu schließen begann und nun auch den verführerischen mächtigen Stein zeigte. Zu spät, sie waren zu spät und saßen in der Falle.

Voldemort zog Flamels Zauberstab heraus. Nun wurde es Zeit schwerere Geschütze aufzuziehen. Er schwang den Zauberstab zu einem mächtigen dunklen Fluch und spürte wie er in seinen Fingern immer heißer wurde. Das Mosaik begann zu bröckeln, immer mehr kleine Steine sprangen aus dem Bild und mit einer ohrenbetäubenden Explosion zersplitterte die Decke, ebenso wie der Zauberstab in seiner Hand.

Er schrie auf als sich tausende kleiner Splitter in sein Fleisch bohrten und Draian griff sofort nach der Hand um die Verletzung notdürftig zu heilen damit er seinen eigenen Zauberstab benutzen konnte.

Dies dauerte jedoch zu lange und als sie in die Halle kletterten, hörten sie Schritte und Rufen.

Vier Auroren stürmten in den Saal und die beiden Zauberer begannen sofort sie unter Beschuss zu nehmen. Nunja, eigentlich begann Voldemort sie zu verhexen und Darian wehrten einen Zauber nach dem anderen ab, denn auch die Auroren waren nicht schlecht. Nur knapp schaffte er es einen Schild zu beschwören bevor ihn ein Schockzauber getroffen hätte und Voldemort konterte mit einem Blitzzauber der einen der Auroren sofort tot Boden sacken ließ und zwei weitere gegen die Wand schleuderte. Plötzlich durchbrach ein hohes pfeifen die Luft, die Fenster barsten und tausende von kleinen Glassplitter schossen auf die beiden Einbrecher zu.

Mit einer ausladenden Geste verwandelte Voldemort sie in Federn bevor er die Wand der Villa für ihren Rückzug entzwei sprengte. Darian währenddessen hatte versucht den dritten Auroren daran zu hindern Verstärkung anzufordern war jedoch von einem der zurück geschleuderten Auroren behindert worden, was dieser mit dem Leben bezahlt hatte.

Kaum waren sie draußen verschlechterte sich die Lage für sie jedoch. Sie mussten das Grundstück verlassen um in die apparierfreie Zone zu kommen doch das kurz gemähte Gras begann zu Wuchern und schlang sich wie Schlingpflanzen um ihre Beine und behinderte ihr Vorankommen.

Der Garten selbst schien sich gegen sie verschworen zu haben denn sogar die Bäume setzten sich in Bewegung und begannen auf sie zutaumeln. Einer ihrer dünneren Äste erwischte Darian im Gesicht und hinterließ seinen dünnen schnitt auf der Maske.

Sie waren scharf wie Klingen.

„Inflamare Maxia!", schrieen die beiden Zauber gleichzeitig und befreiten sich von dem lästigen Gestrüpp, welches einen Moment brauchte um sich neu zu orientieren bevor es brennend hinter ihnen herwankte. Das Gras begann zu brennen und nur ein schneller Feuerimmunitätsspruch schützte sie vor dem Feuertod. Dennoch mussten sie sich beeilen denn der Rauch schnürte ihnen die Luft ab. Da war schon das Ende des Gartens zu sehen doch ein Klammerfluch verfehlte Voldemort nur knapp und es waren immer mehr plopps zu hören als weitere Auroren apparierten. Dort konnten sie nicht entlang.

Kurz erwärmte sich wieder das Diadem und ohne zu zögern packte Darian Voldemort an Arm und katapultiere sie mit einem Zauber in die Luft. Einen Moment fragte Voldemort sich was das sollte doch dann begriff er.

Irgendwo weit über ihren köpfen Endete der Apparierschild und würde sie in die Freiheit entlassen. Auch er verstärkte ihre Anstrengungen immer höher zu kommen der kalte Wind schnitt durch ihre Kleidung und ließ die Finger Taub werden als sie immer höher kamen.

Mit Entsetzen stellte Darian fest das sie immer langsamer wurden. Würden sie zurück auf die Erde fallen, könnte kaum ein Zauber ihren Fall schnell genug abbremsen. Jedenfalls keiner den er aus der Luft heraus anwenden konnte.

Einen fürchterlichen Augenblick lang dachte er, das es das war, doch dann spürte er wie sie einen Zauberbann passierten und zog Voldemort mit in die Sicherheit der Apparation.

Schwer atmend stürzten sie in einer dunklen Seitengasse auf den Boden.

„Geschafft", seufzte Voldemort mit zittriger Stimme und richtete sich auf. Neben ihm kam auch Darian auf die Beine.

„Sind wir wirklich entkommen?", fragte dieser ungläubig.

„Das war eine Geniale Idee! Großartig", jubilierte Voldemort. „Lass uns hier schnell verschwinden", sagte er und drehte sich um, als er plötzlich zwei Schüsse hörte. Schüsse aus Muggelwaffen. Schnell fuhr er herum und sah gerade noch die Darian vor seinen Augen zusammensackte.

Er sackte einfach in sich zusammen und für einen Moment schien die Zeit still zu stehen als er immer tiefer gen Boden sank. Wie aus einer anderen Welt drangen gedämpfte Stimmen an Voldemorts Ohren als er fassungslos auf seinen Geliebten sah.

„Ich glaube der zweite Schuss ging daneben"

„Na und, endlich sind wir den los."

„Hey, schau mal. Ich glaube du hast noch jemanden erwischt!"

„Scheiße! Schnell weg hier!"

Schritte die sich entfernten doch das war nicht von Bedeutung. Ein schlagendes Geräusch holte Voldemort zurück in die Wirklichkeit.

Sofort stürzte er zu Darian hin und kniete sich neben ihn.

Mit Entsetzen bemerkte er wie sich seine Finger die Darians Brust berührten blutig färbten. Er riss das Hemd auf und sah wo die Pistolenkugel wieder ausgetreten war.

„Eqipsey, Curare, Mederi", doch nichts tat seine Wirkung.

Er probierte es mit allem was er kannte, doch es brachte nichts. Seine Hände begannen unkontrolliert zu zittern als er Darian die weiße Maske vom Gesicht löste.

Seine Augen waren blicklos geöffnet. Seine Lippen standen einen spalt breit auseinander und selbst im Tod war er für ihn noch das schönste Wesen auf der Welt.

Aber so schnell gab Voldemort nicht auf. Er nahm ihn auf die Arme und einen Wimpernschlag später war er in ihrer Unterkunft in Schottland, dem ehemaligen Haus der Greybacks.

Er legte Darian auf dem Schlafzimmerbett ab und kramte in ihrem Vorrat an Heiltränken herum. Doch was auch immer er auf die Wunde träufelte oder versuchte ihm einzuflößen. Nichts zeigte Wirkung.

Tränen brannten in Voldemorts Augen, doch konnte er nicht weinen. Seine Hände zitterten und sein Zauberstab viel wertlos zu Boden. Unglaublich sanft berührten seine Finger die noch immer warme Wange seines Geliebten. Er war so schön. Die Augen, geöffnet, gebrochen und dennoch wunderschön in ihrem leuchtenden Grün. Seine Haare, schwarz, glänzend die sein immer blasser werdendes Gesicht umrahmten. Das Diadem Ravenclas das ihn krönte und ihm etwas Märchenhaftes verlieh.

Langsam beute sich Voldemort über ihn und küsste vorsichtig diese betörenden toten Lippen. Seine nunmehr ruhigen Finger fuhren über den blassen Hals fühlten keinen Herzschlag. Dennoch küsste er ihn. Er begehrte ihn, er liebte ihn.

Vorsichtig öffnete er den Umhang, strich seinem Liebsten das Hemd von den Schultern. Der Körper bewegte sich wie der einer Puppe, leblos, wunderschön, berauschend.

Seine Lippen schmeckten das metallische Blut das langsam zu gerinnen begann, als er mit seinem Mund über das Tote Fleisch streifte.

Er erregte ihn so, er war alles für ihn, sein Leben, sein Sinn, alle seine Träume begannen und endeten hier. In diesem Moment der Wahnsinn und Lust zugleich war, drang in den toten Körper ein, als könnte er ihn dadurch wieder lebendig machen, bewegte sich und stöhnte vor Extase als das Fleisch sich ihm widerstandslos hingab.

Keuchend berührte Voldemort Darians Lippen mit den Seinen. Sein Samen verteilte sich in dem Leichnam seines Geliebten.

Sehnsüchtig blickte er in die toten Augen und strich ihn sanft ein paar Haarsträhnen aus der Stirn.

„Ich liebe…", begann er, doch plötzlich berühren seine Finger das Metall des angelaufenen Diadems, welches sich unter seiner Berührung erwärmte. Er starrte in die grünen Augen und ein Blitz der Erkenntnis durchzuckte, ihn.

Gehetzt sprang er auf. Und wühlte in Darians achtlos weggeworfener Kleidung nach einem kleinen Beutel mit einem grünen Stein. Seine rasenden Gedanken klärten seinen Verstand und vertrieben den aufkeimenden Wahnsinn.

Endlich hielt er ihn in den Fingern, den grünen Rubin. Das Isisauge. Benannt nach der Göttin die ihren Geliebten ins Leben zurückgeholt hatte.

Das Ritual war vorbereitet Darians Leiche lag mit gefalteten Händen auf dem Bett, das Isisauge glitzerte zwischen seinen Fingern hindurch.

Noch nie hatte Voldemort Darian so friedlich gesehen. Für ihn war er sein Gott, für den er gelebt hatte, all seine Pläne verfolgt hatte, sich selbst vergessen hatte. Und sollte er ihn aus dem Tode zurückholen müssen, er würde nicht zulassen, dass er ihn einfach so verließ. Er war sein Eigentum, sein Besitz.

Die zwiespältigsten Gefühle durchströmten Voldemorts Geist als er ansetze und jene Uralten tausend mal gesprochenen Worte wiederholte, doch dieses mal sollten sie nicht ungehört verklingen. Die Macht die sich in ihnen Verbarg sollte sich entfalten und Leben bringen in Dinge die längst vergangen waren.

Sanftes Licht breitete sich aus und mit angehaltenem Atem beobachtete er wie der grüne Rubin zwischen Darians Händen dahin schmolz wie Butter in der Sonne und sich mehr und mehr in Licht verwandelte.

Voldemort beobachtete wie sich kleine Energieansammlungen bildeten, an seiner Hand, auf seiner Stirn, an seinem Arm und vielen weiteren stellen die größte war zweifelsohne auf seiner Brust und unter dem strahlenden Licht sah Voldemort die Schusswunde zuheilen bis nicht mal mehr eine Narbe zu sehen war.

Langsam neigte sich dieser Prozess seinem Ende entgegen und als Voldemort schon dachte, das Licht würde verlöschen strahlte es plötzlich wieder auf und tausende feine Risse begannen sich auf Darians gesamter Haut zu bilden, wie Porzellan, das aufsprang. Voldemots Atem stockte, was war schief gelaufen. Was hatte nicht geklappt, doch die Risse wurden unerbittlich größer. Und rutschten dann wie eine dünne zweite Haut von Darians Körper. Das Gesicht das darunter zum Vorschein kam war zierlicher, schmaler, die Nase ein bisschen kleiner die Stirn weniger Hoch als die Darians gewesen war. Ähnlich und doch hätte Voldemort keine Ähnlichkeit zwischen den beiden Personen gesehen wenn er dieser Verwandlung nicht beigewohnt hätte. Wie eine Schale sprang der Verwandlungszauber der vor fielen Jahren auf den jungen Mann gelegt wurde von ihm ab und offenbarte sein wirkliches aussehen. Langes schwarzes Haar, das sich unverknotet über die Bettdecke ergoss, von den Fingern gingen lange Fingernägel ab die sich zu rollen begonnen hatten, seid Jahren nicht mehr geschnitten, ebenso die Fußnägel, Hautfetzen standen vor der Haut ab, da wo sich die Haut erneuert hatte, das abgestoßene Material aber nicht den Körper hatte verlassen können. Noch ein letzter, blendender Lichtblitz Voldemort musste für einen Moment die Augen schließen und er hörte einen leisen, unendlich gequälten Atemzug.

„Darian", flüsterte Voldemort leise und trat an das Bett.

Vorsichtig setzte er sich an den Rand und strich mit seinen Fingern Hauchzart über die Wange seines Geliebten. An seinen Fingern blieben Hautfetzen kleben, dennoch spürte Voldemort die Wärme die mit aller Macht in den einst toten Körper zurückkehrte. Der Brustkorb hob und senkte sich.

Er lebte wieder. Wie einst Osiris von den Toten zurückgekehrt war, so hatte auch Darian den Weg aus dem Totenreich zurückgefunden Voldemort lächelte sanft, als er sah wie sich die Augen seines Geliebten öffneten.

Anmerkung:

Eigentlich ist diese Geschichte abgebrochen, weil ich einfach nichtmehr die Zeit finde daran weiterzuschreiben. Aber heute habe ich meine Festplatten ausgemistet und dieses fertige Kapitel gefunden.

Damals hatte ich sorge es hochzuladen weil es vielleicht gesperrt werden würde, mittlerweile ist es mir egal. Es ist das nächste Kapitel und ich schreibe es nicht um, auch wenn es makaber ist und mir beim Schreiben an der ein oder anderen Stelle schlecht geworden ist. Naja das ist eben Voldemort.

In diesem Kapitel wird wenigstens ein Handlungsstrang beendet und ein paar Fragen und Andeutungen geklärt. Es ist das Ende von Part 2. Drei weitere Abschnitte sollten eigentlich noch kommen, doch ich glaube nicht das ich sie noch schreiben werde, es tut mir leid. Doch zumindest dieses Kapitel wollte ich noch hochladen um zumindest einen gewissen Abschluss zustande zu bringen. Es wäre schön wenn mir vielleicht noch einer oder zwei etwas zu dem Kapitel sagen könnten aber nach so langer Zeit nehme ich es auch keimen Übel wenn er sich ausschweigt. Ich hoffe wenigstens ein paar freuen sich über dieses Kapitel und hiermit sage ich euch dann auch Auf Wiedersehn vielleicht schreibe ich irgendwann noch einmal weiter.

Liebe Grüße eure Salarial.