Harry Potter und das Geheimnis des letzten Horkrux

1. Der Abschied von Zuhause

Hermine erwachte aus einem unruhigen Schlaf, wie jede Nacht seit dem besorgniserregenden Ereignis in Hogwarts. Dumbledores Tod – ermordet von Severus Snape, dem ehemaligen Professer für Zaubertränke und im letzten Jahr sogar Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Leicht verwirrt blickte sich das junge Mädchen um, bis sie merkte, was sie aus dem Schlaf gerissen hatte. Eine Eule, die mit dem Schnabel gegen das Fenster schlug. Sie runzelte die Stirn. Es war Pig, Rons noch sehr junge Eule, die er einst von Sirius Black geschenkt bekommen hatte. Hermine ließ sie hinein und mit ihr die, wenn auch für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich, kalte Nachtluft.

Liebe Hermine,

Ich hoffe deine Ferien waren bisher OK. Harry wird morgen von einigen hierher gebracht. Natürlich, du könntest zu uns apparieren, aber Dad und Mum wollen lieber, dass auch du mit Begleitung zu uns gebracht wirst. Dienstagabend zwischen 6 und 7 Uhr wird dich jemand von unseren "speziellen" Leuten abholen.

Freuen uns schon dich zu sehen – vor allem Ginny.

Ron

Sie runzelte die Stirn, nicht nur, weil der Brief kaum verschlüsselt war – was wäre wenn er in falsche Hände geraten wäre? – nein, es war auch wegen dem was im letzten Schuljahr zwischen Ron und ihr vorgefallen war. Seit dem sie wieder bei ihren Eltern war, hatte sie viel darüber nachgedacht. Hermine musste sich eingestehen, dass ihre Gefühle für Ron nicht mehr das waren, was sie noch vor 2 Jahren gewesen waren. Sie bereute ihn am Ende des Schuljahres geküsst zu haben, sie machte sich Vorwürfe, denn sie wusste was Ron für sie empfand und dennoch wunderte sie sich über seine kühlen Worte. Sie seufzte, es war wohl auch egal, sie musste es ihm sagen. Hermine blickte auf ihren Wecker, es würde bald hell werden und sie konnte ohnehin nicht mehr schlafen. Ohne groß darüber nachzudenken packte sie ihren Koffer und dachte über das vergangene Jahr nach. Sie hätten Harry glauben sollen, wegen Snape und vor allem wegen dieser Mistratte Malfoy. Sie konnte nicht glauben, dass Dumbledore wusste was er vorhatte und nichts getan hat! Ihr ehemaliger Schulleiter hatte immer auf das Gute im Menschen gehofft und vertraut und letztendlich starb er wegen solch einem Irrtum - Severus Snape. Hermine merkte wie ihr Magen sich verkrampfte als sie an ihn dachte. Wieder kehrten ihre Gedanken zu Malfoy. Wie konnte ein junger Mann wie er schon in der Lage sein, töten zu wollen? Warum gab es Familien in denen es nur abgrundtief böse Menschen gab? Warum gab es auch in der Zaubererwelt so eine Art "Rassenwahn"? Sie verstand es einfach nicht.

Nachdem sie mit dem Packen fertig war und ihrer düsteren Gedankenwelt einmal mehr in diesem Sommer den Rücken gekehrt hatte, schlich sie durchs Haus nach unten in die Küche um das Frühstück vorzubereiten. Vielleicht ihr letztes gemeinsames Frühstück mit ihren Eltern. Sie seufzte erneuert und verscheuchte diese frustrierenden Gedanken – zumindest für diesen Tag.

Kaum eine halbe Stunde später erschienen ihre Eltern zum Frühstück. "Hermine, was ist los mit dir? Du siehst so nachdenklich aus." Mrs. Granger runzelte die Stirn. "Ich... naja, ich werde heute abgeholt und zu den Weasleys gebracht. Ich hatte euch doch erzählt, dass Fleur und Bill diesen Sommer heiraten, oder?" Ihre Eltern wechselten besorgte Blicke. Natürlich hatte sie es ihnen erzählt, sie hatte genauso erzählt was nun in der Zauberwelt los war und vorallem, das ihre Tochter mit dem Jungen befreundet war, der diesem "Krieg" – wie sie es nannten – ein Ende bereiten konnte. Doch das besorgniserregende war, dass ihre Tochter fest entschlossen war diesem Jungen, der Zauberwelt und der Welt der "Muggel" – wie sie von ihrer Tochter wussten, das Wort für Nicht-magische Menschen war – zu helfen, auch wenn es ihr eigenes Leben kosten würde. "Hermine, Liebes. Du musst nicht wieder zurück in die Schule, oder zu deinen Freunden. Was ist wenn dir wirklich was passiert? Wie du uns doch schon selbst erzählt hast, dieser Lord Waldemort hat was gegen Hexen wie dich...also deren Eltern normal sind... und... und da wäre es nicht gut..verstehst du. Und deinen Freunden bist du ja auch nichts schuldig..." Mr. Granger wusste das seine Worte nichts erreichen würden, doch die Sorge in ihm ließ in fast wahnsinnig werden. Hermine war über seine Wort so erzürnt, dass sie ihr Glas auf den Tisch knallte. "Ich habe mir selber geschworen Harry zu helfen, selbst wenn es das Letzte ist was ich tue. Er braucht alle Hilfe die er kriegen kann und vorallem braucht er JETZT Freunde die zu ihm stehen und ihn nicht im Stich lassen. Was soll aus der Zauberwelt werden! Mum, Dad... versteht bitte, ich gehöre zu dieser Welt und dieser "Krieg" – wie ihr ihn nennt – ist auch mein Krieg. Selbst wenn ich hier bleiben würde, wäre es keinesfalls sicherer für mich – oder für euch. Außerdem heißt er Voldemort." Hermine sah ihre Eltern kampflustig an, doch als sie die Zwei da so sitzen sah verflog ihre Wut über die Worte ihres Vaters. "Hört mal, ich weiß ihr macht euch Sorgen, die mach ich mir auch. Aber... wenn ich unter Zauberern bin... dann bin ich sicherer als hier. Voldemort kennt die Menschen die Harry viel bedeuten und... wenn ich hier bleibe, wäre ich nicht sicher – und ihr auch nicht." Mr. Und Mrs. Granger mussten einsehen, egal wie sehr sie auf ihre Tochter einreden würden, sie könnten sie nicht überzeugen. Hermine war schließlich 17 und schon immer ein sehr vernünftiges Mädchen gewesen, das gut ihre eigenen Entscheidungen treffen konnte, auch wenn dieser Entschluss ihnen gar nicht behagte. Mrs. Granger seufzte: "Wann wirst du abgeholt?" "Zwischen 18 und 19 Uhr. Vermutlich wird mich jemand vom Phönixorden abholen." Hermine hatte in den letzten zwei Wochen viel Zeit damit verbracht ihren Eltern alles zu erklären was sie wissen mussten. Die Grangers erwarteten den – mehr oder weniger – erwünschten Besuch mit Bauchschmerzen.

Es klingelte. Hermine hastete die Treppen hinunter, fast wäre sie über ihren Koffer der bereits im Flur stand, gestolpert. Mrs. Granger öffnete – nach Meinung ihrer Tochter – die Tür viel zu vorsichtig und zu langsam, abgesehen von Weasleys hatten sie noch nie einen anderen Zauberer kennen gelernt und waren somit gespannt in wessen Hände sie die Sicherheit ihrer Tochter legen würden. In der geöffneten Tür stand niemand anderes als Nymphadora Tonks. "Guten Abend. Ich bin hier um Hermine sicher in den Fuchsbau zu bringen." Die Frau mit den kurzen pinken Haaren streckte den Grangers ihre Hand entgegen. Die Grangers waren offensichtlich sehr zufrieden mit Tonks, obwohl sie noch sehr jung war und schüttelten ihr energisch die Hand. "ah hallo Hermine. Fertig, können wir los?" Die junge Aurorin die vor gut Zwei Wochen noch sehr niedergeschlagen aussah, schien wieder ganz die zu sein, die sie vor gut einem Jahr kennengelernt hatte. "Klar." Hermine hatte sich vor diesem Moment gefürchtet, denn sie wusste was nun kam – der Abschied. Ihre Eltern umarmten sie ein letztes Mal und sagten ihr sie solle vorsichtig sein, nachdem Hermine hoch und heilig versprochen hatte gut acht auf sich zu geben marschierte sie mit Tonks in ein nahegelegenes Waldstück um von dort aus in den Fuchsbau zu apperieren.


Schlagt mich bitte nicht! ;-) So, das war das 1. Kapitel. Ich hoffe es ist einigermaßen okay so, mich stören hier und da zwar noch einige stellen, aber ich hab mich entschlossen erstmal zu sehen, wie die Story ankommt und zu Ende zu schreiben und dann nochmal zu überarbeiten. Jaah, irgendwie komisch so aus Hermines Sicht g

Würd mich freuen, wenn ihr mir sagen würdest ob's sich lohnt weiter zuschreiben