Epilog

Hogwarts veränderte sich unter der Führung des ehemaligen Slytherins und des Gryffindors zusehends.

Hermine übernahm den verantwortungsvollen Posten der Lehrerin für Verwandlung und es war ihr eine reine Freude, sich statt mit Krieg und Tod einmal wieder mit Forschung und Wissenschaft zu beschäftigen. Ihr Unterricht war für die neue Generation Schüler in Hogwarts anspruchsvoll, aber zugleich anschaulich und ihre gerechte Art machte sie unter den Jugendlichen bald belliebt. Draco übernahm gemeinsam mit Harry den Unterricht in Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Harry unterrichtete die unteren Jahrgänge und Draco die Älteren, die er nicht mit praktischen Übungen verschonte, die aber meist sehr erfolgreich waren, da Harry die Schüler mit seiner Erfahrung als Leiter von Dumbledores Armee bestens vorbereitet zu Draco schickte. Hagrid übernahm mit großer Freude wieder die Pflege magischer Geschöpfe, glücklich endlich wieder eine Aufgabe zu haben.

Zu aller Überraschung erklärte sich Neville bereit ausgerechnet in Zaubertränke einzuspringen, bis man einen geeigneten Tränkemeister gefunden hatte. Nach den ersten Stunden, die er nur mit Beruhigungstränken überstanden hatte, stärkte sich sein Selbstbewusstsein, sodass Zaubertränke bald eines der beliebtesten Fächer überhaupt wurde, gewürzt mit zahlreichen Anekdoten aus Nevilles eigener Vergangenheit mit explodierenden Zauberkesseln. Er war so umsichtig, gerade wegen seiner persönlichen Erfahrungen, dass Harry und Draco beschlossen, nach keinem weiteren Ersatz für Neville zu suchen.

Zu Harrys Bedauern lehnte Luna den Posten für Wahrsagen ab mit dem Hinweis, dass dies eine Fähigkeit war, zu der man geboren sein musste und die man nicht erlernen konnte. Nach ausgiebiger Diskussion und auf Hermines Drängen, beschlossen die Freunde, Wahrsagen aus dem Stundenplan zu nehmen, zumal es doch ein eher schwammiges Fach war, wie Hermine immer wieder seit ihrem dritten Schuljahr in Hogwarts behauptete.

Auch einige bekannte Gesichter kehrten zurück in den Dienst von Hogwarts Mauern. Madam Hooch, Professor Sprout und Professor Binns, der das Schloss schließlich nie verlassen hatte.

Zu Harrys großer Freude hatten Remus Lupin und Tonks mit ihrem Sohn Romulus beschlossen in Hogwarts zu bleiben. Remus, der sich weigerte eine Professorenstelle anzunehmen, erklärte sich stattdessen bereit den Hausmeisterposten zu übernehmen, aber Harry, der das für unter der Würde des Werwolfs empfand, überredete Remus dazu, einen Duellierclub zu betreuen und sich als Vertrauenslehrer bereitzuerklären, mit der Begründung, dass Hogwarts auch in Zukunft ein Ort sein sollte, an dem junge Werwölfe und andere magische Kreaturen ihre Ausbildung erhalten sollten. Wer könnte diesen Kindern besser zur Seite stehen als Remus Lupin?

Romulus wuchs zu einem sanftmütigen Jungen heran, der seinem Vater sehr ähnelte und bedauerlicherweise Tonks Schusseligkeit geerbt hatte. Und zu Lupins großer Erleichterung zeigte er keinerlei Anzeichen für Verwandlung an Vollmond. Dass dessen erste bewusste Verwandlung erst in der Pubertät stattfinden sollte, in der die Hormone den jungen Halbwerwolf schnell in Rage versetzten, wusste sein stets besorgter Vater Merlin sei Dank zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch bis dahin sollte noch viel Zeit vergehen.

Der Posten für alte Runen und Arithmantik ging an zwei junge ehemalige Todesser, die zu den ersten gehört hatten, den Friedensschwur abzulegen. Nach anfänglichem Misstrauen stellte sich bald eine angenehme Kollegialität ein und Hermine war dankbar, dass man den beiden eine zweite Chance gegeben hatte, denn ihre Fähigkeiten waren unbestreitbar und das Symbol der Versöhnung unübersehbares Vorbild für die heranwachsenden Zauberer und Hexen.

Und als die Jahre ins Land zogen, musste selbst das Ministerium anerkennen, dass das Experiment des einstigen Aurors Potter geglückt war. Allerdings war diese neue Unterstützung unter der Führung des neuen Zaubereiministers durchaus zu erwarten gewesen, da sich Minister Percy Weasley rühmte, persönlich an diesem ungewöhnlichen Gedanken mitgewirkt zu haben, der die Zaubererschaft und die einstigen Todesser in völlig neuer Weise miteinander versöhnte

Nur selten gab es Verstöße gegen die neuen Gesetze der Waffenruhe, die vom Ministerium strengstens geahndet wurden. Im Großen und Ganzen konnte man sagen, dass Percy Weasley als der Minister in die Annalen eingehen würde, der den Zauberern und Hexen Großbrittaniens den lang ersehnten Frieden brachte.

Auch wenn Percy nach wie vor dazu neigte, seine Umgebung stets mit Besserwisserei von oben herab zu belehren, so hatte er doch eingesehen, dass seine Familie ein kostbares Gut war, die zudem immer unbeirrt für die richtige Seite gekämpft hatte.

Hermine gönnte es Mr. und Mrs. Weasley von ganzem Herzen. Natürlich konnte es kein Ersatz dafür sein, dass die beiden jüngsten Weasley-Sprösslinge ihr Leben im Kampf gelassen hatten, doch sah Hermine in den Augen der Eltern die Freude darüber, dass wenigstens der längst verloren geglaubte Sohn nach all den Jahren zurück in den Schoß der Familie gefunden hatte.

Hermine vermisste Ron auch nach all den Jahren noch immer unvermindert. Und wenn sie an ihn dachte, was sie jeden Tag tat, fühlte es sich stets an, als hätte man einen Teil ihrer Lebensfreude mit ihm genommen. Doch noch viel schlimmer als sie selbst, hatte es Harry getroffen. Während sie Draco hatte, der ihr Herz an anderer Stelle mit Glück und Freude füllte, hatte Harry mit Ron einen wichtigen Anker in seinem Leben verloren.

Es war ihm nach außen nicht anzumerken. Er war ein ambitionierter, gütiger Direktor, der gemeinsam mit Draco die Schule mit geschickter Hand leitete. Er hatte für jeden ein offenes Ohr und ein Lächeln übrig und es war immer öfter zu hören, dass er auch in Weisheit bald in nichts mehr seinem einstigen Mentor Dumbledore nachstehen würde. Doch etwas unterschied ihn vom damaligen Direktor Hogwarts. Ihm fehlte das Funkeln in den Augen, das stets davon gezeugt hatte, dass Albus Dumbledore unbeirrbar an das Gute geglaubt hatte.

Harry glaubte durchaus an das Gute, schließlich war der Krieg nun endlich vorbei. Aber Harry Potter hatte zu viele Verluste hinnehmen müssen, als dass er an sein persönliches Glück noch glauben konnte.

Mit Ron war nicht nur sein bester Freund gestorben, sondern auch der Mensch, der ihn wie einen Bruder in seine Familie aufgenommen hatte.

Hermine machte sich große Sorgen um Harry. Und selbst Draco, der im Laufe der Jahre zuerst eine Form von gegenseitigem Respekt zu seinem einstigen Feind aufgebaut hatte, woraus dann nach und nach eine freundschaftliche Vetrauensbasis wurde, stimmte seiner Frau zu.

Sogar Amanda, die nach ihrer verspäteten Ausbildung und einem Abschluss mit fast nur „Ohnegleichen" beinahe Hermines Schnitt erreicht hatte, schien nicht zu Harry durchzudringen. Draco bemerkte mit Stirnrunzeln, wie seine kleine Schwester, deren Liebe zu Harry seit ihren Teenagerjahren unverändert geblieben war, sich nach und nach selbst aufgab, um Harry alles zu Füßen zu legen, was dieser nicht oder kaum zu bemerken schien. Es war offensichtlich für alle, dass Harry Amanda ebenfalls mehr Gefühle entgegenbrachte, als er selbst wahrnahm. Sobald Draco allerdings versuchte, Harry darauf anzusprechen, verkroch sich dieser in seinem Schneckenhaus und stürzte sich in die Arbeit.

Der einzige Zeitpunkt zu dem Harry sich ein wenig öffnete, war die Zeit der Quidditch-Saison, wenn Hogwarts wie zu alten Zeiten in den Wahn um den Zauberersport verfiel.

Es ging nun nicht mehr um den Sieg des Hauspokals, sondern viel mehr um das Erringen des Ronald-Weasley-Cups, der der besten Mannschaft verliehen wurde.

Die Idee, den Cup nach Ron zu benennen, hatte Harry selbst gehabt, und es war endlich ein Glitzern in seinen Augen gewesen, als er in der Großen Halle Schülern und Lehrern verkündet hatte, das Ronald Weasley an nichts mehr Freude gehabt hätte, als zu sehen, dass gute, talentierte Teams darum kämpften, einen Pokal zu erringen, der seinen Namen trug.

Die Mannschaften wurden, damit es gerecht zuging und noch ein gewisser Wettkampf herrschte von den Portraits von Minerva McGonagall und Severus Snape abwechselnd aus den besten Fliegern unter den Schülern zusammengestellt. Und diese Wahl am Anfang des Schuljahres stellte bald eine ebenso beliebte Zeremonie dar, wie einst die Zuordnung der Schüler durch den sprechenden Hut.

Allerdings hatte man bei dieser Zeremonie deutlich mehr zu lachen, denn die Sprüche mit denen sich Snape und McGonagall bei der Wahl des jeweiligen Teams bedachten, waren nicht gerade zimperlich. Und da die Teams jedes Jahr aufs Neue zusammengestellt wurden, mussten sich manche Schüler, die im Jahr zuvor noch der Star in McGonagalls Team gewesen waren und von der Professorin als „bester Sucher aller Zeiten nach Potter" bezeichnet wurden und im nächsten Jahr von Snape der Gryffindor vor der Nase weggeschnappt wurden, mit einem gehässigen „Den geb ich Ihnen für geschenkt, Severus!" abfinden.

Dass Severus Snape überhaupt zu einer solchen Gelegenheit mit seiner scharfen Zunge auftrumpfen konnte, war in doppeltem Sinne Albus Dumbledore zu verdanken. Zum einen rehabilitierte das Ministerium Snape aufgrund von Dumbledores im Denkarium abgelegten Erinnerungen, zum anderen fand man in Dumbeldores Nähkästchen, in dem er ansonsten nur kleine Stofffetzen, Stricknadeln und ein paar halbfertige, bunte Wollsocken aufbewahrte, ein kleines Portrait des einstigen Tränkemeisters von Hogwarts, das scheinbar noch vor seinem Tod angefertigt wurde.

Zum Zeichen der Wertschätzung der wertvollen Spionagetätigkeit zu Zeiten Voldemorts und durch Dracos stures Beharren vergrößerte man das Portrait auf Lebensgröße und hängte es in einen der am wenigsten genutzten Flure der Schule, von dem aus es sich Severus Snape zur Gewohnheit machte, wie zu Lebenszeiten nachts durch die Portraits in den Gängen zu patroullieren und umherschleichende Schüler und küssende Pärchen aufzuspüren.

Seine Quote war höchst erfolgreich.

Und obwohl er keine Hauspunkte mehr abziehen konnte, durfte sich der entsprechende Unglücksrabe, der sich von Snape erwischen ließ, darauf einstellen, am nächsten Morgen zu Professor Hermine Malfoy zitiert zu werden, und sich entsprechend der Schwere seines Vergehens einen Tadel oder eine Strafarbeit abzuholen.

Severus Snape ließ es sich nicht nehmen, an diesen Morgen mit hochgezogener Augenbraue und verschränkten Armen hinter der Professorin im Portrait herumzulungern und wüste Drohungen auszustoßen, was dem Schüler bei seiner nächsten Missetat blühen würde.

Insgesamt war es eine sehr gelungene erzieherische Maßnahme und die Anzahl der Wiederholungstäter war erstaunlich gering.

Hermine verband mit Dracos einstigem Paten bald eine kollegiale Freundschaft und in manchen „gemeinsamen" Teestunden erfuhr sie nicht nur mehr über den einstigen Professor, sondern auch über die Vergangenheit und die Familienverhältnisse ihres Mannes.

Mit Hilfe von Sevreus Snapes Portrait schaffte sie es sogar, Narcissa Malfoy halbwegs mit ihrem Sohn zu versöhnen, doch Draco sah seine wahre Familie in Hermine und seiner Halbschwester Amanda, um die er ständig so besorgt war, dass Hermine ihn regelmäßig davon abbringen musste, sich zu sehr in das Leben der jungen Hexe einzumischen, vor allem in ihre unglückliche Liebe zu Harry.

Zur großen Überraschung aller Eingeweihten, war es ausgerechnet Snape, der den Stein zwischen Amanda und Harry ins Rollen brachte.

Es geschah an einem Wintermorgen kurz vor Weihnachten, als Direktor Potter in seinem Büro trübsinnig auf ein Bild starrte, das ihn inmitten des Weasley-Clans zeigte.

Ginny saß auf seinem Schoß und winkte fröhlich in die Kamera, sein 19-jähriges Abbild rieb sich verlegen die damals noch vorhandene blitzförmige Narbe auf der Stirn. Ron beäugte die Nähe seiner Schwester zu Harry argwöhnisch, aber grinste dann fröhlich und stieß Harry mit dem Ellenbogen in die Seite. Die Zwillinge schnitten Grimassen und Mrs. Weasley starrte verzweifelt auf die magische Küchenuhr, auf der der Zeiger für die Plätzchen unaufhaltsam von goldbraun auf verkohlt zurückte. Bill und Fleur tauschten nach wie vor verliebte Blicke und Charlie und Mr. Weasley standen im Hintergrund und versuchten dem Weihnachtsbild mit einem heitern Lächeln einen feierlichen Rahmen zu geben.

Harry hätte mit Sicherheit noch weitere Stunden auf diese vergangene heile Welt gestarrt, wenn sich nicht Snapes Stimme aus Minerva McGonagalls Bilderrahmen ohne Vorwarnung eingemischt hätte.

„Mr. Potter, Sie sind ein Idiot!"

Harry fuhr herum und starrte sprachlos auf den schwarzgekleideten ehemaligen Professor. Minerva blickte ebenso entsetzt auf ihren Besucher und selbst Dumbledore war vor Überraschung der spitze Hut verrutscht.

„Ich habe ha schon immer gewusst, dass Sie die Ignoranz und Uneinsichtigkeit Ihres Vaters geerbt haben…"

„Severus!" schnappte McGonagall, doch Snape hob nur abwehrend seine Hand und fuhr unbeeindruckt fort.

„…aber dass Sie ein solcher Trottel sind, hatte selbst ich nicht erwartet."

Dumbledore betrachtete seinen einstigen Schützling inzwischen neugierig mit einem Glitzern in den Augen. Harry dagegen sprang wütend auf.

„Was fällt Ihnen ein, Snape!"

Der Tränkemeister verschränkte seine Arme und schüttelte tadelnd den Kopf.

„Sie wollen diesen Schülern ein Vorbild sein, Potter? Dann sollten Sie die Vergangenheit endlich hinter sich lassen."

„Das kann ich nicht." Schwach sank Harry in seinen Stuhl zurück.

„Wie alt sind Sie jetzt, Potter?"

„32, wie Sie sehr gut selbst wissen." Harry fühlte sich langsam unter Snapes unnachgiebigem Blick in die Schulzeit zurückversetzt.

„Und wann ist die junge Mrs. Weasley von uns gegangen?"

„Sie ist nicht gegangen! Sie wurde mir genommen!"

„Das tut nichts zur Sache, Potter!" donnerte der Tränkemeister. „Antworten Sie!"

„Vor 12 Jahren…" antwortete Harry leise.

„Und wann ist Mr. Weasley ihr gefolgt?"

Harry schluckte. „Vor 6 Jahren."

„Und meinen Sie, Mister Potter, dass diese beiden sehr lebensfrohen Menschen, wie ich mich zu meinem Leidwesen nur zu gut erinnere, sich geopfert haben, damit Sie die Zeit, die Sie auf dieser Erde verbringen, damit verschwenden, Vergangenem nachzutrauern, statt neues zu schaffen und glücklich zu werden?"

„Glücklich? Wie soll ich glücklich werden, mir wurde alles genommen, das mir…"

Snape ließ Harry nicht weitersprechen, sondern lehnte sich mit Zornesröte im Gesicht so weit nach vorne, dass man meinte, er würde gleich vornüber aus dem Portrait fallen.

„Wagen Sie es nicht, Potter, mir gegenüber von Verlust und Unglück zu sprechen! Wenn jemand weiß, was ein glückloses Leben bedeutet, Potter, dann wohl ich!"

Harry wich vor dem zornbebenden Professor so weit es ging in seinem Stuhl zurück.

„Sie haben Hermine, Potter! Eine Freundin mit mehr Loyalität und Intelligenz als Ihnen zusteht! Sie haben in Draco einen mächtigeren Verbündeten, als sie es sich je zu träumen wagten. Sie haben eine Zukunft als Vorreiter für eine bessere Zauberergesellschaft! Das muss doch etwas für ihre Heldenattitüde sein! Und Himmel noch mal, Sie haben in der jungen Miss Moorland eine wundervollere Gefährtin, als ich einem Mann ihres zehnfachen Kalibers gegönnt hätte!"

Harry schnappte perplex nach Luft. Seit Jahren hatte es niemand gewagt, so mit ihm zu reden. Vielleicht lag es daran, dass er das Bedürfnis verpürte, Snape zu widersprechen.

„Sie wissen nicht wovon Sie sprechen, Snape. Ich bin viel zu alt für Amanda."

Snape stöhnte auf, als würde es ihm körperliche Schmerzen bereiten, Harry zuzuhören.

„Zum allerletzten Mal, Mr. Potter, damit es auch für ihren langsam arbeitenden Verstand zu begreifen ist! Miss Moorland ist inzwischen 23. Sie macht laut meinen Informationen seit sie 16 ist alles, um Ihnen das Leben zu erleichtern. Das macht nach meiner Berechnung, der sicherlich auch Sie noch folgen können, 7 Jahre, die Miss Moorland Ihnen Ihr Herz zu Füßen legt. Davon ist sie schon sage und schreibe 6 Jahre volljährig."

Harry schwieg.

„Was meinen Sie wohl, wie lange es noch dauern wird, bis Miss Moorland begreift, dass sie den ignoranten Harry Potter, der vor Selbstmitleid zerfließt, nicht wird retten können?"

Harry blickte Snape an und erwiderte immer noch nichts. Severus Snape lächelte grausam und holte genüsslich zum Todesstoß aus.

„Und was meinen Sie was dann geschieht, Direktor Potter?" spöttelte er. „Wird Miss Moorland an ihrer verschmähten Liebe zerbrechen, oder wird sie sich einem jungen Mann zuwenden, der ihrer Intelligenz und Schönheit mehr Achtung entgegen bringt? Und was dann Mr. Harry Potter? Wie lange werden Sie dann brauchen, um zu begreifen, dass Sie schon wieder jemanden verloren haben, den Sie lieben?"

Harrys Schultern bebten.

„Und dieses Mal, Mr. Potter, wird es ganz alleine Ihre Schuld sein." schloss Snape seine Fragen, als sei es eine nüchterne Feststellung.

Harry sprang auf und stürtzte ohne einen weiteren Blick auf Snape zu werfen zu der Gargoyle-Treppe.

„Ich muss hier raus." war alles, was die Portraits noch von ihm hörten.

„Severus, musste das sein." tadelte McGonagall.

„Bravo." applaudierte Albus Dumbledore dagegen fröhlich.

„Albus!" empörte sich Minerva. „Wie kannst Du nur so unsensibel gegenüber dem Jungen sein!"

Doch Albus zwinkerte nur lächelnd und wandte sich Professor Snape zu.

„Severus, mein Lieber, was hat Dich dazu veranlasst, Harry die Leviten zu lesen? Du behauptest doch immer, nichts wäre Dir so egal, wie das private Glück des ‚Goldjungen', wie Du immer zu sagen pflegst. Entdeckst Du am Ende doch noch Deine fürsorgliche Ader?"

Snape zog protestierend seine Augenbraue hoch. „Nichts hat sich an meiner Einstellung geändert, Albus. Mir ging nur Dracos ewiges Gejammer über das unglückliche Liebesleben seiner Schwester auf den Geist! Miss Granger… ich meine, Mrs. Hermine Malfoy, hat ihn zu einem kompletten Weichei gemacht!"

„Natürlich, mein Junge, natürlich." kicherte Dumbledore leise vor sich hin.

„Musstest Du so grob zu ihm sein, Severus?" beklagte sich Minerva McGonagall.

Die zweite Augenbraue gesellte sich zu Snapes erster.

„Du willst mir tatsächlich weismachen, Minerva, dass ein freundschaftliches Gespräch von Mann zu Mann ausgerechnet zwischen Potter und mir Früchte getragen hätte?"

Er schüttelte belustigt den Kopf und auch Dumbledore lächelte milde.

„Ich fürcht, Minerva, Severus hat Recht. Harry hatte sich da in etwas verrant. Er neigte schon immer dazu, zu lange in der Vergangenheit zu verweilen. Nein, nein, ihm musste einmal ordentlich der Kopf gewaschen werden."

Und wie immer hatte Albus Dumbledore Recht. Es dauerte ein paar Tage, bis Harry Snapes Standpauke verdaut hatte, doch danach begann er seine Umgebung wieder mit wacheren Augen wahrzunehmen. Insbesondere eine junge Hexe mit langen, dunklen Locken und strahlend blauen Augen. Doch das ist eine völlig andere Geschichte.

Ende


Krieg und Betrug ist hiermit definitiv vorbei!

Mir ist ein bißchen wehmutig zumute, aber ich freue mich, dass ich dieses Projekt abgeschlossen habe.

Bseonders freuen würde mich, wenn sich nun auch noch ein paar Schwarzleser zu einem Abschlusskommentar hinreißen lassen würden.

Hat es Euch gefallen?

Wichtig:

Ich werde eine editierte Version als E-book mit Cover erstellen, wer es haben möchte, sende mir bitte eine Message mit seiner Email adresse. Es kann allerdings ein wenig dauern, bis ich damit fertig bin

Und nun noch eine Frage:

Wollte ihr noch eine Geschichte von mir?

Egal wie HP 7 ausgeht, werde ich nebenbei immer mal ein Kapitelchen zu Julie und der Tränkemeister online stellen,

genau wie meine Oneshots für Krieg und Wahrheit

Aaaaaber! Ich habe da ein ganz spezielles Projekt im Hinterkopf. Es hat mit Draco zu tun, mit Hermine und all den anderen Freunden. Und mit einer amerkanischen Polizistin, ihrer mysteriösen Waffe und ihrem ungeliebten Beschützer. EIn Harry Potter/ Wichtblade Crossover, dass zwei Bad Boys zusammenführt, die sehr viel gemeinsam haben, unter anderem ihre Liebe zu Frauen, die auf der guten Seite kämpfen.

Klingt das interessant für Euch?

SCHREIBT MIR EIN KLEINES REVIEW!