Huhu Anmerkung: Lang, lang ist's her. Und zwar auch wirklich. Kaum zu glauben, doch seit dem On-Stellen des 2ten Kapitels ist tatsächlich mehr als 1 1/2 Jahre vergangen xD. Irgendwie war es mir einfach nicht möglich hieran weiterzuschreiben. Es ist mir auch unheimlich schwer gefallen mich wieder in die Story reinzufinden. Gestern dann, ich weiß nicht wie, aber auf einmal kam mir den fehlende Schlüssel zur Fortsetzung hihi. Ich will in Zukunft öfter hieran schreiben, das verspreche ich. Immerhin soll diese Geschichte auch nicht allzu lange werden, deswegen hoffe ich, dass es kein großes Hindernis für mich sein wird. Die Idee für das nächste Kapitel ist auch bereits in meinem Kopf, muss nur noch getippt werden hihi.

Unglaublich, eure Reviews. Jedes ist für mich goldwert und ich möchte jedem der mir etwas geschrieben hat ganz herzlich danken – gleichzeitig natürlich auch für diese lange Pause um Verzeihung bitten.

So, nun ist aber wirklich Schluss :).

Liebe Grüße und viel Spaß, eure Tanya

Kapitel 03Die Löwin auf der Flucht

Es hat mich nie wirklich interessiert und ich habe auch nie darüber nachgedacht. Viel mehr, weil ich gar nicht daran denken wollte. Nun aber blieb mir keine andere Wahl mehr, als festzustellen, dass Ron sicherlich nicht mehr ganz Unerfahren in Sachen „Sex" war. Zumindest nicht, wenn es darum ging, den Stellen die Aufmerksamkeit zu schenken, die eine Frau fast in den Wahnsinn trieb.

Rons Hand war unter mein Höschen geschlüpft und seine Finger hatten langsam begonnen mich an genau dem richtigen Punkt zu liebkosen und hin und wieder gelegentlich in mich einzutauchen. In konnte zwischen seinen wilden Küssen einfach kein Seufzen unterdrücken. Mein Körper brannte wie Feuer, wollte mehr und mehr und schrie schon förmlich nach der heißersehnten Befriedigung.

Wie konnte ich nur in den fast sieben Jahren, in denen ich Ron bereits kannte, mich nur erst jetzt auf diese Spielchen mit ihm ein lassen? Auf jeden Fall war mir klar, dass ich so einiges verpasst hatte.

Als sich Ron gerade daran machen wollte mich neben der Bluse auch noch vom BH zu befreien, fiel dabei mein Blick auf meine Uhr und ich schrie erschrocken auf. Meine Lust war über den Jordan.

Entsetzt zog Ron sich zurück und sah mich entschuldigend an. „Hab ich dir etwa weh getan?", wollte er besorgt wissen.

Ich machte mir aber keine Mühe ihm zu antworten. Stattdessen stieß ich ihn von mir, sprang vom Tisch und zog mir wieder hastig meine Bluse über.

„Hey, was ist denn los?", fragte er jetzt sichtlich verwirrt und vielleicht auch ein wenig verärgert. „Du kannst doch jetzt nicht so einfach gehen."

„Doch Ron, wir haben Zaubertränke!", erklärte ich knapp, während ich meine Bluse wieder zuknöpfte.

Der Sex hätte noch so gut sein können – nichts ging über Unterricht.

Bevor ich aber aus dem Zimmer hasten konnte, wurde ich abermals von ihm aufgegriffen und gegen die Wand gedrückt. Ron lächelte, als ob ich ihn nur hinhalten wolle. An seinem Gesichtsausdruck konnte ich jedoch auch erkennen, dass er sich seiner Sachen trotzdem nicht so ganz sicher war.

„Das kann doch nicht dein Ernst sein, oder?" Seine Hand glitt wieder unter meine Bluse.

Auf Höhe meines Bauchnabels stieß ich ihn aber nochmals von mir. Sprach ich Chinesisch? Tatsächlich hatten wir fünfzehn Minuten des Zaubertrankunterrichtes verpasst und Ron schien nichts besseres im Kopf zu haben als eine nette kleine Nummer mit mir zu schieben. Vielleicht mochte das für jedes andere Mädchen durchaus interessanter klingen, doch nicht für mich, eine Hermione Granger.

„Wir müssen uns beeilen, Ron!", erwiderte ich auf seinen Annäherungsversuch nur genervt und packte ihn am Handgelenk. „Das heutige Thema könnte in der Prüfung drankommen!"

Ron schnaubte und ließ sich wortlos mitziehen. Wollte er jetzt etwa hier den beleidigten spielen? Konnte er ruhig haben, immerhin brauchte ich seine „Aufmerksamkeit" nicht unbedingt. Wenn ich es wirklich nötig hatte, dann konnte ich auch zu Malfoy gehen. Der würde sich sicherlich dankend meiner annehmen. Etwas grantig schloss ich den Griff um seine Hand fester und beschleunigte meine Schritte.

Weitere zehn Minuten von Professor Snapes Unterricht waren bereits verflogen, als Ron und ich schließlich in das kalte Kellerklassenzimmer platzten. Wir waren so schnell gerannt, dass unsere Gesichter nun eine deutliche Röte aufwiesen und wir beide atemlos nach Luft schnappten.

„Entschuldigen Sie... Professor", brachte ich fieberhaft hervor. „Wir... wir haben es... vergessen."

Snape hob unbeeindruckt die Braue und blickte uns spöttisch entgegen. „Jeweils zehn Punkte Abzug für Gryffindor wegen Missachtung des Unterrichtsbeginnes." Kurz hielt er inne und betrachtete uns genauer. „Sie beide dürfen Platz nehmen", fuhr er schließlich langsam fort, „sobald Sie, Mr Weasley, Ihren Hosenstall geschlossen und Sie, Miss Granger, die Knöpfe Ihrer Bluse richtig zugeknöpft haben. Für Missachtung der Kleiderordnung gibt es weitere zehn Punkte Abzug für jeden."

Auf Snapes Worte folgte lautes Gelächter, während Goyle eine lächerliche Kindergartenbemerkung a la „Weasley plus Granger" in den Raum warf. Vor allem die Slytherins ließen es sich nicht nehmen ihrem Amüsement Kund zu tun. Allerdings konnte ich auch aus dem Augenwinkel erkennen, wie sich einige Gryffindors mühten ein Lachen zu unterdrücken. Wahrscheinlich nicht, weil wir ihnen Leid taten, sondern weil sie es einfach nicht über ihren Stolz brachten über eine Bemerkung von Snape zu lachen.

Als wäre ich nicht sowieso schon rot genug, spürte ich, wie mein Gesicht dabei war Rons Haarfarbe stark Konkurrenz zu machen, nachdem ich begriff, wie sehr Snape uns eben bloßgestellt hatte.

Langsam sah ich an mir herab und musste feststellen, dass ich in all der Eile wirklich ziemlich viele Knöpfe in die falschen Löcher gesteckt hatte. Peinlich berührt wandte ich mich um und versuchte dies hastig mit zittrigen Händen zu berichtigen, ehe ich schnell Ron folgte und mich neben ihm niederließ.

Ron schien die Situation nicht weniger unangenehm zu sein. Wie gebannt starrte er auf das Eichenholz des Tisches, nur um seinen Blick nicht heben zu müssen. Die roten Sommersprossen waren inzwischen gar nicht mehr so recht von seiner Hautfarbe zu unterscheiden.

„Mrs Granger", meinte plötzlich Snapes Stimme tadelnd durch den Klassenraum. Die Slytherins verstummten und schienen schon auf einen erneuten Lacher zu hoffen. „Sie werden doch nicht allen erstes glauben, dass ich Sie in dieser Situation in Weasleys Nähe lasse." Er deutete auf den freien Platz neben Millicent Bulstrode. „Hier hin, und zwar ein bisschen plötzlich, wenn ich bitten darf."

Kurz schloss ich meine Augen und atmete tief durch. Die Verlegenheit wich langsam der Wut auf Snape. Wie konnte ein Mensch auch nur so unerträglich sein? Er wusste doch genau, dass ich niemals etwas mit Ron anstellen würde, wenn er an der Tafel über Gegengifte sprach! Schnell stand ich auf und gehorchte.

Als ich mich niedersetze fiel mein Blick eine Bank weiter; direkt in Malfoys Augen. Seine Miene war kalt und hasserfüllt und als sich unsere Blicke begegneten, bemühte er sich auch nicht darum, mich nicht spüren zu lassen, wie wütend er war. Anscheinend schien er die Begeisterung seiner Klassenkameraden nicht zu teilen. Ich wusste aber auch warum. Es musste ihn tief in seinem Stolz verletzten, dass ich mich lieber Ron zuwandte, als ihm. Ein seltsames Gefühl sagte mir, dass das wahrscheinlich noch Folgen für mich haben würde.

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Beim Abendessen war mir so, als würde ich ein Déjà-vu erleben. Dieses Mal lernte ich jedoch mal die andere Seite der Medaille kennen. Selten saßen Ron und ich uns am Gryffindor-Tisch gegenüber und nach heute würde das sicherlich auch nicht mehr vorkommen.

Keck lächelte er mir mit seinem Sommersprossen besprenkelten Gesicht entgegen, während er langsam seine Suppe löffelte und ich stark darauf bedacht war, keine sonderbaren Laute von mir zugeben. Harry saß neben mir. Er redete. Ich konnte die Worte „Schule" und „McGonagall" hören, doch den Sinn nicht verstehen.

Einfach nicken, einfach nicken, sagte ich mir. Was blieb mir auch anderes übrig?

Mein Körper vibrierte beinahe, Hitze hatte sich in mir gesammelt. Überwältigende Hitze. Ich hatte die Beine gespreizt und ließ es einfach zu. Eigentlich wollte ich es nicht. Ich wollte in Ruhe essen. Ich wollte hören, was Harry über die Schule zu erzählen hatte. Ich hörte gerne zu, wenn meine Freunde Probleme hatten. Ich mochte die Schule. Ich wollte...

... es am liebsten gleich hier auf dem Esstisch mit Ron treiben.

Sein Fuß, der langsam an meinem Bein empor geglitten und meine Schenkelinnenseiten entlanggefahren war, fuhr nun verbotenerweise sanft über dem Stoff meines feuchten Höschens und ließ mich beinahe alles um mich herum vergessen.

Er spielte mit mir. Ich hatte verstanden. Er wollte sich für die jähe Unterbrechung heute Morgen rächen. Natürlich konnte ich dieses Spiel jederzeit abbrechen, hätte mich auch erst gar nicht darauf einlassen können, doch es gelang mir einfach nicht. Ich war 17 und ein Mädchen, und es wäre eine verdammte Lüge, wenn man behaupten würde, dass Mädchen es nicht ständig wollten. Kurz dachte ich an Zaubertränke und musste mich dabei korrigieren. Okay, vielleicht doch nicht ständig. Aber wenn man die Wahl zwischen Essen und wilden Sex hatte, dann war sofort klar, was du als Mädchen wählen würdest.

Den wilden Sex, denn beim Essen nahm man nur zu.

Bei dem Gedanken daran und Rons immer schneller werdenden Bewegung stöhnte ich auf einmal auf. Irritiert blickte mir Harry entgegen. Ich schlug die Hände vor den Mund. Mir wurde bewusst, dass ich ein wenig in meinem Stuhl heruntergerutscht war, dachte aber nicht daran, diesen Zustand zu ändern, denn so spürte ich Rons Fuß noch besser. Stattdessen lächelte ich ihm nur entschuldigend entgegen. Wahrscheinlich war mein Gesicht auch noch deutlich erhitzt, doch das war mir egal. Ron, dieser verdammte Bastard, machte einfach weiter.

„Ähm... hört mir überhaupt einer von euch beiden zu?", fragte Harry schließlich und blickte zwischen uns beiden hin und her. Schließlich blieb sein Blick an mir hängen. „Was machst du da überhaupt, Hermione? Willst du nichts essen?" Er betrachtete den kaum angerührten Teller Suppe und zog die Braue empor.

„Heiß", keuchte ich hervor. „Ich meine... die Suppe ist... heiß."

Zornig warf ich einen Blick zu Ron herüber. Er grinste mir sadistisch entgegen und sah mich eindringlich mit seinen blauen Augen an. Seine Reibung wurde stärker.

Daraufhin schloss ich kurz meine Augen. Es tat so verdammt gut und gleichzeitig quälte es mich so sehr. Für eine Sekunde dachte ich an Neville. Jetzt, da ich mich auf einmal selbst in der Situation befand, in die ich ihn vor einigen Wochen gebracht hatte, tat er mir sogar leid. Er konnte aber nicht abstreiten, dass es ihm nicht gefallen hätte.

Harry betrachtete uns noch immer. „Was habt ihr beide denn?", wollte er nach einigen Sekunden verständnislos wissen, nachdem sich niemand von uns die Mühe gemacht hatte auch nur irgendetwas zu erklären.

„Nichts", grinste Ron – ich selbst konnte nicht antworten.

Harry schien zu grübeln. Er legte die Stirn in Falten. Sah mich an, dann Ron, wieder mich und schließlich wieder Ron. „Sagt mal... das heute Morgen, in Zaubertränke, ich meine... als ihr... ihr habt doch nicht wirklich, oder?"

Ich hatte nicht genau gewusst, ob Harry wirklich danach fragen würde. Als Zaubertränke zuende war und er nicht darauf eingegangen ist, war ich ziemlich erleichtert gewesen. Insgeheim hätte ich mir aber denken können, dass es trotzdem irgendwann kommen würde. Ich konnte Harry ansehen, dass es ihm ziemlich unangenehm war, danach zu fragen.

„Nein", presste ich gequält hervor. Eine bequeme und zudem auch noch ehrliche Antwort. Perfekt für den besten Freund geeignet.

„Aber heute, gleich nach dem Abendessen", grinste Ron schelmisch.

Hätte ich einen Schluck aus meinem Wasser genommen, dann hätte ich in diesem Moment einen Hustenanfall bekommen. Ich war geschockt und aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass Harry nicht minder entsetzt war. Hatte ich mich eben verhört, oder hatte Ron wirklich ganz ungeniert gemeint, dass er nach dem Abendessen das wollte, das er heute Morgen nicht bekommen hatte?

Das konnte doch unmöglich Ron sein? Was hatte Parvati nur mit ihm angestellt? Und wieso zum Teufel erzählte er Harry alles?! Konnte es ihm denn nicht einfach peinlich sein, so wie es ihm sicherlich noch vor einem Monat peinlich gewesen wäre?

„Oh... okay...", fand Harry schließlich wieder Worte. „Das heißt... ihr... seit jetzt zusammen?", hackte er vorsichtig nach.

„Nein", erwiderte Ron, noch ehe ich etwas erwidern konnte. „Ohne Verpflichtungen, nur Sex."

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Während des ganzen Abendessens schenkte mir Harry nicht mal mehr einen Blick. Auch Ron sah er nicht mehr an, sondern schob stattdessen still einen Bissen nach den anderen in sich hinein. Seine Wangen waren gerötet – ich vermutete, meine nicht minder.

Ja, es war mir peinlich. Dieses Gesprächsthema war nun keines, dass sonderlich oft zwischen uns dreien fiel. Eigentlich konnte ich mich nicht mal daran erinnern überhaupt schon mal Sex angesprochen zu haben. Und dann die Tatsache, dass wir beide ganz ungeniert wilde Abenteuer miteinander erleben zu gedenken gab Harry den Rest.

Während ich mit den beiden die Große Halle verließ, verfluchte ich noch immer Ron Vollidiot Weasley. Was hatte er sich eigentlich dabei gedacht? Ob Ron wirklich heute Abend das bekam was er sich erhofft, dass musste ich mir wirklich noch gründlich überlegen.

Harry dachte jetzt sicherlich vollkommen falsch von mir. Ich war nicht diese Art von Mädchen ...

Eine plötzlicher Stau und die lachende Schülerschar um mich herum riss mich aus meinen Gedanken. Es dauerte auch nicht lange, bis ich die Ursache für den Massenauflauf erfuhr, denn kaum war ich hinzu gekommen, spürte ich eine Hand auf meiner Schulter.

Überrascht blickte ich in das Gesicht von Blaise Zabini. Ein hämisches Grinsen hatte sich darin breit gemacht. „Na Granger, wir beide heute Abend ... wie wär's? Bei der Größe würd' ich sogar vielleicht mal bei einem Schlammblut nicht nein sagen."

Noch ehe ich überhaupt den Sinn seiner Frage verstand und empört sein konnte, zog er bereits lachend von dannen und gesellte sich zu Draco Malfoy. Malfoy starrte mich voller Genugtuung und Amüsement an. Anscheinend schien er auf eine Reaktion von mir zu warten.

„Hermione ...?", hört ich nun Ron neben mir. „Sag mal ... kann das sein, dass das da oben deiner ist?"

Verwundert folgte ich seinem Blick und erkannte nun, was alle so lustig gefunden hatten. Zwischen den Gläsern, die die Hauspunkte anzeigten, hing ein BH, der mindestens so groß war, dass er vier Meter umfasste. Mir rannte es kalt den Rücken hinunter und gleichzeitig schoss Wärme in meine Wangen, als ich meine Augenpaar langsam über die Aufschrift wandern ließ.

Hermione Granger ist groß genug für alle. Ich muss es wissen.

Ich war wie erstarrt. Erst jetzt bemerkte ich die Blicke der anderen, das ihr Gelächter mir galt und wie sie mit den Fingern auf mich zeigten. Tatsächlich hatte der BH eine gewisse Ähnlichkeit mit einem vom meinen und nicht nur zufällig hatte er auch Ähnlichkeit mit dem, den Draco Malfoy mir frecherweise entwendet hatte.

Ob es nun die Wut auf Malfoy, die Scham durch diese Bloßstellung oder die Empörung über diesen absolut intelligenzfreien Spruch war – ich weiß es nicht. Allerdings spürte ich, wie sich fast automatisch meine Hände zu Fäusten ballten. Wollte ich wegrennen um zu weinen oder wollte ich wegrennen um irgendetwas zu finden an dem ich meine Wut auslassen konnte?

Schmerzlich wurde mir bewusst, dass mir wohl eher nach dem ersteren zumute war. Meine Kehle schnürte sich zu einem Kloß in meinem Hals zusammen, ich zitterte und in meinen Augen brannten bereits die ersten Tränen. Nur weg hier. Nur weg.

Langsam wandte ich mich um. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen gehabt nicht zu rennen, aber als meine Augen plötzlich nicht mehr den Tränen gewachsen waren blieb mir nichts anderes übrig.

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Ich brauchte einige Stunden um mich wieder zu fangen. Wie so oft hatte ich mich im Klo der Maulenden Myrthe verschanzt und meinen Tränen dort freien Lauf gelassen. Sie hat mich dabei auch mit Leibeskräften unterstützt und fleißig mitgeweint.

Inzwischen waren die Tränen aber verflogen und zurück blieb die Wut. In Gedanken schmiedete ich schon Rachepläne. Wie konnte man Malfoy am besten eines auswischen? Mein ganzer Ruf war ruiniert ... Obwohl ich inzwischen begriffen hatte, dass es besser für mich gewesen wäre, wenn ich cool geblieben wäre. Das hätte auch nicht unbedingt meine Unterwäsche sein können, sondern irgendjemand hatte sich einfach bloß einen dummen Scherz erlaubt. Nun war es wahrscheinlich aber kaum mehr möglich jemanden vom Gegenteil zu überzeugen.

Aber das hatte man nun davon, wenn man sich auf eine hinterhältige Schlange einließ. Ich hatte begriffen, dass ich wahrscheinlich ziemlich auf Malfoys Stolz herumgetrampelt bin, als ich einfach nicht zu seiner Einladung erschien und dann schließlich noch mit Ron auf die offensichtlichste Art und Weise in den Unterricht gestürmt bin. Dass er gegen ein Wiesel ersetzt wurde, musste wohl ziemlich an seinem Ego kratzen.

Eine stolze Löwin konnte aber zurückschlagen. Dazu bedarf es einfach einen Harry und Dobby.

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to be continued