Disclaimer: Das komplette Harry Potter Universum gehört JKR. Die Idee für diese Geschichte stammt von Lanta (noch mal herzlichen Dank, dass ich sie übersetzten durfte) und heißt im Englischen Enslaved.

Zeitfolge: Spielt einige Monate in Harrys siebentem Jahr, aber ignoriert komplett HBP.

Pairing: Harry/Ginny

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Versklavt

Kapitel 1/9

Snape stand still an der Wand, seinen neuen Herrn beobachtend. Mr. Potter saß gerade in einem Sessel, ins Feuer starrend, in seine Gedanken vertieft… die sich ohne Zweifel um ihre bevorstehende Rückkehr nach Hogwarts drehten.

Es war sechs Wochen her, seit Potter den dunklen Lord ein für alle mal zerstört hatte. Sechs Wochen in denen fast alle Todesser getötet oder verhaftet wurden, sechs Wochen seit Harry so verletzt war, dass sogar Magie so lange gebraucht hatte um ihn wiederherzustellen… und sechs Wochen seit Voldemort einen Versklavungsfluch auf Severus sprach, der ihn entschlossen und unwiderruflich an die eine Person band, die er weniger mochte als jeden Nicht- Todesser auf diesem Planeten.

Voldemort entdeckte Severus' Verrat nur zwei Tage vor der finalen Schlacht, die sein Leben beendete. Als Severus seinen früheren Herrn sterben sah, konnte er sich nicht zurückhalten hämisch zu lachen, das verschwindende Mal auf seinem Arm zu zeigen und zu schreien, dass er jetzt frei war, frei für das erste Mal seit 2 Jahrzehnten.

Und Voldemort, als der sadistische Bastard, der er war, nahm seine letzte, dauerhafte Rache, sicherstellend, das frei etwas war, das er niemals sein würde.

„Bist du okay?"

Die Stimme war sanft und leise, ihr Besitzer Severus besorgt anschauend. Harry war wieder vollständig geheilt und dankbar, dass Voldemort tot war, dass die Welt wieder sicher war – nun, so sicher wie sie eben sein konnte – aber die Freude, die er fühlen sollte, fehlte. Wie konnte er glücklich sein, wenn einer der Helden, der so viel geopfert hatte um für den Orden zu spionieren, der Auszeichnungen und Ehrungen erhalten sollte, nun einem Leben in Sklaverei entgegen sah?

Snape sah flüchtig runter auf seinen Arm, wo jetzt das Symbol für Harry Potters Besitzrecht auf ihn war. Es war platziert, natürlich, an der exakt gleichen Stelle, wie das Mal, das er vorher trug.

„Ich denke ‚okay' ist nicht das richtige Wort, Herr." Der Ton war ausdruckslos, die Art der Anrede erzwungen, von dem Zauber, der ihn nun umgab. „Ich habe, wie auch immer, hatte sechs Wochen Zeit mich selbst darauf vorzubereiten, und ich bin vollkommen fähig zu tun, was von mir verlangt wird."

„Ich würde das nicht für eine Sekunde bezweifeln, Snape." Er hatte, nach alledem, seine Rolle für Jahre gespielt, Dinge getan, die er hasste, aber die Fähigkeit seine Emotionen nicht zu zeigen, hielt ihn schwerlich davon ab, welche zu haben.

Snape zögerte. Er fühlte den Zwang, die Frage seines Herrn vollständiger zu beantworten, dem unausgesprochenen Befehl zu gehorchen, der mit jeder Frage oder Anfrage von dem Mann kam, der jetzt absolute Kontrolle über sein Leben hatte. „Der Gedanke von den Kindern verspottet zu werden, sie ich unterrichten soll, erfüllt mich mit Schrecken, Herr."

Harry seufzte. „Sie werden dich nicht verspotten, Snape. Sie mögen dich nicht leiden können, aber keiner von ihnen würde Sklaverei befürworten, und sie würden mit Sicherheit keine Freude dafür empfinden, für etwas, das Voldemort getan hat."

„Dann werden sie mich bemitleiden, was genauso schlimm ist."

Die Tür öffnete sich und Remus Lupin trat ein. „Dein Wagen ist hier, Harry", sagte er sanft.

Harry stand sofort auf und Snape zog seinen Zauberstab, ihre beiden Koffer und Hedwigs Käfig schweben lassend und dann seinem Herrn aus dem Haus zu folgen, das einmal Sirius Black gehört hatte.

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Es war merkwürdig wieder zurück in Hogwarts zu sein. Es war nur zwei Monate her, seit Harry die Schule verlassen hatte um sich vor den Todessern zu verstecken, während er seine Pläne für den finalen Angriff machte, aber alles, was seitdem geschehen war, ließ es viel, viel länger aussehen. Er fühlte sich kaum wie ein Schüler… aber andererseits war er gezwungen viel jünger erwachsen zu werden als die meisten.

Ihre Koffer waren dank der Hauselfen schon auf ihre jeweiligen Zimmer gebracht worden, als sie nun in die große Halle eintraten, wo gerade das Abendessen serviert wurde. Es war laut als sie eintraten, voll von quatschenden Teenagern und einigen gleichsam gesprächigen Lehrern, aber als die Leute merkten, wer eingetreten war, nahm das Geräuschlevel ab um dann fast vollkommen aufzuhören, abgesehen von ein oder zwei geflüsterten Worten.

Dumbledore sah kurz in ihre Richtung und stand dann mit einer fließenden Bewegung auf, die Hände, um Aufmerksamkeit heischend, klatschend. „Ich sehe ihr habt alle gemerkt, dass Harry Potter zur Schule zurückgekehrt ist. Mit – ich bin froh das zu sagen – guter Gesundheit. Ihr alle wisst, wo er in den letzten Wochen durch musste und was er erreicht hat. Ich verlange, dass ihr alle die Zurückhaltung dieser Ereignisse respektiert, bis er euch freiwillig Informationen herausgibt.

Ihr alle wisst auch zweifellos von dem erschreckenden Schicksal das Professor Snape zuteil wurde. Wie auch immer, und ich muss betonen, wie ernst es mir damit ist, dass ihr nicht versucht seinen neuen Status zu eurem Vorteil zu gebrauchen. Er bleibt Lehrer dieser Schule und hat als solcher volle erzieherische Befugnis über euch. Bevor ihr auf die leuchtende Idee kommt Mr. Potter zu fragen euch aus möglichen Nachsitzstunden zu befreien, solltet ihr wissen, dass er eine legale Erklärung unterschrieben hat, die besagt, dass er sich in keiner Weise in Professor Snapes Aufgaben als Lehrer in Hogwarts einmischen wird.

Nun, weiß ich, seit ihr alle begierig darauf euer Essen zu beginnen, also bitte, esst."

Die versammelten Schüler drehten sich wieder zu ihren Tellern, und das Summen der Unterhaltungen stieg stufenweise wieder an. Harry machte sich auf zum Gryffindortisch, begierig seine Freunde Ron und Hermine zu begrüßen bevor er sich zu Ginny Weasley drehte und sich mit solcher Wildheit und Hunger in einen Kuss stürzte, dass es sofort von fast jedem am Tisch Wolfsgeheul hervorrief.

Als die zwei voneinander abließen verbeugte Severus sich förmlich vor dem Mädchen, das mit seinem Herrn ging. Das Band verlangte seinen Respekt, sogar seine Unterwürfigkeit ihr gegenüber; es könnte immerhin eine reale Möglichkeit geben, dass sie eines Tages seine Herrin werden würde.

„Du darfst gehen und dein Abendbrot essen, Snape", sagte Harry leise. Snape verbeugte sich noch einmal zur Bestätigung und Dank für die Entlassung und ging zielstrebig zum Kopf des Raumes wo sie Lehrer saßen, nebeneinander ihr Abendessen einnehmend. Er bekam ein paar besorgte Blicke von seinen Kollegen, doch sie alle wussten es besser als zu versuchen eine Konservation mit ihm anzufangen.

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Inmitten der neugierigeren und mitfühlenden Blicke der Schülerschaft zu sitzen war eine demütigende Erfahrung, um das wenigste zu sagen. Er beruhigte sich selbst mit einer Reihe seiner patentierten Todesblicke in Richtung der nervigen Kinder auch wenn er dabei sehr sicher stellte, diesen Blick niemals auf den Tisch an dem sein Herr saß zu richten, wo dieser sich mit seinen Freunden unterhielt und zusammen mit Miss Weasley die Grenzen austestete wie viel körperlicher Kontakt wohl am Esstisch erlaubt sei.

Die Magie mit der Severus gebunden war, war alt und verständlicherweise hochgradig illegal, nicht mehr (offiziell) benutzt seit Sklaverei vor einigen Jahrhunderten verboten wurde. Es war also unglaublich schwer auszuführen, verlangte viel Forschung und Übung um es richtig durchzuführen und die Tatsache, das Voldemort es so einfach schaffte, während er starb, legte den Verdacht nahe, dass er ursprünglich plante den Fluch für einen anderen Zweck zu nutzen, höchstwahrscheinlich um wichtige und mächtige Leute in seine Dienste zu zwingen.

Da er den Spruch niemals selbst studiert hatte und auch keine Möglichkeit hatte als er für seinen verletzten Herrn sorgte, hatte Snape nur die Grundidee seiner Regeln und Pflichten. Wie auch immer, eine Sache war klar: er konnte nicht ignoriert werden. Er hatte gehofft, kurz nachdem der Fluch gesprochen wurde, dass Harry es einfach unterlassen könnte ihm Befehle zu geben und dass das die einzige Konsequenz wäre… aber schnell wurde ihm das Gegenteil bewiesen.

Nein, das Band verlangte Sklaverei und es schien jedes notwendige Mittel zu verwenden um sie zu bekommen. Auch wenn es Severus eigentlich nicht zwang Befehle zu befolgen, wie der Imperius- Fluch, gab es ihm einen ziemlich starken mentalen Drang es doch zu tun und verlangte im Falle von Ungehorsam Bestrafung. Wurde das letzte nicht von seinem Herrn gegeben, würde es ihn selbst bestrafen, Schmerz zufügen, weit mehr als alles was Harry ihn willentlich noch einmal ertragen lassen würde.

Am schlimmsten jedoch war, dass es keine spezifischen Befehle brauchte um Sklaverei und Unterwerfung sicherzustellen. Es bestand darauf, dass er sich verbeugte, wann immer er in die Gegenwart seines Masters kam, und um Erlaubnis zu fragen bevor er ging; es zwang ihn hinter seinem Master zu gehen anstatt neben oder vor ihm und alles mögliche zu tun um den Komfort und die Gesundheit seines Herrn sicherzustellen. Es stellte außerdem sicher, dass er seinem Herrn dienen würde, zu einem Umfang, dass den Hauselfen befohlen worden war den Schlafraum der Siebtklässler aus Gryffindor in ihren Putzrunden auszulassen, um Snape eine Aufgabe zu geben.

Was natürlich bedeutete, dass er den Gryffindorturm in regelmäßigen Abständen betreten musste. Das würde sicherlich so ein Spaß sein.

Sein Essen beendet ging er zurück zum Gryffindortisch, still in der verlangten unterwürfigen Pose, den Kopf gesenkt, stehend, bis Harry beendet hatte, was er Hermine sagte und sich zu ihm umdrehte um ihm zu erlauben zu seinen Räumen zurückzukehren. Selten waren irgendwelche Worte so willkommen.

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So, das war's mit dem ersten Kapitel. Schreibt mir doch bitte eure Meinung zu der Übersetzung. Wer Fehler findet, darf mich gerne darauf aufmerksam machen.

(Gehen Reviews eigentlich verloren, wenn man das Kapitel durch die Korrektur ersetzt)

LG Kardia