Auf der Suche nach Magie"

Übersetzung der Geschichte „Looking for Magic" von Hypnobarb.

Disclaimer: Alles gehört JKR, bis auf diese Übersetzung. Die gehört mir, aber ich verdiene kein Geld damit!

Viele Grüße und vielen Dank an alle, die weiter an diese Geschichte denken und (mit mir) hoffen, dass sie zu Ende geschrieben wird. Hier nun das bisher letzte veröffentlichte Kapitel…

Einen guten Rutsch ins Jahr 2012!


115. Kapitel:

7. August 1999
Der Tagesprophet
Gesellschaftsteil

Die begehrteste Einladung der Saison ist eine, die man nicht aufgrund von Geld oder Einfluss erhält. Es ist unerheblich, ob man der mächtigste Society-Experte oder der reichste Zauberer Englands ist. Wenn man nicht Mitglied oder Verbündeter des Phönixordens ist, wird man nicht an der Verlobungszeremonie teilnehmen, die heute in Ottery St. Catchpole stattfindet.

Die magische Welt wurde vor drei Wochen völlig von der Bekanntgabe überrascht, dass Professor Severus Snape von der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei sich vertraglich mit Hermine Jane Granger, ehemals aus London, verloben will.

In einem weniger ereignisreichen Jahr wäre die Vorstellung, dass ein Lehrer sich mit einer jungen Frau verlobt, die noch vor etwas mehr als einem Jahr selbst seine Schülerin gewesen war, ein Skandal gewesen. In den Nachwirkungen der Schlacht auf Malfoy Manor und dem Fall des Dunklen Zauberers, bekannt als Lord Voldemort, wird es jedoch als Verbindung zwischen zwei brillanten Kriegshelden gefeiert.

Narzissa Malfoy, Wortführerin des Paares, zufolge haben sie als Mitglieder des Phönixordens zusammengearbeitet und eine revolutionäre, neue Behandlungsmethode für die Nachwirkungen des Cruciatus Fluches entwickelt. Das führte zu einer weiteren Zusammenarbeit bei der Herstellung des Happy-Sleepy-Trankes, der es dem Orden des Phönix ermöglichte, Lord Voldemort gefangen zu nehmen. Madam Malfoy berichtete, dass die beiden erkannt haben, dass sie sehr gut zusammen arbeiten, und beschlossen eine mehr persönlichere Beziehung erforschen zu wollen.

Die Reporterin wäre nachlässig, wenn sie nicht den Virgo Curato, den seltensten aller Heiltränke erwähnen würde, der während der Schlacht auf Malfoy Manor zum Einsatz kam. Da der Tagesprophet stolz darauf ist, eine familienorientierte Publikation zu sein, werden wir nicht darüber sprechen, wie der Virgo Curato hergestellt wird. Wie auch immer, es gibt Gerüchte, dass die Beziehung zwischen Professor Snape und seiner ehemaligen Schülerin schon über das Händchen halten hinausgegangen ist.

Die Zeremonie wird im Garten des Fuchsbaus, Zuhause von Mr. und Mrs. Arthur Weasley, abgehalten. Miss Granger wohnt bei der Weasley-Familie seit der Ermordung ihrer Eltern durch Todesser 1997. Sie ist zurzeit Studentin des Zaubertränkeprogramms am Avalon College in den Vereinigten Staaten und erwartet ihre Ausbildung 2003 abzuschließen.

Madam Malfoy zufolge wird Miss Granger eine Kreation von Madam Malkins tragen. Der Empfang wird Mrs. Weasleys hausgemachte Lieblingsspeisen bieten und Freunde der Familie werden Musik zum Tanzen aufspielen.

Professor Snape werden als Bürgen des Vertrages Lucius und Narzissa Malfoy aus Wiltshire zur Seite stehen. Miss Granger wird von Arthur und Molly Weasley begleitet, die ihre Bürgen sein werden.

Der Tagesprophet gratuliert mit ganz Zauberer-Großbritannien Professor Snape und Miss Hermine Granger zu ihrer Verlobung. Nach ihrem bedeutenden Verdienst für unsere Nation wünschen wir ihnen alles Gute.


Hermine

"Du musst einen Wärmezauber über die Schüssel sprechen, damit der Chili-Käse-Dip kein fester Klumpen wird", erkläre ich Ginny, während sie den Käseblock in Stücke schneidet. Ich gieße zwei Kannen Chili ohne Bohnen in den Kessel und zaubere einen schnellen Hitzezauber. „Glaube mir, wenn du im Wohnheim für die Medizauberer-Studenten lebst, bring diesen Dip und zwei Tüten Tacco-Chips und du bist der Star."

"Ich habe die Taccos, Kartoffelchips und den Zwiebel-Dip, außerdem noch sechs Packungen Jumbo-Garnelen", poltert Harry, als er durch die Tür eilt, Sainsbury Einkaufstüten schwingend.

"Ausgezeichnet", ruft Ginny. "Wir machen gerade den Chili-Käse-Dip."

Harry stellt die Tüten ab und geht zu Ginny hinüber. Da ihre Hände voll mit orangefarbenem Käsezeugs, das wahrscheinlich nicht wirklich Käse war, sind, neigt sie ihren Kopf für einen Kuss zurück.

"Schaut euch das ganze Essen an", verkündet Harry und sieht sich in der Küche um. Die Arbeitsflächen sind so voll, das sie überlaufen.

"Mum arbeitet seit gestern daran", sage Ginny. „Sie hat all die Finger-Sandwiches und Salate vorbereitet. Hermine und ich haben die Obst- und Gemüseplatten zubereitet. Charlie hat Wurst aus Rumänien mitgebracht und Bill Käse. Du solltest die Torte sehen."

"Alles ist unter Stillstand- und Kühlungszauber", ergänze ich. „Dort ist ein Kasten mit Champagner, den Narzissa geschickt hat."

"Mum hat es gar nichts ausgemacht, dass sie das getan hat", sagt Ginny. „Sie scheinen sich wirklich anzufreunden."

"Wie wird sie sich fühlen, wenn unsere Freunde hier mit Essen auftauchen?", fragt Harry.

"Jeder wird das Gleiche sagen", erkläre ich. „Das es keine richtige Ordensparty ist ohne Jeans Fleischbällchen, Ellens Krabbenblätterteig, Limnoreias Wurströllchen oder Tonks' Käsebällchen."

"Wenn jeder, mit dem wir gesprochen haben, etwas mitbringt, fällt es nicht auf", sagt Ginny und wischt ihre Hände an einem Handtuch ab.

"Offiziell ist die Party für Severus und mich", kommentiere ich, "aber ich möchte es als Feier für den Orden haben. Wegen der vielen Menschen, die wir verloren haben, und denen, die verletzt wurden, hatten wir seit der Schlacht keine Feierlichkeiten. Wir haben es verdient, etwas Spaß zu haben."

"Es ist eine offizielle Bekanntgabe, dass das Leben weitergeht", sagt Harry und nickt traurig. „Ron hätte eine Party befürwortet."

"Ron hat keine Party ausgelassen", lacht Ginny. „Lasst uns diese so feiern, dass er stolz auf uns wäre."

"Das würde beinhalten, sich zu betrinken", witzelt Harry.

"So stolz nun auch wieder nicht", kontere ich und lache, bis ich schnaube.

Was beide zum Lachen bringt.

"Es fühlt sich gut an, wieder an Ron denken und lachen zu können", sagt Ginny, nach Atem ringend.

"Ja", stimme ich zu.

"Hast du den Tagespropheten heute Morgen gelesen?", fragt Harry und versucht, zwanglos zu klingen, ist aber nicht wirklich erfolgreich.

"Nein", antworte ich misstrauisch. „Steht etwas drin, was mich wütend machen wird?"

"Oh ja", sagt Harry. "Das meiste ist positiv, aber sie mussten Spekulationen zum Virgo Curato anstellen. Sagen wir einfach, wenn ich heute einen Käfer sehe, werde ich die Überbleibsel von meinen Schuhen kratzen müssen."

"Das begrüße ich sehr", schnappe ich. „Rita Kimmkorn ist ein ekelhaftes Insekt."

"Soll ich die Packungen mit Garnelen auftauen?", fragt Ginny, einen taktlosen Versuch startend, das Thema zu wechseln, bevor wir uns ereifern können.

"Tu das und dann stell sie ins Kühlhaus", weise ich an. „Severus liebt Garnelen, deshalb wollte ich sicherstellen, dass wir genügend haben."

"Sechs Großhandelspackungen Riesengarnelen?", fragt Harry, seine Augenbrauen befinden sich fast am Haaransatz.

"Er mag sie wirklich, wirklich gerne", erkläre ich grinsend. „Als unsere Freunde aus dem Orden über Nacht in Chicago geblieben sind, haben wir drei Packungen gebraucht. Es werden weit aus mehr Leute sein, die heute kommen. Die Garnelen werden gegessen."

"Sie sollten besser wirklich alle erscheinen", murmelt Ginny. „Wir haben genügend Essen hier, um eine Armee zu versorgen."

"So sehe ich das auch", antworte ich nickend.


Molly und Ginny streichen den Rock meines Kleides zurecht, damit er weich über die drei Rockreifen, die ich trage, fließen kann. Limnoreia und Jean richten die Spitze des Kragens und bauschen die ellbogenlangen Ärmel auf.

Ich denke daran, dass ich so eine Szene einmal gesehen habe, als Mum und ich vor vielen Jahren ins Kino gegangen sind, um Aschenputtel anzuschauen. Ich fühle mich, als wäre ich von guten Feen umgeben.

"Seid ihr bereit für die Bleib-Glatt-und-Anti-Bekleckerungszauber?", fragt Ellen jeden.

Ginny trägt ihr gelbes Seidenkleid im Regency-Stil. Mollys türkisfarbenes Seidenkleid ist ähnlich wie meines geschnitten und betont das Blau ihrer Augen. Jean trägt ein pfirsichfarbenes Sommerkleid mit einer weißen Bolerojacke. Ellen glänzt in Rot und ich bin eifersüchtig auf ihre Hängeohrringe, welche anscheinend echte Rubine beinhalten.

Limnoreia trägt hellblaue Sommerroben, was immer trügerisch ist. Nur der Himmel weiß, was sie darunter trug. Vor ein paar Tagen hatte sie von einem neuen Korsett gesprochen, das 150 Galeonen kostet und das sie kaufen wollte. Sie sagte, dass es komplett handgefertigt sei und ihr die Rundungen einer Eieruhr gibt und Brüste, die ein Buch halten könnten, während sie liest. Irgendwie bezweifele ich, dass sie lesen würde, wenn sie das Korsett trägt.

Ellen zaubert die Sprüche, so dass unsere Kleider vor Knitterfalten und Flecken für den Rest des Tages geschützt waren. Das wird bei all den Soßen der verschiedenen Hors d'oeuvres, die jeder für die Party gebracht hatte, nützlich sein.

"Männer haben keine Vorstellung, was sie verpassen, wenn sie keine Freunde haben, die ihnen bei der Vorbereitung helfen", verkünde ich, als Molly den Verschluss der Perlenkette meiner Mutter an meinem Hals zumacht. Ginny macht es ihr nach mit dem passenden Armband. Ellen gibt mir die Perlenstecker und ich ziehe sie an.

„Ich denke, dass ist eine Sache, die dich ins Gerede bringen würde, wenn du ein Junge bist", sagt Jean.

"Von dem was ich gehört habe", beginnt Molly, "denke ich, dass Gilderoy Lockhart die Art von Mann war, der gern Hilfe dabei gehabt hätte."

"Wusstet ihr, dass Lockhart sich an Severus herangemacht hat, während er in Hogwarts gewesen ist?", sagt Jean unvorbereitet. Ihr Gesichtsausdruck verrät mir, dass hinter der Geschichte noch mehr steckt.

Ich sehe sie geschockt an.

"Ich plaudere wohl aus dem Nähkästchen", fährt sie neckend fort.

"Was hat Professor Snape getan?", fragt Ginny fasziniert.

"Angedroht, ihn zu verfluchen, so dass kein anderer Mann mehr Interesse an ihm zeigen würde", antwortet Jean.

"Beinhaltete das auch singende Filzläuse?", fragt Ellen.

"Könnte sein", sagt Jean und kratzt sich am Kopf, während sie überlegt. „Er hätte es verdient."

"Mit seinem Aussehen", sagt Ginny, "war die Hälfte der Mädchen von Hogwarts in ihn verknallt. Ich wette, du nicht", sagt sie zu mir. „Du bist nicht eine von denen, die auf gutes Aussehen und Persönlichkeit stehen."

Ich sehe Ginny warnend an.

„Ginny!" sagt Molly geschockt.

Ginny errötet. "Ich habe es nicht so gemeint, wie es geklungen hat", sagt Ginny entschuldigend. "Ich meinte nur, dass Hermine nicht oberflächlich ist. Sie achtet vor Persönlichkeit oder Aussehen auf den Charakter. Lockhart fehlte es eindeutig an Charakter und Professor Snape hat sehr viel davon."

"Es gibt keinen Zweifel, dass Severus genug Charakter für zwei Männer besitzt", sagt Jean leicht daher. „Er hat wahrscheinlich Lockharts Teil abbekommen."

Das bricht die Anspannung und jeder lacht.

"Ich denke, Severus sieht gut aus", ergänzt Limnoreia. „Nicht das gute Aussehen wie für ein Schundromancover. Er musste erwachsen und reifer werden, aber jetzt, da er es ist, steht es ihm gut."

"Er ist auch sehr mysteriös", kommentiert Ellen. „Man weiß, dass er die Geheimnisse des Universums hinter diesen dunklen Augen verbirgt."

"Sein Haar sieht besser aus", merkt Jean an. „Das Haar neu wachsen zu lassen hätte es nicht so verbessern können."

"Das liegt an dem neuen Shampoo und der Spülung, die mein Team in unserem studienübergreifenden Projekt am Avalon entwickelt hat", verkünde ich stolz. „Es bringt die besten Eigenschaften des Haares einer Person hervor, welche das auch immer sein mögen. Meine Haare wurden weicher, glänzender und umgänglicher in der Handhabung."

"Ihr könnt sehen, wie gut es für mein Haar gewesen ist", verkündet Molly, glücklich, dass sich das Thema änderte. „Am Haaransatz wurde ich schon ein wenig grau, jetzt ist alles weg."

"Ihr habt das für euch behalten?", sagt Ellen und klingt enttäuscht.

"Keinesfalls", sage ich mit Nachdruck. „Draco und Warren verhandeln gerade mit Mystic Visions, Inc. Es ist ein Schönheitsunternehmen in den Vereinigten Staaten. Wir hoffen, ihnen die Formel verkaufen zu können. Ich habe weitere Flaschen mitgebracht und kann jederzeit neue brauen. Ihr könnt alle etwas für zu Hause haben."

Beinahe hätte ich meinen Freundinnen die Laune verdorben.

"Ich bin froh, es ausprobieren zu können", sagt Jean. „Mein Haar hat so viele Farben. Mir wurde unterstellt, ich hätte eine Calico-Katze als Großmutter. Ich würde gern sehen, was euer Shampoo und eure Spülung bei meinem Haar bewirken können."

"Ich denke, wir sind uns alle einig, dass Severus' Haar besser aussieht, seit er es regelmäßig mit deinem Shampoo und deiner Spülung wäscht", sagt Limnoreia. „Ich denke, du solltest ihn überreden, wieder mit Glatze herumzulaufen. Persönlich denke ich, dass er ohne Haare heißer aussieht."

"Er hat einen schön geformten Kopf ohne Haare", sagt Ellen nickend.

"Das ist absolut nicht fair, dass ich es nicht gesehen habe", sagt Ginny und schaut wie eine Gewitterwolke kurz vorm Ausbruch.

"Es wäre nicht angebracht gewesen, solange du seine Schülerin warst", stelle ich entschieden klar.

Ginny murmelt etwas davon, die guten Dinge zu verpassen.

Molly rückt eine meiner Haarspangen zurecht und dreht mich zum Spiegel um.

"Ich denke, du bist fertig", sagt sie.

Ich sehe so erwachsen aus. Statt der Hermine in Westen und Roben, die alles verdecken, betont dieses Kleid meine Kurven und lässt mich weiblich aussehen. Die blass grüne Farbe und die elfenbeinfarbene Spitze sind eine gute Wahl für meinen Teint. Meine Augenbrauen sehen besser aus seit ich den Zupfzauber gelernt habe. Jetzt wachsen diese Haare zwischen meinen Augenbrauen nicht mehr, was immer so aussah, als hätte ich eine große Augenbraue über meiner Stirn.

Mein Haar sieht gut aus, ist locker hochgesteckt mit den perlenbesetzten Haarspangen, die alles am Platz halten. Ich sehe weiblich, hübsch, feminin und nach all dem aus, wie ich mich niemals zuvor beschrieben habe. Bücherwurm. Besserwisserin, Streber. Diese Worte hatten ich und andere verwendet, um mich zu beschreiben. Aber nicht heute.

Ich sehe aus wie eine Frau, die bald verlobt sein wird.

Ich bemerke, dass ich mich selbst im Spiegel anlächele, und die Frauen, die um mich herum versammelt sind, lächeln mich wiederum an. Das ist meine Familie und das sind meine Freunde. Hier ist mein Zuhause und hier sind Menschen, die mich mögen. Ich habe Severus, der mich liebt. Ich habe alles, was wichtig ist.

"Ich glaube, unsere Gäste kommen", sagt Molly stolz. „Sollten hinuntergehen und sie begrüßen?"

Ich drehe mich herum und umarme meine angenommene Mutter. Sie drückt mich zurück und ich denke an meine andere Mutter. Sie ist bestimmt hier, irgendwo in diesem Raum. Sie würde sich so für mich freuen. Diese Umarmung ist von beiden. Ich blinzele ein paar Tränen weg.

„Ich bin bereit."


Severus

"Wir haben Sommer und es ist eine Party", sagt Draco. „Du musst kein Schwarz tragen."

"Niemand würde mich erkennen, wenn ich etwas anderes als Schwarz trage", sage ich bestimmt. „Diese neuen Roben sind sommerleicht und für die Veranstaltung angemessen."

"Wie wäre es mit Dunkelgrau?", schlägt Lucius vor, mit seinem Zauberstab gegen seine Hand tippend. „Ich könnte deine Roben nur ein paar Schattierungen heller als Schwarz zaubern. Dir wird heiß sein, wenn du in der Augustsonne Schwarz trägst."

"Dafür gibt es Kühlungszauber", antworte ich. Nein, ich bin nicht stur. Ich werde nur Schwarz tragen, wie ich es immer tue.

"Die Damen werden Pastelltöne und helle Töne tragen", entgegnet Lucius. „Im Vergleich wirst du dunkel und bedrohlich aussehen. Ein Rabe unter den tropischen Vögeln."

"Ein sehr passender Vergleich", bekunde ich und richte meinen Kragen. „Ich denke, es kann losgehen."

Ich betrachte mich noch einmal im Spiegel. Ich trage einen Stil, der immer zu mir gepasst hat, und dies ist einfach eine abgewandelte Form davon. Mein schwarzer Gehrock und meine schwarze Hose sind aus sehr feiner, sommerleichter Wolle, die dafür gedacht ist, bei warmem Wetter angenehm zu sein. Die Ärmel der Jacke gehen nur bis zu meinen Handgelenken und keine zwei Zentimeter darüber hinaus. Das ist meine Version eines kurzärmeligen Hemdes und es wird leichter sein, die Verlobungsarmreifen anzulegen.

Die Robe, die ich darüber trage, ist aus demselben Stoff und wird hervorragend aufbauschen. Ich habe bereits Kühlungszauber gesprochen, nur für den Fall.

Mein Haar ist gewaschen und glänzt, nachdem ich Hermines Shampoo und die kleinste mögliche Menge an Spülung verwendet habe. Es scheint meinem fettigen Haar und dem Schuppenproblem außergewöhnlich gut entgegen zu wirken. Ich habe zudem beschlossen, es wachsen zu lassen, seit ich bemerkt habe, dass wenn ich meinen Kopf nach vorne neige, um mit meinem Haar mein Gesicht zu verdecken, es nicht so gut versteckt wird, wie ich dachte.

Abgesehen davon liebt es Hermine, ihre Finger hindurch gleiten zu lassen, und wie käme ich dazu, ihr das zu verwehren?

"Hast du die Armreifen?", frage ich und drehe mich um.

Lucius greift in seine hellgrauen Roben und zieht zwei Schachteln hervor. Er öffnet sie und ich sehe das Schimmern von Gold.

"Ich habe sie noch einmal poliert", sagt Draco leise, "um sicherzugehen, dass sie fertig sind."

"Wusstest du, dass diese Armreifen Minerva McGonagall und ihrem Ehemann gehört haben?", frage ich Draco.

"Er hatte einen guten Geschmack", sagt Draco diplomatisch. "Diese Armreifen sind Kunstwerke. Es ist nicht leicht, an Goblin gefertigte Ketten zu kommen."

Bevor Draco von meiner wahren Loyalität und meiner Freundschaft zu Professor McGonagall wusste, bezeichnete er sie als Das Schottenmuster Monster. Als er noch ein Kind war und glaubte, dass ich ein wahrer Todesser sei, lachte ich mit ihm über die Bezeichnung. Jetzt weiß er es besser.

Es klopft an der Tür und Draco öffnet, um seine Mutter hereinzulassen. Narzissa sieht in ihrem hellen fliederfarbenen Gewand und ihrem blonden Haar, das in lockeren Wellen frisiert ist, umwerfend aus.

"Gentlemen, Samantha und ich sind bereit", sagt sie in ihrer kultivierten Stimme. Sie begutachtet mich.

"Du siehst auf deine Weise umwerfend aus", sagt Narzissa und greift nach oben, um meine Roben an den Schultern zu richten. „Hermine wird zufrieden sein."

"Du weißt stets das Richtige zu sagen", antworte ich und wünschte, das gleiche Talent zu besitzen. Es wäre außerordentlich hilfreich, vor allem da ich in den nächsten Stunden in einer geselligen Runde sein werde.

"Das bezweifle ich", sagt sie, "aber ich lerne Hermine immer besser kennen und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie eine tiefe Wertschätzung für deinen Charakter und deine speziellen Eigenheiten hat. Sie findet dich sehr attraktiv und nur das zählt."

"Sehr gut gesagt", sagt Lucius in einer verdächtig heiteren Weise. „Wir haben versucht, Severus davon zu überzeugen, seine Roben in ein dunkles Grau abzuwandeln."

Narzissa lacht leise.

"Die Leute würden denken, du wirst weich", neckt sie. „Du magst es, Schwarz zu tragen und du solltest das tun, mit dem du dich wohl fühlst. Heute ist dein und Hermines Tag. Sie liebt dich so wie du bist."

Ich sehe Lucius und Draco triumphierend an. Draco rollt seine Augen.


Hermine

Der Garten steht in voller Blüte. Da es schon August ist, müssten die Jahrespflanzen bereits verblüht sein. Neville war aber aufgetaucht, hatte seine Magie spielen lassen und alle Pflanzen zurück zu voller Blüte gebracht.

Neville ist einen Kopf größer als ich. Er ist noch immer ziemlich stämmig, aber vieles davon sind jetzt Muskeln. Im Moment hat er seinen Arm um meine Schulter gelegt und gemeinsam betrachten wir die vier Fliederbüsche, die er gepflanzt hat.

"Ich wusste, dass du nicht zurückgehen wolltest", sagt er warm. „Limnoreia hat Pettigrews Banne vor zwei Wochen gebrochen. Ich habe die Ableger von dem großen Fliederbusch hinter dem Haus. Auf diese Weise kannst du neue Büsche heranziehen, wenn du dein eigenes Heim hast."

"Das ist so lieb von dir, Neville", antworte ich und drücke mir eine Träne weg. „Du hast recht. Ich möchte niemals dorthin zurückkehren. Ich kann mittlerweile besser mit der Ermordung meiner Eltern umgehen, aber, ich glaube, den Ort des Verbrechens zu besuchen, würde schrecklich schmerzlich werden. Heilerin Smiths Tochter Kendra ist meine Anwältin. Sie kümmert sich um alles und ich möchte es lieber so beibehalten."

"Dein Leben geht weiter", sagt Neville weise. „Es gibt keinen Grund, an der Vergangenheit festzuhalten."

"Dir macht es nichts aus, dass Professor Snape in meine Zukunft mit eingebunden ist?", frage ich grinsend.

"Er ist nicht der, den wir damals dachten zu kennen", sagt Neville in seiner unbeschwerten Art. „Er konnte durchaus gemein sein, aber er musste frustriert sein, da er zwischen Voldemort und Dumbledore gefangen war. Er führte ein Doppelleben und die ganze Zeit war er in Gefahr. Ich habe ihn damals nicht verstanden und leugne nicht, dass ich ihn heute auch nicht verstehe. Ich kann verstehen, dass er im Stress war, und das hätte mich auch reizbar gemacht."

"Du bist sehr nachsichtig", erwidere ich sanft.

"Er verdient es", entgegnet Neville. „Voldemort wäre noch frei, wenn es Professor Snape nicht gäbe. Abgesehen davon, du magst ihn wirklich, deshalb kann er nicht so schlimm sein."

"Nein", sage ich lächelnd, "er ist nicht so schlimm. Außerdem ist er nicht mehr dein Lehrer. Das muss es leichter machen."

"Werde glücklich", sagt Neville und klingt dabei viel älter und weiser, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Er beugt sich herab und gibt mir einen Kuss auf die Stirn.

"Er dürfte bald hier sein", stelle ich fest. „Sollen wir zu den anderen gehen?"

Neville bietet mir seinen Arm an und geleitet mich zu Molly und Arthur, die im Schatten des großen Eichenbaumes stehen. Ich liebe es, wie meine Röcke über den Boden gleiten. Ich fühle mich, als ob ich gerade aus einem Liebesroman hervorgetreten wäre. Da wir auf die Ankunft von Severus und den Malfoys warten, überlässt Neville mich ihnen und tritt zu Minerva am Pfad der zum Pavillon führt.

"Die meisten Gäste sind da", sagt Molly und glättet den Rock ihres Kostüms. „Severus sollte mit seiner Begleitung bald hier sein."

"Seht", sagt Harry und weist zum Gartentor. „Professor Franks und die Schulers sind gekommen."

"Könntest du sie in Empfang nehmen?", frage ich. „Ich soll im Hintergrund bleiben bis Severus ankommt."

Kurz darauf umarme ich Anita und Harry stellt Professor Franks Arthur und Molly vor.

"Ich freue mich, hier zu sein", sagt Professor Franks. „Judith wäre auch gerne gekommen, aber am Sabbat zu verreisen, ist für sie problematisch. Abgesehen davon war sie die letzten Wochen mehrere Tage von ihrer Familie getrennt." Sie hält eine Kamera hoch. „Ich habe ihr Fotos und Details versprochen."

"Du siehst großartig aus", sagt Mrs. Schuler und bewundert mein Kleid. „Wo hast du es machen lassen?"

"Madam Malkins", sagt Molly, für mich antwortend. „Wir sind alle hingegangen und haben ein wenig Geld verprasst."

"Wir werden ein paar Tage bleiben, während Daniel sich um einige geschäftliche Dinge kümmert", sagt Mrs. Schuler. „Ich würde gerne die Winkelgasse sehen, wenn du Zeit hast?"

"Sicher", sagt Molly. "Ginny und ich wollen sowieso hingehen, um ihre Ausbildungsuniform zur Medihexe zu kaufen. Wir könnten uns einen schönen Tag machen, Mrs. Schuler."

"Einfach Margaret", sagt Mrs. Schuler freundlich.

"Und ich bin Molly", entgegnet Molly.

"Montag kann ich nicht", lege ich unterbrechend dar. „Severus und ich gehen am Montag in die Winkelgasse. Es wird unsere erste Verabredung in der Öffentlichkeit sein."

"Wenn das so ist, müssen wir auf jeden Fall am Montag gehen", witzelt Anita. „Steht in dem Vertrag nicht etwas von Begleitung?"

Ich will gerade antworten, als Arthur darauf hinweist, dass Severus und die Malfoy-Familie gerade hierher appariert sind.

Es geht los. Es geht wirklich los.


Severus

Wir kommen außerhalb der Banne, die den Fuchsbau umgeben, an und gehen den Pfad zum Garten hinauf. Wir werden das Haus, eine bizarre Zusammenstellung aus Fußböden und Wänden, die nicht zusammenpassen und nicht fähig sind, so zu bleiben, wenn Magie sie nicht zusammenhalten würde, nicht betreten.

Ein vergitterter Torbogen dient als Gartentor, da es keinen wirklichen Zaun um den Garten herum gibt. Ich kann dutzende von Gästen sehen, die auf uns warten. Als wir ankamen, bewegten sie sich, um sich am Weg im Garten entlang aufzureihen.

Lucius und ich gehen Seite an Seite. Narzissa, Samantha und Draco folgen uns. Bevor wir losgegangen sind, zog Draco Samantha wegen ihres neuen weißblonden Haares auf. Wir wussten nicht, ob ihr Haar sich ändern würde, wenn die Adoption vollzogen war, aber so wie es aussieht, wirkt der Zauber auch bei Vierzehnjährigen, die in die Familie adoptiert wurden.

Auch wenn ich mir als Jugendlicher vorgestellt habe, dass Abraxas Malfoy mich adoptiert, damit Lucius und ich wirklich Brüder sein können, bezweifle ich, dass mir diese Haarfarbe gestanden hätte. Mit weißem Haar auf blass weißer Haut hätten mich die Schüler fälschlicherweise für einen Hogwarts-Geist halten können.

Lucius hat heute seinen Stock mit Schlangenkopf dabei, für einen großen Auftritt. Unsere Handlungen von diesem Augenblick an und während der Verlobungszeremonie hindurch erfolgen streng nach Tradition. Danach wird getanzt. Kein Zweifel, dass Molly das dicke Kalb geschlachtet hat und es mit Gemüse und Soße serviert.

Wir warten vor dem Torbogen, der mit Kletterrosen bedeckt ist. Lucius benutzt seinen Stock, um an das Tor zu klopfen, was wiederum eine Glocke schlagen lässt.

Als ältester Sohn der Familie tritt Bill auf den Weg vor dem Tor.

"Wer bittet um Einlass in das Zuhause meiner Familie?", sagt er, das Ritual beginnend.

Lucius erwidert in seiner förmlichsten Stimme.

"Mein Name ist Lucius Malfoy und ich werde von meiner Frau Narzissa, meinem Sohn Draco und meiner Tochter Samantha begleitet. Wir sind hier, um meinen Angehörigen, Severus Snape, zu begleiten, der Arthur und Molly Weasley sprechen möchte, da er sich mit der ehrenvollen Hermine Granger, einer Tochter des Hauses, verloben möchte."

"Im Namen meiner Eltern, Arthur und Molly Weasley", antwortet Bill, "heiße ich Sie und Ihre Familie in unserem Hause willkommen. Wir begrüßen Severus Snape, der an unsere Familie in Ehren herantritt, um sich mit Hermine Granger, einer Tochter unseres Hauses und Schwester meines Herzens, zu verloben."

Bill tritt zur Seite und breitet seinen Arm in einer willkommenen Geste aus. Lucius und ich verbeugen uns und treten durch den mit Rosen bedeckten Torbogen, gefolgt vom Rest der Familie.

Wenn wir nicht den Weg vor uns hätten, bräuchten wir nur dem Weg zu folgen, der durch die geteilte Menge vorgegeben wird, die uns am Eingang zum Garten erwartet.

Meine Freunde sind hier. Natürlich Minerva. Neville Longbottom steht stolz neben ihr, ihre Hand ruht in seiner Ellbeuge. Die Echtheit ihres Lächelns erwärmt mein Herz als unsere Blicke sich treffen. Chester steht auf der anderen Seite von Minerva und ich vermute ihm missfällt Longbottom.

Filius und Pomona sind anwesend. Hagrid überragt sie und schnaubt laut seine Nase mit einem Taschentuch von der Größe eines Handtuchs.

Jean und Mike stehen Arm in Arm. Ellen und Mark neben ihnen. Limnoreia und Roger stehen ihnen gegenüber auf der anderen Seite des Weges. Ich sehe, dass Daniel Schuler und seine Familie doch noch teilnehmen konnten. Professor Franks scheint die Formalitäten zu genießen. Ich bin mir sicher, sie hält alles für eine interessante gesellschaftliche Studie.

Blaise Zabini ist auch da. Ich sehe kein Mädchen, das ihn begleitet.

Nymphadora Tonks und Remus Lupin sind zusammen hier. Ich vermute, sobald er seinen ersten Gehaltscheck in den Händen hat, wird er ihr einen Ring anstecken.

Daedelus Diggle und Aberforth Dumbledore stehen etwas weiter weg vom Weg, uns beobachtend, als wir vorbeigehen. Aberforth nickt anerkennend. Mundungus Fletcher wurde nicht eingeladen aufgrund seiner Neigung, das Tafelsilber einer jeden Party, an der er teilnimmt, einzustecken.

Was mich an abwesende Freunde erinnert. Vor allem da Poppy allein steht. Es ist so seltsam, sie ohne Albus an ihrer Seite zu sehen. Sie blinzelt mir zu, als wir vorbeigehen.

Hermines Freunde stehen zusammen. Ich entdecke Lavender Brown. Sie steht neben Seamus Finnegan, der Lucius sehr skeptisch ansieht. Hermine nach trauert Miss Brown um Ronald Weasley. Anscheinend bereut sie es, ihre Beziehung ein paar Monate vor seinem Tod beendet zu haben.

Luna Lovegood scheint von Colin Creevey begleitet zu werden, der an seiner Kamera, die er um den Hals trägt, herumfingert. Der junge Kerl weiß es hoffentlich besser, als irgendwelche Fotos während des zeremoniellen Teils des heutigen Events zu machen. Lee Jordan grinst wie eine Grinsekatze und ich habe keine Ahnung warum.

Die Patil-Zwillinge sind anwesend. Hätten sie nicht verschiedene Hausbänder getragen, als sie in Hogwarts waren, wäre es mir nicht möglich gewesen, sie zu unterscheiden. Sie sehen mich an, als könnten sie nicht glauben, was sie sehen. Es muss an meinem sehr verbesserten Haar liegen.

Wir kommen zu einer Ansammlung von Weasleys, die im Schatten eines großen Eichenbaumes stehen. Sie sind dem Alter nach aufgereiht. Charlie steht am Anfang der Gruppe und tritt zur Seite, um uns passieren zu lassen. Percy wird von Penelope Clearwater begleitet und neigt respektvoll seinen Kopf.

Die Zwillinge knicksen simultan. Ich kann nur meinen Kopf über sie schütteln, da ich nicht laut lachen darf. Ich höre ein unterdrücktes Kichern von Samantha und ein Schhh von Narzissa.

Harry Potter ist mit Ginevra Weasley hier. Sie lassen einander los und Miss Weasley macht einen Knicks, Potter verbeugt sich.

Es ist auch an der Zeit, dass Potter den gebührenden Respekt zeigt.

Und da ist Hermine, zwischen Molly und Arthur stehend.

Sie ist das schönste, strahlendste Wesen auf diesem Planeten. Es gibt keine andere Frau, die ihr das Wasser reichen kann. Hermine hält ihre Gefühle nicht auf ihrem Gesicht zurück. Sie sieht mich an mit der Freude einer Frau, die geliebt wird und selbst liebt.

Ich verliere mich in ihren sanften braunen Augen als sie mich ansieht. Sie ist so viel mehr als ich verdiene. Wie kann sie mich nur lieben, wenn sie jeden anderen hätte haben können?

Bevor ich mich blamiere, in dem ich etwas sehr schmalziges von mir gebe, macht Hermine ihren formellen Knicks. Ich präsentiere meine beste Verbeugung.

Die Formalitäten werden von Lucius fortgesetzt, der die Ankündigung vornimmt.

"Meine Familie und ich haben das Privileg, unseren Angehörigen, Severus Snape, zu begleiten, dessen Wunsch es ist, sich mit Hermine Granger, einer Tochter Ihres Hauses, zu verloben."

"Meine Familie und ich freuen uns, Sie in unserem Hause begrüßen zu können und erwägen Ihr Angebot", antwortet Arthur.

Lucius greift in seine Roben und zieht die Rolle heraus, die den Vertrag beinhaltet.

"Ein Vertrag wurde zwischen unseren Familien verhandelt, um es zu ermöglichen, die Verlobung erfolgen zu lassen", verkündet Lucius.

Arthur protzt damit, dass er den Vertrag akzeptiert und entrollt ihn, um den Inhalt zu prüfen.

Während er dies tut, sammeln sich alle Anwesenden zu einem lockeren Halbkreis um uns herum.

"Das ist der Vertrag, den wir ausgehandelt haben", verkündet Arthur. Er dreht sich zu Hermine. „Der Inhalt entspricht dem, was wir besprochen haben. Ist der Vertrag für dich akzeptabel?"

„Er ist es", sagt Hermine zuversichtlich als sie mich ansieht.

Arthur dreht sich zu mir.

"Ist der Vertrag für dich akzeptabel?", fragt er.

"Er ist es", antworte ich.

"Weil der Vertrag ausgehandelt wurde und sowohl für Hermine Granger als auch für Severus Snape akzeptabel ist", sagt Arthur, "sollte er untersucht werden, um sicherzustellen, dass keine magischen Bindungen auf ihn gelegt wurden." Er sieht Hermine an. „Wen wirst du nennen, den Vertrag zu untersuchen?"

Alles wurde vorher besprochen und arrangiert, so dass die Prüfer wissen, dass sie genannt werden und vorbereitet sind.

"Ich bitte Bill Weasley für mich den Vertrag zu untersuchen", sagt Hermine.

Bill kommt leise nach vorne und stellt sich neben Arthur.

"Wen nennst du, den Vertrag für dich zu untersuchen?", fragt Arthur, mich ansehend.

"Ich bitte Minerva McGonagall den Vertrag für mich zu untersuchen", antworte ich.

Minerva tritt vor.

Die nächsten paar Minuten analysieren Minerva und Bill den Vertrag mit ein wenig Zauberstabbewegungen und gemurmelten Zaubersprüchen, um sicherzustellen, dass Lucius den Vertrag nicht manipuliert hat.

"Ich bin überzeugt, dass es keine versteckten Zauber oder Bindungen in diesem Vertrag gibt", verkündet Minerva.

"Ich bin ebenfalls überzeugt, dass es keine versteckten Zauber oder Bindungen in diesem Vertrag gibt", sagt Bill.

Die zwei treten zur Seite um darauf zu warten, für die Untersuchung der Armbänder gerufen zu werden.

Arthur hält seine Hände zur Menge.

"Ist jemand anwesend, der von irgendeiner vorhergehenden Verbindung von Hermine Granger oder Severus Snape weiß, die diesen Verlobungsvertrag zunichte macht?"

In meinem Fall ist es reine Formalität. Es gibt keine Schlange von Frauen, die für mich kämpfen würden. Wie auch immer, wenn Neville Longbottom sich jetzt irgendwie bewegt, wird er wünschen, bereits in einer seiner Zauberkesselexplosionen gestorben zu sein.

Niemand bewegt sich oder spricht. Sehr gut, sonst würde ich ihn verfluchen.

"Da es niemanden gibt, der von einem Hindernis für den Vertrag weiß", verkündet Arthur, „wer hat die Armbänder?"

Lucius tritt mit den zwei Schachteln vor, die die Armbänder enthalten. Narzissa tritt zu ihm mit Arthur. Sie öffnet die Schachteln und nimmt die zwei Armbänder heraus, hält sie Molly entgegen. Molly nimmt sie an und hält sie hoch, damit jeder sie sehen kann.

"Würden die Prüfer bitte die Armbänder analysieren, um sicherzustellen, dass es keine versteckte Magie oder versteckte Bindungen an ihnen gibt?", bittet Arthur.

Wieder übernehmen Minerva und Bill die Analyse, um sicherzustellen, dass niemand an den Armbändern herum gepfuscht hat. Es endet in ihrer Versicherung, dass die Armbänder magisch rein sind.

"Danke", sagt Arthur und verneigt sich.

Minerva und Bill verbeugen sich ebenfalls und treten ein paar Schritte zurück.

Die Vorbereitungen sind beendet. Jetzt ist es Zeit für das Ritual.

Als meine engste Familie stehen Lucius und Narzissa neben mir. Narzissa hält das Armband für Hermine. Arthur und Molly begleiten Hermine nach vorn und stehen neben ihr. Ich höre, wie unsere Freunde sich in dem halben Zirkel um uns herum bewegen, damit sie einen besseren Blick auf uns sechs im Schatten des großen Eichenbaums haben.

Narzissa hält das Armband hoch, das einmal Minervas Handgelenk zierte und spricht laut und deutlich, damit jeder es hören kann.

"Hermine", beginnt sie, "wirst du dieses Armband annehmen als Symbol für die Bindung, die zwischen dir und Severus, dem Bruder meines Herzens, besteht? Wirst du ihm deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und deine Gedanken geben? Wirst du ihn verstehen als den Mann, der er war, der er ist und der er sein wird?"

"Das werde ich", antwortet Hermine und sieht mir in die Augen.

Narzissa küsst das Armband und gibt es an Lucius weiter. Er hält es hoch und sieht zu Hermine.

"Hermine", beginnt er, mit mehr Wärme in seiner Stimme als ich ihm zugetraut habe. „Wirst du dieses Armband annehmen als Symbol für die Bindung, die zwischen dir und Severus, Bruder meines Herzens, besteht? Wirst du seine Würde respektieren, seine Ehre verteidigen und ihm deine Loyalität zusichern? Wirst du die im Verlobungsvertrag spezifizierten Vorgaben befolgen?"

"Das werde ich", sagt sie, dieses Mal mit einem schüchternen Lächeln.

Lucius küsst das Armband und gibt es Narzissa zurück.

Jetzt bin ich an der Reihe.

Molly hält das Armband hoch, das bald um mein Handgelenk liegen wird.

"Severus", sagt Molly in einem Ton, durch den man annehmen könnte, ich wäre eines ihrer Kinder, "wirst du dieses Armband annehmen, als Symbol für die Bindung, die zwischen dir und Hermine, einer Tochter meines Herzens, besteht? Wirst du ihr deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und deine Gedanken geben? Wirst du sie als die Frau annehmen, die sie war, die sie ist und sie sein wird?"

"Das werde ich", bekunde ich feierlich. Molly sieht mich an, als würde sie mich jeden Moment tätscheln. Ich hoffe sehr, dass sie es nicht tut.

Molly führt das Armband an ihre Lippen und küsst es. Sie gibt es an Arthur weiter. In einer Weise wie alle Väter seit Anbeginn der Zeiten es tun, sieht er mich warnend an, das Herz seiner Tochter nicht zu brechen. Seine Mimik nimmt einen wohlwollenderen Ausdruck an und er beginnt zu sprechen.

"Severus", sagt er förmlich. "Wirst du dieses Armband annehmen als Symbol der Bindung, die zwischen dir und Hermine, einer Tochter meines Herzens, besteht? Wirst du ihre Würde respektieren, ihre Ehre verteidigen und ihr deine Loyalität zusichern? Wirst du die spezifizierten Vorgaben des Verlobungsvertrages einhalten?"

"Das werde ich", antworte ich und meine jedes Wort.

Arthur küsst das Armband und gibt es Molly.

Mit den feinen und kunstvollen Bewegungen einer Verwandlungsmeisterin verwandelt Minerva eine Blume aus dem Garten in einen kleinen Tisch. Bill greift in seine Roben und nimmt einen Federkiel heraus und öffnet ein Tintenfässchen. Ich kann nicht anders als den Federkiel zu bewundern. Poppy hat ihn mir gegeben, nachdem sie Fawkes dazu gebracht hatte, eine seiner Federn für dieses Ereignis zu spendieren. Sie sagte, dass Albus das gleiche getan hätte, was zu einem sehr emotionalen Augenblick führte, in dem ein weiteres meiner Taschentücher involviert war.

Arthur entrollt den Verlobungsvertrag und breitet ihn auf dem Tisch aus. Bill gibt mir den Federkiel und ich nehme ihn an.

"Hermine", beginne ich und halte ihr den Federkiel entgegen. „Bist du bereit, dich mit mir zu verloben und die Möglichkeiten unserer Beziehung zu erkunden? Bis du einverstanden, für die Dauer des Vertrages nur von mir umworben zu werden, bis er in Einvernehmen oder durch vollzogene Eheschließung endet?"

Ihr Gesicht erhellt sich. Ich kann in diesen Augenblicken kaum atmen, wenn ich erkenne, dass ich sie glücklich mache. Das ich sie glücklich machen kann.

"Das bin ich", sagt sie sanft.

Es ist ein Wunder. Wie ich mich danach gesehnt habe.

Hermine nimmt den Federkiel aus meiner Hand, tippt ihn in die Tinte und schreibt ihren Namen auf das Dokument. Sie sieht zu mir auf, erwartungsvoll.

"Severus", sagt sie und hält mir den Federkiel entgegen. „Bist du bereit, dich mit mir zu verloben und die Möglichkeiten unserer Beziehungen zu erkunden? Bis du einverstanden, für die Dauer des Vertrages nur von mir umworben zu werden, bis er in Einvernehmen oder durch vollzogene Eheschließung endet?"

In einer anderen Menge wäre Hermines rituelle Bekundung mit Keuchen und Skandalverkündungen aufgenommen worden. Traditionen verlangen, dass Hermine fragt, ob ich damit einverstanden bin, ihr Beschützer zu sein und ob ich sie in das weitere Verständnis der Möglichkeiten unserer Beziehung begleite.

Jeder, der erwartet, dass Hermine Granger jegliche Art von Unterwerfung in einer Beziehung akzeptiert, wird ein böses Erwachen erleben. Das ist die Frau, die mich gefragt hat, ob wir uns verloben, bevor ich die Chance hatte, es zu tun.

Diese Leute kennen Hermine. Wenn sie überrascht sind, dass wir das Ritual zu unseren Vorstellungen geändert haben, hat es sich niemand anmerken lassen.

"Es ist mir eine Ehre, mit dir verlobt zu sein", antworte ich und neige meinen Kopf leicht.

Wie Hermine es ausdrückt, hat die Frauenbewegung die Zaubererwelt erreicht. Ich bin mir sicher, dass Jean, Limnoreia, Minerva und Ellen vollkommen zustimmen. Sie haben das Leben für Jahre geführt.

Einvernehmliche Verlobung. Vielleicht starten wir einen neuen Trend in der Zaubererwelt.

Ich nehme den Federkiel und setze meine Unterschrift auf dem vorgegebenen Platz auf dem Dokument.

Ich nehme meinen vorherigen Platz wieder ein und gebe den Federkiel Narzissa. Sie unterzeichnet als Bürgin des Vertrages, gefolgt von Molly, dann Lucius und zum Schluss Arthur. Minerva und Bill unterzeichnen als offizielle Zeugen. Minerva spricht die Zaubersprüche, um Kopien des Vertrages anzufertigen. Lucius steckt eine ein und Arthur die andere.

Narzissa übergibt mir Hermines Armband, welches in ihrer Obhut war.

Ich öffne den Verschluss, um es um Hermines Handgelenk zu legen.

"Wirst du dieses Armband als Symbol der Verlobung von uns beiden akzeptieren?", frage ich.

Hermine hält ihren linken Arm vor, die Innenseite ihres Handgelenks entblößt.

"Es ist mir eine Ehre", sagt Hermine, Glück umgibt sie in einem wahrhaftigen Schimmer.

Ich küsse das Armband und lege die schlanke Goldkette um ihr Handgelenk und schließe den Verschluss. In dem einzig öffentlichen Kuss, den die Gäste durch mich initiiert sehen, küsse ich Hermines Handgelenk, um das Armband zu schließen. Ich weiß nicht, ob jemand ihren kaum merklichen Schauer gesehen hat…

Molly hält das größere Armband hoch, das Hermine um mein Handgelenk legen wird. Hermine nimmt es an.

Ich halte meinen linken Arm vor, die Innenseite wird sichtbar. Wie passend, dass das Verlobungsarmband den gleichen Arm schmücken wird, auf dem sich das verschwundene Dunkle Mal befand. Die Bindung des einen repräsentiert die Gegenwart und die Zukunft. Das andere wird, so Gott will, weiter in die Vergangenheit verschwinden.

"Wirst du dieses Armband als Symbol der Verlobung von uns beiden akzeptieren?", fragt sie, dem Ritual folgend.

Ihre Worte bedeuten die Welt für mich.

"Ich bin hocherfreut, dein Verlobungsarmband zu tragen", antworte ich und senke meine Stimme in der Weise, die sie mag.

Hermines Lippen berühren das Armband und dann lehnt sie sich vor, um es um mein Handgelenk zu legen. Ihre Finger sind behutsam, als sie den Verschluss schließt. Die goldenen Glieder fühlen sich kühl für einen Augenblick an und dann warm an meiner Haut, sogar wärmer werdend, als Hermine meinen Pulspunkt an meinem Handgelenk küsst, um das Armband zu versiegeln.

Vierzehn Tage bis wir zusammen nach Chicago reisen. Nicht einen Augenblick zu früh.

Es ist an der Zeit, das Ritual zu vollenden. Hermine und ich stehen von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ich halte meine Hände vor und Hermine legt ihre vertrauensvoll in meine.

Zauberertradition beinhaltet, dass Frauen der Natur näher stehen und deshalb diejenigen sein sollten, die den Magiezirkel eröffnen, der das Paar zusammenführt. Das Verlobungsritual wendet eine minimale Bindung an. Es ist ein Schwur der Ehre, dass das Paar nach den Vorgaben ihres Vertrages zusammen sein wird.

Narzissa spricht für beide Familien.

"Die Verlobung wurde symbolisiert durch die Annahme und dem Tragen der Armbänder, wodurch alle das Versprechen verstehen, das ihr euch gegeben habt. Wir, die eure Familie sind, segnen euch und stehen als die Bürgen eures Verlobungsvertrages zur Seite."

Molly hält ihren Zauberstab über Hermine und Narzissa hebt ihren Zauberstab über meinen Kopf. Beide beginnen die lateinischen Wörter zu sprechen, die uns ihren Segen geben und ihnen die Verbindung geben, durch die sie merken, wenn Hermine oder ich uns nicht an den Verlobungsvertrag halten.

Ich fühle, wie ein Schauer der Magie durch mich hindurchfließt, als Narzissa mit ihrem Zauberstab mein Armband berührt.

Narzissa und Molly tauschen die Plätze und wiederholen die Zaubersprüche. Dieses Mal ist es Molly, die endet, als sie mit ihren Zauberstab mein Armband berührt. Ein weiterer Schauer der Magie.

Arthur und Lucius nehmen ihre Plätze ein und beginnen, den Prozess zu wiederholen. Ich beobachte, wie ein Goldregen durch die Zaubersprüche über Hermine gleitet. Ich lausche nicht länger den Wörtern des Rituals, da sie einfach nur die gleichen Zaubersprüche wiederholen. Ich bin damit beschäftigt, das Gesicht meiner Geliebten zu betrachten. Hermines Ausdruck wird jedes Mal, wenn Magie um sie herum fliegt, strahlender.

Ihre Hände fühlen sich so weich und fein in meinen großen Händen an. Sie vertraut mir. Hermine liebt mich. Einen verbitterten Mann, der doppelt so alt ist wie sie. Verspottet von ihren Freunden und ehemaliger treuer Anhänger des Lord Voldemort. Es ist alles ein Wunder.

Vielleicht hätte ich sie einfach direkt heiraten sollen, anstatt durch die Formalitäten einer Verlobung zu gehen.

Nur lebt sie in Chicago und ich in Schottland. Wenn ich der Fakultät des Avalon College beitrete, würde es die geben, die behaupten, dass Hermine eine Sonderbehandlung erhält. In ein paar Jahren wird sie Praktika durchführen und dann ist es machbarer.

Wir sollten warten. Das ist der richtige Weg.

Vierzehn Tage bis Chicago. Ich kann vierzehn Tage warten.

Ich werde oft nach Chicago reisen.

Ein letzter Ausbruch an Magie und die Zeremonie ist zu Ende. Hermine und ich sind jetzt verlobt.

Der Klang eines Phönix-Liedes erfüllt die Luft.


Hermine

Was für ein wunderschöner Ausgang der Verlobungszeremonie! Ich weiß nicht, wann Fawkes erschienen ist, aber das Lied, das er singt, ist das Herrlichste, was ich je gehört habe.

Ich ergreife Severus' Arm. Die Weasleys und Malfoys folgen uns, als wir unter dem Eichenbaum hervortreten. Wir alle möchten Fawkes sehen.

Niemand spricht. Alle Gäste stehen zusammen und beobachten Fawkes, weit oben im Eichenbaum. Sein goldrotes Gefieder strahlt im Sonnenlicht, das durch die Blätter bricht. Sein Lied lässt mich an neue Anfänge, erste Liebe und all die schönen Dinge eines schönen Sommertages denken.

Ich lehne meinen Kopf gegen Severus' Schulter. Jetzt ist es mir erlaubt. Öffentlich und überhaupt.

Severus sieht zu mir herunter und lächelt. Er sieht glücklich aus. Severus lächelt tatsächlich in der Öffentlichkeit.

"Meinst du, er singt für uns?", flüstere ich.

Bevor er antworten kann, endet der Gesang.

Mit einem ausholenden Flattern seiner Flügel steigt Fawkes in die Luft. Er kreist über uns und fällt in einen Sturzflug.

Direkt in die Menge.

Hinter uns ertönt ein lautes Kreischen. Severus und ich drehen uns um, um etwas sehr merkwürdiges zu sehen.

"Warum steht Fawkes auf Mike Lambs Kopf?", fragt Molly neugierig.

"Nicht eingreifen", ruft Hagrid, seine Riesenstimme hallt durch den Garten.

"Seht euch das an", sagt Severus sanft, sein Griff verstärkt sich um meinen Arm.

"Siehst du, wie Fawkes sie ansieht?", flüstert Minerva.

Fawkes steht auf Mikes Kopf, starrt Jean mit einem Blick purster Zuneigung an.

Er beginnt zu singen. Es ist das gleiche Lied, das er auch im Baum über unseren Köpfen gesungen hat. Jetzt singt Fawkes es für Jean. Es ist ein Liebeslied.

Jean starrt zurück, absolut überwältigt.

"Jean, Liebes", sagt Mike sehr verwirrt und unbequem klingend, mit einem ziemlich großen, beflügelten Wesen auf ihm stehend. Fawkes Krallen sind nicht ganz in seine Kopfhaut gekrallt, aber es muss schmerzen, so wie er sich an Mikes Kopf festhält. „Warum sitzt dieser Vogel auf meinem Kopf und was geht hier vor?"

Jean streckt Fawkes ihre Hände entgegen. Er klettert umständlich von Mikes Kopf herunter, auf ihre Hände. Mike streicht sich über seine Stirn, die gerötet ist von den Abdrücken der Krallen. Er wird blaue Flecken haben.

Fawkes besingt Jean. Es kann nicht einfach sein, einen Vogel zu halten, von der Größe einer kleinen Gans, so wie Jean es tut. Vielleicht hilft das Phönix-Lied ihr, ihn zu halten?

Jean zieht Fawkes zu sich heran und streichelt ihn wie ein Baby.

Sie gehen in Flammen auf.

"JEAN!", schreit Mike vor Entsetzen.

Es ist ein Höllenlärm, als die Leute zurückstolpern.

Mike und ein Dutzend andere haben ihre Zauberstäbe gezückt und sind bereit zu zaubern.

Madam Pomfrey schreit sich die Lunge aus dem Hals.

"Es ist alles in Ordnung! Er bindet sich an seinen neuen Menschen. Es tut keinem von beiden weh."

"Sie hat recht", brüllt Hagrid und drückt sich durch die Menge. "Es geht ihnen gut. Jean steht nicht in Flammen. Ihr werdet sehen!"

Mark Smith hält Mike am Arm fest und spricht zu ihm, um ihn zu beruhigen.

Die Flammen waren rot und golden, als die Feuersbrunst begann. Nun sind andere Farben in den Flammen. Sie sind blau und violett, was schnell verschwindet. Ich kann Jean sehen. Sie brennt nicht, aber sie steht in dem Feuer. Die Flammen werden grün und silbern. Sie beginnen zu verschwinden.

Jean sieht Fawkes an, hält ihn sanft in ihren Armen. Er sieht zu ihr auf und beginnt wieder zu singen. Ein helles grünes und silbernes Lichtflackern und plötzlich sind die Flammen verschwunden.

Jean steht da und betrachtet das Phönix-Küken in ihren Händen.

Sie sieht unverletzt aus.

Außer, dass ihr Haar verschwunden ist.

Und ihre Augenbrauen.

"Jean", ruft Mike verängstigt und schnappt sie an den Schultern. „Geht es dir gut?"

Jean hebt ihren Kopf und sieht Mike an, schenkt ihm ein einnehmendes Lächeln. Sie hebt ihre Hände und hält das Phönix-Küken hoch, das freudig in einer handvoll Asche zwitschert.

"Ist es nicht das schönste, was du jemals gesehen hast?", sagt sie selig.

Mike sieht den Vogel an, der nur Augen für Jean hat.

"Eigentlich", sagt Mike verwirrt, " sieht er ein wenig ungepflegt im Augenblick aus."

"Sag das nicht über mein Baby", sagt Jean und starrt ihn an, das Küken an ihr Herz drückend. „Achte nicht auf ihn, Fawkes. Du bist der süßeste und lieblichste Vogel, den es je gegeben hat", summt sie, sein kleines Köpfchen streichelnd.

Ellen und Poppy haben sich ihren Weg durch die Gäste gebahnt, Hagrid direkt hinter ihnen.

"Es ist alles in Ordnung, Mike", sagt Poppy versichernd, als sie ihre Hand auf seinen Arm legt. „Albus hat mir berichtet, wie es war, als Fawkes sich an ihn gebunden hat. Die Flammen haben ihn nicht verletzt und sie haben Jean nicht verletzt. Aber er hat sein ganzes Haar verloren und gemeint, er hätte sich einen ganzen Tag lang betrunken gefühlt."

"Is ein wirkliches Privileg, das zu sehen", sagt Hagrid, überwältigt von Emotionen. „Nur einmal im Leben kann man die Bindung eines Phönix erleben." Er schnaubt laut seine Nase und wischt sich die Augen. „Albus wäre so zufrieden, das Fawkes ein gutes Zuhause bekommt."

Ellen hält Jean an den Schultern fest, während diese weiter damit beschäftigt ist, bezüglich Fawkes zu seufzen.

"Wenn es dir nichts ausmacht, Molly", sagt Ellen, "würden Poppy und ich Jean gerne ins Haus führen und überprüfen, ob es ihr wirklich gut geht."

"Es geht uns gut", protestiert Jean. „Wir sind nur sehr, sehr, sehr glücklich. Oder, Mike?"

"Ja, wir sind sehr, sehr, sehr glücklich", sagt Mike, mit einer kaum merkbaren Übertreibung.

Molly übernimmt und beginnt, alle aus dem Weg zu delegieren.

Ellen und Poppy führen Jean sanft in Richtung Haus. Mike folgt ihnen.

Jean dreht ihren Kopf und ruft über ihre Schulter hinweg uns zu.

"Das war eine wirklich schöne Zeremonie", sagt sie und klingt sehr betrunken. „Ihr seht zusammen so toll aus. Ich weiß sicher, dass ihr sehr, sehr, sehr glücklich werdet und ihr werdet wunderbar zusammenpassen und sehr, sehr glücklich sein. Ich freue mich so für euch und jetzt habe ich Fawkes und ich bin so glücklich, dass ich weinen könnte. Jetzt werde ich Fawkes erst einmal ins Haus bringen, damit wir uns vergewissern können, dass es ihm gut geht. Ihr zwei macht weiter und beginnt die Feier. Kümmert euch nicht um uns, wir kommen später nach."

Sie fährt fort, Poppy zu fragen, was ein Phönix-Küken isst.

Jeans Zuversichten und Protest verebben als sie sanft in den Fuchsbau gebracht wird.

"Wissen Sie was, Professor?", kommentiert Harry, der irgendwie neben Severus aufgetaucht ist.

"Sie haben etwas zu sagen, Mr Potter?", antwortet Severus in seiner besten Professorenstimme.

"Die Verlobungszeremonie war schon etwas", antwortet Harry. „Aber wenn einer der Gäste gefragt wird, woran er sich am meisten erinnert bei der Snape-und-Granger-Verlobungszeremonie, werden Fawkes und Jean es sein, über die sie reden."

"Glaube mir, Severus", sagt Draco, ihm auf die Schulter klopfend. „Diese Feier wird keiner vergessen."

"Jedes Mal, wenn ich denke, dass alles in der magischen Welt vorhersagbar ist", entgegnet Severus kopfschüttelnd, "verschwört sich das Universum, um mich eines Besseren zu belehren."

tbc (?)