The Black Prince


Disclaimer: Mir gehört nichts. Harry Potter und alle bekannten Figuren gehören Joanne K. Rowling. Ich bediene mich lediglich aus ihren Büchern. Auch schreibe ich nur zum Spaß an der Freude und verdiene kein Geld hiermit.

So, liebe Leute, hier ist mein neuestes Projekt, The black Prince.

Für alle die mich nicht kennen, diese Story bekommt das Rating M

Nun ein kurzer Überblick, dies wird ne AU Story und ich werde Elemente aus allen bekannten Büchern einfließen lassen. Hintergrund für Auroren und andere Personen bildet die Großartige Geschichte "Mors ante Infamain" von der Großartigen Trovia, die so freundlich war mir ein paar ihrer Figuren auszuleiehen. Ich gebe sie auch wieder zurück ;). Inspiration zur Story habe ich durch Silvertrusts "Harry Potter und Voldemorts andere Entscheidung." bekommen. Genauer gesagt könnte dieser Titel auch passen, nur verfolge ich hier eine andere Möglichkeit von Voldemorts anderer Entscheidung, aber keine Sorge, des wird kein Plagiat ;)

Ich hoffe es macht euch soviel Spaß die Story zu lesen, wie es mir Spaß macht sie zu schreiben

Und nun viel Vergnügen ;)


1. Der Sturm auf Azkaban


LILY ER IST ES!!! NIMM HARRY UND LAUF!"

Ah Mister Potter, so sehen wir uns wieder. Und nun stirb!"

Das hättest du wohl gerne du Monster. SEPTUSEMPRA!!! STUPOR!!! AVAADA KEDAVRA!!!!!"

Wie nutzlos, welch Verschwendung von Talent, stirb du Wurm, Avaada Kedavra!!!"

Nun zu ihnen Mrs: Potter, ich fühle mich geehrt sie einmal mehr begrüßen zu dürfen."

Was wollen sie... Sie.."

Keine Sorge, mein Interesse gilt nur ihrem wundervollen Jungen"

Nein nicht Harry, nicht Harry! Ich tu alles."

Aus dem Weg!"

NICHT HARRY... BITTE ALLES NUR NICHT HARRY!!"

Hinfort du törichtes Mädchen... Nun gut Avaada Kedavra!"

Nun zu dir mein Kleiner. Du sollst mein Schicksal sein? Kaum zu glauben, doch du wirst meiner Herrschaft nicht ihm Wege stehen... Avaada Kedavra!"


Langsam öffneten sich die Unglaublich Grünen Augen und blickten eine Weile ins leere, sich nur langsam von den Bildern der bizarren Traumwelt lösend in denen sie bis vor kurzem noch verweilten.

Immer wieder träumte der Junge solch seltsame Dinge, doch das war nicht von Belang.

In seiner Welt zählten seltsame Träume nicht, nur Fakten und Formeln. Fluss und Gegenfluss. Aktion und Reaktion. Entscheidungen und Konsequenzen...

Der durchdringende Schrei, der ihn sanft aus dem Schlaf weckte machte dem jungen Bewusst, das Jemand eine Falsche Entscheidung getroffen hatte und nun die Konsequenzen Tragen musste.

Genüsslich räkelte der Junge sich und angelte seine Brille von der Kommode, welche er beschwingt auf seine Nase setzte.

Immerhin war heute sein siebzehnter Geburtstag und sein Vater hatte ihm versprochen, heute alle Geheimnisse zu lüften, die der Junge noch nicht erfahren durfte.

„Miffi?"

Ein lautes Ploppen kündigte das erscheinen seiner Persönlichen Hauselfe an.

Wie immer trug Miffi ihr Weißes Geschirrtuch wie eine Toga um ihren schmalen Körper gewickelt und blickte ihren Meister freudig an.

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Junger Master. Das Frühstück wird sofort gebracht."

„Exzellent. Melde mir wenn mein Vater Zeit für mich erübrigen kann."

„Junger Master Sir, Der Master lässt ausrichten, das er bald Zeit für den Jungen Master haben wird. Er weiß welch wichtiger Tag heute ist."

Der Junge ließ ein gefälliges grinsen sehen.

„Ausgezeichnet, du darfst dich entfernen."

Mit einem weiteren Ploppen verschwand die Hauselfe wieder.

Gemächlich kleidete er sich an, während die anderen Hauselfen das Frühstück auftrugen.

Gemütlich Aas er das heute prächtigere und reichhaltigere Frühstück. Immerhin war sein Ehrentag und die Hauselfen hatten sich besondere Mühe gegeben.

Satt und zufrieden schlenderte er zum Salon, wo sein Vater anscheinend damit beschäftigt war, die Versager zu bestrafen.

Wie er vermutet hatte lag ein Jämmerlicher Winselnder Haufen Elend zu den Füßen seines Vaters, der den Sohn lächelnd musterte.

„Du kommst gerade richtig mein Junge. Zeig diesem Idioten bitte was wir von Versagern halten."

Im vorbeigehen und mit einer gelangweilten Geste richtete er den Zauberstab auf den Inkompetenten Idioten und sagte: „Crucio!"
Während der Junge sich seinem Vater nährte, behielt er den Stab Präzise auf den Schreienden Versager gerichtet und hob den Fluch erst auf, als er das Podest mit dem Thron erreicht hatte.

Sein Vater erhob sich und schloss den Sohn in die Arme.

„Herzlichen Glückwunsch zu deiner Volljährigkeit und dem vollen entfalten deiner Magischen Macht mein Sohn."

„Danke Vater. Darf ich fragen was dieser Versager verbockt hat?"

„Natürlich. Er hat es nicht geschafft die Familie Patil Vollständig auszulöschen. Ein Kinderleichter Auftrag und doch ließ er sich von den Auroren überraschen."

„Ich denke die gleiche Strafe wie immer wäre angemessen, oder Vater?"

Der Ältere nickte gefällig was ein Grinsen auf die Züge des Jüngeren Zauberte, während er den Stab auf den Versager Richtete und ihn mit einem Tödlichen grünen Lichtstrahl niederstreckte.

„Diese Idioten sind So langweilig Vater.", meinte der Junge während er sich auf den Sessel neben dem seines Vaters niederließ.

Dieser nickte nur und wandte sich an die anderen versammelten, ehe er dreimal in die Hände klatschte.

Die Todesser strafften sich und Stimmten ein Geburtstagslied an.

„HAPPY BIRTHDAY TO YOU. HAPPY BIRTHDAY TO YOU. HAPPY BIRTHDAY LIEBER HARRY. HAAAAAAAAPYYYYYYY BIRTHDAAAAAAY TOOOOOOO YOOOOOOOU."

Harry Riddle lachte schallend als er das Geburtstagsständchen vernahm.

„Also wirklich, Todesser die Geburtstagslieder singen wirken Jämmerlich."

Einige Todesser fielen in das Gelächter mit ein, verstummten allerdings, als Harry verstummte.

Sein Vater nickte gefällig, stolz auf seinen Sohn, und rief: „Wurmschwanz!"

Ein Pummeliger Todesser trat einige Schritte vor.

„Ihr wünscht mein Lord?"

„Sind die Vorbereitungen abgeschlossen?"

„Ja mein Lord."

„Ausgezeichnet, wir fahren fort wie Besprochen. Und nun geht, ich will alleine mit meinem Sohn sprechen!"

Harry sah befriedigt zu, wie die speichellecker den Saal verließen.
Wurmschwanz war sogar so Umsichtig, den Toten Versager hinaus zu levitieren.Harry grinste wieder und lies auch seine Leicht verlängerten Eckzähne sehen.
Sie stammten von einem kleinen Unfall bei einem Kampf mit einem Vampir vor drei Jahren.
Doch sein Vater konnte verhindern, das er vollständig zu einem Schattenmenschen wurde.
Er war nur ein wenig empfindlich gegen Sonnenlicht und die Eckzähne waren leicht verlängert. Dafür konnte er aber im Dunkeln sehen.

„Nun Harry, ich habe dir ein versprechen gegeben und ich stehe dazu. Frag was du Fragen willst. Keine Ausflüchte mehr."

„Du kennst die Frage die mich interessiert Vater.", erwiderte der Junge Mann und blickte in die Roten Augen des dunklen Lords.

„Deine wirklichen Eltern nicht wahr?"

Harry nickte und Voldemorts Blick schweifte im Raum umher.

„Deine Eltern waren Großartige Magier, genau wie du mein Sohn. Sie hatten Potential Großes zu tun. James und Lily waren sehr Treue und mächtige Todesser. Sie starben durch Verrat. Sirius Black, ein anderer treuer Anhänger wie ich dachte, allerdings ein Doppelagent, verriet sie an die Phönixe. Sie kamen und wollten euch töten, auch dich. Deine Mutter starb um dich zu schützen, so prallte durch ihr magisches Blutopfer ein verirrter Todesfluch von dir ab. Ich konnte dich retten, bevor Dumbledore sein Werk vollenden konnte und nahm dich auf. Black wurde von Wurmschwanz bestraft, der ihm geschickt den Mord an ihm selbst und an zwölf Muggeln Anhängte. Zuweilen hat auch er seine Lichten Momente wie ich immer wieder feststellen konnte. Wenn wir Azkaban einnehmen, kannst du dir ja ansehen, was die Dementoren vom Verräter übrig gelassen haben."

Harry nickte nur und wirkte nachdenklich.

„Von diesem Fluch kommt meine Narbe oder? Auch diese wirren Träume?"

„Ich vermute es. Nun da du die Wahrheit kennst, was willst du tun mein Sohn?"

„Meine Ziele haben sich nicht geändert. Ich werde mit dir und den Dunklen Orden den Muggel Dreck von der Erde tilgen."

Voldemort schenkte seinem Zögling ein ehrliches Lächeln.

„Du wirst den Angriff auf die Festung des Ministeriums leiten. Du bist soweit das Kommando zu übernehmen. Meine treusten und mächtigsten Anhänger werden dir zur Seite stehen. In Zukunft, wirst du wahrlich als schwarzer Prinz neben mir herrschen mein Sohn. Niemand wird uns aufhalten können. Bist du bereit?"

„Ja Vater. Ich freue mich schon lange auf diesen Tag."

„Dann geh und viel Glück mein Junge."

„Ich werde nicht Versagen Vater."

Voldemort blickte mit stolz geschwellter Brust seinem Zögling hinterher, der zügig den Saal verließ um zum ersten Mal einen Angriff zu befehligen.
Zwar hatte er schon oft an Überfällen teilgenommen, doch nun war er alt genug um die Befehle zu geben.Der Junge hatte sich prächtig entwickelt, doch noch ahnte niemand, welche Ereigniskette heute in Gang gesetzt wurde...


Irvine Spector hoffte auf die Ablösung.

Wind peitschte kalt in sein Gesicht, doch es war nichts gegen die Kälte der Festung, in der die Dementoren hausten.

Die kalte Gischt, welche ihn selbst hier oben auf seinem Turm ins Gesicht peitschte, hielt ihn in der Gegenwart.

Sieben Tage hatte er nun Wachdienst auf Azkaban geschoben. Er war mit seinen Kräften am Ende.

Nur noch ein wenig länger, dann würde die Ablösung eintreffen und er hätte vierzehn herrliche Tage frei. So war der Turnus der Azkaban Wachen. Sieben Tage Dienst, vierzehn Tage Erholung. Das und das üppige Gehalt waren die einzigen Dinge, die ihn davon abhielten wieder in die Zentrale zu wechseln.

Mal davon ab herrschte Krieg. Seine Überlebenschancen waren hier etwa hundert Prozent höher als im Feld.

Er lies seinen Blick über die Wild Peitschende Nordsee schweifen und erkannte das Boot, welches die Kollegen brachte.

„Na Endlich.", brummte er seinen Partner zu, der nun ebenfalls nach dem Boot Ausschau hielt.

„Ja, wurde verdammt noch mal Zeit.", erwiderte Ernie, der nun schon seid vier Jahren eine wache auf Azkaban war.

Vier Jahre waren lang wenn man am kältesten Platz der Welt arbeiten musste.

Langsam brach das Boot die Wellen und glitt näher zu dem Steg, wo zwei weitere Kollegen bereits warteten um es anzuleinen.

Irvine und die anderen freuten sich nur auf den Dienstschluss, doch die Freude verschwand mit den ersten grünen Blitzen, die das boot verließen und ihren Weg zu den Auroren fand.

„Verdammte Scheisse!", brüllte Ern.

Schon erwiderten die Auroren das Feuer, das wie sie feststellten, von Todessern stammte.

Sie mussten die Ablösung angegriffen und ausgelöscht haben.

Und nun wollten sie Azkaban einnehmen.

Doch sie waren immerhin Auroren, sie würden kämpfen bis zum Tod!

Azkaban durfte nicht in die Hände der Todesser fallen. Zu viele der gefährlichsten Anhänger von Du-weißt-schon-wem saßen ein und durften nie wieder herauskommen.

Irvine schleuderte alle Flüche in Richtung der Feinde die er kannte.

Mit Befriedigung stellte er fest, das nicht wenige Flüche ihr Ziel auch trafen.

Die Auroren wehrten sich, wie nur Auroren sich wehren konnten.

Ein fast stetiger Strom von Fluchenergien verlies ihre Stäbe.

Im Hintergrund konnte Irvine die Dementoren spüren, die sich regten, das Festmahl aus aufgepeitschten Emotionen und aufgewirbelten Gefühlen genossen.

Die Todesser drängten weiter auf die Stellung ein, doch der Kampf war relativ ausgeglichen.

Keine der beiden Seiten hatte einen Vorteil an Männern oder Macht, wie der erfahrene Auror feststellte.

Sie könnten Azkaban Verteidigen, sie könnten es schaffen, weil es einfach nicht genug Todesser waren um ihre befestigten Stellungen zu überrennen.

Seine Aufmerksamkeit galt den Todessern, die vom Hafenweg zum Haupttor strömten.

Doch aus den Augenwinkeln nahm er die schlanke Gestalt wahr, die das Boot verlies, kümmerte sich aber nicht darum.

„Prüf die Schilde Irvine!", rief Montgomery ihm zu.

Irvine hörte sofort auf Flüche auf seine Feinde zu werfen und tat was ihm befohlen wurde.

Das er die Schilde nun steuern musste, bedeutete das Penelope Clearwater gefallen sein musste, doch er hatte keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen.

Er ging in Deckung und überprüfte mit einem Schlenker des Stabes die Schilde.

Heftige Vibrationen zeigte ihm, das die Schilde stark beansprucht waren.

Durch mehrere Risse erreichte das Feuer der Feinde seine Kollegen.

Irvine versuchte den Schild zu flicken.

Er spürte wie Risse sich schlossen und neue entstanden.

Konzentriert verrichtete er seine Aufgabe.

Plötzlich traf ein unglaublich mächtiger Fluch den Schild, der sich verkrümmte und zu zerbrechen drohte.

Mit mehren Gesten seines Stabes und vor Schmerzen verzerrten Gesicht, Stabilisierte Irvine den Schild wieder.

Jemand mächtiges… jemand sehr, sehr mächtiges musste den Schild attackiert haben.

Nachdem der Schild wieder stabil stand, warf Irvine einen vorsichtigen blick über die Mauer um den Angreifer auszumachen.

Das Blut gefror ihm in den Adern, als er erkannte, wer ihn attackiert hatte.

Er stand dort, umrundet von den Todessern als würde er einen Spaziergang im Park machen.

Mit einer lässigen Geste lenkte er von Auroren geworfene Flüche in eine andere Richtung und lachte gehässig.

Die bloße Tatsache, das der Junge Mann dort unten stand und Todesser befehligte sagten Irvine alles. Er war nur ein Gerücht.

Der schwarze Prinz… Im Tagespropheten gab es viele Artikel über den angeblichen Sohn des schwarzen Lords, der seinem Vater in Macht nichts nachstand.

Doch es hatte nie Beweise gegeben das er wirklich existierte, doch in einem waren sich alle einig.

Wer dem schwarzen Prinz ins Antlitz geblickt hatte, der würde nicht überleben…

Die Tatsache, das der junge Mann dort unten stand, umgeben von Todessern und vollkommen unbehelligt von ihren Flüchen, sagte ihm, das die Gerüchte wahr sein mussten.

Doch Irvine drängte die sich aufwallende Panik zurück.

Auroren mochten abergläubisch sein, doch sie wussten wann es Zeit war zu handeln und wann man denken konnte.

Die Zeit zum Denken war noch nicht gekommen.

Es hieß agieren, nicht reagieren, sich kontrollieren.

Schon hatte er wieder die Schildzauber im Griff.

Die Todesser kratzten erneut mit ihren Flüchen daran, doch das war nutzlos.

Zu mächtig waren die Schilde, die vom urmagischen Boden Azkabans selbst gespeist wurden.

Seine Kollegen dezimierten die Todesser weiter, doch alles verlor an Bedeutung, als ein weiterer Mächtiger Fluch die Schilde traf und einfach zerschmetterte.

Irvine spürte den Zauber zerbrechen und es war, als würde etwas in seinem inneren zerbrochen, so dicht stand er mit dem Schild in Kontakt.

Keuchend ging er auf die Knie und rang nach Atemluft.

Die Flüche der Angreifer flirrten nun durch die Luft und streckten Auror um Auror nieder.

Der legendäre schwarze Prinz war mit einer sachten Drehung auf die Mauern appariert und bekämpfte die Auroren, wie nur ein wirklicher dunkler Lord es konnte.

Auf ihn geschleuderte Flüche lenkte er einfach um sich herum, so dass sie die eigenen Kollegen trafen.

Mit einem lässigen Schlenker seines Stabes wurden drei seiner Kollegen in die tobende Nordsee geschleudert, wo sie im eiskalten Wasser verenden würden.

Irvine richtete sich schwer atmend auf und warf Flüche auf den Angreifer, der nur überheblich grinste.

Ein weiterer Schlenker des teuflischen Stabes und Irvine Spürte, wie etwas mächtiges, Unsichtbares auf ihn zuraste.

Die Kraft riss ihn von den Beinen und schleuderte ihn gegen eine der massiven Rauen Steinwände.

Er spürte gerade noch, wie alle seine Knochen im Körper zermahlen wurden und warmes Blut seinen Körper benetzte, als auch schon der Tod nach ihm gegriffen hatte…


Es war niemals still…

Schreie, unwirklich und verzerrt, am Rande der Realität, gefroren zu Eis durch die mentale Kälte die hier herrschte, die gab es immer zu jeder Zeit in dieser Ewigkeit Namens Azkaban.

Zeit hatte hier keine Bedeutung. Wahn und Verzweiflung verloren an Konsistenz wenn man so lange in Azkaban gesessen hatte wie Sirius Black.

Doch er war nicht Wahnsinnig, nicht verrückt, den er war unschuldig.

Das war alles was er noch wusste, das er unschuldig war, aber dennoch schuldig.

Das Anklagende Gesicht von James, er sah es jeden Tag.

„Warum Tatze? Warum wolltest du Tauschen? Wir wollten nur dir Vertrauen und wegen deiner Hirnrissigen Idee sind wir nun Tod… warum Tatze? Warst du zu feige?"

„Es tut mir leid James...", murmelte Sirius zum millionsten mal.

Doch das Anklagende Gesicht würde niemals verschwinden.

Warum auch immer er hier saß, aus welch ungerechtfertigten Gründen, er hatte es dennoch verdient, weil sein Plan der Untergang seines besten Freundes und dessen Familie bewirkt hatte.

Er war schuldig, auf so viele Weisen.

Stimmen…

Da waren Stimmen, ruhige stimmen.

Sirius hatte schon ewig keine ruhigen stimmen mehr gehört.

Die Auroren kamen nur einmal im Jahr um sie zu untersuchen. Außer den besuchen von Minister Crouch mal abgesehen, den er immer wieder schocken konnte wenn er zeigte, das Azkaban ihn noch lange nicht gebrochen hatte.

Das war das einzige Vergnügen, welches Sirius sich hier gönnen konnte, den in der Welt der Dementoren gab es kein Vergnügen.

Nur Kälte und schreie.

Die Stimmen kamen näher.

Instinkte, lange Vergraben kamen zum Vorschein.

Etwas war falsch hier.

Selbst die Auroren lachten niemals in Azkaban.

Außerdem wirkte eine der stimmen vertraut… es war so lange her. Dennoch kannte er die Stimme.

„…hier vorne mein Prinz. Laut den Unterlagen sitzt er hier seid sechzehn Jahren."

„Exzellent Wurmschwanz. Ich werde ihn mir ansehen und mir selbst ein Urteil bilden."

Wurmschwanz? Wurmschwanz… er kannte den Namen.

Der Name bedeutete Verrat und Lüge.

Er bedeutete Hass, den Sirius spürte. Hass haben die Dementoren nicht genommen, nur Glück, doch Sirius hatte nur wenig Glück in sich getragen als er hier rein kam.

Nur vieles war weg.

Wurmschwanz gehörte mit zum Glück, deshalb war auch er verschwunden, aber nicht ganz. Er war noch da, irgendwo in seinem Kopf, weil er nicht nur Glück hieß sondern auch Verrat.

Eine kleine dicke Gestalt kam in sichtweite, war durch die Vergitterte Zellentür deutlich zu erkennen.

Wurmschwanz… Peter!

Erinnerungen drangen auf Sirius ein, so klar wie schon lange nicht mehr.

Peter… in einer Strasse voller Menschen die nicht zum Zaubern fähig waren… Muggel.

Lily und James, Sirius, wie konntest du das nur tun…?"

Dann ein Lichtblitz.

Eine Explosion, Sirius wurde von den Beinen gefegt.

Leichen und Körperteile überall…

Sirius kehrte in die Gegenwart zurück und knurrte leise.

Wurmschwanz, er erinnerte sich.

Der Freund der sie alle Verraten hatte… der Freund, der ihn hier rein gebracht hatte.

Der kleine dicke Mann grinste hämisch.

„Sirius, mein alter Freund… Azkaban tut deinem Teint gar nicht gut."

Sirius hätte gerne etwas erwidert, aber eine Dekade lang hatte er kaum gesprochen, so verließ nur ein heiseres krächzen aus seiner Kehle.

„Tritt zur Seite Wurmschwanz!", befahl eine andere Stimme.

Demütig wich seine ehemaliger Freund von der Tür weg und ein Junger Mann kam in sichtweite und musterte ihn interessiert.

„James…?"

Diese Worte waren verständlich gewesen.

Der junge Mann grinste nicht mehr.

„Dem Verräter scheint es noch zu gut zu gehen. Wir überlassen ihn weiter den Dementoren. Ihn zu Töten wäre zu gnädig."

„Sehr wohl mein Prinz.", sagte Wurmschwanz unterwürfig.

„Auf, such die Lestranges! Ich möchte heute noch nach Hause."

„Wie ihr wünscht mein Prinz."

Sirius starrte den jungen Mann einfach weiter an, der milde interessiert den Blick erwiderte.

Nein, das war nicht James.

Andere Bilder blitzten vor seinen Augen auf.

Ein Baby mit grünen Augen und schwarzen wuscheligen Haar…

„…Harry…?"

„Beeindruckend. Man merkt das sie mal ein guter Auror waren Mister Black. Kaum ein anderer könnte seine Gedanken nach so langer Zeit unter Dementoren noch sortieren. Aber noch einige Zeit hier drin und ihr Hirn wird zu Brei… Verräter."

Der Junge grinste hämisch.

Nein, James hätte niemals so gegrinst.

„Du hast meine Eltern an Dumbledore verkauft, dafür wirst du weiter büßen.", zischte der Junge Mann nun mit eiskalter Stimme.

Etwas in Sirius regte sich.

Etwas war falsch.

„…Falsch…", brachte Sirius hervor.

Das hämische Lachen erklang wieder.

„Erzähl was du willst, du wirst hier Lebendig verrotten. Wurmschwanz? Bist du endlich fertig?"

„Ja mein Prinz."

„Dann lass uns gehen. Wir wollen unsern Freund seinem Schicksal überlassen."

„Wie ihr wünscht mein Prinz."

Der junge Mann drehte sich um und verschwand.

Und mit ihm verschwand Wurmschwanz und die Schreie.

Und er war alleine… alleine mit den Dementoren, den wenigen die geblieben waren.

Die Auroren kamen und gingen.

Bestürzung machte sich bereit, selbst Sirius in seinem Dämmerzustand war dies Bewusst.

Nach einigen Tagen glaubte er, das es nur einer dieser Träume war die Azkaban mit sich brachten und Wochen der Reglosigkeit und Resignation zogen an ihm vorbei.

Es war ein Traum… eine Wahnvorstellung, wie James anklagendes Gesicht, die Tränen von Lily… oder etwa nicht?

Sirius war noch Auror genug um sich zusammenzunehmen, wenn ihm etwas nicht geheuer vorkam.

Dieser Traum von dem Jungen Mann… war es ein Omen?

Oder ein Befehl endlich wieder aufzuwachen und zu agieren?

Sirius mochte es zu agieren.

Ohne Grund, ohne wirklichen Grund stand er auf und tat etwas, was er lange nicht getan hatte.

Er verwandelte sich in einem Augenzwinkern in einen abgemagerten schwarzen Hund.

Instinkte überlagerten sein Umnachtetes selbst.

Beschützen…

Lange hatte dieser Instinkt geschlummert, tief vergraben hatte er gewartet.

Lange Zeit gab es niemanden zu Beschützen, doch nun hatte der Instinkt wieder ein Ziel.

Die Gitter waren nicht eng genug für den mageren Hund, so schlüpfte er einfach durch sie hindurch.

Die Dementoren waren verwirrt.

Und es waren eh zu wenige um ihn aufhalten zu können.

Die Auroren waren ebenfalls unterbesetzt.

Es waren eh nicht viele Gefangene zurückgeblieben, so das sich eine Größere Wachmannschaft nicht mehr lohnen würde.

Doch all dies war Tatze egal als er in das Eiskalte Wasser hetzte und zu paddeln begann.

Eine Ewigkeit, die an seinen Kräften zerrte paddelte der Hund, bis er das gegenüberliegende Ufer erreichte.

Seine Gliedmaßen waren fast erfroren und er war erschöpft.

So erschöpft, das er einfach zusammenbrach…


Morgen gibbet das zweite Kap, dann bin ich erstmal wieder auf Montage

Das nächste Fade to black Kappie gibt es vielleicht auch morgen, oder nächste Woche, mal sehen ;)

Det Z.