Potio felis

Eine weitere Geschichte aus der fröhlichen viv-braucht-eine-Therapie-Welt.

Summary: Das übliche Snarry-Szenario Nr. 2: Unfall im Tränkeunterricht. Unliebsame Nebenwirkungen. Smut. Siebtes Jahr. Moldyshorts hat den Zauberstab abgegeben und schaut sich nun die Alraunen von unten an. Ich war beim Schreiben nüchtern.

Warnungen: Endlossätze. Sarkasmus. Slash. Absolutes Ignorieren von HBP.

Diese Geschichte ist eine Erzählung in 4 Teilen und ist bereits abgeschlossen, daher keine Verzögerungen beim wöchentlichen Update.

Disclaimer: disclaimed. Ich gebe mich der Hoffnung hin, weder von JKR, noch von Warner Brothers oder diversen mangakas für diese Story verklagt zu werden.

Beta: Da Leaky zur Zeit großem Arbeits- und Prüfungsstreß ausgesetzt ist (lasst uns die Daumen für sie drücken), heisst meine diesmalige Betaleserin daeny. Sie ist die (Mit-)Gründerin und Moderatorin von fancreations de, einem kleinen, feinen, beständig wachsendem Archiv für Fanfictions, welches ihr gern mal besuchen könnt.

Erklärungen:

1. Monofilamentdraht: Etwas, das meist nur Handwerkern, Serienmördern und Shadowrunnern etwas sagt. Ein hauchdünner Draht, der so ziemlich alles schneidet, inklusive Stahl und Stein.

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Kapitel 1

„Hierher, Krummbein. Komm zur Mama. Wo ist das verdammte Kätzchen denn nun schon wieder?

Unter den zweifelnden Blicken der Gryffindors kroch Hermione unter diversen Tischen und Stühlen herum, schlängelte sich gekonnt hinter Schränke und legte schließlich unter der großen Couch vor dem Kamin eine wohlverdiente Pause ein.

„Wenn ich das Vieh erwische, dann gebe ich ihm einen Grund, mies gelaunt auszusehen", kam es nach einer Weile dumpf unter der Couch hervor. „Jeden verdammten Tag das Gleiche. Ich gehe, er ist hier, ich komme wieder, er ist weg. Wie kommt er hier nur immer raus? Und wo ist er ständig?"

„Ähm, Hermione?", fragte Ron zaghaft.

„Wassssssss?"

„Uh, was wäre, wenn jemand in deinem Zimmer gewesen wäre, um dort von deinen Hausaufgaben abzuschreiben und anschließend vergessen hätte, den Eingang zum Gemeinschaftsraum zu schließen?"

Ein paar Sekunden passierte nichts, dann kam ein staubverschmiertes Gesicht unter der Couch zum Vorschein.

„Ich würde demjenigen raten, dass er diese Frage nur hypothetisch gestellt hat."

„Ja, Ähm. Und wenn dem nicht so wäre?"

„Dann hoffe ich für dich, dass du schneller aus diesem Raum verschwunden bist, als ich meinen Zauberstab ziehen kann."

Ron dematerialisierte sich rascher, als Dumbledore Zitronenbonbons anbieten konnte, und Hermione kämpfte sich auf die Füße.

„Harry?"

Der Junge Angesprochene sah von dem Schachspiel auf, welches er gerade mit Glanz und Glorie gegen Ginny verlor. „Ja?"

„Komm, wir gehen auf Wieseljagd."

„Hey", protestierte Ginny, verstummte aber recht schnell, als sowohl Seamus als auch Dean Trost anboten.

Harry und Hermione suchten indes das Schloss nach Ron ab. Dieser war zwar, da er mit den berüchtigten Weasley-Zwillingen aufgewachsen war, recht gut im Verstecken, doch die Bewohner der Portraits in Hogwarts waren schon immer der Ansicht gewesen, dass sie an sämtlichen Spielen im Schloss teilnahmeberechtigt waren und gaben daher gern Tipps, wo sich der Gesuchte aufhielt . Durch diese Hinweise geleitet, standen sie schon bald vor dem Eingang zu den Kerkern. Harry sah mit mulmigem Gefühl in die schwarzen Tiefen, in die sich eine enge Treppe hinunter wand.

„Können wir ihn nicht einfach seinem Schicksal überlassen?", murmelte er.

„Das könnte ihm so passen", zischte Hermione und gab Harry einen wohlgemeinten Stoß zwischen die Schulterblätter, sodass er die ersten fünf Stufen hinabwankte. „Aber wenn er denkt, dass er sich meiner Rache entziehen kann, indem er Schutz bei den Slytherins sucht, dann hat er sich getäuscht."

Harry warf ihr einen ungläubigen Blick über die Schulter zu. „Ich kann gar nicht beginnen, dir aufzuzählen, auf wie viele Arten du mir gerade unheimlich bist."

Gemeinsam stiegen sie die Treppe hinunter, bis die Luft kälter und die Wände modriger wurden, ein stets bekanntes Signal, dass sie in Feindesland waren. Als sie an Snapes Klassenzimmer vorbeitrippelten , erklang plötzlich ein Geräusch und Hermione stürmte in Todesverachtung und mit einem aggressiven Funkeln in den Augen, welches Harry das letzte Mal gesehen hatte, als er mit ihr beim Bücherausverkauf von Borkin&Burges gewesen war, in den Zaubertränkeraum, in welchem Snapes Präsenz sie mit der gleichen Effektivität stoppte, wie eine Steinmauer.

„Miss Granger und Mister Potter." Snapes Stimme war wie in Seide verpackter Monofilamentdraht. „Heute scheint Gryffindors sozialer Tag zu sein. Wie schön. Es liegt mir fern, Ihre so großzügig angebotene Hilfe abzulehnen. Bitte, nehmen Sie Platz. Ich hoffe Sie haben beim Abendessen genug zu sich genommen, denn diese Kessel verlangen eine Menge Kraft und Ausdauer. Erstklässler und Bobutubler-Eiter sind immer eine – im wahrsten Sinne des Wortes – ätzende Verbindung." Er trat zur Seite und gab den Blick auf Ron frei, der unter den Blicken seiner beiden Freunde damit begann, zu versuchen, sich in den Kessel vor ihm hineinzufalten.

„Aber Professor, wir…", versuchte Harry das Unvermeidliche hinauszuzögern.

„Jah, Mr. Potter?" Eine Augenbraue wanderte nach oben und Harry beschloss, sein Glück in Bezug auf Überleben und Entkommen für den nächsten Dunklen Lord aufzusparen.

„Ah, nichts. Professor."

Während Snape es sich mit einem Stapel Erstklässleraufsätze, einem verdächtig großen Fass roter Tinte und einer Kanne Tee hinter seinem Schreibtisch gemütlich machte und immer mal wieder einen Blick voll hämischer Schadenfreude auf das Trio fallen ließ, krempelten Harry und Hermione die Ärmel hoch und machten sich ans Werk.

Ron erkannte an Harrys Blick sehr richtig, dass er in dieser Nacht besser nicht in ihrem Schlafsaal aufkreuzen sollte und dankte gleichzeitig Merlin, dass er und Hermione nicht mehr zusammen waren, denn dem Ausdruck in ihrem Gesicht nach hätte er Sexentzug bis ins nächste Jahrhundert gehabt. Luna war da ganz anders. Wenn er etwas tat, dass sie ärgerte (wovon es nicht allzu viel gab), dann blendete sie ihn einfach aus und alles war wieder gut.

Die Stunden zogen langsam und grausam dahin, genauso wie Binns Unterricht. Schließlich war auch der letzte widerwärtige Kessel gesäubert und das Trio machte Snape, der sich mittlerweile mit seiner roten Tinte über eine Ausgabe von „Potions today" hergemacht hatte – zweifellos um dem Herausgeber seine korrigierte Fassung sowie einen gepfefferten Brief zu schicken – auf ihren Aufbruchswunsch aufmerksam.

Snape gönnte ihnen eine entlassende Handbewegung, doch gerade als sie den Raum verlassen wollten, hörten sie ein gedehntes mreooow aus einer der dunklen Ecken des Klassenzimmers und Krummbein wankte schlaftrunken ins Licht. Er dehnte sich ausgiebig, streckte jedes Bein und schüttelte sich genüsslich, bevor er ein gelbes Auge auf Hermione und ihren aufgeklappten Mund warf. Er blinkte langsam, wandte ihr den Rücken zu und begann sich gemächlich zu putzen.

„Du mieser, kleiner…", begann Hermione, wurde aber von Snape unterbrochen.

„Miss Granger, ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie es in Zukunft unterbinden würden, dass dieses martialische Biest ständig in mein Klassenzimmer eindringt. Jeden Tag belästigt er mich und stört meinen Unterricht. Ich unterhalte hier keinen Zoo."

Hermione, die ein paar Schritte auf ihren unkooperativen Kater zugegangen war, sah sehr wohl die grün-silberne Decke, die auf dem Boden in der Ecke lag und das Schälchen mit Milch, verzichtete nach einem Blick auf Snape aber darauf, einen Kommentar abzugeben. Sie schlang die Arme um Krummbein und hob ihn hoch. Dieser wurde augenblicklich schlaff wie ein Wassersack, bestrebt darin, so schwer wie möglich zu sein und Hermione dafür zu bestrafen, das sie ihn in den Headgirl-Quartieren eingeschlossen hatte.

„Verstanden, Sir."

Krummbein miaute Snape zum Abschied an und dieser konnte sich ein paar letzte Worte nicht verkneifen.

„Ich hoffe, sie hatten Spaß. Sobald sie alle wieder den Drang nach harter Arbeit verspüren, zögern sie nicht, mich aufzusuchen."

Harry, der wie die anderen schon aus der Tür gewesen war, drehte sich auf dem Absatz um. Er schaltete ein blendendes Lächeln ein.

„Es war uns eine Freude, Professor. Ich kann in Worten kaum ausdrücken wie sehr wir uns amüsiert haben. Ich hoffe nur, ich träume heute Nacht von dem heutigen Abend. Ich bin mir sicher, ich werde noch in Jahren von davon schwärmen. Könnte ich doch nur hier bleiben."

Sein Lächeln verschwand und machte einem düsteren Starren Platz, nur für den Fall, dass Snape der Sarkasmus entgangen war. Entgegen dem erwarteten Punktabzug, senkten sich Snapes Lider ein wenig und sein Blick glitt über Harrys Figur.

„Sie sind hier jederzeit willkommen", schnurrte er und die Tür schlug vor Harrys Nase zu. Überrascht stand er im Gang und starrte auf die Tür. Snapes letzte Worte waren ihm wie ein Schal aus Seide den Rücken hinab geglitten und Verwirrung machte sich auf seinen Zügen breit.

„Harry, komm schon", brüllte Ron den Gang hinab. Harry schüttelte den Kopf, runzelte die Stirn und trabte seinen Freunden nach.

Gemeinsam erklommen sie die Treppe, nur um auf der Hälfte ihren persönlichen Lieblingsfeinden zu begegnen. Draco, Blaise und Goyle waren gerade dabei, das Kunststück zu vollbringen, Unmengen von Futteralien die Treppe hinab zu buchsieren, ohne dabei zu stolpern und sich das Genick zu brechen. Silbergraue Augen unternahmen den Versuch, bedrohlich zu glitzern, doch die Umrandung von Kuchenschachteln und Kürbissaftflaschen machte dies schwierig.

„Potter", schnarrte Draco.

„Malfoy", zischelte Harry.

„Granger", schniefte Draco.

„Zuckerstück", säuselte Hermione.

„Ew", machten Blaise, Goyle und Ron und die zwei Gruppen staksten aneinander vorbei, ohne sich eines weiteren Blickes zu würdigen.

Der nicht wirklich feindliche Ton zwischen den Parteien hatte damit zu tun, wie sich Draco - und die Slytherins im Allgemeinen - im Krieg gegen Voldemort verhalten hatte.

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Wie jeder zu Selbstrespekt und Egomanie erzogene Slytherin, hatte Draco nämlich beschlossen, dass ihn der Krieg nichts anging und hatte sich nach Paris zurückgezogen, um dort abzuwarten, wie sich die Sache entwickelte. Da dies, seinem Vorbild folgend, auch alle anderen Slytherins getan hatten, hatte Voldemorts Armee das junge Blut gefehlt. Doch auch das alte Blut war nicht mehr besonders von ihrem Anführer begeistert gewesen, nachdem dieser, in einem seiner nicht allzu seltenen Wutanfälle, die LeStranges AK't hatte. Da jene seine ergebensten Anhänger gewesen waren, war der Großteil der nicht ganz so ergebenen Deatheater plötzlich nervös geworden und hatte es vorgezogen, sich zurückzuziehen.

Wie die meisten war auch Voldemort davon überzeugt gewesen, dass der große Endkampf bei Nacht, Nebel und Kälte oder zumindest Regen stattfinden würde, wobei sein besonderes Augenmerk auf der dramatischen Hintergrundmusik lag. Daher kann man sich wohl nachträglich sein überraschtes Gesicht vorstellen, als der Orden des Phönix eines sonnigen Samstag morgens im Juli in Malfoy Manor - Voldemorts allseits bekannten Geheimversteck - einspazierte, ohne den Eindringlingsalarm auszulösen, was nicht unwesentlich daran lag, dass Lucius Malfoy dem Orden das Versteck verraten und den Hausschlüssel überreicht hatte, bevor er sich mit seiner Frau nach Paris begab, um Draco zu besuchen.

Nachdem Snape seinen ehemaligen Arbeitgeber mit einem sauberen stupefy verhandlungsunfähig gemacht hatte, schickte Harry Potter Voldemort dorthin, wohin größenwahnsinnige, nur mit Morgenmänteln bekleidete, Dunkle Lords so gehen.

Die kommende Woche war ein Nebel aus Feiern und Ansprachen, wobei die Ansprachen sehr bald vom Programm gestrichen wurden, nachdem Snape es in der Dankesrede für seinen Orden des Merlin erster Klasse geschafft hatte, innerhalb von zehn Minuten sämtliche Anwesende, inklusive Fudge, Dumbledore und ein paar zwitschernder Singvögel, zu beleidigen, was auch erklärte, warum er in den folgenden vier Tagen eine geradezu widerlich gute Laune hatte. Den sieben Tagen des Feierns folgten sieben Tage furchtbarer Kopfschmerzen und Übelkeit, was ebenfalls zu Snapes guter Laune beitrug, da er ein Vermögen mit Anti-Kater-Tränken machte.

Pünktlich zum Beginn von Harrys letztem Hogwartsjahr kamen auch alle Slytherins aus ihrem freiwilligen Kriegsexil zurück, die meisten braungebrannt, erholt und, in Dracos Fall, mit mehreren Koffern voll neuer überteuerter Kleidung.

Die Zaubererwelt war zwiegespalten über die die marginale Teilnahme der meisten Pureblood-Familien am Krieg. Einerseits waren sie erleichtert, denn dadurch waren die Kausalitäten sehr gering gewesen, auf der anderen Seite war man über den spontanen Richtungswechsel der Prinzipien selbiger Familien nicht besonders erbaut. Die meisten hatten sich offiziell beim Ministerium und auch in verschiedenen Zeitungen entschuldigt, sehr zur Freude von Rita Skeeter, die bei der Chance gleich 90 Prozent der angesehensten Familien falsch zitieren zu können in einen geradezu orgastischen Rausch geraten war und nach kurzer Zeit medikamentös ruhig gestellt werden musste. Sie und Gilderoy Lockhart hatten eine phantastische Zeit in St. Mungo. Die abgedruckten Entschuldigungen hatten die Öffentlichkeit beruhigt, denn keine Lüge verkauft sich besser als die, die von Profis verfasst wurde.

Andere, wie beispielsweise die Malfoys, hatten es nicht für nötig befunden, sich bei irgendwem zu entschuldigen. Um Himmels willen, schließlich waren sie am Sturz Voldemorts beteiligt gewesen, oder etwa nicht? Dass sie auch an seinem Aufstieg einen nicht zu verachtenden Anteil gehabt hatten, ließ Lucius unter den Tisch fallen, als er sich märtyrerhaft durch die Wogen der Reporter ins Ministerium durchschlug, um Fudge eine kleine „Spende zum Wohl der Allgemeinheit" zukommen zu lassen. Da Fudge, der bekanntermaßen seinen Hintern nicht von seinem Kopf unterscheiden konnte, zu diesem Thema ein unvorsichtiges Nicken von sich gab, waren die Malfoys schon bald allseits anerkannte Kriegshelden.

Harry war von all dem nicht so leicht zu überzeugen gewesen, doch nachdem Draco seine persönliche Entschuldigung in Naturalien gezollt hatte, war auch der Goldene Junge der Zaubererwelt geneigt, das Thema ruhen zu lassen. Ihre besonders von den weiblichen Schülerinnen mit Inbrunst verfolgte Affäre dauerte allerdings nicht allzu lange, denn obwohl sich beide darüber einig waren, dass der Sex toll war, kamen sie nicht darüber hinweg, dass sie sich nicht ausstehen konnten. Draco, der allseitig interessiert war, wurde schon bald von einer langen Reihe sich abwechselnder junger Damen auf die sich fortpflanzende Seite der Sexualität zurückgelockt, während Harry sich den gleichen Verlockungen standhaft widersetzte und hier und da kurze, aber beglückende, Begegnungen mit dem männlichen Geschlecht unterhielt.

Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt hatte Hermione den Tick entwickelt, Draco bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Spitznamen klebrigster Herkunft zu betiteln, erstens, weil es ihn stink wütend machte, zweitens, weil es witzig war, drittens, weil Ron jedes Mal Gefahr lief, sich zu übergeben (was auch witzig war) und viertens, weil sie festgestellt hatte, dass sie irgendwie auf den Typ „blonder, arroganter Bastard" stand, was sie zuerst ein wenig beunruhigte, dann aber unter „Verbesserung der Gryffindor - Slytherin - Beziehungen" abgehakt hatte.

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"… auf. Wach auf. WACH AUF!"

„Nghargh." Harry drehte sich vom Rücken auf die Seite und zog sich das Kissen über den Kopf. Eine böse Macht jedoch entriss ihm das Kissen und gab dem morgendlichen Licht die Gelegenheit, Harry wie ein Klatscher ins Gesicht zu donnern.

„Hast du keinen Respekt für deinen Lebensretter?", nuschelte er ins Laken. „Den Mann, der das Böse vernichtet hat?"

„Nein. Außerdem hast du kaum was gemacht", versetze Ron. „Du hast selbst gesagt, dass Snape die ganze Vorarbeit geleistet hat."

„Seit wann hörst du auf mich?"

Ron zuckte die Schultern. Offensichtlich war er gerade aus der Dusche gekommen, denn sein rotes Haar hing ihm nass auf die Schultern herab. Er ging zum Kleiderschrank und holte seine Schuluniform heraus. Dann drehte er sich ruckartig um.

„Hast du mir auf den Hintern gestarrt?", fragte er in vorwurfsvollem Ton.

Harry verdrehte die Augen. „Nein."

Auf Rons Gesicht türmten sich Gewitterwolken.

„Wieso nicht? Ist er dir nicht attraktiv genug?" Er drehte seine Kehrseite zum Spiegel und umfasste dass besagte Körperteil mit beiden Händen. „Ich trainiere hart. Ich ernähre mich gesund. Mein Hintern ist rund, fest und einfach zum Anbeißen. Und dir ist das nicht einmal einen Blick wert?"

Harry stöhnte genervt. „Ganz ehrlich, Ron. Für diese Diskussion bin ich nicht schwul genug." Über den Sinn des Lebens philosophierend, kroch Harry in Richtung der Duschen, während Ron mit der Welt haderte.

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Eines der wenigen Dinge, die sich seit dem Krieg nicht geändert hatten, war die beständige Panik der Schüler vor dem Tränkeunterricht. Entgegen vieler Hoffnungen hatte sich Snapes Lehrmethode, Angst und Schrecken in die Herzen aller Schüler zu säen, nicht geändert. Seine Beleidigungen waren vielleicht nicht mehr so schmerzhaft, dass sie Grund für ernsthafte Selbstmordgedanken waren, aber brachten noch immer mehr Tränen hervor, als das Schälen von zehn Pfund Zwiebeln.

Nachdem sie an diesem Freitag die ersten zwei Stunden Verwandlungen bei McGonagall gehabt und Hermione zum ersten Mal in diesem Fach Punkte verloren hatte, da sie es sich nicht hatte verkneifen können, Vermutungen über Ähnlichkeiten zwischen Dracos beiden Zauberstäben anzustellen – zur Erheiterung der Mädchen und McGonagalls Verärgerung – sahen sie sich nun zum zweiten Mal in 24 Stunden mit der Tür zu Snapes finsterem Reich der Tränke konfrontiert.

Auch die Tatsache, dass Snape mit einer gewissen inneren Befriedigung die Kessel zum Arbeiten austeilte, die sie erst am vergangenen Abend geschrubbt hatten, hob ihre Laune nicht und als Hermione Krummbein sah, der sich in der gleichen Ecke wie der Nacht zuvor auf seiner Decke räkelte, konnte man nur hoffen, dass kein Schiff in der Nähe war, denn sie wurde in Sekundenschnelle zum Eisberg.

Snape unterdessen baute sich vor der Klasse auf.

„Die heutige Aufgabe ist leicht, was soviel bedeutet wie: Selbst sie alle, mit ihren überaus begrenzten Fähigkeiten, können diesen Trank brauen, ohne dabei das Gebäude einzureißen oder den Weltuntergang zu beschwören. Es handelt sich um nichts weiter, als um einen Basistrank, der von Mdm. Pomfrey im Krankenflügel zur Herstellung weiterführender Tränke benötigt wird. Sollte einer unter ihnen in der Lage sein, den Trank perfekt herzustellen, was ich mir, verzeihen sie mein ungläubiges Lachen, kaum vorstellen kann, werde ich ihn selbst als Grundlage für einige der schwierigeren Experimente dieses Faches benutzen. Sie haben 30 Minuten, ab jetzt."

Er blickte in die Gesichter seiner Schüler.

Wieso sehe ich sie noch immer sitzen?"

Hektisches Hin und Her war die sofortige Reaktion. Alle stürmten zu den diversen Schränken und Regalen, um sich die Zutaten zu holen und fieberhaftes Brauen begann.

Hermione warf immer wieder drohende Blicke in die Richtung ihres Katers, welcher nach anfänglichem Ignorieren langsam sein Gewissen entdeckte, soll heißen, er erinnerte sich daran, dass sie es war, die ihn fütterte und es in ihrer Entscheidungsgewalt lag, diese Fütterungen einzustellen. Die Nervosität begann mit einem Zucken im rechten Ohr, setzte sich über gesträubtes Nackenfell fort, erreichte den Schwanz, der sich plötzlich in seiner Proportion vervierfachte und brachte Krummbein schließlich dazu, aufzustehen und herum zu trapsen.

Nicht weniger nervös als der Kater, jedoch aus anderen Gründen, war Neville, der, dem bösen Blick Snapes ausgesetzt, hilflos verschiedene Dinge in seinen und gelegentlich in falsch delegierten Bewegungen auch in Harrys Kessel warf. Es kam, wie es kommen musste. Sowohl Nevilles, als auch Harrys Kessel gaben unanständige Geräusche von sich. Neville erschrak und stieß dabei gekonnt seinen Trank um, dessen Inhalt den Boden und mit einigen wenigen, aber nichtsdestotrotz heißen, Tropfen Krummbein trafen, welcher sich in derselben Minute entschlossen hatte, mit Körperkontakt Hermiones Vergebung zu erbetteln. Krummbein heulte auf, mehr vor Schreck als vor Schmerz, und sprang in die Luft, erwischte Harrys Kessel, kralle sich in dessen Gesicht fest und warf, da er nicht gerade der leichteste Vertreter seiner Spezies war, den jungen Mann um. Der Trank aus dem zweiten Kessel folgte auf dem Fuße, erwischte Krummbein, diesmal ein wenig gezielter, und ein ganzer Schwung des Krummbein/Basis-Trankes bahnte sich seinen Weg in Harrys Mund.

Snape bahnte sich seinen Weg durch das allgemeine Geschrei, Gekreisch und Gejaule und baute sich, nach einem Seitenblick auf den mehr oder weniger unversehrten Harry und den von den Menschen empörten Krummbein, vor Neville auf. Das Donnerwetter ließ nicht lange auf sich warten.

„Es wird mir für immer ein Rätsel bleiben, wie jemand, der in Kräuterkunde angeblich so begnadet ist, sich mit denselben Pflanzen als Trankzutaten so unglaublich dämlich anstellen kann. Sie haben ein Rezept, Sie haben Zutaten. Alles, was Sie tun müssen, steht haarklein in Ihrem Buch. Sind Sie wirklich so ein Trottel oder sind Sie ein bösartiges Genie, welches sich dazu verschworen hat, mich immer und immer wieder zu sabotieren? Sie können von Glück sagen, dass Ihr Ungeschick diesmal nicht wieder in eine Katastrophe ausgeartet ist!"

Neville duckte sich unter dem Ansturm der Gefühle, von denen keines besonders positiv war. Seine Rettung kam in unerwarteter Form aus Harrys Richtung.

Meow?"

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Für die, die gern eine review hinterlassen würden, aber immer nicht wissen, was sie reinschreiben sollen und es daher meistens lassen, hier eine kleine Hilfe:

:-) - Hat mir sehr gefallen, lass mich dir einen Altar bauen und täglich Tequila opfern. ... Und UPDATE gefälligst, du Stück!

:-/ - Na ja...

:-( - Ich will die letzten 15 Minuten meines Lebens wiederhaben!!!

So, dass macht es doch einfach, oder? (Alle anderen können natürlich wie immer schreiben, was ihnen auf dem Herzen liegt.) Jetzt wartet das Ego der Autorin nur noch darauf, gestreichelt oder getreten zu werden.

viv