Disclaimer: Harry Potter und alle damit zusammenhängenden Charaktere gehören JK Rowling. Ich borge sie mir nur aus und verdiene damit kein Geld.

Hallo alle zusammen…

ja, ihr lest richtig, es gibt wieder etwas neues von mir… die idee spukt mir seit einigen wochen im kopf herum und wollte nun einfach hinaus…

es ist diesmal eine düstere geschichte und ich hoffe, dass sie euch gefällt…

nur noch mal so nebenbei möchte ich allen lesern, die interesse an dem pairing severus/remus haben, die geschichte von pikaf empfehlen zu finden hier: http://fanfiktion.de/s/45938d100000439c067007d0 oder auch auf dieser Seite...sie ist wirklich wunderbar geschrieben und die charaktere so wunderbar getroffen (besonders Severus)

so das wars dann von mir… wenn es euch gefällt, könnt ihr ja einen kleinen oder auch großen review hinterlassen, ja? liebschaut

knuddels

nerventod

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Mein ist die Rache

1. Prolog

Bald war es soweit. Bald würden sie kommen und ihn holen. Bald würde er vor das Zaubergamot treten müssen, schon wieder. Aber diesmal ging es nicht darum, dass er verbotenerweise während der Ferien gezaubert hatte. Nein, diesmal war es ernster. Harry schnaubte, als er daran dachte, warum er nun schon seit zwei Wochen in dieser Zelle saß. Diese Zelle, die keine vier Quadratmeter groß war und in der er langsam das Gefühl bekam, das er verrück wurde.

Und warum das alles? Weil er einen der Unverzeihlichen Flüche auf Bellatrix Lestrange abgeschossen hatte und auch heute noch tat ihm das nicht Leid. Diese Frau hatte es verdient, auch wenn er es nicht geschafft hatte. Durch sie hatte er seinen Paten verloren, den einzigen erwachsenen Menschen, der ihn liebte und der ihm so gerne Geborgenheit geschenkt hätte. Aber es war ihm nicht möglich gewesen. Harry vermisste Sirius unendlich und jetzt, wo er an ihn dachte, verkrampfte sich sein Herz. Sein Pate hatte wirklich versucht für ihn da zu sein, aber sie hatten nur so wenig Zeit miteinander verbracht.

Als Auroren ihn drei Tage nach Sirius' Tod aus Hogwarts geholt und ihn hier her in das Zaubereiministerium gebracht hatten, hatte Harry gehofft, dass Dumbledore ihn schnell wieder hier herausholen würde, doch der Direktor hatte ihn nicht einmal besucht. Niemand war hier her gekommen. Er war ganz allein gewesen. Nur eine Hauselfe war regelmäßig erschienen, um ihn etwas zu essen und frische Kleidung zu bringen. Die Tage waren so unendlich langsam vergangen, da er nichts zu tun hatte. Noch vor einer Woche hatte er die Hoffnung gehabt, dass wenigsten Ron und Hermine ihn besuchen würden, immerhin hatten zu diesem Zeitpunkt die Ferien angefangen. Aber sie waren nicht gekommen und Harry konnte das nicht verstehen. Besuche waren nämlich durchaus erlaubt gewesen.

Er wurde durch Schritte aufgeschreckt, die sich seiner Zelle näherten. Harry wunderte sich. War es schon Zeit für die Anhörung? Sein Gesicht erhellte sich, als er die zwei Menschen erkannte, die nun an sein Gefängnis herantraten.

„Ron, Hermine!", freute er sich und trat an die Gitterstäbe heran. „Ich bin so froh Euch zu sehen. Wie geht es Euch."

„Hallo Harry", erwiderte Hermine, doch kein Lächeln lag auf ihren Lippen. Sie schaute ihn ernst an und auch Ron sah ihn eher mitleidig, als freudig an. „Wir wollten Dich vor der Anhörung noch einmal sehen", fuhr sie fort.

„Es ist wirklich schön, dass Ihr hier seid", sagte Harry, doch das Lächeln, das gerade noch seine Lippe zierte, war weniger geworden. „Was ist los mit Euch?"

„Warum, Harry? Warum hast Du einen Unverzeihlichen angewendet? Du weißt doch, wie schrecklich diese Flüche sind", antwortete Hermine.

„Ja, Mann. Alle aus dem Orden sind schwer enttäuscht", ergänzte Ron.

Harrys Lächeln erstarb nun ganz. „Was hättet ihr denn getan, wenn Lestrange jemanden erwischt hätte, den Ihr geliebt habt?", fragte er. „Ich verstehe Euch nicht. Gerade ihr müsstet doch Verständnis für meine Lage haben. Ihr seid immerhin meine Freunde."

„Nein Harry, wir verstehen Dich nicht", sagte Hermine nun. „Du weißt doch am besten, wie schlimm diese Flüche sind. Du hast sie schon am eigenen Leib erfahren und du weißt am besten von uns, wie schrecklich ein Crucio ist. Sie sind nun mal verboten und es ist unverzeihlich, dass Du ihn angewendet hast. Das hätte ich nicht von Dir erwartet."

„Mine hat Recht", ergänzte Ron. „Mum hat schrecklich geweint wegen Dir. Sie hat gesagt, dass sie einfach nicht glauben kann, dass Du die Flüche der Gegenseite anwendest. Sie hat mir verboten, Dich zu besuchen, weil sie der Meinung ist, dass Du einen schlechten Einfluss auf mich haben könntest und Du mich schon oft genug in Gefahr gebracht hast."

„Und was denkst Du?", fragte Harry.

„Ich… nun ja… ich meine, sie ist meine Mutter und… Du hast uns beinahe in den Tod geführt, als Du mit uns hier ins Ministerium gegangen bist und…"

„Schon gut, Ron. Sag nichts mehr", unterbrach ihn Harry, während der nach den richtigen Worten suchte. „Ihr solltet besser gehen. Ich will ja nicht, dass Deine Mutter böse auf Dich ist."

„Harry, das ist unfair", sagte Hermine aufgebracht. „Ron kann nichts dafür. Du hast Dir die ganze Sache selbst eingebrockt. Du hast wieder einmal ohne Nachzudenken gehandelt. Was hätte es denn gebracht, wenn der Fluch funktioniert hätte? Du kannst Dir die Antwort darauf sparen, denn wir kenne sie alle drei. Es hätte gar nichts gebracht. Du hättest nur Deine Rachegelüste befriedigt. Es ist nur verständlich, dass Rons Mum nicht möchte, dass ihr Sohn mit jemandem befreundet ist, der sich von solch niederen Beweggründen leiten lässt."

„Ich glaube, dass es wirklich das Beste ist, wenn ihr jetzt geht", sagte Harry nun mit fester Stimme, auch wenn er sich gar nicht so fühlte. „Noch mehr aufmunternde Worte von Euch kann ich nicht gebrauchen." Mit diesen Worten wand er sich um und ließ sich auf seine Pritsche fallen. Todunglücklich hörte er zu, wie sich seine Freunde, oder wohl besser ehemaligen Freunde, entfernten. Wie sollte er diese Anhörung nur überstehen, wenn nicht einmal diese beiden zu ihm hielten?

Es war nicht das erste Mal gewesen, dass er einen Streit mit ihnen hatte, doch dieses Mal hatte er nicht das Gefühl, als könne sich das wieder einrenken. Nun war er endgültig ganz allein und diese Erkenntnis erschütterte ihn zutiefst. Er grübelte vor sich hin, als er plötzlich von einer Stimme aus seinen Gedanken gerissen wurde. „Aufstehen, Potter. Es ist Zeit für Deine Verhandlung", sagte ein ihm unbekannter Auror und Harry erhob sich langsam. Vor seiner Zelle warteten vier Auroren, die ihn schließlich die Gänge entlang führten und ihn dann in einen großen Gerichtssaal brachten.

Harrys Blick fiel zuerst auf den Stuhl in der Mitte des Raumes. Schon einmal hatte er in ihm Platz nehmen müssen und er fragte sich, ob die Ketten, die über dessen Armlehnen lagen, sich diesmal um ihn schlingen würden. Seine Schritte hallten laut auf dem steinernen Boden, als er von den vier Auroren zum ihm geführt wurde. Als er sich behutsam setzte, passierte zuerst nichts, doch dann erwachten die Ketten zum Leben und umschlangen ihn. Zum ersten Mal wurde ihm wirklich klar, wie ernst diese Sache hier war und auf einmal wurde ihm ziemlich schlecht. Er war sich bisher sicher gewesen, diesen Raum hier als freier Mann zu verlassen, doch nun wurde er behandelt wie ein Schwerverbrecher und er musste sich stark zusammenreißen, damit man ihm seine Angst nicht ansah.

Er atmete einmal tief durch und er blickte dann hinauf zu den Leuten, die auf der Bank oben saßen. Etwa fünfzig Zauberer und Hexen saßen dort und alle trugen pflaumenblaue Umhänge mit einem kunstvoll gearbeiteten silbernen ‚Z' links auf der Brust. Ihre musternden Blicke ließen ihn sich noch unwohler fühlen und Harry hatte den Eindruck kurzzeitig keine Luft mehr zu bekommen. Soweit er erkennen konnte, schauten sie ihn alle mit ernsten Mienen an. Harry konnte nicht ein freundliches unter ihnen erkennen. Den finstersten Blick besaß eindeutig Cornelius Fudge, der in der Mitte der vordersten Reihe saß und wohl erneut die Verhandlung gegen ihn führen würde. Umbridge war diesmal nicht da. Wahrscheinlich lag sie noch immer in Hogwarts oder auch in St.Mungos.

Harry schaute sich weiter in dem Saal um. Am linken Rand saßen einige Mitglieder des Phönixordens, Ron und Hermine. Harrys Magen verkrampfte sich bei den ernsten Blicken, die sie ihm zuwarfen. Der einzige der ihm kurz zulächelte war Remus und Harry konnte ihm gar nicht sagen, wie viel ihm diese Geste bedeutete. Auf der anderen Seite des Saales saß ein Haufen Reporter, die bereits alle ihre Federn gezückt hatten um ja kein gesprochenes Wort zu verpassen.

Fudge räusperte sich. „Verhandlung vom Dreiundzwanzigsten Juni, in Sachen Verwendung eines Unverzeihliches Fluches durch Harry Potter, wohnhaft Ligusterweg Nummer vier, Little Whinging, Surrey. Das Verhör führen: Cornelius Oswald Fudge, Zaubereiminister und Amelia Susan Bones, Leiterin der Abteilung für Magische Strafverfolgung. Gerichtsschreiber, Percy Ignatius Weasley." Harry fühlte sich stark an die Anhörung des letzten Sommers erinnert, als Fudge als nächstes ein Pergament hervorholte und laut zu lesen begann. „Die Anklagepunkte gegen den Beschuldigten lauten wie folgt: Harry Potter hat wissentlich, absichtlich und in vollem Bewusstsein der Rechtswidrigkeit seiner Handlungen den Crucio verwendet, nachdem er sich unberechtigter Weise Zugang in die Mysteriumsabteilung verschafft hat." Die Stimme des Zaubereiministers war schneidend und Harry hoffte, dass Dumbledore, wie beim letzten Mal, doch noch auftauchen und ihn retten würde.

„Du bist Harry James Potter, wohnhaft Ligusterweg Nummer vier, Little Whinging, Surrey?", fragte Fudge ihn.

„Ja", antwortete Harry.

„Du bist am Abend des Neunten Juni in das Zaubereiministerium und hast dann, trotz dem Du wusstest, dass es verboten ist, die Mysteriumsabteilung betreten?", fragte der Zaubereiminister weiter.

„Ja."

„Dabei wurde eine Prophezeiung zerstört?"

„Ja, aber das war nicht meine Schuld."

„Und dann später hast Du versucht, eine Anhängering von Du-weißt-schon-wen mit einem Crucio zu belegen?"

„Ja." Gemurmel erhob sich in dem Saal und Harry wurde plötzlich klar, dass er keine Chance hatte, unbeschadet aus dieser Sache hier heraus zu kommen. Er würde zu wer weiß was verurteilt werden und niemand würde ihm helfen. Hatte es überhaupt noch einen Sinn zu antworten? Harry schaute wieder zu seinen ehemaligen Freunden, die ihn still musterten. Nur Remus saß traurig unter ihnen und schaute ihn mit Augen an, in denen Harry tiefen Schmerz erkennen konnte.

Fudge räusperte sich erneut und sofort wurde es wieder still in dem Saal. Nur das Kratzen von Federn auf Pergament war zu hören, da die Reporter eifrig schrieben. „Ich denke, dass wir keine weiteren Fragen stellen müssen", sagte der Zaubereiminister fest und schaute sich unter den Mitgliedern das Zaubergamots um. Viele Köpfe wurden geschüttelt und er blickte zufrieden zu Harry zurück. „Du hast jetzt noch die Gelegenheit etwas zu sagen, ehe wir abstimmen werden", sagte er.

„Was soll ich dazu noch sagen? Ich sitze hier und weiß doch schon, dass Sie mich verurteilen werden", sagte Harry mit fester Stimme. Er würde ihnen nicht die Genugtuung geben, ihnen zu zeigen, wie viel Angst er in diesem Moment hatte. „Seitdem ich in die Zaubererwelt gekommen bin, sehen mich alle als etwas Besonderes an. Alle denken, dass ich die Macht hätte Voldemort zu besiegen, weil ich es schon einmal getan habe und keiner will einsehen, dass dem nicht so ist. Nicht ich habe ihn damals besiegt, sondern meine Mutter. Sie hat mich beschützt, als sie ihr Leben für mich gegeben hat. Ich bin nichts als ein normaler Junge.

Aber das alles wollen Sie nicht sehen. Voldemorts Anhänger hassen und bedrohen mich, seitdem ich nach Hogwarts gehe und alle anderen erwarten von mir, dass ich diesen Wahnsinnigen besiege. Wie soll das gehen, wenn mir gleichzeitig verboten ist, mich auch mit anderen Mittel zu verteidigen, als den harmlosen Flüchen? Wie soll ich ihn und seine Anhänger besiegen? Soll ich sie zu Tode kitzeln oder sie solange unter einen Tanzfluch stellen, bis sie einen Herzinfarkt bekommen?

Ich und die anderen die bei mir waren, haben an diesem Abend um unser Leben gekämpft, schon wieder. Wir wurden alle schwer verletzt und ich soll mich nicht wehren können, wenn man versucht, mich zu töten? Bellatrix Lestrange ist aus Azkaban ausgebrochen und laut Angaben des Ministeriums äußerst gefährlich. Sie hat meinen Paten ermordet und hatte es verdient, einmal ihre eigene Medizin zu schlucken. Sie sind alle Heuchler. Sie haben mich auf einen Podest gestellt und mich damit zu einem Ziel gemacht, dass jeder treffen möchte, der sich auf der Dunklen Seite einen Namen machen will und wenn ich dann gezwungen bin mich zu verteidigen, wird mir auch noch die Art, wie ich es tue, vorgeschrieben."

Im Saal war es mucksmäuschenstill geworden. Alle schauten Harry an, entsetzt, verblüfft, wütend und in Remus Fall traurig. Der Werwolf hatte sichtlich mit den Tränen zu kämpfen. Fudge durchbrach die Stille. „Wer ist dafür, den Angeklagten zu verurteilen?", fragte er eisig, ohne auf das einzugehen, was Harry gesagt hatte.

Als Harry die vielen Hände sah, zerbrach etwas in ihm. Fast alle befanden ihn für schuldig und Harry fühlte sich plötzlich so leer, wie noch nie in seinem Leben. Fudge hatte jetzt ein schmales Grinsen auf seinen Lippen, als er weiter sprach. „Damit steht es fest. Harry Potter, Du bist der Verwendung eines Unverzeihlichen Fluches für schuldig befunden worden. Hiermit verurteilt Dich das Zaubergamot zu einer Strafe von fünf Jahren in Azkaban. Dies soll allen eine Lehre sein. Auch Berühmtheiten haben sich an das Gesetz zu halten."

oooooooooo

Keine Viertelstunde später stand Harry zusammen mit den vier Auroren am Meer. Ihm war ein wenig schlecht von dem Apparieren hier her, doch das war ihm egal. Er fühlte sich verraten und verkauft. Hatte er wirklich für dieses Pack kämpfen wollen? Hatte er wirklich für die gesamte Zaubererschaft sein Leben riskieren wollen, obwohl sie ihn schon im letzten Jahr wie Dreck behandelt hatten? Hatte er seinen Freunden wirklich so wenig bedeutet, dass sie ihm nicht helfen wollten, obwohl er in Schwierigkeiten war? Und nicht einmal Dumbledore war für ihn da gewesen. Fünf Jahre in Azkaban! Er hatte Angst. Wenigstens hatte das Ministerium die Dementoren abgezogen, nachdem sie doch letztendlich erkennen mussten, dass die auf der Seite Voldemorts standen.

Harry schaute mit leerem Blick hinaus aufs Meer, von wo sich ihm ein kleines Boot näherte. Als es angelegt hatte, wurde er von den Auroren hineinbugsiert, ehe sich zwei von ihnen zu ihm setzten und es wieder ablegte. Das Wetter schien genauso trüb, wie seine Stimmung. Heftiger Wind peitschte das Meer und Harry wünschte sich, dass das Boot kentern würde und er durch die schweren Ketten um seine Handgelenke einfach in die tiefe gerissen wurde. Doch das Boot trotzte allen Angriffen, die der Wind und das Meer auf es taten und setzte seinen Weg fort.

Schon von weiten konnte Harry das Gebäude sehen, dass ihn für fünf unbarmherzige Jahre verschlucken würde. Er würde dort mit Mördern und anderen Verbrechern leben müssen und es gab keine Hoffnung, dass diese Zeit besonders angenehm werden würde. Er war noch nicht einmal sechszehn, klein und dünn. Er würde wohl ohne seinen Zauberstab keine Chance gegen die erwachsenen Männer und Frauen haben, wenn diese ihm wirklich etwas antun würden.

Das Boot erreichte die Insel und Harry wurde aus dem Boot gezerrt. Die beiden Auroren gingen mit ihm zu zwei weiteren Männern, die dort auf sie warteten. Kurz darauf wurde er von diesen hinein gebracht. Sie liefen mit ihm durch unendlich viele Gänge, vorbei an Zellen, aus denen er gierig beobachtet wurde. Harry zeigte keine Regung. Er wusste, dass jede Schwäche die er hier zeigen würde, sein Verhängnis wäre. Sie bogen um eine weitere Ecke und ganz am Ende des Ganges konnte er einen weiteren Mann erkennen. „Willkommen, Mister Potter", sagte dieser höhnisch, als sie bei ihm angekommen waren. „Ich hoffe, dass diese Zelle für eine Berühmtheit wie Sie es sind, angemessen ist."

Harry wurden die Fesseln abgenommen und danach in die Zelle geschubst, ehe sich die schweren Gitter hinter ihm schlossen. „Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt", sagte der Mann, ehe er sich umdrehte und mit den anderen beiden verschwand. Harry schaute sich um. Das hier war also sein Reich. Eine feuchte, vielleicht fünfzehn Quadratmeter große Zelle, in deren einer Ecke sich hinter einem Vorhang eine Toilette und eine Dusche befand. An der gegenüberliegenden Wand stand ein klappriges, altes Bett mit schäbigen Laken. Harry seufzte, ehe er sich darauf niederließ. Er rollte sich darauf zusammen und zog die Decke über sich, ehe er endlich seinen Gefühlen freien Lauf ließ und lautlos weinte, wie nie zuvor in seinem Leben.