Hallihallohallöchen!
Nach einiger Zeit der Abewesenheit bin ich also zurück. Keine Angst, ich habe euch nicht vergessen!
Meine Muse ist allerdings im Augenblick ein wenig sprunghaft was was weiterschreiben von Stories anbelangt. Deshalb scheucht sie mich zwischen vier Geschichten hin und her und ich muss da einen Satz anfügen und da ein neues Sätzchen. Auf jeden Fall bin ich kräftig am Schreiben, auch wenn das für euch nicht so aussieht. Übt euch bitte noch ein wenig in Gedult. lieb guckt
Ansonsten geht mein Dank wie immer an alle meine Reviewer und dieses Mal auch noch ganz besonders an Eurofighterin, die meiner Muse einen kräftigen Tritt verpasst hat, damit dieses Kapitelchen zustande kommt.
Jetzt aber genug geschwafelt. Viel Spaß mit dem zehnten Kapitel!
Kisses

Rubinonyx


X

Heute besteht meine Routine aus dem Besuchen meiner drei „Familien" und ich meine sagen zu können, dass wir alle sehr zufrieden sind so wie es ist." Augustus lächelte nach dieser Erklärung und nahm einen tiefen Schluck aus dem Becher vor ihm, um seine trockene Kehle wieder etwas zu befeuchten. Während dieser Zeit sah Hermes ihn nur bewundernd und die anderen sehr interessiert an.

„Ist es denn nicht schwer für deine drei Frauen, dass es noch jeweils zwei andere gibt? Konkurrieren sie nicht miteinander?" schaltete Marcus sich nun ein.
"Eine berechtigte Frage," entgegnete Augustus, „und am Anfang haben sie miteinander konkurriert, ja. Das war ganz witzig, da ich jedes Mal wenn ich bei einer von ihnen vorbeigeschaut habe, sie eine neue Überraschung, wie zum Beispiel eine Badewanne voll Blüten oder ein Abendessen a la carte vorbereitet hatten. Nachdem es aber überhand nahm und ich von ihren Liebesdiensten zu viel bekam hatte ich mit allen eine Aussprache, nach der sich die drei getroffen haben und jetzt sind sie die besten Freundinnen."
"Aber fühlt sich denn nicht die eine mal benachteiligt, wenn du häufiger bei einer der anderen zwei bist?"
"Du musst ihnen klar machen, dass du sie alle liebst und versuchen nicht der einen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als der anderen, dann geht es."
Hermes hatte das Gespräch zwischen Marcus und Augustus schweigend verfolgt, doch nun musste auch er eine Frage loswerden.
"Das alles hört sich sehr gut an, mein Freund, aber wie ist es mit den Finanzen? Ich meine, ich gehe schon davon aus, dass die drei Damen arbeiten, aber das dürfte trotzdem nur knapp reichen um so viele Kinder zu versorgen, oder nicht?"
Sein Gegenüber lachte. „Immer praktisch denken, was? Aber im Ernst. Du hast Recht, wenn du vermutest, dass alle drei arbeiten. Jara ist, wie schon gesagt, Näherin und Stickerin. Menna ist heute Verkäuferin bei Zurra's Roben und Fendra stellt daheim einfache Heiltränke her und verkauft sie. Allerdings kann man davon nur mehr recht als schlecht leben, da stimme ich dir zu. Also, was tut ein Mann, wenn er seine Frauen ernähren will? Er geht arbeiten. Und genau das habe ich nach meinem Abschluss in Hogwarts getan. Und zwar in der Mysteriumsabteilung des Ministeriums."
"Du bist ein Unsagbarer?" Hermes Mund klappte vor Erstaunen so weit auf, dass man einige Goldkronen blitzen sah.
"Ich war ein Unsagbarer, um genau zu sein. Allerdings möchte ich jetzt nicht darüber sprechen, denn das allein ist ein abendfüllendes Thema. Auf jeden Fall habe ich dort genug verdient um die Vierzehn Jahre die ich in Askaban war, für jedes meiner Kinder Unterhalt zu zahlen. Als ich zurückkam, war natürlich praktisch alles aufgebraucht, was ich jemals hatte, also hat mir meine Mutter wieder ein paar ihrer Mädchen anvertraut."

"Was heißt, sie hat dir wieder ein paar ihrer Mädchen anvertraut?" Hermes schien verwirrt.
"Ein paar Mädchen wie Salwa. Das Mädchen, das Snape vorher abgeholt hat." Rabastan schüttelte ob des Unverständnisses des anderen ungeduldig den Kopf.
"Du meinst…das heißt also…du bist ein Zuhälter?"
Augustus schnalzte bei diesem Wort missbilligend mit der Zunge.
"Hermes, das ist ein sehr unschönes Wort. Ich bin Kleinunternehmer. Das einzige, das bei mir anders ist als bei anderen Geschäftsmännern ist, dass meine Angestellten auch gleichzeitig meine Produkte, beziehungsweise Ware sind."
Rabastan Lestrange lachte. „Interessante Interpretation, mein Freund. Siehst du Hermes, das ist es was Augustus ausmacht. Er ist einfach ehrlich, auch wenn die meisten Leute es nicht ganz verstehen. Prost!"
Hermes schien noch nicht so ganz mit dieser Mitteilung fertig zu werden. „Das heißt also, dass du… Ja, was tust du eigentlich?"

"Es ist interessant. Alle beschimpfen dich, wenn sie herausfinden womit du dein Geld verdienst, aber was genau du eigentlich tust, das weiß keiner. Also lass es mich erklären. Jedes meiner Mädchen hat einen Bezirk in dem sie arbeitet. Die eine in der Foglane, die andere unten in der Millstreet und so weiter. Wenn sich jemand für sie interessiert gehen sie entweder mit dem besagten Kunden mit oder bringen ihn in die ‚betörende Lilie'. Wenn sie mit ihm mitgehen, dann tun sie das auf eigene Verantwortung und ich bin aus dem Schneider, sollte etwas passieren."
"Weshalb?"
"Weil sie dann per Definition des Gesetzes ihren Arbeitsplatz verlässt und ich nicht mehr als ihr Arbeitgeber in der Verantwortung bin. Aber das ist eine rechtliche Sache."
Hermes wirkte verwirrt. „So was steht im Gesetz?"
"Na ja, nicht direkt für meine Art von Kleinunternehmen, aber allgemein schon. Außerdem ist das eine Art Code den Harry aufgestellt hat, und somit gilt er praktisch für die gesamte Knockturn Alley."
Bei der Nennung des Namens ‚Harry' hatte sich auch Marcus Stirn in tiefe Falten gelegt. „Wieso Potter? Was hat der damit zu tun?"

Augustus, Antonin und Rabastan seufzten wie aus einem Munde. „Leute," sagte dann Antonin Dolohow, „man merkt wirklich, dass ihr von woanders kommt. Harry besitzt zwei drittel der Freudenhäuser der Knockturn Alley. Außerdem zahlt praktisch jeder der hier wohnt Schutzgeld an ihn. Er hat nichts zu tun mit diesem Bengel der in Hogwarts in seinem goldenen Käfig hockt. Harry ist sozusagen der ‚Daddy' dieses Teils von London. Und wo ich schon mal dabei bin geb' ich euch auch noch einen guten Rat mit auf den Weg: legt euch nicht mit Harry an, oder ihr könnt gleich den Dunklen Lord bitten euch an Nagini zu verfüttern."

„Na das hört sich ja nicht wirklich nett an." Antwortete Hermes auf die Drohung von Antonin.
"Ach, das ist alles relativ." Schaltete sich nun wieder Augustus ein. „Wenn du ihm nicht in die Quere kommst und ihm mal den ein oder anderen Gefallen tust, dann ist er ein richtig angenehmer Zeitgenosse, wenn nicht, dann allerdings…" und anstatt seinen Satz zu beenden zog der Todesser seinen Zeigefinger in eindeutiger Geste an seiner Kehle entlang.
"Oh." War alles was Hermes darauf noch heraus brachte.

"Aber wo war ich stehen geblieben?" fragte Augustus mehr sich selbst als die Runde, „Ah ja. Wenn die Mädchen ihren Kunden in die ‚betörende Lilie' bringen, dann stehen ihnen dort Zimmer zur Verfügung die sie nutzen können. Die meisten Herren möchten sowieso nur zwischen einer halben und einer Stunde meine Mädchen beanspruchen…"
"Ach," fragte Hermes, „sind sie so schlecht?"
Diese Frage kam nicht so besonders gut bei dem ihm gegenüber sitzenden Todesser an, da sich eine Miene merklich verfinsterte.
"Mein Mädchen bieten nur beste Qualität! Merk dir das!" zischte Augustus den anderen an, bevor er nach einem tiefen Atemzug normal weitererzählte. „Die meisten Männer wollen eine schnelle Nummer und dreißig bis sechzig Minuten sind dafür mehr als ausreichend. Wenn allerdings jemand nach mehr Zeit, vielleicht sogar der ganzen Nacht verlangt, dann sind meine Mädchen auch ausgebildet um dir jede Menge Entspannung zu bieten."

"Beispielsweise?"
Verdutzt sahen die fünf Männer auf als einer der Männer an einem Nachbartisch sich umdrehte und Augustus ansah. Dieser lächelte leicht nachdem er den anderen kurz gemustert hatte und erwiderte. „Beispielsweise kannst du dich massieren lassen oder einige können auch meditative Übungen mit dir machen, falls du auf so etwas stehst."
"Und wo finde ich eines dieser Wunder-Mädchen?" grinste der Fremde ihn an.
"Geh einfach in die ‚betörende Lilie' in der Torch Street und sag, man soll dir Evelyn bringen. Wenn die beschäftigt ist, dann versuch es mit Lakme die dürfte dir auch gefallen."
"Gut, danke." Damit warf der Fremde ein paar Münzen auf den Tisch und verließ den ‚gehängten Henker'.
"Heute Nacht scheinen die Mädchen der Knockturn Alley gut zu tun zu haben. Zuerst Snape und jetzt unser Freund. Da scheint ja wohl nur noch wenig für uns übrig zu bleiben." Lachte Rabastan.


So, das war kurz, aber ich hoffe, dass es wenigstens ein :-) oder :-( wert ist.
Ansonsten greife ich jetzt mal wieder kräftig in die Tasten und hoffe, dass wir uns bald wieder lesen werden!
verteilt für alle die durchhalten ein Stück Schokoladentorte grins
Kisses

Rubinonyx