2 Jahre Garantie - ein Jahr ist schon rum

Achtung:

Dies ist die Fortsetzung zu '2 Jahre Garantie' - die Handlung schließt sich unmittelbar an den ersten Teil an, daher ist es unbedingt sinnvoll, diesen zuerst zu lesen (glaubt mir bitte - auch wenn dort in der Einleitung steht, diese Geschichte hätte keinen Sinn und keinen Verstand...das war GELOGEN! - ansonsten nehmt ihr euch selbst den Spaß, wenn ihr hier das erste Kapitel vorab lest!)...natürlich freue ich mich auch beim ersten Teil noch über Reviews!

Allen bereits Eingeweihten wünsche ich schon mal viel Spaß mit diesem neuen Kapitel.

Ach so...und noch was...es wird diesmal noch schärfer:)

Eure Kira

1. Kapitel

Wer im Glashaus vögelt, sollte Eintrittskarten verkaufen

Die elektrischen Jalousien waren immer noch geschlossen. Hermine griff gähnend nach der Fernbedienung und sorgte dafür, dass sie sich beinahe lautlos hoben. Das war vergebliche Liebesmüh, denn die steinernen Wände, die dahinter zum Vorschein kamen, ließen nicht mehr Licht hinein, als zuvor.

Ihr, auf seinem Bauch liegender Bettgefährte zog sich genervt das Kissen über den Kopf - scheinbar waren die Rolläden doch nicht ganz so geräuschlos, wie das Versandhaus es angepriesen hatte - nun gut, wenigstens würde ihn kein Sonnenlicht blenden.

"Warum, zum Geier, bist du noch hier?", brummte er dann in einem zwar durchs Kissen gedämpften, aber nicht gerade freundlichen, und damit sehr typisch snape'schen Tonfall.

Hermines Herz jubilierte - sie hatten das erste mal die Laken von Snapes Bett gemeinsam durchnässt - hatten das erste mal zusammen dafür gesorgt, dass er dringend ein neues Lattenrost benötigte, und Hermine hatte das erste mal von dem Kuchen genascht, der die Initialen SS trug - und dennoch war er wie zuvor - war noch der gleiche zynische Bastard wie vor ihrer gemeinsamen Nacht - das war beruhigend in dieser unsteten, von Veränderung geprägten neuen Hogwartswelt.

"Ich bin noch hier, weil du mich darum gebeten hast", erwiderte sie mit einem verführerischen Lächeln, das er nicht sah, weil er es immer noch vorzog, mit seiner prächtigen Nase eine Kuhle in die Matratze zu bohren.

Ein innerer Drang bewegte Hermine dazu, sich zu fragen, ob er der Matratze womöglich noch eine andere Vertiefung zufügte, deren Ursache sie vermutlich besser verwenden könnte, als das leblose Schaumstoffding, auf das er seinen Körper so vehement presste.

"Schatz, dreh dich doch mal rum", sagte sie lächelnd.

"Verschwinde", ließ er sich vernehmen und sie sah, wie er seinen Arm nach ihr ausstreckte.

Hermine schmunzelte über seine offensichtlich umhertastenden Finger - sie rückte etwas näher zu ihm.

Seine Hand erwischte sie endlich, dann spannten sich die Muskeln seines Armes und im nächsten Moment fand sich die verwunderte Hermine neben dem Bett auf dem Fußboden wieder.

"Du schubst mich aus deinem Bett? Du bist der mieseste Widerling, der mir je unterkam", fauchte Hermine nun schon wesentlich weniger von seiner rüden Art angetan.

"Dann geh jetzt! Und falls du doch unvernünftigerweise bleiben willst, dann schalte wenigstens die Kaffeemaschine ein!"

Hermine rappelte sich hoch, zog sich ihr T-Shirt von gestern über und entschied, dass sie sich ansonsten als Halb-Nudistin versuchen sollte, während sie in seine Küche ging, um die große Kaffeemaschine in Gang zu setzen. Das Teil reichte aus, um eine Großfamilie am Morgen mit Koffein zu versorgen. Während das dunkle Gebräu in die gläserne Kanne gurgelte, öffnete Hermine Snapes Kühlschrank, um etwas für das Frühstück zusammenzustellen, damit sie nicht in die Große Halle zu gehen bräuchten. Sie zog ein Einmachglas hervor und hätte es fast fallen lassen, als alle Augen darin sie plötzlich fixierten. Schnell stellte sie das gruselige Gefäß wieder in den Kühlschrank, worauf einige der Augäpfel regelrecht einen Salto vollführten, um sie weiterhin anblicken zu können. Hermine knallte die Kühlschranktür zu und atmete tief durch. Außer diesem Glas war ohnehin nichts in dem mächtigen Elektrogerät amerikanischer Ausführung vorhanden gewesen. Mit einer mächtigen Gänsehaut fragte sich Hermine unwillkürlich, was Severus sonst noch in diesem kühlenden Monsterteil aufbewahrte, wenn er es schon nicht für Lebensmittel verwendete.

Die Kaffeemaschine zischte ein letztes mal, bevor sie der Meinung war, ihren Job für diesen Vormittag erledigt zu haben. Hermine griff nach der vollen Kanne und balancierte sie bis zu einem der Küchenschränke, um ihn zu öffnen. Sie fand Tassen mit verschiedenen Aufdrucken vor. Offensichtlich alles Werbegeschenke. Da prangten Embleme wie: 'BesenSecondhand - Fliegen Sie für wenig Geld, von hier bis hin zum End' der Welt', oder 'Invisibles Tarnumhänge - wir sind erst zufrieden, wenn wir Sie nicht mehr sehen müssen', und 'Testen Sie die zauberische Klebekraft von 'EULE Alleskleber...fassen Sie zu diesem Zweck einfach diese Tasse an.' Hermine entschied sich, die Finger von dieser speziellen Tasse zu lassen und griff zu einer schwarzen Tasse mit goldener Aufschrift: 'ZDF - Zaubertränke durch Fachkompetenz' und einer weißen Tasse mit dem schwarzen, schlichten Aufdruck: 'SAT1'.

Hermine runzelte verwirrt die Stirn, und begab sich mit der Kanne und den beiden Tassen zurück in Snapes Schlafzimmer.

Der Mann mit dem wüsten schwarzen Haar hatte sich inzwischen das Kissen vom Kopf gezogen und starrte das Bettlaken böse an, das trotz der Schweinereien, die darauf in der letzten Nacht stattgefunden hatten, immer noch eine geradezu unanständig weiße Farbe präsentierte.

"Kaffee?", fragte Hermine ihren übelgelaunten Zaubertrankmeister mit einem freundlichen Lächeln. Dieser starrte sie mit durchdringenden Augen an, dann glitt sein Blick tiefer und traf Hermines entblößte Scham. Die spärlichen Härchen, die bei der letzten Intimrasur stehen geblieben waren, vermochten es nicht, dem Stechen seiner Augen etwas entgegenzusetzen und so zuckte Hermine heftig zusammen, als sein Blick sich direkt in ihren nackten Schoß bohrte. Er schien darin zu wühlen, sich zu winden und bis in ihr tiefstes Inneres vorzudringen, was Hermine mit einem lustvollen Aufschrei quittierte. Snape zog diesmal eindeutig mehr erstaunt als bösartig die Augenbrauen zusammen.

"Wenn ich gewusst hätte, dass es dir schon reicht, dass ich dich nur ansehe, dann hätte ich dir schon vor deiner Volljährigkeit einen Orgasmus verschaffen können", sagte er schließlich kopfschüttelnd, während Hermine so heftig erbebte, dass der heiße Kaffee sich in einem Schwall aus der Kanne ergoss und einen dunklen Fleck auf dem Betttuch hinterließ.

Als etwas Ruhe in ihren Körper eingekehrt war, ließ sie sich - die Kanne und Tassen immer noch in der Hand - mit ihrem nackten Hintern auf das Bett sinken.

Ihre Stimme klang atemlos, als sie hervorstieß: "HimmelbeiMerlinTeufelnochmal...ich wusste immer, dass du es kannst! Schon als dein Blick mich zum ersten mal streifte - Adrenalin - Gänsehaut - Stromschlag - Peitschenhieb...wie machst du das nur?"

"Ich weiß nicht genau", gab er nachdenklich zurück, "es muss an euch Frauen liegen. Sieh mal, ich wollte nichts weiter, als einen Kaffee trinken und du posierst ohne Höschen in meinem Blickfeld - irgendwo muss ich ja hinschauen, nicht wahr?"

Hermine nickte, dann biss sie sich auf die Unterlippe, als ihre Augen einen lüsternen Glanz annahmen. "Würdest du mich nochmal so ansehen?", fragte sie mit bebender Stimme.

Sofort schloss er die Augen und streckte seine Hand aus: "NEIN! Gib mir einen Kaffee!"

Hermine seufzte enttäuscht, sah auf die Tassen und fragte dann: "Welche möchtest du? ZDF oder SAT1?"

Snape gab ein wütendes Schnauben von sich: "Das sollte nicht SAT1 heißen - die Idioten in der Druckerei haben alles vertauscht...da sollte ST1A draufstehen!"

"Aha!", erwiderte Hermine. Nachdem sie ihm die gefüllte Tasse gereicht hatte, fragte sie: "Und was soll das heißen?"

Er trank einen Schluck von dem heißen Gebräu und erwiderte dann erklärend: "Das sollte heißen: Snapes Tränke sind 1A."

Hermine ließ sich Zeit, ehe sie darauf etwas sagte: "Kann es sein, dass du vorhattest, dich selbständig zu machen?"

Snape drehte die Tasse in seinen Händen, bis er die Schrift lesen konnte, die ihm ohnehin bekannt war. Er ließ ein sehnsuchtsvolles Seufzen hören, ehe er gestand: "Ja, ich wollte Hogwarts verlassen und ein kleines Labor einrichten, in dem ich Auftragstränke brauen könnte. Nur ich und ein paar Kessel, in denen es köchelt und brodelt."

Hermine sah in seine Augen, die jetzt so ganz anders wirkten. "Ja, das klingt romantisch", sagte sie verstehend.

"Romantisch? Nein, verdammt...das klingt nach richtig viel Kohle! Und nach ein paar Jahren hätte ich mich auf eine Insel absetzen können...irgendeine spärlich bewohnte Insel, verstehst du...und meine Zehen ins Meer getaucht, während mich zwei oder drei Schönheiten mit Sonnencreme Lichtschutzfaktor 1000 eingecremt hätten, aber dann..."

Hermine horchte auf: "Was kam dir denn dazwischen?"

Genervt winkte er ab: "Ach, das Übliche...der Lord ist gestorben und hat mir seine Todesser vermacht...eine Schülerin ist mir mit Haut und Haaren verfallen und hat mir damit das Denkvermögen außer Gefecht gesetzt...Albus möchte auf eine ausgedehnte Hochzeitsreise gehen und wird die einzige Person mitnehmen, die Konrektor ist; so dass er mir für die Zeit seiner Abwesenheit seinen Posten übertragen hat - als hätte ich mit den Todessern nicht schon genug zu tun, muss ich mich jetzt auch noch um die Schüler kümmern..."

"Du sollst WAS? Du meinst...du bist...du wirst der Direktor dieser Schule sein?"

Snape knirschte mit den Zähnen: "Das bleibt wohl nicht aus, wenn man Monat für Monat zum Lieblingslehrer gewählt wird. Nun gut, es hängt sicher auch damit zusammen, dass ich ein verantwortungsvoller und kompetenter Ansprechpartner für die Belegschaft und eine Vertrauensperson für die Schüler dieser Schule bin - stets verlässlich und..."

"Meine Güte, Severus! Was ist denn mit der Leberblümchenhybridennelke passiert?", fiel ihm Hermine ins Wort, die jetzt erst das vertrocknete Gewächs in einer dunklen Ecke des Zimmers entdeckte.

"Hab ich vergessen zu gießen", gab er schlicht zurück.

Hermine drückte ihm ihre Kaffeetasse in die Hand, sprang vom Bett und kniete im nächsten Moment vor dem Häufchen botanischem Elends.

"Aber das war die Letzte...", stammelte sie betroffen, "nur sie bot die Möglichkeit, ein Mittel gegen Erkältungen zu entwickeln...und du hast sie vertrocknen lassen?"

"Ja...dabei hab ich sie gegossen...ehrlich!"

"Wann?"

"Das war als ich...ach nein, da kam mir ja was dazwischen...aber nachdem ich...ne, da musste ich dringend weg...ach verdammt, ich weiß nicht mehr!"

Hermine hob ein abgestorbenes Blatt hoch und ließ die Spitze anklagend in Snapes Richtung zeigen: "Du bist schuld, dass nun nie ein wirksames Mittel gegen Erkältungen existieren wird - ist dir eigentlich klar, was das bedeutet?"

Es war lediglich ein Brummen, das er von sich gab, dann erwiderte er selbstgefällig: "Das bedeutet, dass wenigstens einige Dinge so bleiben, wie sie immer waren. Und jetzt beweg deinen nackten, kalten Hintern hierher!"

Hermine wurde sich bewusst, dass ihre blanke Kehrseite tatsächlich reichlich kühl geworden war, während sie da so vor der toten Pflanze gekniet hatte. Sie schlenderte zum Bett zurück, um herauszufinden, wie Snape sie zu wärmen gedachte.

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"Hast du den Reisewecker schon eingepackt?"

Minerva McGonagall wartete vergeblich auf eine Antwort ihres bald angetrauten Albus.

Der Direktor lief schon seit zwei Stunden ein Loch in den Teppich seines Schlafzimmers und starrte in eine Kristallkugel, die er dicht vor seine Augen hielt.

Minerva seufzte vernehmlich, dann fragte sie: "Und, haben die Beiden sich schon mal blicken lassen?"

"Nein, nicht ein einziges mal. Seine Tür ist immer noch zu und der Gang menschenleer. Meinst du, ich sollte mal nach dem rechten sehen? Vielleicht könnte ich einen kurzen Blick durch das Schlüsselloch werfe...nur so, um zu sehen, ob es Hermine auch gut geht."

Minerva tat grüblerisch: "Lass mich mal überlegen...du fragst mich das jetzt ungefähr, so schätzungsweise, in etwa, grob gerechnet, zum zwanzigstenmal...und stell dir vor, meine Antwort ist immer noch die gleiche wie die neunzehnmal zuvor - NEIN!"

"Aber was, wenn er ihr etwas getan hat?"

"Ich bin sicher, das hat er", gab Minerva ungerührt zurück, "wenn sie mehr Glück hat als ich mit dir, dann nicht nur einmal", fügte sie so leise an, dass Albus es nicht hörte.

"Glaubst du, ich hätte es verhindern müssen?", ließ der Direktor nicht locker.

Minerva setzte sich neben den halbgepackten Koffer aufs Bett und strich sich eine Strähne ihres ergrauten Haares zurück, die sich vorwitzig aus dem Knoten gelöst hatte.

"Es ist etwas merkwürdig, dass du das fragst, Albus...hättest du Severus davon abgehalten, Hermines Volljährigkeit zum, seit 18 Kapiteln erwarteten Beischlaf zu nutzen, dann wärst du in dieser Geschichte wesentlich mehr sexuell zum Zuge gekommen, als Severus...das wäre in der Tat merkwürdig, oder?"

Dumbledore warf nachdenklich die Kristallkugel in die Luft und fing sie geschickt wieder auf.

"Du hast natürlich Recht, meine Liebe...DAS wäre mal eine Story gewesen, nicht wahr!", begeisterte er sich.

"Bringt nicht genug Leser", erwiderte Minerva trocken, "wenn du vielleicht ein wenig...flexibler wärst..."

Aufgebracht unterbrach Albus sie: "Flexibler? Für einen Mann meines Alters ist ein Liebesspiel auf dem Teppich reichlich flexibel, oder wie flexibel hättest du mich gerne?!"

"Stimmt, das war nicht schlecht", erwiderte Minerva lächelnd bei der Erinnerung ihres ersten Mals mit Albus, dann wurde sie jedoch wieder ernst, denn die Thematik war durchaus von hoher Brisanz, und sie fügte erklärend an: "Gut, Flexibilität ist nicht das Problem, aber die Länge..."

Erneut unterbrach er sie, diesmal beinahe resigniert: "Ich habe dir doch von Anfang an gesagt, dass du keine überdurchschnittliche Ausstattung bei mir erwarten solltest. Himmel, ich weiß ja, was du in deiner Nachttischkommode aufbewahrt hast...oder noch aufbewahrst?" Den letzten Satz hatte er lauernd ausgesprochen. Minervas Stimme schnellte um ein paar Oktaven in die hysterische Höhe.

"Ich WUSSTE, dass du da irgendwann drauf rumreitest - gleich als du ihn bei mir fandest, wusste ich, dass ich den nochmal von dir auf's Brot geschmiert bekommen würde!"

"Den schmier ich dir bestimmt nicht auf's Brot", ereiferte sich Dumbledore, allein von der bildlichen Vorstellung angewidert; dann fügte er aufbrausend hinzu: "Außerdem reite ich auf gar nichts rum...aber was ist mit dir? Reitest du noch drauf rum?"

Minerva wurde das Gespräch nun eindeutig zu schlüpfrig und sie wies mit ausgestrecktem Finger auf die Kristallkugel: "DA! Waren sie da nicht gerade?"

Ohne in das gläserne Objekt in seiner Hand zu sehen, sagte Albus: "Nein, waren sie nicht...spar dir deine Ablenkungsmanöver. Wir sind noch nicht einmal verheiratet und schon versuchst du mich hinters Licht zu führen; machst es dir heimlich selbst und kritisierst meinen Stil."

"Stiel?", fragte Minerva, während sie den neuen Ausdruck prüfend ihrem obszönen Wortschatz hinzufügte.

"Nicht Stiel - STIL! Obwohl du an meinem Stiel wohl auch etwas auszusetzen hast", fuhr Albus sie an, nur um danach reichlich geknickt auszusehen.

Minerva erhob sich vom Bett und nahm ihren Albus zärtlich in den Arm.

"Aber nein, mein brummiges Albusbärchen, ich bin völlig zufrieden mit allem, was ich an dir vorfinde...meine Kritik wegen der Länge bezog sich doch nur auf den Zeitraum, den du uns für unsere...körperlich Zweisamkeit einräumst. Wir könnten uns manchmal mehr Zeit füreinander nehmen, verstehst du?"

Albus nickte tatsächlich etwas brummelig vor sich hin, dann hob er die Kugel zwischen sich und Minerva, blickte wiederum sehr finster hinein, und sagte: "Mehr Zeit lassen...so wie Severus? Meine Güte...wenn er sich noch mehr Zeit lässt, dann sollte ich ihm durch einen Hauselfen einen Urlaubsantrag in die Kerker bringen lassen."

Minerva ließ Albus stehen und ging zurück zum Bett, auf dem der Koffer lag.

"Hast du den Reisewecker schon eingepackt?", fragte sie erneut und begann - in Ermangelung einer Antwort von Albus - sehr unmagisch in der sorgfältig zusammengelegten Wäsche zu wühlen.

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Eine fehlte, sie war sich ganz sicher.

Es konnte immer mal passieren, dass eine abhanden kam, aber meist fand sie sie unter dem Bett wieder, manchmal unter dem Kleiderschrank, einmal sogar im Kühlschrank, aber diesmal war jegliche Suche vergebens - die Kristallkugel blieb einfach unauffindbar.

Sybille Trelawney riss ihr rechtes Augen weit auf, um die Kontaktlinse einsetzen zu können, was sie zuvor schon erfolgreich beim linken Auge praktiziert hatte. Die Haftschalen würden allerdings nichts daran ändern, dass eine ihrer Wahrsagekugeln verschollen blieb. Sie würde mit Albus Dumbledore darüber sprechen, denn dieser hatte sie tags zuvor extra aufgesucht, um ihr zu versichern, dass sie mit Problemen jederzeit zu ihm kommen könne.

Etwas enttäuscht, dass gerade die mit der besten Optik derzeit nicht aufzutreiben war, griff Trelawney zu einem ihrer anderen gläsernen Helferlein.

Sie rieb den Staub von der glatten Oberfläche und sah beschwörend hinein.

Oh, die Beiden waren immer noch dabei sich zu vereinigen - wenn man denn das Aufeinander, Untereinander, Nebeneinander, Hintereinander und überhaupt Durcheinander so gesittet beschreiben wollte.

Bei Merlin, die waren wirklich anregend!

Sybille gönnte es sich, ein Liedchen mit rauchiger Stimme zu trällern: "Der Grimm, der Grimm, wo will er denn nur hin? Sucht sich eine Höhle, sucht ein dunkles Loch, sucht sich ein Versteck...ach, ich find dich doch!"

Anfangs war es gar nicht so leicht gewesen, in Severus private Räume vorzudringen, sie war mit ihren Beobachtungen nur bis zu seiner Kerkertür gekommen, und hatte den öden Gang im Blick gehabt, aber seit sie die Kristallkugeln hatte tunen lassen, war so einiges möglich, wenn man wusste, wie man die Höchstleistungen richtig herauskitzelte.

Severus schien auch zu wissen, wie er Höchstleistungen aus Hermine herauskitzelte - Sybill neigte den Kopf, bis ihr die Kontaktlinsen aus den Augen fielen - um die neue Position ihres voyeurisierten Pärchens besser in Augenschein nehmen zu können. Schnell versuchte sie die Haftschalen wieder aufzuheben, da sie nun rein gar nichts mehr sah...als sie das schreckliche Geräusch vernahm - KNIRSCH! Damit würde der Rest eindeutig Kopfkino bleiben müssen.

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Hermines Pobacken waren inzwischen nicht nur angenehm gewärmt, sie schienen regelrecht in Flammen zu stehen. Der ein oder andere Handabdruck von Snape zierte die ansonsten weiße Haut ihres Gesäßes, das derzeit auf dem wohltuend kühlenden Laken ruhte. Hermine fragte sich inzwischen, was Severus da oben tat, während ihr Unterleib und ihre Beine noch auf dem Bett lagen, und alles, was sich eigentlich oberhalb dessen befand - einschließlich ihres Kopfes - ein Dasein auf dem Boden fristete. Keine bequeme Position, aber durchaus interessant. Sie versuchte sich auf die Stelle zwischen ihren Beinen zu konzentrieren, die ihr plötzlich schrecklich einsam und verlassen vorkam.

Der Dauergast, der sich in den letzten Stunden in diesen Regionen aufgehalten hatte, war mit seinem Besitzer Richtung Küche verschwunden.

Hatte Severus etwa doch ein Herz, so dass ihm eingefallen war, dass sie vielleicht auch mal etwas anderes zu sich nehmen müsste, als die Substanz, die sie noch äußerst deutlich auf der Zunge schmeckte?

Nein, er musste wohl kein Herz haben, um sie sich selbst zu überlassen und in die Küche zu verschwinden - dafür reichte es aus, wenn er einen Magen besaß.

Hermine klopfte mit den Fingerspitzen ungeduldig auf den Teppich, während sie probeweise die Zehen bewegte, um zu spüren, ob er vielleicht längst zurück war und ihre Beine nur so taub geworden waren, dass sie es schlichtweg nicht bemerkt hatte.

Doch, die Zehen spürte sie noch - und dann spürte sie auch ihn, wie er sich zwischen ihren Knien niederließ. Etwas Kaltes berührte sie an der Wade und Hermine gab ein Quieken von sich.

"Was ist das? Du hast doch hoffentlich die Eiswürfel in ihrem Kühlfach gelassen...ach, du hast ja gar keine Eiswürfel in deinem Kühlschrank - du hast so gut wie gar nichts in deinem Kühlschrank...", plauderte sie vor sich hin, als sie erschrocken innehielt.

Severus lachte dunkel, und bestätigte ihr dann, was ihr gerade dumpf ins Gedächtnis gedümpelt war.

"Ich hab uns ein paar Zuschauer geholt. Dann sind wir nicht ganz so alleine."

In dem Einmachglas brach die Hölle los und Snape klopfte beruhigend auf den gläsernen Deckel: "Na Jungs, das ist doch wohl besser, als wenn Voldemort euch in der Gegend rumwarf."

Hermine befand, dass ihr Gehirn inzwischen genug Blutzufuhr abbekommen hatte und hievte ihren Oberkörper wieder aufs Bett.

Alle Augen drehten sich beschämt nach hinten, als Hermine ihnen so offen mit ihren, noch im Kopf befindlichen Exemplaren begegnete.

Dann sah Hermine Snape einen Moment strafend an, bevor sie in wollüstiges Lachen ausbrach: "Okay, dann wollen wir den Jungs mal was bieten...denn quatschen werden sie darüber hinterher wohl kaum", damit zog sie den Tränkemeister über sich, wobei sie diesmal ihm betont herzhaft den Hintern tätschelte.

tbc...wenn Ihr denn wollt...?