Pink

Rating: pre-slash, so PG,

Disclaimer: JKRs Welt, the concepts Geschichte. ( www fanfiction net /u / 774261/) Hier verdient niemand irgendetwas, okay?

Summary: Veralberung eines Klischees. Harry ist fest entschlossen die Verwandlung zum Animagus zu meistern. Die Resultate sind… unerwartet.

Pink

Dumbledore schien nicht im Mindesten überrascht, als sein Büro von der seltsam gemischten Gruppe gestürmt wurde, sondern bot erst einmal ein breites Lächeln und eine Runde Zitronenbonbons an.

„Headmaster, diese Kinder haben meinen Unterricht mit ihrem undisziplinierten Verhalten und ihren Scherzen das letzte Mal unterbrochen. Ich fordere, dass etwas getan wird."

Zu Snapes Empörung ignorierte Dumbledore ihn vollkommen und sprach stattdessen den Vogel an, der es sich unter Snapes Arm gemütlich gemacht hatte. „Und ich nehme nicht an, dass du einen Bonbon möchtest?"

„Headmaster", knirschte Snape mit schlecht versteckter Ungeduld, „Flamingos essen keine Zitronenbonbons. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es schlecht für ihr Verdauungssystem wäre. Wenn Sie dem verdammten Vieh Erfrischungen anbieten möchten, dann schlage ich vor, dass Sie etwas Angemesseneres, wie Krustentiere oder Algen, finden."

„Woher wollen Sie wissen, was Flamingos essen", fragte Ron mit säuerlicher Stimme, ganz klar stinkig darüber, in Dumbledores Büro geschleift worden zu sein, für etwas, dass nicht seine Schuld war.

Jeder weiß, wovon sich Flamingos ernähren", erwiderte der Tränkemeister herablassend.

„Eine hervorragende Wahl, die du da getroffen hast, mein Junge", teilte der Headmaster dem Vogel mit. „Natürlich weiß ich, dass du nicht wirklich eine Wahl hattest, aber trotzdem… darf ich dir zu deinem herrlichen Federkleid gratulieren?"

Der Vogel gab ein erzürntes ‚honk' von sich und Snape seufzte schwer. „Headmaster, ich glaube nicht, dass sie die Lage verbessern. Das Tier ist verwirrt und müde und sehr wahrscheinlich nicht einmal wirklich ein Tier, sondern eher ein Regenschirm oder Krocketschläger, der im Unterricht verwandelt wurde. Wir sollten es einfach wieder zurückverwandeln und mit unseren Tagesgeschäften weitermachen."

Der Flamingo kreischte lautstark und begann, sich hektisch zu bewegen. „Sei nicht albern, Severus. Ich bin sicher, dass Harry sehr wohl allein in der Lage ist, sich wieder in einen Menschen zurück zu verwandeln, wenn wir ihm nur ein wenig Zeit geben."

„Nun ja, es ist schon sehr lästig ihn die ganze Zeit herumzutragen und ich… WAS? Was haben Sie gesagt? Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst!"

Ein langer Hals wand sich und große, traurige schwarze Augen blickten in seine. Severus bemerkte eine kleine, wie ein Blitz geformte Markierung auf dem Kopf des Vogels und das Tier honkte Mitleid erregend.

„Potter? Du kleines Monster! Ich habe dir verboten diesen Zauber zu probieren! Nun hängst du fest, nicht wahr? Gib's zu! Gib's zu, bevor ich dir deinen überlangen Hals umdrehe!"

„Nun, nun, Severus, du verbesserst die Lage nicht", gab Dumbledore Snapes eigene Worte selbstzufrieden zurück. „Es sollte einfach genug sein, Harry in seine eigene Form zurückzubringen. Setz ihn einfach ab und lass mich mal ran."

Snape ließ den Vogel fallen, während ein Auge verdächtig zuckte.

„Oh, Harry, ich bin so stolz, dass du es geschafft hast", rief Hermione. „Aber wieso hast du mir nicht gesagt, dass du es versuchen würdest?"

„Geht etwas zurück", befahl Dumbledore. „Er wird Platz für die Rückverwandlung brauchen." Es gab einen kurzen Lichtblitz und Harry schien aus der Form des Vogels zurückzukehren, doch bevor er es geschafft hatte, fasste er sich keuchend an die Kehle, fiel zu Boden und ging wieder in die Flamingoform über. Dumbledore betrachtete ihn genauer und berührte das Armband, das um den Hals des Vogels hing. „Was ist das?"

„Das tut mir Leid", sagte Hermione. „Wir haben es als Halsband benutzt, um ihn zu Professor Snape zu bringen. Ich nehme es ihm sofort ab." Sie nestelte an dem Band herum, aber es ließ sich nicht öffnen. „Ich glaube, der Verschluss ist kaputt."

Der Headmaster runzelte die Stirn. „Woher haben Sie das?"

Ron hob die Hand. „Es, ähm, war ein Geschenk, Sir", sagte er und zog den Kopf ein, ohne jemandem in die Augen zu sehen. Harry stieß seinen Freund mit dem Schnabel an, wie um ihn zum Sprechen zu bewegen. „Ich… hab es von Mundungus Fletcher", murmelte Ron schließlich.

„Was? Ron! Du hättest wissen sollen, dass damit etwas nicht stimmt, wenn es von Mundungus kommt", belehrte Hermione ihn.

„Hm. Ich fürchte, das wird einige Nachforschungen benötigen", entschuldigte sich Dumbledore und strich Harry über die Federn.

„Denken Sie, dass Mundungus es von einer kriminellen Quelle bezogen hat?", fragte Snape, der überraschend besorgt klang.

Der Headmaster sah ihn mit ernstem Gesicht an. „Schlimmer. Ich denke, dass er es aus dem Hause Black gestohlen hat."

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Severus starrte mit bösem Blick auf die Seite vor ihm und strich gedankenverloren über Harrys gefiederten Kopf, der auf seinen Knien ruhte. Sie arbeiteten sich durch die Bücher, die Granger gefunden hatte. Severus war definitiv nicht erfreut darüber, dass er derjenige war, den man abkommandiert hatte, alles über die Bedürfnisse von Flamingos herauszufinden – aber Dumbledore hatte dazu folgendes zu sagen gehabt: ‚Du bist derjenige, der wusste, was sie fressen, also bist du unser führender Ornithologe. Betrachte es einfach als eine Möglichkeit, dein Fachwissen zu erweitern.'

Es hatte einen kleineren Kampf gegeben, als Potter versucht hatte, ebenfalls in dem Buch zu lesen und seinen großen Schnabel zwischen Severus und die Seiten geschoben hatte, was dem Jungen – dem Vogel – mehr als einen Klaps hinter die Ohren – oder deren Äquivalent – gebracht hatte. Am Ende hatte Harry aufgegeben und sich damit begnügt seinen Kopf auf Snapes Schoß abzulegen, was dieser gerade so tolerierte.

„Hör sich das einer an", murmelte Snape. „Das Auge eines Flamingos ist größer, als sein Gehirn. Nicht viel Veränderung auf diesem Gebiet, nicht wahr?"

Harry grunzte seinen Protest, aber es klang eher halbherzig.

„Tja, du gehörst offensichtlich nicht zur Art der großen Flamingos. Zuerst einmal bist du zu… pink", sagte Snape verächtlich, „und natürlich zu klein. Scheint, als ob, egal zu welcher Spezies du gehörst, du dazu verdammt wärst, immer ein dürres Ding zu sein." Er erhielt keine Antwort. Snape vermutete, dass Harry es mit würdevoller Stille versuchte, obwohl auch die Möglichkeit bestand, dass seine Finger, die durch die Federn strichen, einfach zu angenehm waren. „Wieso der Headmaster ein so brennendes Interesse daran hat, deine genaue Spezies zu erfahren, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich will er mich einfach nur in den Wahnsinn treiben. Und es funktioniert." Snape las weiter, „Gütiger Merlin, das kann nicht sein", sagte er plötzlich mit tonloser Stimme. „Zeig mir deine Füße. Deine Füße, verflucht!"

Harry honkte, schnaubte und hob einen Fuß, den er beinahe in Snapes Gesicht rammte.

„Sehr witzig, Mister Potter. Zehn Punkte von Gryffindor." Er sah auf den dargebotenen Fuß. "Und es ist genau so, wie ich es vermutet habe. Sie sind ein Phoenicoparrus jamesi – ein James-Flamingo."

Harry stieß einen Schrei des Entzückens aus und fiel bei dem Versuch das Buch zu erreichen über die eigenen Füße. Er beäugte die Worte für einen Augenblick, blinzelte einige Male in Ungläubigkeit und drehte seinen Kopf dann überwältigt ins Snapes Richtung.

„Ich bin abgestoßen von Ihrer Wahl der Animagusform, nur damit Sie Bescheid wissen", sagte der Mann. „Ich sollte hinzufügen, dass ich noch nie einen so blöden Ausdruck bei einem Flamingo gesehen habe. Soll ich weitermachen, oder würden Sie gern ein wenig dramatisch umherwanken und dann ohnmächtig werden? Nein? Schön. Der Text sagt hier, dass Sie zu der kleinsten und zerbrechlichsten Flamingoart gehören."

Harry kreischte ärgerlich und stampfte mit den Füßen.

„Schon gut, schon gut, ich hab's verstanden. Hör auf, oder Mdm. Pince wirft uns raus", versuchte Snape ihn zu beruhigen. "Und es bringt nichts, darüber zu diskutieren, nicht ich sage das, sonder es steht so im Buch. Mit all den Geräuschen, die du so von dir gibst, muss ich sagen, dass Flamingos ziemlich laute Geschöpfe sind. Obwohl das ja wirklich passend ist, egal wie sehr du schmollst. Hör auf zu schmollen. Wie kann das überhaupt sein, dass du in diesem Zustand und mit einem Schnabel den Gesichtsausdruck des Schmollens darstellen kannst? Im Vergleich zu anderen Vögeln sind Flamingos doch eher dafür bekannt sich zu putzen und herumzustolzieren. Oh ja, die Ähnlichkeiten türmen sich geradezu, oder? Hör auf mich zu picken! Potter! Du kommunistenfarbene Plage!"

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"Ich nehme an, ich sollte glücklich darüber sein, dass wir soviel herausgefunden haben, wie nur möglich, bevor du es geschafft hast, dass wir rausgeschmissen wurden", sagte Snape und marschierte die Halle hinab, während Potter ihm mit unelegantem Staksen folgte.

Potter erwiderte nichts.

Nachdem er alles, was er erfahren hatte dem Headmaster erzählt hatte, fragte Snape: „Irgendein Erfolg in Bezug auf das Armband?"

Der Headmaster schüttelte den Kopf. „Ich habe nach Mundungus schicken lassen, aber auch er weiß nicht viel. Es war, wie ich ohne Überraschung erfahren habe, ein einfacher Impuls, der ihn dazu bewegt hat, das Schmuckstück mitgehen zu lassen und er hat natürlich vorher nicht in Erfahrung gebracht, worum es sich dabei handelt."

Snape zischte verächtlich. „Wie auch immer. Ich habe mein Martyrium für heute hinter mir. Ich gehe zu Bett."

Er war schon fast bei den Treppen, die in die Kerker führten, als er feststellte, dass Potter noch immer hinter ihm herlief. „Und was genau denkst du, was du da tust?", fragte er kalt, als er stehen blieb.

Harry antwortete nicht, sondern hob und senkte nur ein paar Mal Hals und Kopf.

Snape verdrehte die Augen. „Du hältst dich wohl für sehr witzig. Na, komm schon mit. Ich hab nicht die ganze Nacht Zeit."

In dieser Nacht erwachte der Tränkemeister mehrere Mal und war jedes Mal davon überzeugt, dass der Tag viel zu surreal gewesen war, um echt gewesen zu sein, doch dann streckte er die Hand aus und berührte den Flamingo neben sich, fuhr mit der Hand durch die pinken Federn und wusste, dass alles echt war. Potter wachte jedes Mal auf, schüttelte das Gefieder aus, gab Snape einen zutraulichen Blick und steckte den Kopf wieder unter einen Flügel, um gleich wieder einzuschlafen.

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"Oooooh, ist sie nicht wunderschön?", piepste Ginny Weasley.

Snape schenkte ihr und ihren Freundinnen seinen intensivsten, alles in Flammen setzenden, Blick, während diese um Potter herumstanden. „Er ist nichts in der Art, Miss Weasley", schnappte er. „Er ist lediglich ein Flamingo und nicht mehr oder weniger attraktiv, als der Rest seiner Art. Und selbst, wenn er die verführerischste Schönheit unter allen Flamingos dieser Welt wäre, wäre es noch immer keine Entschuldigung dafür, dass Sie nicht auf Ihrem Platz sitzen."

Die Mädchen huschten zu ihren Tischen, aber viele warfen Harry sehnsüchtige Blicke zu, welcher seinen Kopf in der anstößigsten und niedlichsten Weise überhaupt, unter seinem Flügel versteckt hatte.

Einer der Slytherins wagte es, die Hand zu heben. „Wie haben Sie ihn bekommen, Sir?"

„Indem ich den kürzesten Halm gezogen habe und ich werde keine weiteren Fragen in diese Richtung erlauben, verstanden? Öffnen sie ihre Bücher. Wir werden einen Reparaturtrank brauen und ich wünsche alle Augen in meine Richtung. Der Erste, der diesen missglückten Pfau ansieht, fliegt aus der Klasse – und verliert alle Punkte des Tages."

Vier Leute flogen in dieser Stunde raus, weil sie einfach nicht aufhören konnten Harry anzustarren. Natürlich war es wirklich schwierig, ihn nicht anzustarren, wie er fröhlich in seinem kleinen Pool herumtrampelte, eine Muggelerfindung, die Dumbledore irgendwo aufgetrieben hatte und ein „Planschbecken" nannte. Wie auch immer es hieß – dieses Ding und den Flamingo in einer Ecke seines Klassenzimmers zu haben, war eine gewaltige Ablenkung und Severus hasste es von Herzen. Außerdem, wie der Terror den Granger darstellte hervorgehoben hatte, wirkte beides fröhlich und sonnig. Es ruinierte das Ambiente von Snapes Kerkern.

Severus hatte nicht wirklich den kürzesten Halm gezogen, außer vielleicht im übertragenen Sinne. Harry hatte ihn – und seinen Kerker – einfach ausgesucht und schien nicht mehr gehen zu wollen. Alle in die Situation Involvierten hatten die Situation lang und breit besprochen: Wie seltsam es war, dass ein tropische Vogel sich die kältesten Räume des Schlosses aussuchte, das es noch seltsamer war, das Snape dies gestattete und wie überaus faszinierend es war, das sich zwischen den beiden ein Band zu entwickeln schien.

Als die letzte Klasse des Tages den Raum verlassen hatte, sah Snape das Biest mit säuerlichem Ausdruck an. „Oh, das hat dir Spaß gemacht, nicht wahr? Als ob du normalerweise nicht schon genug Aufmerksamkeit erhalten würdest. Jetzt hast du auch noch das Bedürfnis meine Kerker mit deiner Arroganz heimzusuchen?"

Harry gab ein jammerndes Honken von sich und hob ein Bein an, offensichtlich frierend.

„So ein Mist. Jetzt muss ich wegen dir noch die Wärmezauber erhöhen, richtig? Du bist wahrhaftig eine störende Kreatur." Entgegen seinen harten Worten sprach er unverzüglich den Zauber für Wärme und Harry entspannte sich ein wenig.

„Severus! Wie kommen du und Harry miteinander aus?" Dumbledore betrat den Raum hinter einem schwebenden Behälter.

„Wie ein Holzhaus und Feuer", erwiderte Severus mit monotoner Stimme. „Was ist das?"

„Flamingofutter, mein Junge."

"Ich glaube nicht dass so etwas existiert."

Der Headmaster blinzelte ihm zu. „Wenn das funktionieren würde, dann hätte ich es schon lange an Tom Riddle ausprobiert und das wäre es gewesen. Leider…"

„Jaja, schon kapiert", seufzte Severus. „Und heute Abend findet ein weiteres Treffen statt. Du wirst dich selbst um den Jungen kümmern müssen bis ich wieder zurück bin, falls er sich bis dahin nicht zurückverwandelt hat. Wo wir gerade dabei sind – gibt es irgendwelche Fortschritte? Bitte sag mir, dass ich nicht auf ewig mit dieser pinken Pest gestraft bin."

„Es gibt in der Tat gute Nachrichten. Auf den Rat von Phineas hin suchen wir nach dem Tagebuch von Wulfric Black, der eine ganze Kollektion solcher magischer Objekte hatte."

Severus sah zu, wie das Futter für Harry in den Pool geschüttet wurde und der Junge sich sofort darüber hermachte, indem er seinen Kopf ins Wasser fallen ließ und ihn hin- und herbewegte. „Du siehst aus wie ein Idiot", informierte Snape ihn. Der Flamingo hielt lange genug inne, um ihm einen beleidigen Blick zuzuwerfen und kehrte dann zu seinem Abendessen zurück.

„Harry scheint dich gern zu haben", bemerkte Dumbledore, als Harrys Kopf gerade unter Wasser war. „Und mir wurde mitgeteilt, dass er, wenn du ihn alleingelassen hast, bei deiner Rückkehr praktisch tanzt."

„Ich habe keine Ahnung warum und fürchte mich vor der Erklärung", grunzte Severus. „Falls ich plötzlich eine gewinnende Persönlichkeit entwickelt haben sollte, dann lass es mich bitte wissen, damit ich mich umbringen kann, ja?"

Der Headmaster warf ihm einen beruhigenden Blick zu und tätschelte ihm den Arm. „Kopf hoch, mein Junge. Ich fühle mich sehr optimistisch."

"Ich gebe meinem Schock darüber später Ausdruck, sobald ich genug Zeit habe Überraschung zu heucheln. In der Zwischenzeit, versucht euch zu beeilen, wenn schon nicht für euch selbst, dann doch vielleicht um meines Verstandes willen." Severus sah zu, wie Dumbledore den Raum wieder verließ und ein Gefühl der Verzweiflung bemächtigte sich seiner. Potter hatte keine große Aussicht gehabt der Retter der Zaubererwelt zu werden, als er noch ein Mensch war und noch einen Zauberstab schwingen konnte. Der Gedanke, dass der Held der Seite des Lichts jetzt pink und gefiedert war und gerade in diesem Moment seinen Kopf wiederholt in einen kleinen Pool schmutzigen Wassers klatschen ließ, war nicht ermunternd.

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Der Tränkemeister machte sich kurz nach Sonnenuntergang per Besen auf den Weg zu dem Todessertreffen. Harry nickte, als der Mann ihm befahl zu bleiben wo er war, folgte ihm aber dennoch in staksigem Gang. Snape mochte ein Bastard sein, aber er war Harrys Bastard und Harry sollte doch verdammt sein, wenn er zuließ, dass sich der Mann umbringen ließ.

Das Schlimmste daran ein Vogel zu sein, so empfand Harry es zumindest, war die Unfähigkeit klar und geradeaus zu denken. Mindestens neunzig Prozent seines Verstandes schienen sich mit Futter zu beschäftigen und damit, seinen Hals zu verbiegen. Es war Instinkt und machte es schwierig, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Was Harry nicht realisierte war, das Snape zu folgen ebenfalls Instinkt war. Flamingos sind sehr soziale Tiere, sie leben zum gegenseitigen Schutz in großen Kolonien und fliegen in Schwärmen. Harry nahm an, dass es Snapes große, schnabelhafte Nase war, die ihn zum Teil seines Schwarms machte.

Er dachte gar nicht weiter darüber nach, sondern nahm einen großen Schritt Anlauf, schwang sich in die Luft und folgte dem Besen. Er flog, ohne Hilfe, ganz allein. Er fühlte einen Ansturm von Freude, dass er nicht mehr auf einen Besen angewiesen war. Der Wind pflügte durch seine Federn und er bewegte seine Schwingen, voller Glück.

Es war fast ein Ausgleich dafür pink zu sein.

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Snape erreichte das Todessertreffen mit einiger Besorgnis.

„Hallo, Severus", erklag eine höfliche aber kalte Stimme.

„Hallo, Lucius", erwiderte er. „Wie reizend von dir, dein Manor zur Verfügung zu stellen."

Der Blonde lächelte. „Ich weiß. Und ich bin so froh, dass ich etwas habe, das ich zur Verfügung stellen kann."

Bevor Severus antworten konnte, erklang eine Aufmerksamkeit heischende Stimme. „Bei Merlin! Was zur Hölle ist denn das? Gehört das zu Narcissas neuem Hobby?" Der Tränkemeister drehte sich um und warf Avery einen eisigen Blick zu. Dies hier war ein Todessertreffen und es wurde erwartet, dass man über Dinge wie Familie, Hobby oder ähnlichem nicht sprach.

Als Snape erkannte worauf Avery zeigte, fiel ihm die Kinnlade herab.

Crabbe, der neben Avery stand, sagte langsam: „Das ist ein… ein… Flamenco?"

Lucius sah den Vogel mit einem konzentrierten Blick an, dem Blick eines Mannes, der wusste, dass er von Idioten umringt war und später die einzig verlässliche Quelle für Informationen darstellen würde. „Stell dich nicht so dumm an. Flamenco ist ein spanischer Tanzstil, Gitarre und Gesang. Ich nehme an, dass das Wort auf welches du dich so stümperhaft zubewegst ‚Flamingo' ist." Und nein, der gehört nicht meiner Frau."

Severus schluckte hart, seine Kehle plötzlich trocken wie Sandpapier.

Lucius drehte sich zu ihm um. „Es ist interessant zu bemerken, dass mein Sohn mir erzählte, dass sein Lieblingsprofessor, Snape, erst neulich im Unterricht eine solche Kreatur dabei hatte. Man stelle sich nur den Zufall vor."

"Du kleines Mistvieh", fauchte Snape den Flamingo an, der prompt beschämt den Kopf hängen ließ. Der Mann versuchte sich zu fangen. „Ja. Das ist meiner. Nicht, dass ich ihn mir ausgesucht hätte. Er ist einfach… aufgetaucht."

"Wie seltsam", lächelte Lucius und hob eine Braue. „Dabei sind das so seltene Tiere… wahrscheinlich ist er aus einem Zoo entkommen?"

„Wahrscheinlich", zwang Snape sich zu erwidern.

„Und doch trägt es eine Art Halsband. Wenn es eine Erkennungsmarke hat, dann solltest du ihn vielleicht seinem Eigentümer zurückgeben", sagte Lucius, ganz so, als wären sie alle gesetzestreue Bürger, die genau so etwas tun würden.

„Das habe ich ihm umgelegt", versicherte Snape ihm eilig, als der andere sich Potter näherte.

Harry quiekte als der Todesser ihm zu nahe kam, flatterte zur Seite und ließ sich etwas entfernt von Lucius nieder. „Schüchtern, was?" Lucius zog seinen Zauberstab und ließ Harry erstarren, sodass er ihn sich schnappen konnte.

„Das ist absolut übertrieben", informierte Snape ihn.

Lucius ließ ein kleines Lächeln aufblitzen. „Ich denke, unser Meister würde dein neues Haustier gern einmal kennenlernen, n'est-ce pas?" Er wandte sich zu Avery und Crabbe. „Berichtet dem Dunklen Lord hiervon", wies er sie an und sie beeilten sich, seinem Befehl Folge zu leisten.

Severus Kehle zog sich unangenehm zusammen und versuchte, sein Herz wieder in seine Brust hinab zu befördern. Harry Potter war von Todessern gefangen genommen worden und seine ganze Hoffnung war, dass sie es nicht erkennen würden.

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Aus irgendeinem Grund hatte Harry sich die Begegnung mit Voldemort so vorgestellt, dass dessen Blick auf Harry fallen und er schreien würde ‚Da ist er, mein Erzfeind, Potter!' bevor er ihn mit einem sofortigen und endgültigen Avada Kedavra umlegte. Er hatte erwartet, dass Voldemort ihn augenblicklich erkennen würde, egal in welcher Form er sich befand.

So fühlte er sich ein wenig beleidigt, als der Mann aus dem Manor herausgestampft kam, Lucius und Harry einen desinteressierten Blick zuwarf und fragte: „Warum genau, wurden ich und meine Pläne für einen Flamingo unterbrochen?"

Lucius wurde mit einem Mal ziemlich nervös. „Ah. Ich fand es nur seltsam, dass eine solche Kreatur in England existiert und dann auch noch als Haustier für, äh, Snape. Findet Ihr das nicht auch verdächtig?"

„Ich finde alles verdächtig; Paranoia hat mich dort am Leben erhalten, wo Magie es nicht konnte. Aber wenn du schon so fragst: Nein. Es scheint mir ziemlich eindeutig warum dieses Biest Severus als Halter auserkoren hat; sie teilen sich schließlich das gleiche unvorteilhafte Profil. Wahrscheinlich denkt es, es hätte seinen Lebenspartner gefunden. Vermutlich war es ein Teil einer Wanderausstellung und ist geflohen."

„Aber Meister…"

"Ich habe KEINE ANGST vor einem VERDAMMTEN PINKEN VOGEL, LUCIUS", brüllte Voldemort, der es scheinbar langsam als Beleidigung ansah, über die Anwesenheit des Tieres informiert worden zu sein. „Und ich lasse keinen Idioten aus mir machen." Er hob seinen Zauberstab und machte sich bereit einen Unverzeihlichen zu sprechen.

Harry erkannte ungefähr zum gleichen Zeitpunkt, dass sich sein Körper direkt zwischen den beiden Männern befand und er die ganze Kraft des Fluches abbekommen würde. Er begann, sich in Lucius' Griff zu winden, doch Lucius Griff war fest mit Angst und Terror.

„Mein Lord, nein", rief Severus und warf sich nach vorn.

Voldemort war außer sich. „Ich habe genug von eurer Ungehorsamkeit heute Nacht! CRUCIO!

Severus fiel zu Boden und wand sich unter Schmerzen.

Harry riss sich aus Lucius' Griff frei und flatterte wie verrückt mit seinen Flügeln. Er wackelte auf unsicheren Beinen in Severus' Richtung, der, inzwischen nicht mehr unter dem Cruciatus, am Boden lag.

Voldemorts Aufmerksamkeit richtete sich auf Harry.

Bevor dieser jedoch Severus erreichen konnte, sauste ein heftiger Luftzug nur knapp an seinem Kopf vorbei und er sah Lucius Malfoy, der einen Besen zwischen den erhobenen Händen schwang. „Dämlicher Vogel", fauchte er, „ich wird dir zeigen was mit denen passiert, die versuchen einen Idioten aus mir zu machen." Er ließ den Besen auf Harry herabsausen, doch Harry sprang aus dem Weg, laut honkend, als der Besen seine Seite streifte. Ein weiterer Schlag traf nur den Boden neben ihm.

Harry ließ einen ohrenbetäubenden Schrei los und warf sich mit wehenden Federn auf den blonden Mann. Er schnappte mit dem Schnabel nach ihm und als Lucius versuchte seinen Zauberstab zu ziehen, pickte er ihn diesen aus den Händen.

Ein eigenartiges Geräusch ließ die beiden Kämpfenden innehalten, ein beängstigendes, hohes und kaltes Lachen. Es schwoll immer weiter an, wurde zu einem haltlosen Kichern und versiegte schließlich in amüsiertem Schnauben und sowohl Harry als auch sein Angreifer standen still und starr und sahen sich nach der Quelle des Lachens um.

Lucius' normalerweise einwandfrei sitzendes Haar stand in alle Richtungen ab und seine Stirn blutete ein wenig, wo Harry in gepickt hatte. „Meister?", rief er vorsichtig, seine Augen voller Furcht.

Voldemort gab den beiden ein kaltes kleines Lächeln. „Höchst amüsant. Natürlich bin ich nicht gerade begeistert, dass einer meiner treuesten Diener von einem pinken Federball besiegt wurde…"

„Es tut mir Leid, mein Lord", antwortete Lucius verzweifelt, „ich werde das Tier auf der Stelle rösten."

Die Augen des Dunklen Lords glänzten mit Wahnsinn, aber sie waren nicht länger auf die Szene vor ihm gerichtet. „Nein, lass Severus sein kleines Haustier. Vielleicht kann es uns noch von Nutzen sein. Immerhin ist es nur ein dumm aussehender Vogel. Niemand würde ihm einen weiteren Gedanken widmen…" Er ging zurück in das Manor und murmelte dabei vor sich hin.

Lucius sah Snape wütend an, folgte Voldemort aber schnellstens.

Snape setzte sich schwer atmend auf. „Du verdammter Alptraum von einem Punkt in der Landschaft. Du hättest uns fast beide umgebracht."

Harry machte beruhigende Geräusche und rubbelte seinen Schnabel gegen die Wange des Tränkemeisters.

Nach ein paar Minuten gab Snape auf und streichelte widerwillig den Kopf des Vogels. „Ich muss jetzt rein. Wage es ja nicht, mir zu folgen!"

Harry kreiste ein paar Mal wackelig um den Mann, offensichtlich unzufrieden mit dessen Befehl und noch unzufriedener, dass Snape trotz der Dosis Cruciatus an dem Treffen teilnehmen wollte. Als er zusah, wie Snape im Manor verschwand, war er sich nicht sicher, ob er wütend sein sollte, dass sie nicht zusammen verschwanden oder beeindruckt, dass der Mann nach allem trotzdem nicht von seiner Mission abzubringen war. Solch eine seltsame Mischung aus Verzweiflung und Bewunderung.

Dann fragte er sich, ob es genau so war, wie Snape normalerweise für ihn empfand.

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Snape öffnete seine Augen und blinzelte müde. Ein Gewicht lag quer über seinen Bauch und er sah hinab, nur um einen durchaus menschlichen Arm zu sehen, der über ihn hinwegreichte. Außerdem sah er bei näherer Betrachtung einen dunklen Haarschopf, der ganz in der Nähe seines Oberschenkels ruhte und den Rest des vertrauten Teenagers in einem Sessel neben seinem Bett.

Er ließ einen Finger an dem Arm entlang gleiten, während er sich an einen langen Hals erinnerte. Gänsehaut folgte dem Pfad seines Fingers und ein Schauer rann durch den Körper des Jungen.

„Du solltest im Bett sein", sagte Severus in seinem strengsten Tonfall.

Harry sah auf und lächelte müde. „Ich bin es ja zur Hälfte."

"Freches Balg. Wie haben sie es geschafft dich wieder in deine – und ich gebrauche das Wort vorsichtig – normale Form zu bringen?"

Harrys Lächeln wurde weiter und er streckte sich gähnend. „Sie haben die Lösung in irgendeinem Buch gefunden. Alles was es brauchte war ein wenig Black-Blut um den Verschluss zu öffnen."

„Und war das kein Problem, wo der letzte Black doch tot ist?"

„Nur der letzte, der den Namen trug. Hermione hat Draco reingelegt, so dass er den Verschluss geöffnet hat. Sie hat dafür gesorgt, dass er eine Unterhaltung zwischen ihr und Ron mithört, in der sie behauptete…", er duckte verlegen den Kopf, „dass das Armband so verzaubert wäre, dass es mich goldene Eier legen lässt und dass du mich deswegen behältst. Sie meinte dass du deswegen überall erzählst, dass ich männlich wäre, damit es keiner erfährt. Und Malfoy ist nun mal gierig und wollte das Armband für sich haben. McGonagall hat ihn erwischt, als er es mir gerade abgenommen hatte."

„Du hast dich doch nicht vor ihm zurückverwandelt?"

Harry schüttelte den Kopf. „Ich habe gewartet, bis er weg war. Wie auch immer, zumindest weiß ich jetzt dass ich es kann. Auch wenn es nicht gerade das mächtigste Tier ist."

„Und wie soll ich die plötzliche Abwesenheit des Flamingos in meinem Leben erklären?"

Harry lachte. „Wir könnten Draco die Information zukommen lassen, dass ich auf einmal keine goldenen Eier mehr legen konnte und du deswegen keine Lust mehr hattest, mich zu behalten."

„Darauf ein Amen", meinte Snape, dann sah er Harry schief an. „Ich nehme an, das bedeutet dann ein Ende dieses ständigen Paarungstanzes?"

Harry wurde rot und fand seine Füße mit einem Mal sehr faszinierend. „Ach ja, das. Sorry", murmelte er.

Tja… du findest den Weg zu deinem Turm wohl selbst? Oder hat deine Zeit als überpigmentierte Gans dein Gehirn nachhaltig geschädigt?"

Harry starrte Snape für einen Augenblick an, ganz so, als würde er all seinen Mut zusammensammeln. Dann beugte er sich schnell nach vorn und presste seine Lippen auf die von Snape, zu dessen unendlichem Schock.

Sie waren kühl und ungeschickt und unerträglich hinreißend. Severus bekam nicht einmal mit, dass er den Kuss erwiderte, bis er seine Finger durch das zerzauste Haar gleiten spürte.

Harry zog sich zurück, genauso pink im Gesicht, wie es die Federn seines Animagus waren und grinste Snape an. „Ich mochte es dein Haustier zu sein", gestand er und wandte sich zum Gehen.

„Potter?"

Der Junge hielt inne und warf einen Blick über seine Schulter. „Ja?"

Snape gestattete sich ein kleines Grinsen. „Du bist richtig niedlich in pink."