Ranma ½ Elseworld

Eine Ranma ½ Fanfiction

Disclaimer: Ranma ½ gehört nicht mir, sondern Rumiko Takahashi. Ich habe keinerlei Rechte daran.

Diese Fanfiction ist kostenlos und ohne irgendein finanzielles Interesse geschrieben worden.

Ich beanspruche für mich nur die Idee.

Sollte diese Fanfic Ähnlichkeit zu anderen, schon existierenden Fanfics haben, so ist das rein zufällig und liegt nicht in meiner Absicht.

Dieser Disclaimer gilt für alle folgenden Kapitel, ich werde ihn nicht noch einmal schreiben.

Autorenworte: So, ich bin doch irre und fange eine weitere Geschichte an. Es ist eine weitere Alternativweltgeschichte. Diese Geschichte startet am Beginn der Serie, nur sind ein paar Fakten anders. Und bevor jemand fragt, ja Ranma hat seinen Mädchenfluch abbekommen. Was anders werden wird, soll eine Überraschung sein.

OoC in den Charakteren. Ich denke mal es ist nur ein leichtes OoC-Verhalten. Und zur Not kann ich mich auf 3 Sachen berufen. Erstens: Fanfiction. Zweitens: Alternativwelt. Drittens: Im Zweifel für den Angeklagten.

Ich gebe aber noch einen guten Hinweis, wer das Pairing Ranma und Akane mag, braucht gar nicht erst weiter zu lesen. Wer allerdings offen ist für eher ungewöhnliches, der sei mir herzlich willkommen.

Und jetzt wünsche ich viel Spass.

Kapitel 1 „Eine etwas andere Ankunft"

Es war ein friedlicher Morgen in Nerima. Die Vögel zwitscherten, die Sonne schien und ein brutales Mädchen stiess Kampfschreie aus. Diese wurden von dem Geräusch zerbrechender Ziegel begleitet.

Soun Tendo hatte den Briefkasten ausgeräumt und schaute sich die Post an. 2 Rechnungen, mehrere Werbeprospekte und ein an ihn adressierter Brief. Die Werbeprospekte legte er zum Altpapier, die Rechnungen legte er für Nabiki sichtbar auf den Telefontisch und mit dem Brief zog er sich in sein Zimmer zurück.

Soun hätte am liebsten vor Freude geheult und wäre am liebsten noch dazu durch das ganze Haus getanzt. Der Brief war von seinem alten Freund Genma. Soun las.

‚Alter Freund.

Ich werde bald mit Ranma zu dir kommen. Dann können wir die Verlobung von Ranma mit einer deiner Töchter arrangieren.

Bitte sage deinen Töchtern nur, dass ich mit meinem Sohn zu Besuch komme. Die Verlobung müssen wir vorsichtig angehen.

Wir haben auf unseren Reisen einiges erlebt. Wundere dich also nicht, wenn ein Panda und ein Mädchen vor deiner Tür stehen. Die Bewandtnis, die es damit hat, wirst du bald erfahren.

Nochmal, kein Wort zu deinen Töchtern.

Mein Sohn weiss auch noch von nichts, ich will nicht riskieren, dass er abhaut.

Da diese Sache delikat ist, sollten wir vorsichtig machen.

Wenn die Zeit reif ist, werden wir unseren Willen durchsetzen können und die Schulen endlich vereinigen.

Genma'

Soun staunte ein wenig, so viel taktisches Denken und kluges Handeln hatte er seinem Freund nicht zugetraut. Was er nicht wusste, war, dass der alte Panda sich eine Woche darüber den Kopf zerbrochen hatte, wie er diesen Brief am besten formulieren sollte. Denn, in einem kurzen Moment der Klarheit, hatte Genma realisiert, dass sein Sohn eine Verlobte eher als Hindernis betrachten würde. Also wollte er sichergehen, dass das erstmal nicht geschah. So war er also auf die Idee gekommen, seinen Freund zu bitten, erstmal über die Verlobung zu schweigen. Und sich nicht über etwaige seltsame Hausgäste zu wundern. Das ganze dann niederzuschreiben hatte noch einmal 3 Tage in Anspruch genommen.

Soun verliess sein Zimmer wieder. „Kasumi, Nabiki, Akane!" rief er seine Töchter zusammen. Diese kamen nach und nach ins Wohnzimmer. „Ja?" fragten sie alle drei gleichzeitig. „Ein alter Freund von mir kommt demnächst vorbei. Er wird eine Weile hier bleiben." Kündigte Soun an. „Ach ja, sein Sohn ist auch mit ihm unterwegs." setzte der Tendo – Patriarch noch dazu, als habe er das vergessen gehabt und als sei es nicht sonderlich wichtig. „Ich bereite das Gästezimmer vor." meinte Kasumi und verliess das Wohnzimmer. Akane sagte „Solange die mich nicht stören, ist es mir recht." und ging ebenfalls aus dem Wohnzimmer. Sie wollte noch ein wenig trainieren. Zurück blieb Nabiki, die ihren Vater mit einem Blick bedachte, der das Blut des Tendo – Patriarchen in den Adern gefrieren liess und ihn gleichzeitig verbrannte. „Wir werden natürlich freundlich zu unseren Gästen sein." sagte sie und liess ihren Vater zurück. Der fühlte sich, als hätte ein Exekutionskommando auf ihn angelegt gehabt, nur um ihn dann fürs erste noch einmal ziehen zu lassen. Fürs erste. Soun wusste, dass Nabiki seine intelligenteste Tochter war. Und dass sie über die ganze Verlobungssache im Bilde war. Nicht erfreut darüber war sie ausserdem. Mit anderen Worten, sollte er, Soun Tendo, einen Fehler machen, würde seine mittlere Tochter seine Existenz in weniger als 5 Minuten ruinieren.

Währenddessen am Rand von Nerima. Ein Junge in chinesischen Klamotten und ein älterer Mann, mit Bandana, Brille und schmutzigem Gi, liefen recht einträchtig die Strasse entlang.

„Wen besuchen wir noch mal?" fragte Ranma seinen Vater. „Meinen alten Freund Soun Tendo. Er ist ein Meister der Kampfkunst und er hat ein Dojo, in dem du und ich wenig trainieren können." antwortete der ältere Saotome. „Er kann dir vielleicht sogar ein oder zwei neue Sachen beibringen. Er hat die ‚Tendo – Schule für Schlägereien aller Art' geführt." „Und warum führt er die Schule nicht mehr?" fragte Ranma neugierig. „Der Tod seiner Frau hat ihn schwer aus der Bahn geworfen. Nach ihrem Tod vor über 10 Jahren, hat er seine Schule geschlossen. Ich hatte seit langer Zeit nur Briefkontakt mit ihm. Ich frage mich, was er wohl grade macht. Ob er wohl immer noch an Kimikos Tod knabbert oder ob er endlich seinen alten Kampfgeist wiedergefunden hat." entgegnete Genma seinem Sohn. „Aha. Ich freue mich schon darauf, von deinem Freund etwas zu lernen." entgegnete Ranma jetzt recht enthusiastisch.

Plötzlich begann ein Regenschauer. Dieser war kurz, heftig und überraschend. In doppelter Hinsicht. Erstens war der Himmel gerade eben noch klar gewesen und zweitens waren fast alle Leute auf der Strasse platschnaß. Die einzige Ausnahme waren Vater und Sohn Saotome. Sie schauten sich verblüfft an. Auch die anderen, tropfnassen Passanten schauten die 2 an. Und alle fragten sich, wieso zum Teufel die 2 vom plötzlichen Regenguß verschont geblieben waren. Ranma und sein Vater dankten still allen Göttern des Chaos und dem Erfinder der Chaostheorie. Beide sahen die Tatsache, dass sie nicht nass geworden waren, als ein gutes Zeichen. Ranma hoffte, dass die Zeit bei den Tendos friedlich würde und Genma hoffte, dass die Sache mit der Verlobung glattgehen würde.

Einige Minuten später standen sie vor dem Tendo – Dojo. Genma klingelte.

Soun schreckte von seiner Zeitung auf, als es klingelte. ‚Die beiden sind aber schnell gewesen.' Dann stand er auf, ging zum Tor und öffnete. „Alter Freund!" riefen die beiden Männer gleichzeitig und fielen sich in die Arme. „Willkommen im meinem Haus, Saotome-san." begrüsste Soun seinen Freund. „Ich danke dir für deine Gastfreundschaft, Tendo-san." entgegnete Genma. Soun wandte sich an Ranma. „Ich gehe doch recht in der Annahme, dass du Ranma Saotome bist?" fragte Soun nun den Jungen. „Hai, Tendo-san. Ich bin Ranma Saotome." entgegnete dieser. „Sei ebenfalls willkommen in meinem Haus." meinte Soun und liess seine Gäste eintreten.

Im Wohnzimmer setzten sich die beiden Gäste erst einmal hin. Soun holte sein Töchter. Kasumi kam aus der Küche, Akane aus dem Innenhof und Nabiki aus ihrem Zimmer.

Soun eröffnete die Vorstellungsrunde. „Also, ich bin Soun Tendo und das sind meine 3 Töchter. Kasumi ist die älteste, Nabiki die mittlere und Akane die jüngste." Kasumi verbeugte sich höflich und sagte „Willkommen bei uns." Nabiki musterte Ranma mit ausdruckslosem Gesicht und sagte „Willkommen." während Akane die beiden Gäste nur anstarrte und sich dann schliesslich wegdrehte. Der alte Fettsack interessierte sie nicht und der Junge war sicher so ein Baka Hentai, also wollte sie nichts mit ihm zu tun haben. Sollte er sie verärgern, so würde er lernen, wer der beste Martial Artist von Nerima war. Nämlich sie, Akane Tendo. Kasumi war fast verärgert über Akanes Unhöflichkeit. Was Nabiki anging, so hatte diese Ranma soeben mit Herzchen in den Augen, Umarmungen und Küssen empfangen.

Nabiki dachte nach. Sie wusste schon seit 3 Jahren, dass ihr Vater plante eine von ihnen mit den Sohn eines alten Freundes zu verheiraten. Nach ihrer Einschätzung war Ranma der unglückliche Junge, der zu einer Heirat gezwungen werden sollte. Sie überlegte weiter. Kasumi hatte ihr Herz schon vergeben und es wäre grausam sie zu zwingen, den Mann den sie liebte aufzugeben. Akane hingegen verachtete die meisten Männer. Sie hielt sie für unwerte Kreaturen, nicht fähig, der ach so grossartigen Akane Tendo das Wasser zu reichen. Und sie selber (Nabiki) war die Eiskönigin von Nerima. Ihre Hand reichte weit. Ihre Skrupellosigkeit war legendär. Ihre Fähigkeiten Geld zu verdienen waren unglaublich. Es hiess, sie wäre fähig die Sonne dafür bezahlen zu lassen, dass diese auf sie scheinen durfte.

Viele Jungen hatten gehofft, die Eiskönigin zum Schmelzen zu bringen, aber das einzige was schmolz, waren ihre Geldreserven. Denn Nabiki hatte keine Skrupel, ihre Verehrer bis aufs letzte Hemd auszuplündern. Was sie mit dem ganzen Geld machte, war der Gegenstand wilder Spekulationen. Genauso wie die Frage nach dem wieso.

Einige Gerüchte besagten, sie hätte kein Herz mehr.

Andere sagten, Nabiki habe ihr Herz an den Holländer Michel verkauft, im Austausch gegen Geld. Wieder andere vermuteten, Nabiki könnte mit ihrer eisigen Stimme sogar einen angreifenden Stier stoppen.

Manche murmelten sogar, sie würde heimlich etwas Kampfsport betreiben. Aber das nur, wenn sie hoffen konnten, dass keiner von Nabikis Informanten in der Nähe war. Wer sich bei diesem Gerücht etwas weiter aus dem Fenster lehnte, kam zu dem Schluss, dass Nabiki ihre jüngere Schwester mit einiger Sicherheit übertrumpfen müsste. Wenn nicht mit Stärke, so mit Technik, Ausdauer, Intelligenz und Geschwindigkeit.

Dass Nabiki von diesen Gerüchten wusste, sprach für ihren Geheimdienst. Ihre Informanten hatten ein Talent dafür das nicht Gesagte zu hören. Und ein Talent für den Umgang mit Abhörtechnik. Nabiki lachte in ihrem Zimmer öfters über die Gerüchte, die über sie in Umlauf waren. Kasumi war für die meisten nicht von Interesse. Sie war halt das Hausmütterchen der Familie Tendo. Akane war zwar das Objekt der Begierde vieler Kerle und des wahnsinnigen Kendoisten Tatewaki Kuno, aber an ihr war nichts geheimnisvolles. Alles was man über Akane wissen wollte, konnte man bei Nabiki oder einem ihrer Informationshändler einkaufen. Aber die Eiskönigin blieb ein Geheimnis. Sie säte Furcht und Verlangen in die Herzen der anderen. Sie hatte auch Verabredungen, selbst mit liierten Jungs. Nur endeten die immer gleich. Nabiki quetschte den letzten Yen aus ihrem Opfer und riet ihm, darüber nicht zu viele Worte zu verlieren. Sonst könnten die falschen Personen erfahren, dass er sich mit der Eiskönigin getroffen hatte. Und so erfror ein weiterer Junge bei dem Versuch, Nabiki nahe zu kommen.

Zur Welt an und für sich war Nabiki grausam, nur ihre Familie würde sie nie so behandeln.

Dann dachte sie an Ranma. Der Junge schien keine Ahnung von seinem Schicksal zu haben.

Sie ging in Gedanken verschiedene Szenarien durch. Ranma und Akane endet in einer Dauerprügelei. Ranma und Kasumi würde ebenfalls nicht gehen, Kasumi interessierte sich sehr für einen gewissen Doktor. Noch dazu fand sie jüngere Männer langweilig.

Und Ranma und sie selber dürfte auch nicht gut gehen. Eiskönigin und Wildpferd. Einer würde auf der Strecke bleiben. Ranma sah zwar recht gut aus, aber reichte das. Sie würde ihren Vater schon dazu bringen, ihr Zeit zu geben Ranma kennen zu lernen. Dann konnte sie entscheiden, wie sie vorgehen würde. Ob sie Ranma und Akane zusammenzwingen würde oder ob sie selber sich Ranma krallen würde. Kasumi sollte aussen vor bleiben.

Dann verliess sie mit einem knappen Nicken und einem knappen „Bis später." das Wohnzimmer.

Zurück blieben Soun, Genma und Ranma. Ranma stand auf, verbeugte sich kurz vor Soun, sagte „Ich gehe mal ins Dojo, trainieren." und ging.

Zurück blieben Genma und Soun. „Es ist lange her." eröffnete Genma das Gespräch. „Ja, alter Freund." kam Souns Erwiderung. „Es ist viel passiert." „Ja." „Die Verlobung sollten wir erst mal ruhen lassen. Ranma ist hier und hat Zeit die Mädchen kennen zu lernen. In ein paar Tagen können wir das ganze ja mal ansprechen. Heute abend werden wir ein wenig von unseren Reisen erzählen." „Das wird sicher interessant, Saotome. Wo ihr wart und was ihr gelernt habt." „Ja, Tendo. Und die geschehenen Veränderungen. Was mich zu einem weiteren Punkt bringt. Sobald Ranma mit einer deiner Töchter verlobt ist, würde ich gerne eine Trainingsreise mit dir machen. Ich denke, dass es an der Zeit ist über einiges hinwegzukommen." sagte Genma ungewohnt taktvoll. „Was meinst du?" fragte Soun den Dummen spielend. Genma grollte innerlich und beschloss mit der Tür ins Haus zu fallen. „Kimikos Tod meine ich. Und die Art und Weise, wie du jetzt reagierst." kam die verärgerte Antwort. Soun wurde zu einer überzeugenden Imitation eines Wasserfalls. Niagara Soun in voller Aktion. Genma grummelte und wartete, irgendwann würde sein Freund aufhören zu heulen wie ein Wasserfall. Als er schliesslich fertig war, meinte Genma „Sei froh, dass ER dich nicht so sieht. Und wir sollten wirklich besser eine Trainingsreise machen. Erstens damit wir das Dojo wieder aufmachen können und zweitens damit du deine Töchter wieder unterrichten kannst. Wie ich das sehe, praktiziert Akane eher Kraftsport als Kampfkunst. Kasumi scheint garnicht mehr zu praktizieren und Nabiki kann ich nicht einschätzen. Ich denke sie kann einiges, ich bin aber nicht sicher." kam es von Genma. Innerlich war er stolz auf sich. Die 4 Wochen, die er gebraucht hatte, um sich das ganze zu überlegen, wären nicht vergeblich gewesen. Soun wollte schon wieder in Tränen ausbrechen, weil Genma schlecht von seiner jüngsten redete, aber ein nahezu tödlicher Blick Genmas liess ihn innehalten. „Schau endlich der Realität ins Gesicht, alter Freund." befahl Genma hart. Soun versuchte es und wollte schon wieder in Tränen ausbrechen. Diesmal darüber, wie er sich benahm und wie seine Töchter unter ihm leiden mussten. Mit ziemlicher Verwunderung schaute er seinen alten Freund Genma an. Es wunderte ihn, dass dieser so intelligent handelte. „Ich habe fast 10 Jahre gebraucht, um zu erkennen was ich an Fehlern gemacht habe. Deine Fehler zu erkennen und einen Weg zu finden, sie dir deutlich zu machen, hat mich die letzten zwei Monate fast rund um die Uhr zu beschäftigt." gab Genma zu. Soun nickte nur. Dass Genma von heute auf morgen sowas evaluieren könnte, das hätte er niemals geglaubt. „Ich werde eine Reise mit dir unternehmen. Ich denke, das wird mir gut tun." verkündete Soun. Jetzt war es an Genma zu nicken. „Wann werden wir das mit der Verlobung bekanntgeben?" fragte Soun. „Ich würde sagen morgen. Bis dahin sollten sich die Kinder ein wenig kennen gelernt haben." entgegnete Genma. „Gut, dann also morgen abend." Mit diesen Worten endete das Gespräch der alten Freunde und sie begannen Sake zu trinken und Shogi zu spielen. Und zu betrügen, dass es eine Art hatte.

Unterdessen im Dojo. Ranma stand Akane gegenüber und musterte diese. „Du bist der Martial Artist der Familie. Wie wäre ein Sparring?" bot er an. Akane schaute ihn verachtend an. „Ich bin der beste Martial Artist in Nerima. Du wirst keine Herausforderung für mich sein, perverser Trottel." Ranma sah verletzt und verärgert aus. Dieses arrogante Miststück hatte ihn sofort einen Trottel und einen Perversen genannt. Dabei war er, trotz seines alten Herrn, ein ehrenhafter Kämpfer und er war auf die Ehre anderer bedacht. Perverser genannt zu werden, war eine mörderische Beleidigung. „Oder willst du einen richtigen Kampf. Sieg nach Punkten oder KO-Sieg als Optionen. Keine Zurückhaltung." schlug Ranma jetzt vor. Am liebsten hätte er dieses arrogante Miststück geohrfeigt, etwas anderes hatte sie nicht verdient. „Ich akzeptiere einen Kampf, Baka. Ich werde Nabiki bitten, zu schiedsrichtern." entgegnete Akane herablassend. Ranma nickte kalt. Einen grossen Teil seiner Konzentration verwendete er zur Zeit darauf, seinen Ärger unter Kontrolle zu bringen.

Akane rief nach ihrer Schwester. Diese schaute aus dem Fenster und fragte was sei. Akane antwortete, sie würde einen kleinen Kampf gegen Ranma machen und ob sie (Nabiki) nicht schiedsrichtern könne. Nabiki sagte zu, den Kampf Ranma gegen Akane wollte sie nicht verpassen.

Kurz darauf kam die mittlere Tendotochter ins Dojo. Ranma stand da und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Akane schaute demonstrativ weg, trotzdem war ihr anzumerken, wie sehr sie Ranmas Ruhe verärgerte. Nabiki räusperte sich. „Kommt bitte zu mir." bat sie die beiden Kämpfer. „Also, es heisst Alles ist möglich. Sieg wird durch KO des Gegners, Aufgabe des Gegners oder nach Punkten erreicht. Waffeneinsatz führt zur sofortigen Niederlage. Noch Fragen?" kam es von Nabiki. Doppeltes Kopfschütteln war die Antwort. „Gut, dann kämpft." war Nabikis darauf folgende Anweisung.

Akane eröffnete sofort mit einigen Geraden. Ranma hatte keine Probleme auszuweichen. Ein Fakt, der Akane frustrierte. Hatte sie sich bei den ersten Schlägen noch zurückgehalten, so steigerte sie die Kraft, die sie in die Schläge legte auf maximalen Output. Ranma grinste sie frech an. „Ist das alles, was du kannst?" fragte er verächtlich. „Halt die Fresse, perverser Trottel. Und bleib stehen. Ich will dich schlagen und dir deinen Platz zeigen. Gib zu, dass du mir unterlegen bist." rief Akane lauter werdend aus. „Nee, so einem hässlichen Wildfang wie dir unterliege ich sicher nicht." entgegnete Ranma verächtlich und wich Akane weiter im letzten Moment aus. „WILDFANG?! HÄSSLICH?!" brüllte Akane nun. Nabiki schaute interessiert zu. Akanes Schläge wurden zwar kraftvoller, aber sie schlug auch immer weiter an ihrem Ziel vorbei. „PASS MAL AUF, DU PERVERSER IDIOT! ICH BIN DER BESTE MARTIAL ARTIST VON NERIMA! DU BIST NUR EIN BAKA HENTAI, DER AUSWEICHEN KANN. ICH WETTE DU BIST SCHWÄCHER ALS DIE MEISTEN MÄDCHEN!" brüllte Kawaiikune rot vor Zorn. Ranma versteifte sich bei der Erwähnung von schwächer als Mädchen. ‚Na warte, ich habe dich geschont, weil du ein Mädchen bist, aber du verdienst keine Schonung.' dachte er. Dann sprang er über einen weiteren brutalen Schwinger Akanes hinweg hinter sie und schlug ihr 5 mal hart gegen den Hinterkopf. Nach dem 5. Schlag ging sie zu Boden. „Sieg für Ranma Saotome." verkündete Nabiki scheinbar ungerührt. Innerlich freute sie sich. Ranma hatte ihrer Schwester endlich mal ihre Grenzen aufgezeigt. ‚Bester Martial Artist in Nerima. Hast du noch so einen Witz auf Lager?' dachte sie verächtlich. Auch wenn Akane ihre Schwester war, ihr übersteigertes Selbstbewusstsein war kaum zu ertragen.

Ranma drehte sich von Akane weg. „Lerne dein Temperament zu zügeln, verbessere deine Geschwindigkeit, lerne andere Schlagtechniken, lerne Höflichkeit, dann kannst du einer der besten Martial Artists von Nerima werden. Zur Zeit bist du eine Schlägerin, die ein paar Moves kann." meinte er über seine Schulter hinweg zu Akane. Diese wurde wieder rot vor Zorn, sie fühlte reinen Hass in sich aufsteigen. Dieser Kerl hatte es gewagt sie in den Dreck zu stossen und sie unfähig zu nennen. Mallet-sama erschien in ihrer Hand. „RANMA, DU BETRÜGERISCHER BAKA HENTAI!!!!!" brüllte sie und schlug ihm den Hammer ins Kreuz. Ranma bekam einen Freiflug in den Gartenteich. „Niemand besiegt die beste Kämpferin von Nerima ohne betrügen. Aber das wird dir sicher vergangen sein. Denke ja nicht, dass du mit deinen betrügerischen Machenschaften noch einmal gegen mich gewinnen kannst." grollte sie selbstzufrieden. Nabiki schaute ihre Schwester verachtend an. ‚Ehre ist ein Fremdwort für dich. Es zählt nur, dass du siegst oder das letzte Wort hast. Eine Niederlage gegen einen Mann gibt es für dich nicht. Der Mann hat dann betrogen. Ranma tut mir leid.' dachte sie.

Ranma kam aus dem Gartenteich geklettert. Nur war er jetzt offensichtlich eine sie. Die eng anliegenden Kleider liessen keinen anderen Schluss zu. Da sie nass waren, betonten sie Ranmas weibliche Rundungen noch weiter. Akane bekam das garnicht mit. Sie war ins Haus gegangen um zu baden. Aber Nabiki sah es. Und sie starrte Ranma-chan mit deutlichem Verlangen an. ‚Schon als Kerl ist er zum anbeissen, aber als Mädchen will ich ihn sofort vernaschen.' Dachte sie. „DU bist es doch, Ranma." statuierte sie. „Ja, das ist aber eine lange Geschichte." entgegnete der Teilzeitjunge. „Es wird sicher interessant zu hören." meinte Nabiki mit einem Raubtiergrinsen. „Pop und ich werden die Geschichte heute abend erzählen." erwiderte der von Nabikis Grinsen verunsicherte Ranma. „Aha. Ich will sie aber jetzt hören." entgegnete Nabiki. „Dann solltest du mir aber was im Austausch anbieten können." forderte Ranma. ‚Er will sicher Geld. Aber da habe ich lieber Geduld. Und bekomme die Geschichte trotzdem.' überlegte Nabiki. Laut sagte sie. „Wir sind nicht im Geschäft." „Auch gut." War die ungerührte Antwort. Nabiki grinste in sich hinein. Dieser Junge gefiel ihr immer besser. Und wenn er wirklich der verkündete Verlobte war, dann hatte sie im Spiel um Ranma einen Grand Ouvert mit zehn Spitzen auf der Hand. (Das Traumblatt eines jeden Skatspielers. 4 Wenzel, 4 Däuser, Eichel Zehn, Grün Zehn. So ein Blatt ist absolut unschlagbar. Anm. d. A.) „Dieser Rat ist kostenlos. Pass gut auf meine kleine Schwester auf. Sie ist gefährlich. Und sie wird es dir nie verzeihen, dass du sie besiegt hast." sagte sie und liess Ranma im Dojo zurück. Dieser dachte an besagte kleine Schwester und murmelte „Kawaiikune, Tomboy, Machoweib, hässliches, fettes, flaches Brett, Lustwüste. Warum musste Pops mich hierher schleppen? Zu einem Kerl, der so ein dummes, brutales Kraftweib zur Tochter hat. Hoffentlich kann mir Tendo-san ein paar interessante Techniken beibringen. Sonst bin ich hier wieder weg. Ich will nicht ständig darauf aufpassen müssen, Wildfang nicht zu verärgern."

Nach diesem Monolog verliess Ranma das Dojo und ging in die Küche. „Könnte ich mal euer Bad benutzen?" fragte Ranma Kasumi. „Oh, natürlich." antwortete diese und erklärte Ranma wo das Bad ist.

Ranma ging in den Vorraum, versicherte sich, dass niemand im Bad war, zog sich aus und begann mit der Vorwäsche. Danach stieg er in die Wanne und entspannte sich. ‚Also Kasumi ist wirklicheine nette Person. Akane ist das ganze Gegenteil. Und Nabiki ist mir ein Rätsel. Tendo-san kann ich noch nicht einschätzen.' dachte Ranma müde.

Er genoss die entspannende Wirkung des heissen Wassers ein Stunde lang, dann verliess er die Wanne. Als er wieder in die Küche kam, sprach ihn Kasumi an. „Ranma, ich habe für dich und deinen Vater das Gästezimmer hergerichtet." „Danke." war Ranmas Erwiderung. „Es gibt bald Mittagessen." rief Kasumi Ranma hinterher. „Sehr schön." rief dieser über die Schulter zurück. Dann ging er ins Gästezimmer.

Eine Weile später rief Kasumi „Mittagessen ist fertig." Ranma und Genma standen da, wie hin teleportiert. „Oh, wenn ihr so freundlich sein könntet, mir beim austeilen zu helfen?" fragte Kasumi die beiden Saotomes. „Natürlich, meine Liebe." meinte Genma zuvorkommend. Von seinem alten Freund wusste er, dass Kasumi die Köchin in der Familie war. Und wenn man ein gutes Essen haben wollte, dann sollte man die Köchin besser nicht verärgern. Also begann er die Teller auf den Tisch zu stellen. Ranma trug die Schüsseln mit dem Essen, Kasumi stellte Gläser und Getränke hin.

Kurz darauf kamen Akane, Nabiki und Soun. Soun und Akane sassen Ranma und Genma gegenüber. Kasumi und Nabiki sassen einander gegenüber. Akane schaute Ranma mit kaum verhülltem Hass an. Ranma tat sein bestes um den Wildfang zu ignorieren. Stattdessen schaute er zu Nabiki. Soun bemerkte, dass Akane Ranma nicht leiden konnte. Er beschloss sie darauf anzusprechen. Er konnte es nicht leiden, wenn sein kleines Mädchen sauer war. Und sollte Ranma Schuld auf sich geladen haben, dann Gnade ihm Satan. Nabiki sah den Blick ihres Vaters und beschloss mit ihm zu reden. Sie wollte nicht, dass Akane irgendetwas falsch hinstellte. Denn, so wie sie ihre kleine Schwester kannte, würde diese behaupten, sie wäre von Ranma im Kampf geschlagen worden und dieser hätte dabei betrogen.

Das Essen verlief schweigend, nur mussten die Tendos über den Essstil der Saotomes die Stirn runzeln. Ranma und Genam versuchten einander das Essen zu stehlen. Und sie assen mit der Geschwindigkeit eines grossen Staubsaugers. Dass genug Essen da war, schien die beiden nicht zu interessieren.

Nach dem Essen trug Kasumi das Geschirr in die Küche und wusch ab. Nabiki nahm ihren Vater beiseite. Soun wusste, dass es ernst war, den Nabiki hatte ihn in ihren Geschäftston angesprochen. „Vater, wir müssen reden." eröffnete sie das Gespräch. „Ich höre." bestätigte Soun. „Es geht um Akane und Ranma. Ranma hat Akane zu einem Sparring gebeten. Akane hat abgelehnt und Ranma beleidigt. Ranma hat ihr daraufhin einen echten Kampf vorgeschlagen." fing Nabiki an zu erzählen. Soun sprang auf. „Dieser Feind wagt es meine Tochter zu bekämpfen?" rief er aus und sprang auf. Nabiki sagte mit gefrorenem Stickstoff in der Stimme „Warte Vater." Soun versteinerte regelrecht. Wenn seine Tochter so sprach, war er in grossen Schwierigkeiten, wenn er nicht hörte. „Ich war noch nicht fertig. Akane hat wiederholt einen Gast beleidigt, seine Ehre infrage gestellt, seine Fähigkeiten als Schaustellerei abgetan. Ranma hat sie dann ohne Mühe besiegen können. Er hat ihr 5 Schläge verpasst und sie ging zu Boden. Danach hat er ihr gute Hinweise gegeben, wie sie besser werden kann, zum Dank beleidigt sie ihn und greift ihn mit einer Waffe an. Und jetzt wird sie Ranma bei dir als Betrüger anschwärzen wollen. Ich wollte nur, dass du die Wahrheit erfährst, bevor Akane ihre verzerrte Sicht der Dinge anbringen kann." sagte Nabiki, nachdem sich ihr Vater wieder beruhigt hatte. Als Nabiki fertig war, wollte er schon auf Ranma losgehen, ausser ‚hat ihr 5 Schläge verpasst' hatte Soun nicht viel mitbekommen. Doch Nabiki schaute ihn an. Eiskalt. Mit einem Blick der finanzielle Probleme versprach. Diesen Blick hatte er erst zwei mal gesehen und die Wochen danach waren ihm in höllischer Erinnerung. Nabiki hatte ihm den Geldhahn zugedreht. Was hiess, keine Zigaretten, keine Zeitung, kein Essen und nichts sonstiges für ihn. Nichtmal die Telefon- und Wasserrechnungen hatte sie bezahlt. Und es hatte immer lange gedauert, bis er seine Tochter wieder besänftigt hatte. Seit dem zweiten Mal versuchte er diesen Blick um alles zu vermeiden. Deshalb hielt er auch jetzt inne, rekapitulierte das gesagte und erstarrte. Das Abkommen, welches die Vereinigung der Schulen enthielt, basierte auf Ehre. Akane hatte sich durch ihre Aktionen entehrt. Sie konnte also nicht zu Ranmas Braut werden. Und er mochte zwar ziemlich blind sein, was seine Töchter anging, aber nicht mal ihm war entgangen, dass Kasumi in einen gewissen Doktor verliebt war. Mit anderen Worten, auch Kasumi schied als Ranmas Braut aus. Und jetzt blieb nur noch seine Tochter Nabiki. ‚Wenn das mal gut geht.' dachte er wenig begeistert. Er würde trotzdem an seinem ursprünglichen Plan festhalten, Ranma alle drei Töchter anzubieten.

Nabiki verliess das Zimmer. Ihr Plan liess sich gut an. Sie hatte ihn zwar erst heute morgen entworfen und auch nur grob überdacht, aber er lief einwandfrei. Ranma der versprochene Bräutigam. Und sowohl Kasumi als auch Akane waren aus dem Rennen. ‚Das alles klappt wie am Schnürchen.' dachte sie zufrieden.

Am nächsten Tag wurden die Einwohner des Tendo-Dojos vom Frühsparring der Saotomes geweckt. Nabiki stand grummelnd auf, ging ans Fenster, brüllte „Ruhe, anständige Leute wollen noch schlafen!" und schloss das Fenster wieder und legte sich wieder ins Bett.

Ranma und Genma waren von der Aktion so überrascht gewesen, dass sie beide mitten in der Luft mit dem Kampf aufgehört hatten. Also kam, was kommen musste, die beiden fielen ins Wasser und verwandelten sich. Daraufhin gingen sie baden. Genma nur kurz und Ranma etwas länger.

Als Genma das Bad verliess, kam Akane angetrampelt. Ohne Genma zu fragen, ob jemand im Bad war, stürmte sie in den Vorraum. Dort warf sie ihre n Pyjaman ab und stiefelte ins Bad. Ranma lag in der Wanne. Er schaute Akane an und meinte „Hat Pops dir nicht gesagt, dass ich im Bad bin? Oder hast du es nicht für nötig gehalten, das zu fragen?" meinte er in Richtung der versteinerten Akane. Sie drehte sich herum und verliess das Badezimmer. Draussen zog sie sich an, ging an den Esstisch und setzte sich hin. „Dieser Perverse Trottel. Erst betrügt er beim kampf gegen mich. Und dann bespannt er mich auch noch." grollte sie. „Wenn du ins bad stürmst, ohne zu fragen, kann man wohl kaum davon reden, dass er dich bespannen würde." meinte Genma kalt. „Und soviel gab es da nun auch nicht zu sehen." meinte Ranma von der Tür her gehässig. Akane brüllte „Ranma no baka!" und warf den Tisch nach ihm. Ranma bewies seine Überlegenheit, indem er den Tisch fing und zu Akane zurückschleuderte. Diese konnte nicht ausweichen und wurde voll getroffen. Das sandte sie ins Reich der Träume. „Grosse Klappe, nichts dahinter." meinte jetzt Nabiki von der Tür her. Sie war grade rechtzeitig runtergekommen, um Akanes Anschuldigungen zu hören. Sie grinste in sich hinein. ‚Das Szenario wird nicht kompromittiert werden.' dachte sie in bester Gendo Ikari Manier. Dann setzte sie sich an den inzwischen wieder aufgestellten Tisch. Kasumi kam mit dem Frühstück, sah die ohnmächtige Akane und ihren Vater dasitzen. „Oh." sagte sie. Wenn ihr Vater nichts wegen Akane unternahm, so musste sie es verdient haben.

Dann stellte sie das Frühstück hin. Die Saotomes kämpften wie üblich um jeden Bissen.

Nach dem Essen rief Soun seine Töchter zusammen. Genma nahm seinen Sohn beiseite. „Junge, heute geht es um etwas wichtiges. Wir sind hier, um deine Verlobte auszuwählen. Der Vertrag zwischen mir und Tendo ist über 20 Jahre alt. Wir haben ihn damals geschlossen, als wir unseren schlimmsten Feind besiegt haben. Er besagt, dass die Tendo und die Saotome Schule für Schägereien aller Art vereint werden sollen, so einer von uns eine Tochter und einer von uns einen Sohn hat. Jetzt kommt das verzwickte. Wie ich von meinem Freund erfahren habe, hat Kasumi ihr Herz schon vergeben. Und Akane hasst dich passioniert. Bleibt also nur Nabiki als Wahl. Bitte ehre den Vetrag. Es wäre mir sehr wichtig." sagte der Saotome-Patriarch. Ranma nickte und drehte sich herum. Selten hatte er seinen vater bei etwas so ernst erlebt, deshalb beschloss er erstmal nichts wegen der oktroyierten Verlobten zu sagen. Das konnte er später nachholen.

Vor ihm standen schon Soun Tendo hinter seinen drei Töchtern. Alle 3 schienen ihn ins Gebet genommen zu haben. „Also Ranma, wähle deine Verlobte." sagte Soun. „Das sind meine Töchter. Kasumi, 19 Jahre, Nabiki, 17 jJahre und Akane, 16 Jahre." sagte der Tendopatriarch und Teilzeitwasserfall. Ranma schaute die drei Mädchen an. Zuerst wandte er sich an Kasumi. „Ich habe gehört, du hättest dein Herz schon vergeben. Also will ich dich nicht zwingen, dich mit mir einzulassen." sagte er freundlich zu ihr. Dann wandte Ranma sich an Akane. „Ich verachte dich ohne Grenzen." sagte er eiskalt. Nabiki schaute ihn einen Bruchteil eines Sekundenbruchteils hoffend an. Dann schaute sie wieder so unbewegt drein, wie es sich für die Eiskönigin gehörte. „Tja, ich würde mal sagen, da bleiben nur wir beiden übrig. Bist du willens, meine Verlobte zu werden?" fragte Ranma. Nabiki schlug mental Purzelbäume vor Freude, aber ihr Gesicht verriet keine Emotion. „Ja, ich will. Komm mit, wir müssen reden." sagte Nabiki und winkte Ranma ihr zu folgen. Der nickte und stand auf, folgte Nabiki an einer glücklichen Kasumi und einer vor Wut kochenden Akane vorbei.

In Nabikis Zimmer setzten sich die beiden Verlobten hin. Nabiki an ihren Schreibtisch und Ranma auf das Bett. „Also, als erstes bin ich erfreut, dass du mich gewählt hast." sagte Nabiki grinsend. Ranma schaute verlegen drein. „Hatte ich eine andere Wahl?" fragte er gespielt gequält. Nabiki schüttelte den Kopf. Sie hatte sofort erkannt, dass Ranma sie nur ein wenig aufziehen wollte. „Erstens, wir sollten dafür sorgen, dass uns niemand dazwischenfunken kann. Ich habe einen gewissen Ruf hier in Nerima. Man kann sagen, ich bin die Person mit der meisten Macht an der Schule. Ich kontrolliere ein Netzwerk aus Informanten und habe einige Aktionen am laufen. Wetten, Bilder- und Informationsverkauf und anderes." zählte sie auf. Sie fand es besser, Ranma gleich einzuweihen, bevor er es von selber rausfand. „Zweitens. Abmachung zwischen uns werden mit einem Kuss besiegelt. Deal?" sagte Nabiki. „Deal." bestätigte Ranma. Dann trat ihm sein Hirn in den Hintern und sagte ihm wozu er grade zugestimmt hat. Nabiki kam schon rüber. Ranma sprang wörtlich gesehen an die Decke und klammerte sich dort oben fest. Nabiki seufzte. „Ich will dich küssen, nicht dein Blut aussaugen!" meinte sie. „Ich bin aber noch nie geküsst worden." beschwerte sich Ranma. „Komm runter, das ist kein Beinbruch." meinte sie. Ranma seufzte und sprang nach unten. Nabiki hielt seinen Kopf fest und gab ihm einen recht langen Kuss. „An der Technik arbeiten wir aber noch." legte sie fest. Ranma nickte. Er hatte den Kuss gemocht. Es war etwas neues und aufregendes gewesen. „Drittens, die Heirat, die auf unsere Verlobung folgen soll, halten wir uns für einen unbestimmten Zeitraum vom Hals. Die Heirat wird nur in beiderseitigem Einvernehmen durchgeführt." legte Nabiki fest. „Stimmt, nicht, dass die ankommen und uns stante pede vor den Traualtar schleifen." stimtme Ranma zu. „Viertens, ich erwarte Sex." sagte Nabiki kurz angebunden. Ranma sprang wieder an die Decke. „WAS?" fragte er geschockt. Nabiki seufzte wieder. Ihr Verlobter musste scheinbar ein paar zwischenmenschliche Aktionen kennenlernen. „Das ist nichts verwerfliches. Im Gegenteil, es macht Spass." hielt Nabiki Ranma entgegen. Der hing an der Decke, nickte aber. „Ok, von mir aus. Aber nicht sofort!" entgegnete er und sprang wieder von der Decke. „Deal." sagte Nabiki und Ranma schlug bedenkenlos ein. Und erhielt den zweiten Kuss des Tages.

Ranma verliess das Zimmer und ging ins Zimmer seines Vaters um zu schlafen. Er hatte üer einiges nachzudenken

Nabiki lag in ihrem Zimmer und grinste ein wenig. Bald würde Ranma sich mit dem täglichen Wanhsinn in der Schule auseinandersetzen müssen. Sie fragte sich, wie er mit Kuno auskommen würde, dem bekloppten, verrückten Kendoka. Des weiteren fragte sie sich, ob sie Ranma bitten sollte, die Probleme mit der Hentaibrigade zu fixieren oder nicht. Wenn sie es recht bedachte, verdiente ihre Schwester das nicht. Und sie musste sich etwas einfallen lassen, um ihre Schwester davon abzuhalten, weiter Ranma das Leben zur Hölle machen zu wollen.

Das wäre erstmal das erste Kapitel.

Das nächste Kapitel heisst „Der blaue Donner und seine Nemesis mit dem Zopf"

Kuno trifft das Mädchen mit Zopf. Nabiki macht eine Ankündigung für die ganze Schule und Akane bekommt neue Probleme.

Erster Auftritt Ryoga.

Ich werde diese Geschichte auf ranma.de, animexx.de, fanfiktion.de und veröffentlichen. Jeweils unter dem Namen Shaithan.

Des weiteren danke ich folgenden Bands für inspirierende und zum Weiterschreiben motivierende Musik.

Atrocity, Bal Sagoth, In Extremo, Weena Morloch, Samsas Traum, Feindflug, Goethes Erben, Slayer, Megadeth, Darkthrone, Deathstars, Eisregen, System of a Down, Dimmu Borgir, Finntroll, Rammstein, Welle: Erdball, Grave Digger und Savatage.