Eine Geburtstagsfeier und ein ganz besonderes Abendessen, in dessen Verlauf Abby sich an einen anderen Geburtstag erinnert und an das, was daraus entstand.

Vorwort: Freunde und Bekannte haben mich gefragt: Warum schreibst Du auf Englisch? Eine richtige Antwort darauf habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht, weil ich fast nur in Englisch geschriebene Fanfiction lese und auch erst nachdem ich die Folgen im Original gesehen habe, mich richtig in die Charaktere reindenken konnte. Keine Ahnung.

Jedenfalls möchte ich niemandem die Übersetzung vorenthalten. Ist mal ein Versuch. Ob´s funktioniert? Sagt ihr´s mir! Bitte!

Ursprünglich bestand diese Geschichte aus nur einem Kapitel und handelte von eben Abbys Erinnerung an ein Ereignis vor vielen Jahren. Da das aber eine etwas schwermütige Story ist, hatte ich mich entschlossen, die Geschichte etwas weniger trist anfangen zu lassen.

Spoiler: Eigentlich keine, höchstens Hiatus I und II, obwohl das ja mittlerweile kein Spoiler mehr sein dürfte.

Disclaimer: Muss ich das übersetzen? Also: Die Charaktere der Serie gehören mir nicht, ich borge sie mir nur aus und werde sie nach diesem Ausflug wieder zurückgeben. Dennoch kann es sein, dass sie die ein oder andere unangenehme Situation durchleben. Lisa, die ihr im ersten Kapitel kurz kennen lernen werdet, ist aber ganz allein auf meinem Mist gewachsen.

A/N: Apropos auf meinem Mist wachsen: Es handelt sich um keine wörtliche Übersetzung, das geht halt besonders bei Idioms/Ausdrücken und Sprichwörtern schlecht.

Rating: K+

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Geburtstag mit Hindernissen (Weekendshift And Chokolate Cake)
Kapitel 1 – Schwarze Rosen

Es war ihr Geburtstag. Oder, genauer gesagt, sie hatte gestern Geburtstag gehabt. Die Auswirkungen waren jedoch noch überall zu erkennen. Und zu spüren! Ihre Wohnung war ein einziges Durcheinander, und ihr ging es auch nicht besser.

Da es ihr 30ster Geburtstag gewesen war, hatte sie keine Möglichkeit gesehen, dem zu entkommen und so zu tun, als wäre ein ganz normaler Tag oder bestenfalls ein Geburtstag wie jeder andere. Sie hatte sogar in Erwägung gezogen, mit Gibbs zum Abendessen auszugehen; etwas, was sie nun schon seit vielen Jahren taten, und was sie beide so sehr genossen.

Aber, wie schon erwähnt, es war Abbys 30ster Geburtstag und sie hatte sich dazu verpflichtet gefühlt, eine Party für ihre Freunde und Kollegen zu schmeißen. Da ihr Geburtstag außerdem auf einen Samstag fiel, braucht man nicht zu erwähnen, dass es eine große Feier war, und ihre kleine Bude war bis unter die Decke mit Leuten vollgestopft. Es ging zu, wie auf einem Flohmarkt. Wenn sie heute jemand fragen würde, wie viele Gäste sie gehabt hatte – was für sie selbst zur Zeit noch ein Rätsel war – dann hätte sie nur zu antworten brauchen: „Warte einen Moment, bis ich die Rosen gezählt habe… ."

Die Rosen, ja. Jedes Mal, wenn ein neuer Gast erschienen war, hatte Abby vor Freude übers ganze Gesicht gestrahlt, als man ihr eine weitere schwarze Rose überreichte. Ja, tatsächlich, jeder einzelne Gast hatte ihr – nebst einer Reihe anderer Geschenke – eine einzelne schwarze Rose mitgebracht. Ja, jeder!

Sogar Gibbs.

„Wow, Gibbs!", hatte Abby ihn begrüßt.

„Eigentlich verschenke ich ja keine toten Blumen", hatte er gesagt, als er ihr die schwarze Rose entgegenhielt. „Sieh es als Ausnahme von der Regel."

Abby hatte daraufhin ihren Kopf nach links geneigt und gefragt: „Welche?"

Er hatte nur schelmisch gegrinst und ihr einen Kuss auf die Stirn gegeben. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Abs."

An der Rose war eine Karte befestigt gewesen, und als Abby diese gelesen hatte, war sie ihm um den Hals gefallen und hatte ihn fest gedrückt. Natürlich! Was hätte man auch anderes von ihr erwartet als Reaktion auf eine Einladung zu einem ganz privaten Abendessen zu Hause bei ihrem silberhaarigen Fuchs´. „Einladung zum Abendessen – morgen 19.30 Uhr – bei mir" hatte da auf der Karte gestanden. Dabei hatte Abby sich schon Sorgen gemacht, Gibbs enttäuscht zu haben, als sie ihm erzählt hatte, sie würden ihr diesjähriges Geburtstagsessen wohl verschieben müssen. Nun, da hatte sie offenbar falsch gelegen. Soviel also zum Thema, Gibbs sei mürrisch, reserviert, unnahbar und Gott weiß, was man ihm noch alles nachsagte. Sie kannten ihn halt alle nicht so gut, wie Abby ihn kannte.

Um ehrlich zu sein, hatte Abby gar nicht erwartet, dass Gibbs überhaupt bei ihr auftauchen würde. Er hasste Menschenmengen, erst recht in geschlossenen Räumen. Trotzdem hatte sie ihn natürlich höflich gebeten einzutreten. Aber sie war nicht im geringsten erstaunt gewesen über seine Ablehnung. Verstohlen hatte er über ihre Schulter geschaut und den Kopf geschüttelt.

„Ach, danke, Abs. Weißt du, ich habe noch zu tun."

„Was da wäre?", hatte sie gestichelt.

„Äh, weißt du, ich habe morgen Abend einen Gast zum Essen…", hatte Gibbs sich gewunden.

„Ach, warte mal! Ich hol dir wenigstens einen Kaffee und etwas Hühnchen." Mit diesen Worten hatte Abby ihn in der Tür stehen gelassen und war Richtung Küche verschwunden.

Gibbs hatte einen Blick in Abbys Wohnung geworfen, und er konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, als er McGee erspähte, der sich seinen Weg durch die Menge kämpfte. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Armer Tim! Höchstwahrscheinlich hatten Ziva und Tony ihren Spaß, unterhielten sich und tanzten, und McGee musste Essen und Getränke für sie herbeiholen, hatte Gibbs sich gedacht. Dann hatte er Abby wieder gesehen, die nicht nur einen Pot dampfenden Kaffees in der Hand hielt, sondern auch eine hübsche junge Frau im Schlepptau hatte.

Er hatte sie sofort wiedererkannt.

„Sieh mal, wer hier ist", hatte Abby verkündet, wobei sie vor Freude strahlte.

„Hallo, Jethro", hatte die Frau ihn begrüßt und ihm den Teller mit dem kalten Hühnchen überreicht. Dann, da sie nun beide Hände frei hatte, hatte sie angefangen zu gebärden. Na, beherrschst du die Gebärdensprache immer noch perfekt, Jethro?

Gibbs hatte den Teller an Abby weiter gereicht. Hallo Lisa, immer noch glücklich in Schweden? Sag, wie geht's deiner Familie?

„Okay, Leute, ich glaub, ihr braucht mich hier nicht mehr." Abby hatte den Teller und den Kaffeepot auf der Treppe abgestellt und ging, um sich wieder um ihre anderen Gäste zu kümmern.

Sie war sich nicht ganz sicher, wann sie Lisa das nächste Mal gesehen hatte, sie wusste nur, dass es weit nach Mitternacht gewesen war.

„Ab-by-y", hatte Lisa gegrinst. „ Ich glaube, du musst neuen Kaffee besorgen."

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Es war spät geworden letzte Nacht, oder besser gesagt, früh heute morgen, als Abby endlich die letzten Gäste verabschiedet hatte. Mit geschlossenen Augen war sie zu ihrem Schlafzimmer geschlurft, hatte die Tür aufgesperrt und war in dem Moment eingeschlafen, als ihr Kopf das Kissen berührte.

Ungefähr eine Stunde später, oder allerhöchstens zwei – Abby hatte sich gerade in ihrem Bett umgedreht und war soeben dabei, sich wieder die Decke über den Kopf zu ziehen – da klingelte ihr Telefon. Sie versuchte zunächst, es zu ignorieren, aber es wollte einfach nicht aufhören. Stattdessen ging nun auch noch ihr Handy los. Widerwillig griff sie danach und ging ran.

„Abby, ich brauch dich im Labor!" Gibbs tat es leid, Abby so früh zur Arbeit beordern zu müssen, aber das einzige, woran man das erkennen konnte, war, dass er mit ruhiger Stimme sprach.

„Oh, Gibbs! Es ist Sonntag, und ich bin gerade erst ins Bett gegangen", murmelte Abby im Halbschlaf.

„Bett? Nun, dann begib dich mal umgehend raus aus diesem Ding, das du Bett nennst!" Gibbs blieb hartnäckig.

„Oooooooch! Was…?" Weiter kam sie nicht. Als nächstes starrte Abby nur noch ihr Handy an und seufzte. Gibbs hatte das Gespräch beendet.

„Tschüß Schlaf, tschüß Sonntag!" Stöhnend stand Abby aus dem ihr als Bett dienenden Sarg auf.

Abby war es ja gewohnt, nicht viel zu schlafen, und das wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, wäre sie noch wach gewesen. Aber jetzt, da sie gerade unter die gemütliche warme und weiche Decke gekrabbelt war und ihr Kopf im weichen Kissen versunken war, war das der blanke Horror. Es fiel ihr wirklich nicht leicht aufzustehen. Ihr schlimmster Albtraum wurde wahr:

„Oh mein Gott!", rief sie laut und war absolut überzeugt: „Jetzt bin ich alt!"

Abby schlurfte rüber ins Bad, duschte und zog sich an und jetzt, da sie sich besser fühlte, wurde sie sich des Zustandes bewusst, in dem sich ihre Wohnung befand.

Ihre Wohnung war voll mit schwarzen Rosen. Das war definitiv der bezaubernste Effekt, den ihre Party hinterlassen hatte. Unglücklicherweise war es aber auch der einzige, welcher eine Bezeichnung auch nur annähernd von schön verdiente. Alles andere war eine Katastrophe. Stapelweise schmutziges Geschirr warteten darauf gespült zu werden und praktisch überall lagen Essensreste verstreut.

„Ich werde Jahre brauchen, das wieder aufzuräumen", dachte Abby laut. Dennoch seufzte sie vor Erleichterung. In weiser Voraussicht hatte sie die Tür zu ihrem Schlafzimmer abgeschlossen. Gott weiß, wo sie heute morgen sonst noch welche Art von Überresten gefunden hätte … .

Ein leichter Kater machte sich bemerkbar und Abby beschloss, mit dem Taxi zur Arbeit zu fahren. So würde sie auf jeden Fall noch ein paar zusätzliche Minuten Schlaf bekommen.

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Fortsetzung folgt...