The Marriage Stone

Josephine Darcy

Übersetzer: Schwertlilie81

Schwertlilie81 proudly presents:

TATATA

The very best SS/HP romance in Fandome ever!

Ernsthaft Leute, die Geschichte ist so gut, dass man süchtig danach werden kann.

Disclaimer: All places and characters belong to JK Rowling and the WB and various publishers. No money is being made off this piece of fiction.

Warnings: This story is Slash of the HP/SS variety (there will also be some SB/RL and HG/RW as a side plot). My rating, however, is more due to violence than any explicit sexual content. I tend to focus more on 'romance' rather than anything graphically sexual. If you do not like Slash, don't read this.

Author's Note: Cannon through Book 4 only. There is a longer note at the end of this chapter with more details about this subject.

Kapitel 1: The Marriage Stone

Harry tat sein Bestes um die Blicke der anderen Schüler zu ignorieren, während er sich auf die Suche nach einem leeren Abteil im Howartsexpress machte. Er war daran gewöhnt, dass die Leute ihn anstarrten und hinter seinem Rücken über ihn tuschelten, aber dieses Jahr schien es noch schlimmer als sonst zu sein. Sogar seine Mitgryffindors wurden still wenn sie ihn sahen; sie lächelten ihn an während er vorbei ging und fingen, sobald sie meinten, dass er außer Hörreichweite wäre, an über ihn zu tuscheln.

Nachdem er ein leeres Abteil gefunden hatte, versteckte er sich darin, während er darüber nachdachte, wie ironisch es war, dass er von einem Extrem ins nächste stolpern konnte, einfach indem einen Zug bestieg. Die Dursleys taten so, als ob er nicht existieren würde und die Zaubererwelt konnte gar nicht genug von ihm bekommen.

Er konnte nur hoffen, dass dieses Jahr ereignislos verlaufen würde. Vielleicht würde er in Ruhe gelassen werden, sobald die Leute die Ereignisse des letzten Jahres vergessen hatten. Es war ja nicht so als ob er gerne das Ziel von Voldemort und seinen Todessern wäre – er hatte schließlich nicht darum gebeten. Es schien einfach so zu passieren. Und letztes Jahr – sein fünftes – hatte sich sogar als noch ereignisreicher herausgestellt, als die vorangegangenen Jahre zusammengenommen.

Natürlich hatte er die für einen Fünfzehnjährigen typischen Sachen gemacht - hervorragend Quidditch gespielt, Neues gelernt, Prüfungen bestanden oder eben nicht, Strafarbeiten bekommen, Punkte für Gryffindor gewonnen oder verloren und sich mit seinen besten Freunden zerstritten und wieder vertragen. Aber während dem Chaos seines ganz normalen Schulalltags hatte er es zusätzlich geschafft die Todesser und ihren Dunklen Lord nicht nur einmal, sondern ganze dreimal über das Jahr hinweg verteilt zurück zu schlagen. Die letzte Konfrontation, genau vor Ende des Schuljahres, erwies sich als der sprichwörtliche Fangschuss, dem die gesamte Zaubererwelt gerade noch so ausweichen konnte.

Voldemort, größer und schrecklicher in seiner Macht als zuvor, hatte es geschafft seine Hände auf ein legendäres Artefakt zu legen – das Auge des Odin, ein Kristall der jeden Zauberer zerstören oder unterjochen konnte, der es wagte gegen seinen Besitzer auf zu begehren. Natürlich griff er damit Hogwarts, in seinem Bestreben sowohl Harry Potter, als auch Albus Dumbledore zu vernichten, an. Er tötete die erste Angriffwelle der Auroren, die sich ihm und seinen Gefolgsleuten entgegenstellten. Sie fielen nahezu kampflos, sie waren dem zurückgekehrten Dunklen Lord und seiner neuen Waffe nicht gewachsen. In Wahrheit war niemand ihm gewachsen, noch nicht einmal Dumbledore; niemand war stark genug um Voldemort zu widerstehen. Die stärksten der Zaubererwelt versammelten sich um das uralte Schloss und die darin gefangenen Kinder zu verteidigen. Sie hatten keine Hoffnung mehr, nachdem auch die optimistischsten von ihnen schließlich begriffen, dass es lächerlich war all ihr Vertrauen auf die Fähigkeiten eines kleinen Jungen zu setzen.

Natürlich zeigte sich Harry Potter der Lage gewachsen und bewies ihnen allen, dass sie falsch lagen. Selbstverständlich fehlten ihm die Stärke und die Kraft um Voldemort zu widerstehen; aber das hielt ihn nicht davon ab sich seinen Unsichtbarkeitsmantel umzuhängen, seinen Feuerblitz zu besteigen und sich dem Dunklen Lord wie in einem Quidditchmatch zu stellen. Keine Magie, keine Sprüche, keine zum Duell gezogenen Zauberstäbe – Harry Potter rauschte auf seinem Besen einfach mitten in die Armee der Todesser und stahl das Auge des Odin direkt aus der Hand Voldemorts.

Der Rückschlag der Energie der durch den Diebstahl ausgelöst wurde tötete die Todesser die Voldemort am nächsten waren, beraubte den Dunklen Lord all seiner angesammelten Energie und brachte Harry Potter für die nächsten drei Wochen in den Krankenflügel. Voldemort floh, geschwächt, aber nicht tot. Die Todesser zerstreuten sich, verschwanden wieder in ihre Verstecke und Harry Potter bekam einen anerkennenden Klaps auf die Schulter und wurde den Sommer über nach Hause in den Privet Drive geschickt. Er verbrachte den Sommer damit, eingeschlossen in einen winzigen Raum im Haus seines Onkels, unter Alpträumen zu leiden, während es sein Gesicht unaufhörlich auf die Titelseite des Daily Prophet schaffte.

Jetzt fuhr er zurück nach Hogwarts und ertrug das Geflüster und die Blicke so gut er konnte. Schließlich fanden ihn Ron und Hermine und leisteten ihm Gesellschaft. Seine zwei Freunde erzählten von ihrem Sommer, unterhielten ihn mit Geschichten über den Spaß den sie während der Ferien erlebt hatten (sie wussten dass er nicht so viel Glück hatte, weil er ja bei den Dursleys geblieben war)und taten generell ihr Bestes um ihn von dem Zirkus ab zu lenken, der sein Leben war.

Es war erst, als der Zug sich Hogwarts näherte, dass Hermine eine bizarre politische Situation andeutete, die sich über den Sommer entwickelt hatte – nämlich, dass Harry, der Held der Zaubererwelt, eine der heißesten politischen Themen während einer beinharten Wiederwahlkampagne für die Position des Zaubereiministers geworden war. Cornelius Fudge stand zur Wiederwahl an und es waren nicht weniger als fünfzehn Gegner gegen ihn aufgestellt. Wer auch immer sich das Wohlwollen von Harry Potter sichern konnte würde die Wahl gewinnen. Aber weil Harry keinen der anderen Kandidaten kannte und kein Interesse daran hatte Cornelius Fudge zu unterstützen, tat er Hermines Warnungen als unwichtig ab. Nie hätte Harry vermutet, dass das Verlangen nach Wiederwahl im Begriff war sein Leben schon wieder auf den Kopf zu stellen.

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Harry saß zwischen Ron und Neville am Gryffindortisch während Dumbledore seine Eröffnungsrede hielt, die Schüler dabei daran erinnerte dass sie außerhalb des verbotenen Waldes bleiben sollten und dass die Schüler wegen der von der Schlacht (bis jetzt noch namenlos, wie Seamus betonte – obwohl er auf „Schlacht von Hogwarts" drängte) übrig gebliebenen Magie beim Quidditchfeld in diesem Gebiet mit dem Gebrauch ihrer Zauberstäbe aufpassen sollten, bis dort vollständig aufgeräumt wäre. Der Aufräumdienst würde den Siebtklässern als Teil ihrer Praktika über den Missbrauch von wilder Magie zufallen.

„Ich beneide sie nicht darum", erklärte Dean seinen Mitschülern aus der Sechsten Klasse. „Ich kann mir vorstellen, dass sie immer noch Stückchen und Fetzen von Todessern dort draußen finden werden."

Harry fühlte wie er bei Deans Worten bleich wurde, unfähig in das Lachen, das dessen Worte in den anderen Jungs hervorrief, einzustimmen. Er hatte doch nur die im Schloss Gebliebenen beschützen wollen. Als er das Auge des Odin von Voldemort gestohlen hatte, hatte er nicht vor gehabt für so viele Tote verantwortlich zu sein.

„Dean!" Hermines Stimme schnitt durch das Gelächter und sie blitzte die Anderen an. „Ich dachte wir wären uns einig darüber gewesen, nicht über bestimmte Themen zu reden."

Nach den schuldigen Blicken zu urteilen, die die Anderen ihm plötzlich zu warfen, konnte er sich genau vorstellen, welche Themen das waren. Er wunderte sich wann Hermine die Zeit gefunden hatte das mit den Anderen zu besprechen, auch wenn er dankbar für den Versuch war. Alle dreimal, die er sich Voldemort gestellt hatte, waren seine Freunde und Klassenkameraden sicher im Gryffindorturm eingeschlossen gewesen. Für sie waren die Geschichten fern und spannend – für Harry waren sie lebhafte Alpträume, die er Nacht für Nacht wieder erleben musste. Der Sommer war noch höllischer gewesen, als gewöhnlich. Unfähig seine Alpträume zu kontrollieren hatte er seine Familie die meisten Nächte mit seinen Angstschreien aufgeweckt. Und obwohl Onkel Vernon ihn nie mehr geschlagen hatte als Klapse und gelegentlich einer Kopfnuss, war Harry bestraft worden – kein Essen, Extraarbeiten und den Rest der Zeit eingesperrt wie ein Gefangener um ihn von den normalen´ Leuten fernzuhalten.

„Es tut mir Leid, Harry", entschuldigte sich Dean.

„Ist schon in Ordnung", versicherte Harry allen und versuchte so normal wie möglich zu erscheinen. „Obwohl ich mich frage, was das für den Beginn der Quidditchsaison bedeutet."

„Verdammt!" Fluchte Seamus zustimmend. „Das ist richtig! Meinst du das bedeutet wir dürfen auch unsere Besen nicht auf dem Feld verwenden?"

„Dumbledore hat nichts über Besen gesagt", betonte Ron. „Er sagte nur dass wir beim Benutzen der Zauberstäbe aufpassen sollen."

„Bedeutet das vielleicht, dass die Slytherins dieses Jahr nicht schummeln können?" vermutete Neville.

Sie alle warfen wütende Blicke quer durch den Raum zum Tisch der Slytherins. Malfoy hielt wie gewöhnlich Hof mit seinen um ihn versammelten Anhängern. Wieder einmal war Lucius Malfoy ohne Strafe für seine Todesseraktivitäten davon gekommen. Die Tatsache, dass er bei der Endschlacht nicht dabei gewesen war, hatte seine Unschuld offenbar bei genug von den höheren Tieren bewiesen, damit sie mal wieder Harrys Aussage, dass Malfoy einer von Voldemorts treuesten Dienern war ignorierten.

Sowohl Mr. Goyle als auch Mr. Crabbe waren tot auf dem Schlachtfeld gefunden worden. Ihre Ehefrauen hatten allerdings auf unschuldig plädiert. Folglich hatten sich deren beide Söhne, unbeachtet vom Ministerium, das mehr als genug zu kämpfen hatte, auf ihren gewöhnlichen Plätzen neben Malfoy nieder gelassen. Wenn die Loyalität ihrer Väter dem dunklen Lord gegenüber ihrem Ansehen innerhalb des Hauses überhaupt geschadet hatte, dann war es für Harry und den Rest der Gryffindors nicht erkennbar. Wie Harry mit Klassenkameraden umgehen sollte, die glaubten, er wäre für den Tod ihrer Väter verantwortlich, wusste er nicht.

„Ich denke sie werden so unausstehlich wie immer sein", grummelte Dean. „Sogar wenn die Hälfte ihrer Eltern unter dem Verdacht stehen Todesser zu sein verhalten sie sich, als würde ihnen die Welt gehören."

„Es zeigt nur was Geld und einen Familienname dir erkaufen können", stimmte Seamus zu.

„Das erklärt aber nicht Snape", murrte Ron und Harry warf ihm einen warnenden Blick zu. Sie alle wussten, dass Snape für Dumbledore spioniert hatte, und im letzen Jahr hatten sich Ron, Hermine und er darauf geeinigt so wenig wie möglich über ihn zu reden aus Angst etwas zu sagen das sie nicht sollten.

„Lasst euch nicht von seinem Charakter irreführen", erzählte Seamus ihnen allen mit leisem Flüstern. „Snapes Familie ist eine der Ältesten und mächtigsten in der Zaubererwelt – und ich habe gehört, dass sie stinkreich sein sollen."

„Snape hat eine Familie?" Ron starrte ihn schockiert an.

„Nun ja, ich weiß nicht viel darüber", gab Seamus zu. Ich hab gehört, dass er eine Schwester und ein paar Brüder hat, obwohl ich nicht viel über sie weiß. Aber mein Onkel arbeitet beim Finanzamt und erwähnte das Kapital, das von einigen der älteren Familienanwesen erzeugt wird – er erwähnte dabei ein Snape Manor."

„Das bedeutet noch lange nicht, dass es Snape gehört", betonte Hermine. „Wenn er Geschwister hat ist es genauso wahrscheinlich, dass das ganze Erbe an sie gegangen ist."

„Das würde aber immer noch nicht passen." Murrte Dean. „Der Bastard muss nicht arbeiten, aber trotzdem ist er hier um uns das Leben zur Hölle zu machen, einfach nur weil er es genießt Schüler zu quälen.

„Zumindest hasst er euch nicht so wie mich", seufzte Neville. „Ich bin nur dankbar, dass ich keinen Zaubertrankunterricht mehr bei ihm haben muss." Neville hatte wie erwartet sehr schlecht in seinen Zaubertränke-OWLs abgeschnitten und war folglich nicht für fortgeschrittene Zaubertränke eingeschrieben.

„Ich kann es nicht glauben, dass Harry und ich es beide in fortgeschrittene Zaubertränke geschafft haben", murmelte Ron. „Ich kann nicht glauben, dass wir wirklich weiter Unterricht bei Snape haben wollen."

„Du weißt, dass man ohne dieses Fach kein Auror werden kann", erinnerte ihn Hermine.

„Ich bin mir sicher wenn er unsere OWLs korrigiert hätte, hätten wir überhaupt keine bekommen, " seufzte Harry. „Er wird sein Bestes tun, damit wir bereuen, dass wir das Jahr geschafft haben."

„Mach dir keine Sorgen, Harry", versicherte Hermine ihm. „Wir werden alle zusammen arbeiten und es schaffen. Wir werden Zaubertränke überstehen und wenn es uns umbringt!"

„Das ist es ja gerade, was wir befürchten", sagten Ron, Dean, Seamus und Harry einstimmig. Sie brachen alle in Gelächter aus, nur um einen Augenblick später abgelenkt zu werden als das Festmahl auf dem Tisch erschien. Hungrig verschlang Harry die erste anständige Mahlzeit, die er den ganzen Sommer über gehabt hatte.

Sie wollten gerade zurück zum Turm gehen, als Professor McGonnagal Harry, Ron und Hermine bat sie zu begleiten. Verwundert wünschten sie ihren Klassenkameraden eine gute Nacht und folgten ihrer Hauslehrerin aus der Großen Halle, verwundert was sie, in den wenigen kurzen Stunden die sie auf dem Schulgelände waren, getan haben könnten, das die Aufmerksamkeit der Lehrer schon so früh auf sie gelenkt hatte.

Sie wurden zu einem privaten Raum neben dem Lehrerzimmer geleitet, wo sie zu ihrer Überraschung Arthur und Molly Weasley auf sie warteten. Während Ron seine Eltern begrüßte, bemerkte Harry dass Dumbledore, Snape und Hooch sich zu ihnen gesellten. Zu seiner Überraschung war auch Percy Weasley anwesend. Der frühere Schülersprecher von Hogwarts warf Harry ein schwaches Lächeln zu, sagte etwas zu seinem Vater und eilte dann wieder aus dem Raum. Harry und Hermine tauschten verwunderte Blicke und zuckten mit den Achseln.

„Ah, Harry", begrüßte Dumbledore ihn. „Komm rein mein Junge. Komm rein. Ich fürchte, dass wir anscheinend ein kleines Problem haben. "Ist es Voldemort"

Dass er den Namen des Dunklen Lords verwendete löste die übliche Reaktion aus. Alle außer Dumbledore und Snape zuckten bei dem Wort zusammen.

Dumbledore sah finster drein etwas das Harry verunsicherte.

„Nun ja, nicht direkt", sagte er zu Harry. „Obwohl er etwas mit der Situation zu tun hat. Wir haben eine Mitteilung bekommen, dass er seine Kräfte wieder zusammen zieht. Es sieht so aus als ob er sich von dem kleinen Desaster im letzten Frühling wieder erholt hätte."

Harry fühlte wie seine Knie weich wurden und er war dankbar ein Stuhl direkt hinter sich zu entdecken, auf den er sich ohne weiter nachzudenken setzte. „Sie sagten nicht direkt, Sir?" fragte er zittrig. Voldemort zog seine Kräfte zusammen, aber das war nicht das Problem über das Dumbledore gerade nachgrübelte. Das war gar nicht gut. Er konnte es an den besorgten Gesichtern von Mr. Und Mrs. Weasley sehen.

„Ich fürchte unser gegenwärtiges Problem hat mit Minister Fudge zu tun", erklärte Dumbledore.

Harry blickte die Anderen im Raum kurz an. Er sah größtenteils Abscheu auf den Gesichtern der Erwachsenen. „Ist Minister Fudge irgendetwas zu gestoßen?"

„Ich wünschte es wäre so", murmelte Molly Weasley leise. Arthur nickte zustimmend.

„Nein, Harry", seufzte Dumbledore, und unterbrach sich um sich durch den silbernen Bart zu streichen. „Ich vermute, du hast diesen Sommer keine Zeitung gelesen?"

„Nein, Sir", gab Harry zu. Mein Onkel bekommt die Times, aber er würde mich mit dem Gürtel verprügeln, wenn ich sie anrühren würde."

Überraschenderweise rief diese Bemerkung das gleiche Zusammenzucken hervor das die Erwähnung von Voldemorts Namen hervor rief, gefolgt von einem seltsamen Austausch von Blicken unter den Erwachsenen.

„Ich habe eigentlich Zaubererzeitungen gemeint, mein Junge", sagte Dumbledore sanft. „Wie auch immer. Die Sache ist, dass Fudge zur Wiederwahl ansteht und er mehr Konkurrenz hat als jemals zuvor. Alle diese Kandidaten streiten um die Gunst der Zaubererwelt. Und es scheint so zu sein, dass du der beliebteste Weg zu diesem Amt bist."

„Ich versteh das nicht, Sir," runzelte Harry die Stirn und wünschte sich, dass bei Hermines Erklärungen im Zug besser zugehört hätte. Wie konnte er irgendetwas mit einer Wahl zu tun haben?"

„Es ist ein Beliebtheitswettbewerb, Harry", erklärte Hermine. „Der Kandidat, der dich dazu bringen kann ihn zu unterstützen kann nur noch gewinnen, weil die öffentliche Meinung so ziemlich alles unterstützen wird, das mit dir zu tun hat."

Überrascht blinzelte Harry verwirrt. „Aber ich kenne doch keinen der anderen Kandidaten. Ich habe keinen von ihnen bevorzugt. Ich noch mit keinem einzigen von ihnen gesprochen. Wie kann ich da in diese Wahl verwickelt sein?"

„Das ist unwichtig, Harry", erklärte Dumbledore. „Wichtig ist nur, welche Nachrichten gedruckt werden, und du kennst die Vorliebe des Tagespropheten für ausgedachte Nachrichten. Es ist ziemlich erstaunlich, wie viele Kandidaten zugegeben haben private Gespräche mit dir über Kampftaktik und Verteidigungszauber geführt zu haben. Aber das ist die geringste unserer Sorgen. Minister Fudge hat entschieden einen Schritt weiter zu gehen und dich für jetzt und immer auf seine Seite zu ziehen."

„Was meinen Sie?"

Dumbledore runzelte die Stirn und blickte zu Arthur Weasley. Arthur seufzte und setzte sich neben Harry. „Percy hat eine Notiz im Ministerium abgefangen. Er hat mich gewarnt, was passiert ist. Es scheint, dass Minister Fudge entschieden hat deinen Onkel als Vormund ungeeignet erklären zu lassen und dich selbst zu adoptieren."

Harry sprang vor Schock auf. „Mich adoptieren!" Er war seine gesamte Kindheit ungewollt gewesen und plötzlich wollte der verdammte Zaubereiminister ihn adoptieren.

„Ja. Harry", nickte Arthur. „Und unglücklicherweise, in anbetracht der Tatsache wer er ist, gibt es wenige legale Hindernisse auf seinem Weg. Er hat offensichtlich schon den ganzen Papierkram erledigt. Wir haben es eben erst selbst erfahren. Percy sagte, dass, vorausgesetzt, dass er seine Anschuldigungen gegen deinen Onkel beweisen kann, die Adoption heute Abend oder morgen früh legal sein sollte."

„Aber das ist lächerlich!" Protestierte Harry, seine Worte kurz darauf von Ron und Hermine wiederholt.

„Harry", unterbrach Dumbledore. „Es ist nur lächerlich, wenn die Anschuldigungen gegen deinen Onkel unbegründet sind."

„Was meinen Sie?" Fragte Harry vorsichtig.

„Was er versucht zu fragen ist, ob oder ob nicht Minister Fudge irgendwelche legalen Rechte hat, deinen Onkel als ungeeignet zu bezeichnen," erklärte Molly sanft. „Wir alle wissen, dass die Dursleys nicht nett zu dir sind, aber haben sie jemals etwas getan, dass von einem Gericht als Misshandlung alsgelegt werden könnte?"

Harry erbleichte. „Wie zum Beispiel?"

„Nun, du hast gerade gesagt, dass dein Onkel dich mit dem Gürtel verprügeln würde", zeigte Molly auf. „Würde er dich wirklich verprügeln?"

Harry blickte finster drein, plötzlich unwillig noch irgendetwas weiter zu sagen. Er verspürte keinerlei Loyalität gegenüber seinem Onkel, aber er wollte auch nichts sagen, dass dazu führen würde, dass er von Minister Fudge adoptiert wurde.

„Oh, bei der Liebe Merlins, Potter", knurrte Snape. „Beantworte einfach die Frage, damit sie wissen worauf sie sich vorbereiten müssen. Du wirst sowieso vom Ministerium gezwungen werden Veritaserum zu nehmen, wenn das vor Gericht geht."

Harry starrte Snape schockiert an.

„Severus!" Molly starrte den Tränkemeister böse an. „Reg den Jungen bitte nicht auf! Nun Harry, Lieber, du musst uns erzählen, was du kannst. Gab es irgendwelche Misshandlungen?"

Harry wand sich, hasste die Aufmerksamkeit, die er erhielt, vor allem von Ron und Hermine. „Ich bin nicht sicher, was Sie meinen könnten?" gab er zu.

„Potter!" knurrte Snape wieder. „Sei nicht begriffsstutzig. Hat dein Onkel dich misshandelt? Hat er dich geschlagen, hungern lassen, eingeschlossen, deine Gefühle verletzt oder deinen verdammten Teddybär gestohlen?!"

Die Erwachsenen im Raum starrten jetzt Snape an und Harry wurde blass unter dessen dunklen starrenden Blick. Aber als keiner, kein einziger, ein Wort sprach, sah Harry ein, dass alle, trotz der Art der Zustellung, erwarteten dass er auf Snapes Frage antwortete. „Ja", gab er leise zu.

Seine Worte schienen Snape zu überraschen, der schockiert blinzelte und sogar einen Schritt zurück machte als hätte er diese Antwort nicht erwartet.

Dumbledore sah plötzlich so alt aus wie er war und setzte sich auf einen der übriggebliebenen Sessel. „Würde es dir etwas ausmachen das aus zu führen?" fragte der Schulleiter sanft. Harry blinzelte den Mann überrascht an, verwirrt von dessen offensichtlicher Verzweiflung.

„Entschuldigen Sie, Sir", sagte er. „Sie wissen das alles doch schon."

Dumbledores normalerweise glitzernde Augen waren traurig. „Was meinst du, Harry?"

„Nun, zum einen mein Hogwartsbrief, Sir", erklärte er. „Sie haben ihn an mich mit meiner Adresse darauf geschickt: Wandschrank unter der Treppe."

Harry hatte gesehen wie Dumbledore ohne mit der Wimper zu zucken Todessern gegenübergetreten war, aber das ließ sogar den alten Mann erbleichen. „Willst du mir damit sagen, dass du in einem Wandschrank gewohnt hast?"

Harry nickte. „Zehn Jahre lang," sagte er. „Sie ließen mich umziehen, nachdem der Brief kam, weil sie erkannten, dass Sie es wissen mussten."

„Harry, die Briefe werden magisch adressiert", informierte Professor McGonnagall ihn. „Keiner von uns hätte die Adresse darauf sehen können."

„Und der Rest davon, Harry?" Fragte Molly sanft. Harry war erschrocken zu sehen, dass ihre Augen verdächtig glänzten.

„Nun, ich hatte nie einen Teddybär", gab er zu und warf Snape, der überraschenderweise kleinlaut aussah, einen bösen Blick zu. „Mein Onkel hat mich manchmal geschlagen", sagte er. „Aber nicht soo oft. Wenn er mich bestrafen wollte, hat er mich gewöhnlich einfach eingeschlossen und hungern lassen. Ich dachte, sie wüssten das. Das ist doch der Grund, warum Sie mir das ganze Essen zum Geburtstag schicken."

Mollys Augen glänzten sogar noch mehr als zuvor und Harry sorgte sich immer stärker, dass sie anfangen könnte zu weinen. „Als Ron erzählte, dass du verhungern würdest, habe ich einfach angenommen, dass du verhungerst, wie alle Teenager verhungern, nicht mehr als sechs oder sieben anständige Mahlzeiten am Tag."

Sechs oder Sieben anständige Mahlzeiten am Tag? Harrys Augen weiteten sich. Das würde sicherlich erklären, warum Ron und seine Brüder so groß waren.

„Wie lange hat er dich hungern lassen, Harry?" fragte Professor McGonnagall.

Harry zuckte mit den Achseln. „Normalerweise nicht mehr als zwei oder drei Tage, manchmal wenn er wirklich wütend war vier oder fünf Tage auf einmal. Nicht lange genug um mich irgendwie krank zu machen." Zu seinem Erschrecken hatten seine Worte nicht ganz den beruhigenden Effekt, den er beabsichtigt hatte. „Es ist ja nicht so, als ob er mich irgendwie umbringen wollte?" versicherte er ihnen allen schnell. Nicht wie Voldemort, dachte er bei sich. Im Vergleich mit den Dingen die Voldemort ihm angetan hatte war sein Onkel nichts.

„Harry, es tut mit Leid", sagte Dumbledore leise. „Wir haben das nicht gewusst. Wenn wir es gewusst hätten, wenn ich es gewusst hätte, dann hätte ich dich niemals dort gelassen."

Harry blickte finster. „Aber Sie haben mich dorthin geschickt um mich zu beschützen, Sir", erinnerte er den Schulleiter. „Vor Voldemort. Weil er mich dort nicht erreichen konnte." Das letzte was er wollte, war dass Dumbledore sich schlecht fühlte wegen den Fehlern seines Onkels. Er verstand die Notwendigkeit und war überrascht, dass alle anderen das anscheinend vergessen hatten.

„Ja, Harry", nickte Dumbledore zustimmend. „Aber es gibt immer Alternativen. Ich hätte schon eine andere Lösung gefunden."

Unsicher wie er darauf reagieren sollte, schwieg Harry einfach, unbehaglich wegen der Aufmerksamkeit.

„Tja, dass wars dann wohl ", seufzte Arthur. „Fudges Anspruch ist rechtens."

„So sieht es aus", stimmte Dumbledore zu.

„Aber wir dürfen Fudge Harry nicht adoptieren lassen", protestierte Ron.

„Nein, dürfen wir nicht", nickte Dumbledore.

„Es tut mir Leid", unterbrach Hermine, ihre Augenbrauen vor Konzentration gekräuselt. „Ich verstehe wirklich nicht, was das Problem ist. Ich meine, natürlich wäre es fürchterlich für Harry von Fudge adoptiert zu werden. Aber würde es wirklich so einen großen Unterschied machen? Fudge wird den Zeitungen sowieso erzählen was er will. Harrys Zustimmung würde keinen Unterschied machen solange die Wiederwahl mit oder ohne Adoption funktioniert. Es ist ja nicht so, als ob Harry bei Minister Fudge leben müsste. Harry ist den größten Teil des Jahres in der Schule und der Minister ist den Sommer über viel zu beschäftigt um Zeit für Harry zu haben."

„Ich fürchte, das ist nicht wahr, Hermine", erklärte Dumbledore. „Das ist das Problem. Fudge hat entschieden Harry von der Schule zu nehmen."

Hermines Augen weiteten sich vor Angst. „Aber das darf er nicht! Wie würde er das den Zeitungen erklären? Den Jungen-der-lebt aus der Schule zunehmen bevor er seine NEWTs machen konnte."

„Privatlehrer", erklärte Arthur. „Er hat vor Harry von seinem Stab unterrichten zu lassen. Auf diese Weise kann er Harry aus dem Einflussbereich von Schulleiter Dumbledore bringen, etwas, das er liebend gerne machen würde."

Dumbledores frühere Bemerkungen machten plötzlich mehr Sinn für Harry. Er erbleichte, sein Zittern kam unerwarteterweise zurück. „Und wenn er mich aus Hogwarts nimmt, bedeutet das, es gibt nichts mehr, das mich vor Voldemort beschützt."

Dumbledore nickte nur in stiller Zustimmung.

„Aber sogar Fudge würde doch nicht so dumm sein! "Protestierte Ron und errötete dann unter den Blicken die die anderen im Raum ihm zu warfen. „Okay", gab er nach. „Ich gebe es zu, er würde."

Ein Teilgrund warum sie im vergangenen Jahr so viele Auroren verloren hatten, war, dass Fudge sich geweigert hatte die Rückkehr von Voldemort zu akzeptieren, bis es fast zu spät war. Als er wirklich keine andere Wahl mehr hatte, war er in den Augen der Öffentlichkeit schon durch Dumbledore lächerlich gemacht worden.

„Er würde mein Leben riskieren um seine Karriere zu fördern?" fragte Harry.

„Ich befürchte es", stimmte Arthur zu.

„Und es gibt nicht was ich tun kann um es auf zu halten?"

„Das ist, was wir herausfinden müssen", erklärte Arthur.

„Aber was ist mit Sirius?" Protestierte Harry. „Meine Eltern haben ihn zu meinem rechtmäßigen Vormund ernannt. Sicher hat sein Anspruch Vorrang vor dem von Fudge?"

Arthur schüttelte den Kopf. „Fudge hat seinen Anspruch für nichtig erklärt. Im Moment ist Sirius Black immer noch ein verurteilter Mörder und als solcher als Vormund ungeeignet."

„Dad!" Rief Ron laut mit einem wilden Grinsen im Gesicht. „Warum adoptieren wir Harry nicht einfach!"

Arthur und Molly lächelten beide bei diesem Satz. „Wir haben schon darüber nachgedacht, Ron," gab Molly zu. Sie lächelte Harry traurig an. „Glaub mir Harry, wir würden dich mit Freuden aufnehmen. Aber es gibt keinen Weg wie wir den Minister ausmanövrieren können. Er hat die ganzen Anträge schon gestellt. Wir würden mindestens drei Monate brauchen um solche Ansprüche zu stellen. Hätten wir früher davon gewusst, hätten wir etwas getan. Aber so wie es aussieht wird Fudges Anspruch in wenigen Stunden rechtens sein, wenn er es nicht schon ist."

„Dann gibt es nichts, was wir tun können?" fragte Harry. „Wir können die Adoption nicht aufhalten." Er schaute Dumbledore an, der gedankenverloren da stand als ob er versuchen würde etwas zu planen. „Ich werde eine Zielscheibe sein, wenn Fudge mich in seine Finger bekommt. Wenn Voldemort selbst mich nicht holt, dann Fudges enger Freund Lucius Malfoy. Ich habe keine Wahl. Ich werde weglaufen müssen."

„Du wirst eine Zielscheibe sein, wenn du wegläufst," informierte Snape ihn. „Du hinterlässt eine magische Spur, der ein Kind folgen könnte. Voldemort wird dich in wenigen Tagen finden."

Harry starrte den Tränkemeister zornig an. „Was soll ich denn dann tun? Ich kann nicht wegrennen, ich kann nicht kämpfen! Was soll ich tun?"

„Das ist doch lächerlich!" Rief Hermine frustriert. „Ich meine Harry braucht ja wohl kaum mehr einen Vormund! Es ist nicht fair. Er ist alt genug um zu heiraten, aber nicht alt genug um alleine zu leben!"

Etliche Köpfe schossen bei dieser Bemerkung hoch, scharfe Blicke starrten Hermine überrascht an. „Was?" sagte sie überrascht und wich unter den prüfenden Blicken einen Schritt zurück.

„Hermine Granger, du bist brilliant!" rief Dumbledore aus.

Sie runzelte die Stirn. „Was habe ich gesagt?"

„Heiraten!" rief Dumbledore aus. „Du hast absolut Recht, Harry ist alt genug um zu heiraten."

„Und wenn er verheiratet ist, wird er automatisch als Erwachsener betrachtet und braucht keinen Vormund mehr. Fudges Adoption ist dann null und nichtig," nickte Arthur zustimmend. „Es ist eine brilliante Lösung."

„Was ist es?" protestierte Harry. Sicher meinten sie nicht das was er dachte dass sie meinten.

„Heiraten, mein Junge!" Erklärte Dumbledore, mit einem wieder fröhlichen Funkeln in seinen blauen Augen. „Wir müssen dich einfach nur verheiraten bevor Fudge mit den Adoptionspapieren ankommt. Dann gibt es nichts, was er daran ändern könnte."

Harrys Augen weiteten sich schockiert. „Heiraten! Aber ich bin doch erst sechzehn!"

Das Mindestalter bei Heiraten in der Zaubererwelt ist fünfzehn, Harry, „erklärte Arthur. „Früher war es mal dreizehn, aber sie haben die Altersgrenze 1504 geändert."

1504? Wie betäubt schüttelte Harry abwehrend seinen Kopf. Warum erzählten die Laute ihm so was nicht im Unterricht! „Aber … Aber … Heiraten? Wen soll ich denn überhaupt heiraten?"

Ron und Hermine starrten ihn alarmiert an. Harry verpasste beinahe den panischen Blick, den Ron Hermine zuwarf, wie sein Gesicht erst aufflammte um dann zu erblassen, als ihm die offensichtliche Wahl für seinen Freund auffiel. Es war genug um Harry vorübergehend abzulenken – die Erkenntnis, dass sein Freund tatsächlich seine Gefühle für die brilliante Miss Granger, zumindest sich selbst gegenüber, zugegeben hatte. Er bemerkte außerdem, dass sich Ron auf die Lippe biss um nichts zu sagen, und er verstand plötzlich mit einem seltsamen Gedankensprung, dass Ron niemals etwas sagen würde, wenn er dachte, dass es das Beste für Harry wäre.

„Nun, dann sollten wir schnellstens jemanden finden," entschied Dumbledore, vorübergehend Hermine anblickend. Harry starrte ihn an um ihn stumm zu zwingen woanders hin zu sehen. Er würde eher Mrs. Norris heiraten bevor er seinen beiden besten Freunden auf der Welt das antat.

„Du hast doch eine Freundin, Lieber?" fragte Molly ohne die Panik ihres eigenen Sohnes zu bemerken. Sie lächelte hoffnungsvoll zu Hermine hinüber.

„Nein!" beharrte Harry. „Habe ich nicht."

„Nun, was ist mit …„ begann Molly, die immer noch Hermine ansah.

„Nein!" unterbrach Harry sie, bevor sie die Worte aussprechen konnte. „Nimm es mir nicht übel Hermine," sagte er schnell. „Aber das wäre als würde ich meine Schwester heiraten!"

„Das nehme ich dir nicht übel," versicherte Hermine ihm ziemlich erleichtert. Ron sagte immer noch nichts, aber Harry sah die Erleichterung in seinen Augen, die aber umgehend von Scham abgelöst wurde. Harry runzelte die Stirn. Das war beschissen! Er fragte sich ob er Fudge nichts stattdessen einfach mit einem der Unverzeihlichen verfluchen könnte?

„Der Heiratsstein!" rief Dumbledore plötzlich aus. Sie drehten sich alle zu ihm herum.

„Hast du das alte Ding immer noch?" fragte Madam Hooch verwundert.

„Es ist in meinem Büro," sagte Dumbledore ihr. „Würdest du es für mich holen?"

Sie nickte und verließ den Raum.

„Bist du dir sicher, dass du ihn benutzen solltest, Albus?" fragte McGonnagall besorgt. Er hat in der Vergangenheit nur für Schwierigkeiten gesorgt."

„Nur wenn die betroffenen Personen schon verheiratet waren. Aber Harry ist noch nicht verheiratet."

„Der Heiratstein," grübelte Hermine. „Ich habe schon davon gehört. Ich habe davon gelesen."

Natürlich hatte sie, dachte Harry. „Was ist das?"

„Es ist ein uraltes Artefakt, Harry," erzählte Dumbledore ihm. „Es zeigt dir dein perfektes Gegenstück, deinen perfekten Bindungspartner."

„Den perfekten Partner?" sagte Harry vorsichtig. „Das hört sich doch gar nicht so schlecht an? Was ist der Haken?" Er hatte auf die schwere Art und Weise lernen müssen, dass es immer einen Haken gab.

„Es kommt darauf an wer hinein sieht, Harry," erzählte Hermine ihm. „Das berühmteste Paar, das der Heiratsstein jemals enthüllte, war für Königin Guinevere. Sie hat hinein gesehen um ihren perfekten Partner zu sehen – unglücklicherweise war sie zu der Zeit mit König Arthur verheiratet und der Stein zeigte ihr, dass der perfekte Partner aber Sir Lancelot war. Und wir alle wissen ja wie die Geschichte endet."

Und wie soll das Harry helfen?" grübelte Ron. „Ich meine wenn er doch zwischen jetzt und morgen früh verheiratet sein muss. Was wenn es Harry jemanden zeigt, den er gar nicht kennt? Ich meine sein perfekter Partner könnte auf der anderen Seite der Welt leben. Oder vielleicht ist sein perfektes Gegenstück jemand der ihn nicht leiden kann. Oder jemand der im Moment noch zu jung für ihn ist. Oder der schon verheiratet ist. Es gibt Gründ warum der Stein nicht mehr verwendet wird."

„Nun, dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen," erklärte Dumbledore. „Wir werden einen Ersatz finden müssen, wenn das der Fall ist. Aber wir sollten zumindest versuchen eine gute Partie für Harry zu finden. Er verdient jede Chance glücklich zu sein, die wir ihm geben können."

„Glück?" protestierte Harry dessen Magen sich schon bei den bloßen Gedanken umdrehte. „Kommt schon. Wir tun das damit ich am Leben bleibe. Nicht mehr. Das Beste auf das wir hoffen können ist dass wir jemanden in diesem Schloss finden der freiwillig bei dieser Farce mitmacht um mich am Leben zu erhalten.

Er konnte nicht anders als zu denken, dass Cho Changs Name irgendwie in wenigen Momenten aufkommen würde. Er war im vierten Jahr verliebt in sie gewesen und sowohl Ron als auch Hermine wussten es. Das Problem war, dass Cedric Diggorys Tod einen Pfahl durch das Herz dieser kleinen Romanze getrieben hatte. Schuld hatte ihn danach jedes Mal überwältigt, wenn er sie ansah. Obwohl er Cho immer noch mochte, wäre es für ihn viel einfacher Pansy Parkinson, als sie zu heiraten.

Madam Hooch kehrte Momente später mit einem großen blauen Kristallball in einer Hand zurück. Alle sahen sie erwartungsvoll an. „Nun?" fragte Dumbledore sie.

„Oh, sie meinen, sie wollen dass ich …" Sie zuckte mit den Schultern und sah in den Kristall. „Harry Potter!" sagte sie laut und deutlich zu dem Stein. Sie alle starrten ihn erwartungsvoll an, aber es geschah nichts soweit Harry sehen konnte. Der blaue Kristall sah einfach weiter wie ein gewöhnlicher blauer Kristall aus. Madam Hooch allerdings erblasste plötzlich und bedeckte den Kristall mit ihrer anderen Hand mit einem schockierten Keuchen. Alle starrten sie an. „Ich glaube er funktioniert nicht," rief sie aus. „Ich denke er ist kaputt."

„Oh, du meine Güte!" rief McGonagall aus. „Gib ihn her!" Sie streckte ihre Hand danach aus. Hooch händigte ihn ohne zu zögern aus.

„Harry Potter!" sagte Professor McGonagall zu dem Stein. Wieder sah Harry absolut nichts. Alle anderen beobachteten mit unverhüllter Neugier. Wie Hooch erblasste McGonnagall und errötete dann. Sie drehte sich Dumbledore und hielt ihm den Kristall hin. „Vielleicht wäre es am besten wenn du es versuchen würdest, Albus."

„Wen haben sie gesehen?" fragten Ron und Harry wie aus einem Mund.

McGonnagall schüttelte nur den Kopf. „Lasst es erst noch den Schulleiter versuchen."

Neugierig die Stirn runzelnd, nahm Dumbledore den Kristall, hielt ihn in seiner verrunzelten Hand und sagte klar, „Harry Potter!" zu ihm. Im Gegensatz zu Hooch und McGonnagall lächelte Dumbledore, seine Augen nahmen ein beinahe schelmisches Glitzern an. Harry fühlte wie er nervös wurde. Manchmal war Dumbledores Glitzern schlimmer als sein Stirnrunzeln. „Oh, tatsächlich eine ausgezeichnete Partie!" rief der Schulleiter erfreut aus. Er drehte sich zu Snape um. „Severus …"

„Verdammt noch mal!" zischte Snape. „Ihr drei seid absolut fähig in einen verdammten Kristall zu schauen und uns zu sagen wen ihr seht. Ich braucht mich nicht auch noch dazu!"

Dumbledore blinzelte ihn immer noch lächelnd an. „Natürlich nicht, Severus. Ich wollte nicht dass du schaust. Du BIST die Partie, die es uns gezeigt hat.

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A/Ü: Lesen und kommentieren bitte, bitte. Und gleich eine Frage am Anfang. Wollt ihr die A/N´s der Authorin auch übersetzt? Machen manches verständlicher (Hintergrundinformation).

A/N: Diese Geschichte hat als einfache Idee angefangen – eine erzwungene Heirat zwischen Harry und Snape. Ich wollte die Idee einer sich langsam entwickelnden Beziehung untersuchen, die nicht darin endete, dass ein sechzehnjähriger sich einfach Hals über Kopf in eine sexuelle Beziehung mit einem erwachsenen Mann stürzt. Und ich wollte mit der Idee von Victorianischen Vorstellungen in der Zaubererwelt herumspielen – Immerhin , wenn die Zaubererwelt sozial viele Jahre hinter der Muggelwelt hinterher hinkt, dann wären arrangierte Ehen vermutlich normal. Sie wurden auch in unserer Welt irgendwann einmal als normal betrachtet und werden in manchen Teilen der Welt auch heute noch praktiziert.

Aber wie so oft, entwickelte die Geschichte ein Eigenleben und wurde etwas anderes – etwas mit epischeren Ausmaßen, als ich mir je vorgestellt hatte.

Ich begann diese Geschichte lange bevor das fünfte Buch herauskam. Es sollte eigentlich eine Kurzgeschichte und lange bevor das fünfte Buch herauskam beendet sein – auf jeden Fall sollte sie beendet sein b evor Buch 6 herauskam. Und jetzt gehen wir auf Buch sieben zu und sie ist immer noch nicht fertig. Ich dachte mir, dass ich am besten zumindestens einen Teil davon an die Öffentlichkeit bringen sollte bevor Rowling alle Hauptcharaktere umbringt und mich soweit deprimiert, dass ich nicht mehr weiterschreiben will.

Ich dachte daran sie zum 5. Buch passend zu schreiben, aber um die Wahrheit zu sagen, ich mochte Buch 5 nicht. Und im Endeffekt ist Sirius Black wichtig für den roten Faden, also wird die Geschichte nur bis Buch 4 nach den Büchern gehen. Vielleicht führe ich nebenbei ein paar Figuren aus Buch 5 und 6 in der Geschichte ein, aber größtenteils werde ich alles jenseits von Buch 4 komplett ignorieren.

Die drei auffälligsten Unterschiede (außer den Ereignissen selbst) sind, dass Sirius lebt, Snapes Familiengeschichte erheblich anders ist und Voldemort ein wenig härter für seinen Titel dunkler Lord arbeitet. In dieser Geschichte werdet ihr erfahren, dass Voldemort viel gefährlicher, als in Buch 5 und 6 zu sein scheint (er wird sicher kein Jahr damit verbringen hinter einer Prophezeiung her zu jagen, bei der am Ende der Geschichte alle sarkastisch denken, Wer hätte das bloß gedacht). Ich denke um den Titel dunkler Lord zu verdienen muss man die Meßlatte vor Terror und Zerstörung etwas höher anlegen. Mein dunkler Lord wird sie so hoch anlegen, wie es geht – Harry hat ganz schön Arbeit vor sich. Deshalb wird die sich entwickelnde Beziehung zwischen Harry und Snape ein paar Drehungen und Verwicklungen haben, die ich nicht vorhergesehen habe. Ich hoffe es gefällt euch.