Disclaimer: Die hier verwendeten Charaktere stammen aus JK Rowlings „Harry Potter" und gehören nicht mir. Ferner erziele ich keinen Profit mit hier aufgezeigten Inhalten.

Hints: Severus und James, angst, romance. Child abuse, chan, graphic scenes, drug use, rape, suicide attempts

Kleine Tropfen prasselten auf das dicke Glas, das sich so gut zwischen ihn und die Freiheit zu stellen wusste. Wo sich ungünstig bekleidete Damen und schwarze Männer mit ebenso schwarzen Aktenkoffern hastig aus dem Sommerregen in ihre Häuser zu fliehen versuchten, hätte der schwarzhaarige Junge hinter dem vergitterten Fenster alles getan, um eben dieses zu verlassen, auf die Straße zu rennen, die Luft auf seinen Wangen zu spüren, in Pfützen zu stampfen, die feuchten Regentropfen seine Tränen geschickt tarnen.

Doch hier wo er sich befand, gab es nicht die kleinste Möglichkeit, seine Schwäche zu verbergen. Der für ihn eingerichtete Dachboden, wie Severus es sich gerne einredete, besaß einige lockere Bodenbretter und zahlreiche Risse, die es dem ganzen Haus möglich machten, sein jämmerliches Weinen zu verfolgen. Severus hatte dies bereits vor vielen Jahren herausgefunden und die nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Besser gesagt, sein Vater hatte sie getroffen, jedes Mal wenn der schwarzhaarige Junge seine Schwäche nicht gut genug zu verbergen wusste, hatte ihm erfolgreich beigebracht, ihn nicht mehr mit seinem erbärmlichen Geflenne zu stören.

Ein dürrer Ärmel näherte sich seinen Wangen und wischte hastig die stillen Tränen weg, als sich dumpfe Schritte näherten.

Jahrelange Übung ließ den langhaarigen Jungen nicht im Stich und schnell war jegliche Emotion von seinem Gesicht gewischt, die roten Augen geschickt hinter einem schwarzen Haarvorhang versteckt, als sich die Dachbodenluke öffnete und ein vager Umriss einer männlichen Person Severus vollkommen ausreichte, um seine Aufmerksamkeit wieder gen Fenster zu richten.

Er musste sich seine Besucher nicht ansehen, denn sie waren alle gleich.

Sein Verstand schaltete sich ab, als große Hände über seinen Oberkörper fuhren und ihn auf den Schoß seines Besucher gelitten. In solchen Momenten wusste er geschickt aufzuhören zu existieren.

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Kleine Tropfen prasselten auf das dicke Glas, das sich so gut zwischen ihn und die Freiheit zu stellen wusste.

Ein schlanker Finger fuhr aus, um einen weiteren Fleck auf dem Fensterglas zu hinterlassen, der sich lustig zu den vorherigen zehn gesellte.

Elf Tage waren erst vergangen, observierte Severus geknickt, als die Flecken vor ihm lustig zu tanzen begannen. Wie konnten sie in so einem Moment bloß tanzen? Welch Unerhörtheit, dachte der Slytherin, als sich seine Wange gegen das Glas drückte. Wie unhöflich, in seiner Gegenwart zu tanzen.

Die schwarzen Augen wurden von schweren Lidern überdeckt, als seine Gedanken über die vergangenen Jahre schweiften.

Ob seine Mutter vom Himmel aus nun auch tanzte? Severus Mundwinkel verzogen sich zu einem angedeuteten Lächeln. Sie tanzt nicht, sprach er laut aus. Sie steht zu mir, erklärte er den fröhlich hüpfenden Flecken an seinem Fenster. Sie beschützt mich, hauchte er.

Ein Fleck erstarrte, als Severus Worte gegen das Glas prallten.

„Wovor hat sie dich beschützt?", quietschte er frohlockend.

Severus Augen schlossen sich erneut, als die Worte einsackten.

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„Es wäre einmal etwas anderes", stimmte James letztendlich auf die drängenden Blicke seiner Eltern zu.

Das Abendessen war ganz anders verlaufen, als er sich erhofft hatte. Nachdem nun schon mehr als zehn Tage der Sommerferien vergangen waren und noch niemand ein Wort über Ferienpläne verloren hatte, wollte der Gryffindor selbst die Initiative ergreifen.

Doch nun wünschte er sich, er hätte es nicht getan.

„Versteh doch, Schatz", bat seine Mutter mit einem beinahe verletzten Unterton.

Arme verschränkten sich vor dem trainierten Körper. ER war derjenige, der verletzt wurde.

Beruf war jetzt also wichtiger als Sohn, so so. Ein wütender Blick vokalisierte seine Gedanken.

Der nun tadelnde Blick seines Vaters jedoch leitete seinen Blick wieder auf die Broschüre, die sich bedrohend auf dem Küchentisch ausgebreitet hatte.

„Aber wir fahren in den Weihnachtsferien Ski. Und Sirius und Remus nehmen wir mit", versicherte er sich ein letztes mal und seufzte dann ergeben auf die bejahenden Antworten seiner Eltern.

Diesen Sommer würde er dann wohl unter Muggeln verbringen.

Wenigstens sahen die in der Brochüre vorgestellten Sportarten mehr oder minder interessant aus, sann der erfolgreiche Sucher nach.