Unknown Angel

hi leute! also das hier ist das aller erste mal, dass ich hier was schreibe, also kritik und verbesserungsvorschläge sind immer gern erwünscht. ich hab mir gedacht, da ich erst mal ins schreiben rein kommen will, fang ich mit einer story an, die nicht auf meinem mist gewachsen ist. ich lehne mich stark an die serie auf RTL2 und hab nur ein paar details verändert, szenen hinzugefügt, die gedanken- und gefühlswelt erweitert... nun, viel spaß beim lesen!

disclaimer: alle charas, die hier vor kommen, gehören natürlich arina tanemura und ich verdiehne auch kein geld mit dieser story...

pairings: marron x chiaki, miyako x yamato


01. PROLOG


Es war eine trügerisch unschuldige Stille, die sich mit der Nacht über die japanische Stadt Momokuri gelegt hatte. Der am Himmel stehende Vollmond spiegelte sich verzerrt auf der Wasseroberfläche der Bucht, an die sich die Stadt schmiegte und das blasse Mondlicht brach sich reflektierend an den sanften Wellen, die das Meerwasser unaufhörlich in Bewegung versetzten. Auf einem Hügel, nicht weit entfernt vom Stadtrand, thronte ein blau-weiß gestreifter Leuchtturm am Rande einer Klippe und entsandte stumm seine Leuchtzeichen in die Nacht, um vorbeireisenden Schiffen den Weg zu weisen.

Es war nun kurz vor Mitternacht und die nächtlichen Straßen waren wie leergefegt, da die meisten Bewohner der Stadt schon tief und fest schliefen. Nur hin und wieder wurden die Gassen durch Straßenlaternen in sanftes, bläuliches Licht getaucht. Aber Moment – was war das? Das leise Rascheln von Stoff störte die nächtliche Stille und ein Schatten bewegte sich elegant wie eine Katze und leicht wie eine Feder über die Dächer der Stadt Momokuri. Das Geräusch war nur kurz zu hören bis es fast sofort wieder in dem leisen flüstern des Windes unterging. Kurz darauf sprang der Schatten leichfüßig in eine schmale Seitengasse hinab und im selben Moment war er auch schon um eine Hausecke verschwunden.

Nun herrschte wieder Ruhe, wie schon zuvor, und die Minuten verstrichen unaufhaltsam und monoton wie immer. Doch plötzlich wurde die Stille wieder durchbrochen, diesmal vom entfernten Läuten der Kirchenglocken, welches Mitternacht signalisierte. Dies war das Zeichen auf das sie gewartet hatte.

„Schach Matt!", rief eine junge Frauenstimme und die Worte hallten in der leeren Stadt unheimlich von den Wänden der Gebäude wieder. Keine Sekunde später erstrahlten vier Scheinwerfer in einer der Straßen gen Himmel und bahnten sich in verschiedenen Winkeln mit ihrem hellen Lichtkegel einen Weg durch die nächtliche Finsternis.

„Oh Gott, das Bild ist weg!", rief eine volle Männerstimme entsetzt, in der die Ungläubigkeit deutlich mitschwang, nur um nach einer kurzen Pause, in der eine unangenehme Stille herrschte, in ein wütendes Fauchen zu wechseln. „Verdammt, ich werde dich erwischen! VERFOLGT SIE!"

Ein ganzer Trupp Polizisten stürmte aus einen Gebäude und das Sirenengeheul vieler Polizeiautos ertönte, welche mit quietschenden Reifen in verschiedene Richtungen davon schossen um nur alle erdenklichen Fluchtwege abzuschneiden, während weitere Polizisten im Laufschritt die umgebenden Seitenstraßen durchforsteten. Unter ihnen auch Inspektor Toudaji, Leiter der ‚Soku Jeanne', mit seinen Untergebenen.

Auf einem nicht weit entfernten Dach hockte eine zierliche Gestallt im Schatten und beobachtete das ganze Geschehen leicht amüsiert. Klare, violette Augen verfolgten den Mann, der ihr nun schon seit einem Monat hinterher jagte, in der Hoffnung, sie endlich hinter Gitter bringen zu können. Bis jetzt jedoch vergeblich. ‚Warum geben sie nicht endlich auf… sie haben doch keine Chance. Das müssten sie doch auch irgendwann mal einsehen.' Sie musterte den Inspektor etwas eingehender. Sein schwarzes, kurz geschnittenes Haar war von einzelnen silber-grauen Strähnen durchsetzt, seine haselnussbraunen Augen funkelten wütend und das Licht der Laternen zeichneten auf dem kantigen Gesicht tiefe Schatten, sodass er älter aussah als er eigentlich war. Sein hellbrauner Mantel blähte sich, als er eilig auf ein Polizeiauto zulief und einstieg, dicht gefolgt von einer jungen Frau mit schulterlangen Haaren und schokoladenbraunen Augen. ‚Miyako! Dachte ich es mir doch, dass du auch deine Finger im Spiel hast! Bei ihrem Sturkopf kann ich wohl noch lange warten, bis sie aufgibt…' Die violetten Augen blitzten abenteuerlustig auf und kurze Zeit später sprang sie wieder leichtfüßig von Dach zu Dach, um die Polizisten, die immer noch nach ihr suchten, abzuhängen.

„Ich glaube da lang!", rief Haruta überzeugt, einer der Untergebenen des Inspektors, und wies mit der Hand in eine Richtung. Er trug einen hellblauen Anzug mit gelber Krawatte, hatte braune, kurze Haare, braune Augen und auffällig buschige Augenbrauen. Das Gesicht des Mannes war ein wenig rundlich und ließ ihn jungenhaft erscheinen. Ein weiteres Mitglied der Soku Jeanne, Natsuta, rief wenig später „Na macht schon, schneller!" und scheuchte einige Polizisten ungeduldig in die angegebene Richtung. Doch schon kurz darauf sahen sie sich ratlos um.

„Verflucht! Ich glaube, wir haben sie verloren.", sprach ein weiteres Mitglied der Soku Jeanne gerade die Befürchtung aller aus, als Fuyuta plötzlich aus den Augenwinkeln einen Schatten wahrnahm, der sich schnell über die Dächer bewegte, und mit einem Aufschrei in dessen Richtung deutete. „Da ist sie!" Der Inspektor hatte sie ebenfalls bemerkt und schrie seinen Fahrer nun ungehalten an.

„Hinterher! Sie darf uns nicht entwischen!"

Doch die Flüchtende beunruhigte dies nicht im Geringsten. Im Gegenteil, sie lächelte noch einmal kurz in sich hinein und schon war sie hinter einem weiteren Dach aus dem Blickfeld der Polizisten verschwunden. ‚Heute werde ich sie wohl durch besondere Raffinesse schlagen. Manchmal könnte mir der Inspektor fast schon Leid tun…' Das Polizeiauto des Inspektors hielt an der Stelle, an der sie die Kamikaze-Diebin Jeanne das letzte Mal gesehen hatten, doch sie war nirgends mehr zu sehen. Der Inspektor stieg fluchend aus dem Auto aus.

„Verdammter MIST! Das darf doch wohl nicht wahr sein! Sie ist uns schon wieder entwischt!"

Miyako Toudaji, die Tochter des Inspektors, stand mit geballten Fäusten neben ihrem Vater und starrte in die Nacht. Sie zitterte schon fast vor Wut, denn diese unverschämte Frau hatte sie alle doch tatsächlich ein weiteres Mal an der Nase herumgeführt.

„Oh, du diebische Elster, Jeanne…", murmelte Miyako und stieg wieder in den Wagen um zusammen mit den anderen zur Polizeistation zurück zu fahren.


TBC