Gewusst wie

„Mensch, Albus, bist du nicht dafür schon zu alt?",
rief Sev'rus, als dieser bemerkt', was der malt.
„Worauf willst du warten,
hast doch beste Karten.
Geh hin zu der Löwin, und sag es ihr halt!"

„Wieso", meinte Albus, „die Herzchen sind schön.
Doch ehrlich, was meinst du, sollt' ich sie anfleh'n:
Minerva, wie gerne
holt' ich dir die Sterne
vom Himmel herunter, willst du mit mir geh'n?"

„Ach, Albus, wo bleibt denn nur dein ganzer Charme,
geh einfach zu ihr hin, nimm sie in den Arm.
Brauchst nur mit den blauen
Augen sie anschauen...
Wirst sehen, das Kätzchen wird schnurren... ganz zahm."

„Ich bin aus der Übung, bin nicht mehr so'n Hecht,
wenn ich nur dran denke, wird jetzt schon mir schlecht.
Geht nicht auch 'ne Eule?
Ich fürchte, ich heule,
wenn ich vor sie trete. Trau mich nicht so recht."

Als Sev'rus das hörte, da platzte es raus:
„Das kann doch nicht wahr sein, das ist ja ein Graus!
Seit Jahren ist klar,
seid ihr das Traumpaar!",
und schob Albus forsch aus der Türe hinaus.

„Na gut", dachte Albus, was soll denn schon kommen,
klopft an Minas Türe, als er angekommen.
Als diese ihm auf tat
und lächelnd herein bat,
vor Glück blieb sein Herz steh'n, war er wie benommen.

Da stand sie, die Haare ganz offen... sooo schön.
Ihr Kleid, wie ein Märchen war es anzuseh'n.
Ob sie etwas ahnte?
Es ihm plötzlich schwante.
Er ging auf sie zu und blieb dicht vor ihr steh'n.

Nahm sanft ihre Hände und schaute sie an:
„Minerva, mein Herz, möchtest du mich zum Mann?"
„Ja, Liebster, ich will dich
und endlich du fragst mich."
Sie hauchte es leise, schmiegt sich an ihn ran.

Im Kerker ein Mann sitzt im Sessel und lacht.
„Hach, hab ich das doch wieder clever gemacht:
Da Albus nun kräftig
mit Mina beschäftigt,
wird niemand mein Löwenkind suchen heut' Nacht!"

Ende