Hey, leute!

Hier kommt mal wieder was neues von mir! Bei 'Eine neue Familie - Ein ganz neues Leben' komm ich momentan gar nicht weiter... aber da das letzte chap durchaus kein Cliffi ist, sondern da eigentlich ja auch nur ein Epilog dahinter kommen könnte, setz ich mich deswegen lieber nicht zu sehr unter Druck. :)

so, jetzt ein paar Infos zu der Story:

Autor: Silbernewolfsfrau

Disclaimer: Nix gehört mir, bis auf die Idee! Die Figuren gehen alle auf J.K.R. zurück!

Summary: Ringe sind ein Zeichen der Liebe. Sind es dazu noch Eheringe, dann der ewigen Liebe. Ein Ring geht verloren und wird erst nach langer Zeit wiedergefunden. Kann sich die Liebe wieder vereinigen?

Warning: Slash! Don't like it, don't read it! + kleiner Taschentuch-Alarm ;)

Pairing: HP/SS

Kapitel: 1/2

Status: bereits abgeschlossen

Beta: keine

Kritiker: xNuitx (lach hab dich lieb!!)

Idee: is mir gekommen, als ich 'Can't stop the Rain' von Cascada gehört hab... daher auch der Titel... ;)

so, jetzt wünsch ich viel Spaß:


Can't stop the Rain

Part 1

Ruhig stand Harry da. Das blutverschmierte Schwert in der einen und den Zauberstab in der anderen Hand. Unaufhaltsam prasselte der Regen auf ihn nieder. Auf ihn und die Leiche Voldemorts zu seinen Füßen. Die einzigen Geräusche, die er über den Regen hinweg vernahm, waren vereinzeltes Rufen, Schreien oder Wimmern. Die Laute der Verletzten, mit denen das Schlachtfeld übersäht war. Könnten die Leichen, die überall zu sehen waren, noch einen Laut von sich geben, wäre es bei weitem nicht so ruhig.

Mit einem leeren Blick sah der Dunkelhaarige in den wolkenverhangenen Himmel. Sie hatten gewonnen. Der grausame Krieg gegen Lord Voldemort und seine Todesser war endlich beendet. Doch zu welchem Preis? Überlebende auf beiden Seiten gab es viele. Unverletzt war jedoch niemand von ihnen. Es war nicht sehr wahrscheinlich, dass auch nur die Hälfte von ihnen die kommende Nacht überleben würde. Wenn also so viele Menschen gestorben waren und noch sterben würden…. Hatte es sich da wirklich gelohnt, zu kämpfen? Wären sie nicht besser dran gewesen, hätte eine Seite aufgegeben und sich der anderen untergeordnet? So viele Menschen, die es einfach nicht verdient hatten, zu sterben, könnten dann heute noch am Leben sein.

Seine Gedanken wanderten unwillkürlich zu dem Ereignis vor zwei Monaten zurück, welches zum Tod seiner beiden besten Freunde geführt hatte. Hermine und er hatten am See von Hogwarts gesessen und einfach nur die Stille genossen. Ron hatte noch nachkommen wollen. Im Schloss herrschte zu dem Zeitpunkt Hochbetrieb, da alle sich auf den baldigen, letzten Kampf vorbereiteten. Sie hatten einfach nur eine kleine Auszeit nach monatelangem, harten Training gebraucht. Doch diese sollte ihnen zum Verhängnis werden.

Bis heute wusste niemand, wie sie es geschafft hatten, auf das eigentlich gesicherte Gelände zu gelangen. Die zehn Todesser überraschten sie völlig. Sie hatten sich einigermaßen sicher gefühlt in und um Hogwarts herum. Bis zu diesem Moment.

Es war ein glücklicher Zufall, dass irgendjemand das Geschehen mitbekommen und gleich Alarm geschlagen hatte. Sofort war man ihnen zu Hilfe geeilt. Doch es war im Endeffekt zu spät gewesen. Sie hatten die beiden ehemaligen Hogwartsschüler schwer verletzt, ehe sie sich daran machten, mit ihnen zu fliehen. Harry wurde zurückgelassen, da dieser sich mit einem letzten Kraftaufwand hatte befreien können, ehe er für zwei Tage das Bewusstsein verlor. Hermine überlebte diesen Tag nicht. Und auch Ron, ihr Verlobter, wurde an diesem Tag getötet.

Er befand sich unter der Gruppe, die losgestürmt war, um zu helfen. Als er sah, wie seine Verlobte in den Verbotenen Wald geschleppt wurde, um von dort aus zu disapparieren, zögerte er nicht lange und folgte den Todessern. Noch am selben Abend fand man die Leichen des jungen Paares. Selbst ein Gryffindor, war er auch noch so stark und mutig, konnte es nicht mit einer solchen Überzahl aufnehmen. Vor allem nicht, wenn er gerade erst ein ermüdendes und kraftraubendes Training hinter sich hatte.

Als Harry dann aus seiner Bewusstlosigkeit wieder aufgewacht war, hatte Dumbledore neben seinem Bett gesessen. Er hatte alt ausgesehen und das immer anwesende Funkeln in seinen Augen war längst verschwunden gewesen. Auch an ihm war dieser Krieg nicht spurlos vorbeigegangen.

Er war es, der ihm vom Tod seiner besten Freunde berichtete. Und er war es, der ihm nicht mal 24 Stunden später vom Verschwinden seines Ehemannes erzählte. Er sei von einem Auftrag nicht wiedergekommen und man habe nichts mehr von ihm gehört, seit er vor einigen Tagen aufgebrochen war. Weitere 72 Stunden später erklärte Dumbledore ihn für Tot. Und zerstörte damit Harrys letzten Halt.

Wie eine Puppe hatte er sich bis an seine Grenzen getrieben, hatte auf die finale Schlacht hingearbeitet, nur um es endlich hinter sich zu bringen. Es war ihm egal gewesen, ob er starb. Es war ihm egal gewesen, ob er Voldemort mit sich nahm oder ob dieser überlebte. Er wollte nur endlich seinen Frieden.

Mit einem dumpfen Geräusch fiel das Schwert Gryffindors aus seinen eiskalten Händen. Sein Zauberstab landete daneben. Er hatte keinen Nutzen mehr dafür. Für den unwahrscheinlichen Fall, das er tatsächlich überlebte, hatte er sich bereits in den letzten Tagen unbemerkt um eine Wohnung in der Muggelwelt gekümmert. Er hatte seinem Verlies eine genügend große Summe entnommen und in Muggelgeld umgewandelt, um erst einmal für ein, zwei Jahre über die Runden zu kommen. Den Rest, so hatte er es veranlasst, würde Kriegswaisen gespendet werden. Und wenn man sich hier, auf diesem Schlachtfeld, mal genauer umsah, war klar, dass dieses Geld in nächster Zeit dringend benötigt werden würde.

Ohne seiner Umgebung noch einen letzten Blick zu schenken, disapparierte er und tauchte in einer spärlich eingerichteten Wohnung wieder auf. Es war nichts besonderes, doch es würde reichen, um zu existieren. Mehr wollte er sowieso nicht mehr.

Langsam, mit monotonen Bewegungen, zog er sich aus, nahm seine abgelegte Kleidung und trat auf einen kleinen Wandschrank zu. Er öffnete diesen und holte eine Kiste hervor, in der sich bereits seine Fotoalben, der Umhang seines Vaters und in geschrumpfter Form der Feuerblitz befanden. Nun faltete er seine Kleidung ordentlich und legte sie obenauf. Er hob den Deckel, schob die Kiste wieder in den hintersten Winkel und schloss die Tür. Was er dabei nicht bemerkte, war ein silbrig glänzender Ring, der aus der Tasche seines blutverschmierten Umhangs rutschte und in der Ecke der Kiste liegen blieb. An diesem war eine kleine Notiz befestigt.

Schweigend stieg Harry unter die Dusche und genoss das heiße Wasser, welches auf ihn niederprasselte. Mit einem zittrigen Seufzen fuhr er sich mit der Hand über sein Gesicht und stockte für einen Moment, als er den Ring an seinem Ringfinger bemerkte. Silbern blitzte er ihm frech entgegen und zum ersten Mal seit zwei Monaten ließ er seinen Gefühlen der Trauer, Wut und der Leere freien Lauf. Schluchzend brach er in der zu engen Duschkabine zusammen.

Es dauerte lange, bis er sich wieder beruhigt hatte.

XXX

Zur gleichen Zeit humpelte eine Gestalt, durch einen Umhang verhüllt, über das Schlachtfeld, welches Harry gerade erst verlassen hatte und sah sich hektisch suchend um.

Schließlich gelangte er zu einer kleinen Anhöhe, auf der er die Leiche des Dunklen Lords entdeckte. Ein grimmiges Lächeln wurde durch die Kapuze des Fremden versteckt.

„Also hat er es tatsächlich geschafft.", flüsterte er mit rauer Stimme. Man hörte ihm an, dass er länger nicht gesprochen hatte.

Er machte zwei weitere, schwerfällige Schritte nach vorne und sackte dann mit einem Schmerzenslaut zusammen, als er den Zauberstab entdeckte, der knappe zwei Meter neben der Leiche lag und dennoch nicht zu ihr gehörte. Ob der Laut physischen oder doch eher psychischen Schmerzen entsprang, vermochte man nicht zu sagen.

Der peitschende Regen suchte sich diesen Augenblick aus, um ihm die Kapuze vom Kopf zu reißen und erschöpfte, hoffnungslose, schwarze Augen kamen zum Vorschein.

„Harry, wo bist du?"


So, das wars auch schon...

den zweiten und auch letzten Teil werd ich nächste woche hochladen. :)

Review?

lg, wölfin