Einige hatten mich nach Beendigung von 'Stolz und Vorurteil' gefragt, ob ich nicht einen weiteren Teil schreiben wollte. Damals fiel mir aber keine gute Geschichte ein. Im letzten Jahr habe ich dann viele Geschichten über Draco Malfoy gelesen und mir überlegt, wie es 'meinem' Draco denn weiter ergehen würde. Wie wäre wohl Astoria? Hätte er etwas aus seinen Fehlern gelernt? Viele Geschichten verbandeln ihn entweder mit Hermine oder mit einer genauso reinblütigen Astoria. Aber ich dachte, Draco kann doch sicher mehr, als dann doch das zu tun, was von ihm erwartet wird – oder wenniger, denn Hermine ist schon ein rießiger Schritt. Wie würde er Astoria treffen? Und wie würde eine Frau auf ihn reagieren? Nicht auf sein Aussehen, sondern auf seine Vergangenheit und das ganze Paket, dass er so mit sich herum schleppt...

Aus den Gedanken wurde dann die Geschichte 'Freiheit und Gerechtigkeit', mit über 30 Kapiteln.

Ich dachte mir, wenn ich hier am Ende einen kleinen Teaser stelle, kann ich ein paar Leser anlocken :-)

Narcissa ließ das Buch sinken. Wenn sie ehrlich war, hatte sie auch nicht damit gerechnet. Gerechtigkeit war doch ein merkwürdiges Konzept. Dass es auch für die Feinde anwendbar war, konnte sie immer noch nicht richtig glauben.

Auf der anderen Seite war Gerechtigkeit eine sehr vage Sache. Sie war zwar nie inhaftiert worden und durch Harry Potters Aussage stand sie außerhalb jeglicher juristischer Angriffe, aber sie hatte trotzdem alles verloren.

Ihr schönes Herrenhaus war weg, samt Kleider, Möbel und Elfen. Ihr Status war binnen Kurzem von ganz oben nach ganz unten gerutscht. Viele ihrer früheren Freundinnen grüßten sie nicht mehr oder gingen auf die andere Straßenseite, wenn sie sie sahen.

In der Winkelgasse war sie mehr als einmal beschimpft worden. Aber sie hatte ein kleines Hexenhäuschen gefunden, in der Nähe von Andromedas Haus. Und sie konnte immer noch nicht glauben, dass Andromeda mit ihr zu tun haben wollte. Ausgerechnet Andromeda!

Und nun war ihr Sohn wieder zurück. Aber auch hier hatte Gerechtigkeit eventuell ihre Spuren hinterlassen. Er war so gar nicht mehr, wie ihr Draco. Er schien schreckhaft und nervös, konnte sich kaum auf eine Sache konzentrieren. Sie hoffte, das würde sich bald ändern.

Ich hoffe, man liest sich gleich wieder bei

Freiheit und Gerechtigkeit