Es war spät in der Nacht und der siebenjährige Junge kniete in einer Ecke des Hintergartens, er hatte nur Unterhosen und ein altes, schmuddeliges T-Shirt von seinem Cousin Dudley an

Autorin: Jharad17

Titel: Whelp

Warnung: AU

Disclaimer: Keine Rechte an HP meint kein Geld damit

Übersetzung: Honeymausi

Es war spät in der Nacht und der siebenjährige Junge kniete in einer Ecke des Hintergartens. Er hatte nur Unterhosen und ein altes, schmuddeliges T-Shirt von seinem Cousin Dudley an. Und ein Hundehalsband. Es war warm an diesem Nachmittag gewesen, als Onkel Vernon ihm das Kettenhalsband um seinen Hals gelegt hatte und es mit einer Führerleine, die an der Hütte festgemacht war, verbunden hatte. Aber jetzt war es kalt und er wollte nichts mehr als nur hungrig zu sein wie zuvor und in seinem Schrank unter der Treppe zu liegen. Stattdessen war ihm kalt, er war nass und sehr müde, und vielleicht auch ein bisschen verängstigt. Er zog seine Knie an seine Brust und umschlang sie eng, legte seinen Kopf auf ihnen ab und versuchte nicht darüber nach zu denken, was ihn in diese Situation gebracht hatte.

Jedoch hatte es noch nie funktioniert über etwas nicht nach zu denken. Er hatte das vor langer, langer Zeit herausgefunden.

Flashback

„Junge! Komm sofort hier herein!"

Sie nannten ihn immer nur „Junge". Wenn sie ihn überhaupt etwa nannten. Meistens konnte er am Tonfall, den sie benutzten, erkennen, wenn sie gerade mit ihm redeten. Jeder von ihnen benutzte den gleichen Tonfall wenn sie ihm befahlen etwas zu machen oder nicht zu machen, und redeten sonst kaum mit ihm.

Manchmal konnte er sich kaum an seinen richtigen Namen erinnern. Aber dann, wenn er lebhafte Träume hatte – gruselige Träume manchmal, die ihn in kaltem Schweiß gebadet weckten – die Menschen in diesen benutzen seinen richtigen Namen. Eine Frau mit rotgoldenem Haar und hellen, grünen Augen vergoss Tränen, greifte nach ihm und flüsterte seinen Namen in einer sanften Stimme, als ob ihr Herz brechen würde. Ein Mann mit einer Brille mit kleinem Rahmen und Haaren, die genauso unordentlich waren, wie die des Jungen, rief seinen Namen durch einen leuchtenden grünen Schleier hindurch. Das schlimmste war ein schlitzäugiger Mann d, dessen Stimme ihn mit eisigem Tonfall bedrohte, dann lachte, lang und laut, als die Frau schrie. Alle benutzten seinen Namen.

Aber er durfte nicht über seine Träume sprechen oder seine Tante und seinen Onkel daran erinnern, wie sein Name war. Tatsächlich durfte er überhaupt nicht sprechen, außer um „Ja, sir" „Ja Madam" und „Es tut mir leid" zu sagen. Es war ihm nicht erlaubt, seiner Tante Petunia oder Onkel Vernon ins Gesicht zu sehen, weil das „unverschämt" war und er durfte nicht im gleichen Raum, wie „Anständige Menschen" sitzen. Er sollte das tun, was man ihm sagte und ansonsten ruhig sein und so tun, als ob er nicht existiere.

Manchmal wünschte er sich dass er es wirklich nicht täte.

Als Reaktion auf Onkel Vernons Rufen, sauste der Junge aus seinem Schrank in die Küche. Er hielt seinen Blick auf seine Turnschuhe, aus welchen Dudley gerade heraus gewachsen war. Sie waren rot, mit einem weißen runden Flicken auf jedem Knöchel und waren total abgenutzt an den Zehen, seit Dudley seine Füße auf dem Bürgersteig schleifen ließ, um zu bremsen, während er sein neues Fahrrad fuhr. Sein drittes dieses Jahr.

„Ja, Sir?"

„Du hast deine Liste nicht beendet", knurrte Onkel Vernon.

„Der Junge sah schnell auf, dann wieder hinunter. Er hatte all seine Hausarbeiten erledigt, seit fast einer Stunde. Anstatt es zu sagen, zog er es vor, sich auf die Lippen zu beißen. Onkel mochte es nicht „von kleine Welpen Widerspruch zu hören", oder sich zu streiten oder Kontra zu erhalten. „Sir?"

„Du solltest die Veranda kehren", stellte Onkel Vernon klar. „Aber dort sind überall Schlammspuren."

Der Junge streckte seinen Hals, um an dem Dicken Mann und seinem unheimlich aufgeregtem Gesicht vorbei um in den Hintergarten zu sehen. Er hatte vorhin die Steinplatten gekehrt, aber er konnte die verräterischen Abdrücke sehen, in Form von Dudleys neuen Wanderschuhen. Nicht dass Diddy Duddum jemals in seinem Leben wandern gehen würde, aber er wollte Wanderschuhe, also bekam er Wanderschuhe. Der Junge seufzte.

„Geh und mach es jetzt, Junge", sagte Onkel Vernon. „Und kein Essen für heute."

Sein Magen knurrte als Protest auf diese Strafe, aber der Junge nickte nur, den Kopf wieder nach unten gerichtet. Vielleicht konnte er aus dem Schrank schleichen, nachdem sie alle zu Bett gegangen waren. Wenn er sehr leise war. Es waren schon 2 Tage vergangen, seitdem er irgendetwas zu essen gehabt hatte.

„JETZT!"

„Ja, Sir." Der Junge bewegte sich schnell, schlängelte sich an dem großen Mann vorbei, duckte sich gerade noch an einem Hinterkopfschlag vorbei und kletterte aus der Küchentür in den Garten. Er holte den Besen aus der Hütte und begann noch einmal zu kehren. Die Sonne war noch hell an diesem Sommerabend, aber sie war nicht ansatzweise so heiß, wie an diesem Nachmittag, als er die Hecke zurück schnitt und den Rasen mähte. Sein Gesicht, Arme und sein Nacken hatten starken Sonnenbrand und er war wirklich durstig.

Der Schlamm war einfach weg zu machen und der Junge warf dem Wasserhahn verstohlene Blick zu, als er kehrte. Er dachte darüber nach, ob er ihn kurz anmachen konnte, er könnte seinen schmerzenden Magen füllen und seine Haut abkühlen. Aber er fing mit den Augenwinkeln eine Bewegung an der Hintertür ein. Tante Petunia sah zu und sie billigte es nicht, Wasser an „den Jungen" zu verschwenden. Er senkte seinen Kopf erneut und beendete schnell seine Arbeit, brachte den Besen schnell in die Hütte zurück und ging flott zur Küchentür zurück.

Tante Petunia war verschwunden und Onkel Vernon versperrte seinen Weg. „Setz dich hierhin, Junge", sagte er durch die Fliegentüre und zeigte auf die unterste Stufe. „Du bleibst draußen, bis wir fertig sind."

„Ja, Sir", sagte der Junge und setzte sich, wohin er befohlen wurde, den Blick zum Garten. Das war ein Befehl, den er schon gewohnt war.

Gerüche vom Essen, das gerade zu Tisch gebracht wurde, waberten durch die Fliegentür: Roast Beef, geröstete Kartoffeln, warme mit Soße getränkte Brötchen und frische Bohnen. Während des Essens bewegte der Junge sich nicht, machte kein Geräusch. Vom Esszimmer sprach Dudley laut, die Worte durch seinen Mund voll Essen kaum zu verstehen. Er sprach über seine Heldentaten mit seinem neuen Fahrrad und seine Freunden im Park. Tante Petunia ermuntere ihn zu essen. „Nur noch eine Portion, Dudley Schatz, sonst verkümmerst du noch. Das ist Mamas Junge." Onkel Vernon pries Dudleys Verhalten mit Sätzen wie „Weiter so Dudley. Zeig diesen Jungen wo's langgeht."

Geräusche von Geschirr und Kaugeräusche und Gespräche waren noch lange zu hören, sodass währenddessen die Sonne unterging. Tante Petunia beendete das Essen mit einem Schokoladenkuchen mit Sahne und der Onkel und Cousin des Jungen hatten noch einige Stücke davon. Nicht dass einer von ihnen die extra Stücke brauchen würden, dachte der Junge auf der Stufe bitter, als sein eigener leerer Magen sich hart zusammenzog. Er schnappte nach Luft deswegen. Er presste seine Hände auf seinen Bauch und kippte seinen Oberkörper über die Knie.

Vielleicht würde Onkel Vernon seine Meinung ändern. Vielleicht gab es ein paar Reste für ihn. Ein paar. Irgendetwas.

Stuhlbeine kratzten über den Boden und der Fernseher erwachte im Wohnzimmer zum Leben. Tante Petunia erschien an der Fliegentür. „Räum hier auf", sagte sie kalt. „Pfoten weg von den Resten."

„Ja Madam", sagte der Junge und kam auf seine Füße. Sie würde ihn beobachten, das wusste er, vielleicht würde sie sogar zählen, wie viele Kartoffel übrig waren und wie viele Brötchen. Das machte sie oft. Der Junge beschäftigte sich mit Sauber machen, während sich seine Tante in einem mit Blumen bedruckten Sessel neben der Wohnzimmertür setzte. Sie warf ihm oft Blicke zu genauso oft wie sie in den Fernseher sah, während der Junge den Tisch abräumte und die Anrichte, schrubbte Töpfe und Teller, trocknete alles ab und räumte alles weg, wischte dann alle Oberflächen ab.

„Geh ins bett", befahl ihm Tante Petunia, als er das Trockentuch ein letztes Mal auswusch.

„Ja Madam", sagte er. Die Schultern nach unten gesackt, ging er zurück in seinen Schrank, er wünschte sich, er hätte ein nasses Tuch in seine Taschen gesteckt. Er hätte das Wasser aus ihm herausgesaugt, wenn er allein in seinem Schrank wäre, er hätte damit den schlimmsten Durst löschen können. Aber er hatte gehofft, dass er sich noch einmal waschen dürfte, bevor er ins Bett ging, vielleicht sogar das Klo benutzen. Seine Tante war heut Abend nicht in gönnerischer Laune, schien es.

Er zog an der Kette für die nackte Glühbirne in seinem Schrank, um sie leuchten zu lassen bevor er die Tür hinter sich zu zog. Nachdem er sich seine weiten Arbeitsklamotten von der Haut zog, schlüpfte er schnell in ein altes schäbiges T-Shirt von Dudley, welches der Junge als Nachthemd benutze. Dann benutze er den leeren Eimer in der Ecke des Schrankes, um sich zu erleichtern, machte das Licht aus und legte sich in sein Bett, ein altes Feldbett auf dem Dudley so stark herum gehüpft war, dass die Halterung brach.

Licht drang durch die Türschlitze, wie auch die Fernsehgeräusche aus dem Wohnzimmer, wie jede Nacht. Der Junge lag auf seiner Seite, eingerollt unter seiner dünnen, geflickten Decke und starrte auf die Schranktür. Als seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnten, konnte er die Buchstaben auf einem Bild erkennen, dass er an einem Schultag letztes Jahr gemalt hatte. Sie waren mit grünen, roten und rosanen Stiften gemalt.

„Harrys Zimmer"

Falls nichts mehr half, nahm er dieses Bild, um sich an seinen Namen zu erinnern.

Später, nachdem die Lichter aus waren und seine Verwandtschaft die Treppe hinauf getrampelt waren, wartete Harry, bis er das laute Schnarchen seines Onkel aus den weit entfernten Schlafzimmern hören konnte, bevor er vorsichtig die Schranktür öffnete. Er wartete nach jedem Schritt und strengte sich an jede Veränderung der Geräuschkulisse von oben zu hören. Er schlich in die Küche und zum Abfalleimer. Das war der einzigste Platz, bei dem Tante Petunia nie daran dachte, das Essen zu zählen.

Er wartete noch einmal, bevor er langsam den Deckel hob. Das Mondlicht, das durchs Küchenfenster schien, war genug um zu sehen und er langte eifrig in den Haufen. Vom vielen Arbeiten schwielige Hände mit Blasen, siebten durch getrocknete Braten- und Vanillesoße von den Tellern, durch Junk-Mail und ein paar gebrauchte Taschentücher, Kartoffelschalen und Knorpel des Rindsbraten, welche Tante Petunia fortgeworfen hatte, bevor sie sich alle an den Tisch setzten. Harry trennte vorsichtig die Stückchen Fleisch und Fett aus dem Abfall und wechselte sie in die andere Hand während er weit Schalen herausnahm. Er war nicht in der Lage den Hunger eine Minute mehr zu ertragen und stopfte sich die Reste in den Mund und kaute und schluckte schnell.

Während er nach weiteren Stücken langte, knabberte er am Ende des Braten, den Geschmack und Saft genießend, sogar die Knorpel. Er versank weiter im Abfall, dieses Mal fast bis zu den Schultern. Obwohl er noch an seinem ersten Bissen kaute, knabberte er wieder am rohen Fleisch, es war unmöglich langsamer zu werden. Er stieß gerade an etwas, was sich wie ein Brotlaib anfühlte als das Küchenlicht anging.

To be continued

Kommis sind immer erwünscht Bis zum nächsten Mal

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