Der Tag des Jahrsballes.

Auf der Erde:

Auch heute ist Endymion schon wieder sehr zeitig wach. Doch diesmal nimmt er sich einen Schreibblock mit in seinen Garten. Er hat sich dazu entschlossen, Serenity einen Brief zu schreiben in dem er alles erklärt. Doch irgendwie findet er nicht die richtigen Worte. So verwirft er seinen Plan und beschließt, Serenity die Rose schon vor dem Ball zukommen zu lassen und bindet einen kleinen Zettel ran. Auf diesem Zettel hat er nicht viel geschrieben - er ist kein Freund von langen Briefen als Entschuldigung. Für ihn ist eine Entschuldigung nur dann eine richtige Entschuldigung, wenn sie nicht nur von Herzen kommt, sondern der Person gegenüber ausgesprochen wird, die es betrifft. So steht nichts weiter drauf, als die paar Worte: "Es tut mir leid, wie ich dich behandelt habe. Endymion."

Er ist sich im Klaren darüber, dass dies auch wie eine Entschuldigung wirkt, jedoch ist das nötig. Denn was würde er machen, wenn Serenity ihn nicht mal eines Blickes würdigt?

Auf dem Mond:

Traumlos wacht Serenity auf. Sie muss nicht geweckt werden, um sich selbst aufzurappeln. Ihr Blick wandert an der Wand entlang, wo gestern früh noch ein Bild gehangen hat. Sie hat es geliebt. Nicht nur weil es Rosen sind, sondern auch weil es von Endy kam. Aber nun ist sie zutiefst deprimiert darüber.

"Serenity?", ruft Merkur.

"Ja, ich bin wach, Merkur.", antwortet sie.

"Ah, okay. Ich hab gute Nachrichten für dich."

"Hu? Gute Nachrichten? Welche denn? Der Ball fällt aus?"

Merkur grinst verschmitzt. "Nein, das wäre ja eine Schlechte! Ich will gefälligst noch mit Zoisite tanzen! Nein, aber du kannst liegen bleiben. Wenn nachher Prinz Endymion kommt, brauchst du ihn nicht empfangen. Das macht deine Mutter."

Serenity schaut freudig auf. "Oh, hat sie endlich kapiert, dass ich von diesem Typen nichts wissen will?"

Merkur muss sie jedoch enttäuschen. "Nein, darum geht es nicht. Sie hat nur Angst, dass du ihm an die Gurgel gehst."

Merkur beginnt zu lachen. Diesen Kommentar hätte sie nicht von sich erwartet.

Auch Serenity ist etwas verdutzt, "Hä? So schlimm ist es ja nun auch wieder nicht. Ich mein, es war ja schon süß, wie er sich gestern so auf der Bank bei mir entschuldigen wollte."

Merkur fällt ihr ins Wort, "Ja, und du hast alles daran getan, ihm zu zeigen, dass du seine Entschuldigung abgelehnt hast!"

Serenity schaut ihre Freundin frech an, "Willst du mir jetzt ein schlechtes Gewissen machen?"

Merkur lächelt, "Nein, nur dafür sorgen, dass du ihm bis heute Abend nicht begegnest!"

Mit diesen Worten verschwindet Merkur. Serenity überlegt sich, dass sie sich dann ja auch noch mal hinlegen kann.

Am Mittag kommen Prinz Endymion und seine vier Generäle an. Jedite wird von Lady Mars begrüßt, Neflite von Lady Jupiter, Zoisite von Lady Merkur, Kunzite von Lady Venus und Prinz Endymion von Königin Selene. Verwundert fragt Endymion, wo denn Serenity sei, als ihm Merkur schnell antwortet, dass sie nicht kommen konnte. Heimlich zwinkert sie Zoisite zu. Er versteht, irgendeine Friedensaktion ist also geplant. Während die anderen voraus gehen, bringt Selene Endymion in einen extra Raum. Auch Merkur und Zoisite folgen ihnen. Als Endymion in dem Raum ist, geht Selene heraus und Merkur hinein. Selene deutet Zoisite an, dass er nicht mit rein soll. Zoisite versteht. Merkur will mit Endymion wegen Serenity reden.

Merkur platzt sofort heraus. "Okay, Prinz Endymion. Wie stellst du dir vor, soll das heute alles ablaufen?"

Endymion schaut sie verwundert an. "Was meinst du?"

Merkur schaut ihn an. "Die anderen wissen nichts weiter davon, aber ich hab deinen Rosengarten auch erkannt."

Endymion stockt der Atem. Weiß sie also, wer er ist?

Merkur spricht weiter, "Du kannst mir nicht sagen, dass dir das alles egal ist. Serenity hat mir eure Aussprache von gestern erzählt, Endy!"

Endy? Hat sie gerade Endy gesagt? Endymion erkennt, dass sie definitiv weiß, wer er ist. Langsam rückt er mit der Sprache heraus. "Ich weiß nicht so recht."

Merkur aber bleibt hart. "Hey, so ganz egal kann sie dir ja nicht sein!"

Endymion schaut sie an. "Nein, ist sie nicht." Nein, sie ist ihm überhaupt nicht egal! Aber er ist sich viel zu unsicher, was sie über ihn denkt. Merkur merkt ihm seine Unsicherheit an.

"Endy. Jetzt nimm mal all deinen Mut zusammen und lass dir was einfallen. Oder denkst du, du bist ihr auch einfach so egal?"

Endymion schaut zu Merkur auf. Sie hat es wirklich drauf, ihm Hoffnung zu machen.

"Okay. Ich lass mir was einfallen." Er holt die Rose hervor und übergibt sie Merkur. "Kannst du ihr das bitte vor dem Ball geben?"

Merkur schaut ihn mit einem Lächeln an, "Natürlich!" 'Geht doch', denkt sie sich. Lächelnd stürmt sie aus dem Zimmer. Natürlich will sie Serenity die Rose sofort übergeben. Sie weiß, wie sehr Serenity Rosen mag. Und dazu ist das hier noch eine echte Rose von der Erde. Eine Seltenheit.

Zoisite sieht Merkur breit grinsend aus dem Zimmer gehen. Sie ruft ihm noch zu, "Warte hier kurz auf mich, bin gleich zurück."

Er dreht sich zu Endymion und sieht ihn da sitzen wie ein kleines Häufchen Elend, das gerade eine Standpauke erhalten hat. Er kennt seinen Freund zu lang und zu gut. Er weiß, dass er sich in Serenity verliebt hat. Und er weiß, dass es bei diesem Gespräch um sie ging und er weiß auch, dass diese Rose für sie war.

Langsam tritt er ein, "Hey, Endy, kann ich dir irgendwie helfen?" Endymion schaut zu Zoisite hoch. "Hm, nein. Jetzt kann nur noch ich mir selbst helfen."

Merkur klopft an Serenitys Zimmer.

"Ja?", hört sie eine verschlafene Stimme. Serenity hat doch nicht etwa wieder geschlafen. Merkur tritt ein und sieht Serenity tatsächlich wieder im Bett.

"Ähm, warst du vorhin nicht schon mal wach?"

Serenity schaut verschlafen zu Merkur, "Hm, ja. Aber du hast gesagt ihr braucht mich nicht. Und da hab ich mir überlegt, das wird ein langer Abend. Also schlaf ich weiter."

"Oh, hab ich dich geweckt?"

"Nein, nein, schon okay. Sag mir lieber, was du da hinter deinem Rücken hältst!"

Merkur grinst sie breit an. "Überraschung!" Sie holt die Rose hervor und übergibt sie der erstaunten Serenity. Diese nimmt die Rose mit Freude.

"Eine echte Rose? Richtig echt? Wo hast du dir hier? Die muss ja von der Erde sein! Hast du sie etwa vorgestern mitgehen lassen?"

Merkur wird rot. Wie kann ihre Freundin nur so was von ihr denken? Sie würde nie einfach so etwas mitgehen lassen.

"Nein, danke für die Einschätzung. Ich bin nur die Botin. Und ja, sie ist von der Erde."

Mit diesen Worten verschwindet Merkur wieder. Serenity betrachtet die Rose. Sie sieht wunderschön aus. Einfach himmlisch. Sie entdeckt den Zettel an ihr. Sie macht ihn auf und liest ihn. "Es tut mir leid, wie ich dich behandelt habe. - Endymion." Serenity beginnt zu grinsen. Dieser Endymion ist ja richtig süß. Ist diese Rose etwa aus seinem Garten? Aber wieso? Serenity sucht schnell eine Vase und stellt die Rose an ihr Fenster.

Es ist mittlerweile schon Nachmittag. So entschließt sie sich, sich langsam fertig zu machen. Im Bad beginnt sie erst mal mit einer ausgiebigen Dusche. Danach bürstet sie sich die Haare und steckt sie zu ihren üblichen Zöpfchen zusammen. Als sie damit fertig ist, sucht sie sich ihr schönstes Kleid heraus.

Das Kleid, welches mit Rosen bestückt ist. Langsam beginnt sie sich auf diesen Ball zu freuen, auch wenn sie immer noch nicht weiß, was sie von diesem Endymion halten soll. Kaum ist sie fertig und wieder in ihrem Zimmer, klopfen auch schon die Senshi. Serenity hat die Zeit total vergessen. In wenigen Augenblicken beginnt der Ball und sie muss pünktlich da sein.

Auf dem Ball:

Serenity und die Senshi kommen auf dem Ball an. Kaum sind sie da, kann es auch schon beginnen. Merkur und die anderen Senshi tanzen mit ihren Liebsten.

Selene tritt an Serenity heran. "Das wird bestimmt ein schöner Abend."

Serenity schaut ihre Mutter an und nickt. Aber tief in ihr drin, kann sie Endy nicht vergessen. Selene macht ihre Tochter jedoch auch noch darauf aufmerksam, das sie ihren ersten Tanz Prinz Endymion schenken muss. Sie erntet einen erbosten Blick.

"Und ich denk, das soll ein schöner Abend werden! Guck mal, der Typ da drüben sieht so niedlich aus. Wieso darf ich nicht mit ihm tanzen, sondern soll diesem aufgeblasenen Endymion den ersten Tanz schenken. Womöglich vergesse ich noch, ihn PRINZ zu nennen und er ist wieder eingeschnappt!"

"Serenity!", entgegnet ihr ihre Mutter; doch ganz trocken weiß sich Serenity zu wehren, "Ich sage nichts als die Wahrheit, Merkur und Zoisite waren Zeugen, falls es Endymion nicht zugeben will."

Zu sich selbst aufmunternd sagt sie, "Let's fetz ... das kann ja heiter werden."

Sie zwinkert ihrer Mutter noch einmal zu, und Selene weiß, Serenity wird ihren ersten Tanz Endymion schenken.

Serenity geht erst mal an das kalte Buffet und will sich gerade ein richtig großes Stückchen Kuchen holen, als von hinten jemand fragt, "Schenkst du mir diesen Tanz, Prinzessin?"

Serenity dreht sich rum, um Endymion hinter ihr stehen zu sehen. 'Au Backe. Jetzt muss ich wirklich mit ihm tanzen! Ach man, ich will nicht!', spricht jedoch, "Natürlich, PRINZ Endymion. Bringen wir's hinter uns."

Endymion führt sie auf die Tanzfläche und beide beginnen zu tanzen – aus den Lautsprechern erklingt "At the beginning" [von Donna Lewis und Richard Marks].

Endymion genießt diesen Tanz mit Serenity, doch diese ist heilfroh, als das Lied endlich zu Ende ist. Noch bevor sie sich aus ihrer Tanzstellung lösen kann, flüstert ihr Endymion ins Ohr, "Kannst du nach dem nächsten Lied auf den Balkon kommen?"

Serenity schaut ihn verwundert an, doch er verschwindet verlegen aus ihrem Sichtfeld. Mit den Gedanken, 'Na prima. Jetzt will er mir wohl noch 'ne Standpauke halten, ich hätte nicht richtig getanzt, oder ich solle ja nie wieder seinen Garten betreten oder irgendwas andres Doofes.', geht sie erneut in Richtung Buffet und schnappt sich ihr Stückchen Kuchen. Merkur tritt an sie heran, "Und, wie war der Tanz?"

Zoisite steht hinter Merkur und grinst breit. Doch sein Grinsen verschwindet etwas, als Serenity antwortet, "Aufgeblasener Typ. Wahrscheinlich wird er mir jetzt noch vorwerfen ich könne nicht tanzen oder sonst was. Ich soll nach dem Lied auf den Balkon kommen."

Merkur schaut sie nur aufmunternd an und wünscht ihr viel Spaß. Sie wendet sich wieder Zoisite zu, der ihr bereits einen Kuchenteller zusammengestellt hat.

Wie Endymion gewünscht hat, kommt Serenity nach dem Lied auf den Balkon. Sie sieht ihn jedoch nirgends und stellt sich ans Geländer, um erst mal die Aussicht zu genießen. Sie schaut in den Himmel und betrachtet die Sterne. 'Irgendwo da draußen ist er... ich weiß es.' Sie wird aus ihren Gedanken geholt, als eine männliche Stimme sie unterbricht, "Ich weiß, du hältst mich für einen aufgeblasenen, arroganten, egoistischen, ekligen Typen. Aber das wird mich trotzdem nicht davon abhalten, mich zu entschuldigen."

Serenity dreht sich um und findet Endymion vor sich. "Prinz Endymion", schießt es aus ihr heraus. Doch er lächelt sie nur an, "Meine Freunde nennen mich einfach nur Endy."

Serenity steht der Schock ins Gesicht geschrieben. 'Was hat er da gerade gesagt? Endy? Warum muss mich heute alles an ihn erinnern?' Ihr beginnen langsam Tränen runterzukullern und sie dreht sich wieder weg.

"Prinzessin Serenity?", fragt er nach. Er kann ihre Reaktion noch nicht recht einschätzen. Doch sie bleibt kalt, "Lass mich allein. Ich hab keine Lust mir jetzt irgendwas von dir anhören zu lassen. Und keine Angst, deinen Rosengarten betrete ich auch nicht wieder."

Merkur hat ihr erzählt, wie wichtig Endymion der Garten ist. Endymion hört ihre Tränen an ihrer Stimme heraus und legt einen Arm über ihre Schulter. Er lächelt sie dabei an, während sie fragend zurückschaut.

"Hey, es tut mir leid. Ehrlich."

Im Ballsaal sehen Zoisite und Merkur inzwischen dem Szenario interessiert zu. Beide grinsen sich an, wie sie Endymion vor Serenity knien sehen.

"Mondprinzessin, ich bitte um Entschuldigung."

Serenity sieht ihn ungläubig an, "Ich denk du hasst mich!"

Doch Endymion entgegnet ihr nur, "Nein, Prinzessin! Ich habe dich nie gehasst! Ich habe mich im ersten Augenblick, als ich dich sah, in dich verliebt. Weil ich zu stolz bin, so etwas zuzugeben, habe ich dich stattdessen missachtet."

Endymion nimmt ihre Hand und küsst sie, "Ich bitte um Entschuldigung, Mondprinzessin. Ich hätte dir gleich sagen sollen, wo der Garten liegt, als ich dir das Bild geschickt habe."

Serenity schaut ihn geschockt an. Noch nicht richtig realisiert, fragt sie ihn, "Endy?"

"Und kein anderer."

Serenity schießen Tränen aus ihren Augen, noch mehr als eh schon vorhanden sind. Mit total verheulten Augen löst sie ihre Hand und rennt davon.

Zoisite und Merkur haben diese Szene gesehen. Während beide eben noch dachten, alles würde sich jetzt zum Guten wenden, stellt Merkur nun fest, dass Endymion es Serenity also gesagt haben muss. Zoisite sieht sie fragend an, "Was gesagt?"

Merkur schaut ihn durchdringend an, "Kannst du ein Geheimnis für dich behalten?"

"Oh ja! Klar kann ich das!" 'Nein, wenn ich ehrlich bin nicht. Zumindest mit den anderen Generälen werde ich darüber sprechen. Aber ich geb diesmal mein Bestes!'

Merkur beginnt langsam zu erklären, "Endymion hat in letzter Zeit viel gechattet, oder?"

Zoisite lacht, "Oh ja, und wies aussieht auch im Chat verknallt. Aber ich denke, es ist nichts Ernstes! Er kennt sie ja nicht mal!"

Merkur lächelt zurück, "Doch, er kennt sie. Und ich auch. Und du auch. Und die anderen Senshi und Generäle auch."

Zoisite sieht Merkur sprachlos an, "Öhm, wer ist sie?"

Merkur beginnt leicht zu feixen. Irgendwie kommt ihr das Ganze etwas belustigend vor. "Serenity!"

Zoisite fällt fast vom Stuhl, "Serenity? DIE Serenity? Die Prinzessin des Mondes? Das Mädchen, was er zum Heulen gebracht hat? Die Serenity, die aus Versehen in seinem Garten gelandet ist? Die, die, die...."

Als Merkur ihm den Finger über den Mund hält und einfach nur grinsend nickt, fällt Zoisite aus allen Wolken, "WOW!"

"Deshalb war ich auch so zuversichtlich! Ich nehme an, er hat es ihr jetzt gesagt."

Zoisite grinst immer noch, "Reagiert sie immer so, wenn ihr jemand gesagt hat, dass er sie liebt?"

Doch Merkur greift sich nur an die Stirn, "Er hat ihr nicht gesagt, dass er sie liebt. Er hat ihr gesagt, dass er Endy ist. Der Chatter."

Und Zoisite beginnt erneut zu lachen, "Das hätte ich ihr auch sagen können, wenn er sich wirklich Endy genannt hat."

Merkur versteht nicht recht, doch Zoisite erklärt, "Hey, wir nennen ihn alle nur Endy, als Kurzform von Endymion. Ich kann nicht glauben, dass er so einfallslos war."

Merkur sieht jedoch noch einmal auf den Balkon, wie Serenity verschwunden ist.

"Ich hoffe er hat einen guten Instinkt und rennt ihr jetzt hinterher, um ihr alles zu erklären. Wenn es um solche Sachen geht, kann sie sehr begriffsstutzig sein."

Doch Merkur soll nicht enttäuscht werden. Sie sieht, dass Endymion ihr tatsächlich hinterher rennt. Hoffnungsvoll wendet sie sich wieder Zoisite zu.

"Serenity, warte doch mal kurz!"

Doch Serenity rennt immer weiter. Sie hat eigentlich keine Ahnung wohin sie rennt. Sie rennt einfach quer durch das Schloss, nur um zu rennen. Doch Endymion ist schneller als sie und holt sie recht schnell ein. Er greift ihren Arm und bringt sie so zum Stoppen, und dreht sie dann sanft zu sich herum.

"Serenity, hör mir bitte zu."

Doch Serenity will nichts hören, und versucht, sich von ihm zu lösen. Doch hat er schon damit gerechnet und zieht sie stattdessen noch näher an sich heran. In seinem Armen bricht sie in Tränen aus. Endymion merkt, dass sie vor dem königlichen Blumengarten stehen und geht mit Serenity Richtung einer Bank mitten in einem Blumenbeet. Von Weitem hören sie den Klang der Musik des Balls. Endymion kniet noch einmal vor der sitzenden, verheulten Serenity, so dass sie nun Augenkontakt haben. Dann nimmt er ihre Hand.

"Serenity. Meine Entschuldigung ist ernst gemeint! Ich mag dich. Ich mag dich sehr. Viel mehr als du dir jetzt wahrscheinlich vorstellen kannst oder mir glauben wirst."

Serenity schaut ihn mit ihren verheulten Augen an. Mit einer Hand wischt er ihre Tränen weg, während er sich erneut entschuldigt, "Serenity. Ich weiß selbst nicht richtig, warum ich dich vorgestern so mies behandelt hab. Ich nehme an, es liegt nicht zuletzt daran, dass ich dich kennen lernen sollte, aber stattdessen viel lieber Mondprinzessin kennen gelernt hätte. Ich hatte doch noch keine Ahnung, dass DU Mondprinzessin bist. Und so hab ich dich dafür verantwortlich gemacht, diesen Tag nicht online sein zu können, um mit ihr zu chatten – mit dir zu chatten! Ich hätte nie gedacht, dass gerade du dich einfach Mondprinzessin nennst." Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen erklärt sie ihm, dass das hier normalerweise niemand ernst nimmt und ihr gerade nicht nach einem anderen Nicknamen zumute war, doch wird sie auch sehr schnell wieder ernst, "Ehrlich, Endymion?"

Endymion steht auf, und reicht Serenity die Hand, um sie zum Aufstehen zu bringen. Während er sie zu sich zieht, flüstert er ihr ins Ohr, "Ehrlich!"

Für ein paar Sekunden stehen beide so da, während Serenity immer noch skeptisch fragt, "Und du hasst mich nicht?"

Endymion schaut ihr in die Augen, "Nein, im Gegenteil. Ich bin gerade dabei, mich in dich zu verlieben." Beide müsse unwillkürlich lächeln. Doch Endymion setzt ein ernstes Gesicht auf, "Schenkst du mir diesen Tanz, Serenity? Auch wenn du mich für einen aufgeblasenen, arroganten, egoistischen, ekligen Typen hältst?"

Serenity beginnt leicht zu lächeln, "Tu ich nicht. So dachte ich über den Endymion, dem ich vorgestern gegenüber stand. Aber nicht über den, dem ich jetzt gegenüber stehe."

Mit einer eindeutigen Bewegung deutet sie ihm ihr Einverständnis zu dem Tanz an.

Und beide tanzen mitten im Blumenbeet engumschlungen zu der Musik, die im Hintergrund spielt.

* * * Ende * * *

Nachwort: Ich hoffe ihr habt beim Lesen genauso geschmunzelt, wie ich beim Schreiben. Auch wenn ich weiß, dass es mir nicht immer gelungen ist, den Charakteren die Charakterzüge aus der Serie zu geben. Dafür wissen wir ja aber auch alle, dass sie in der Vergangenheit nicht ganz so waren, wie in der Gegenwart (aber die Idee von einer tollpatschigen Serenity gefällt mir *grins*).