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Ps: melde mich ab in eine Art Beta-Lese-Urlaub, warum erfahrt ihr ganz unten. mfg istina

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„Professor Firenze?", frage ich vorsichtig an die Tür klopfend. Kann schon bald von Rasen gedämpftes Hufgetrappel hören, dann wird auch schon die schwere Holztür geöffnet.

„Nymphadora, wie schön, Sie wieder zu sehen."

Er lässt mich herein und ich staune über das perfekte Abbild einer Lichtung im verbotenen Wald, auf der wir nun stehen. Der Zentaur blickt mich aus seinen nun unterschiedlich gefärbten Augen an, genauer gesagt, blickt er tief in meine Seele hinein.

„Es ist gut, dass Sie die Zukunft nicht fürchten, doch Sie möchten etwas über die Vergangenheit wissen."

Nicke nur einmal. Er beginnt umher zu laufen, wedelt etwas nervös mit seinem Schweif.

"Wie kommt es, dass die Einhörner meinen Gatten akzeptieren?"

„Der Schulleiter ist ein Mann mit tragischer Vergangenheit", beginnt er seine Erklärung. „Er kam einst als gebrochener Jüngling in den Wald, frei von Glück und Zuversicht, aber erfüllt mit Hass und noch mehr Selbsthass."

Er holt mit geschlossenen Augen tief Luft, als ob er Kraft sammeln müsste.

„Wie Sie vielleicht wissen bevorzugen Einhörner die Gesellschaft von Frauen, solche, die reinen Herzens und Fleisches sind, frei von wollüstigen Gedanken."

Man, wie kindisch, werde tatsächlich rot...

„Das hab ich schon mal gehört, ja..."

Er nickt.

„Direktor Snape war als Jüngling damals absolut frei solchen Gedanken, als Opfer einer schlimmen Tat, war seine Seele im Grunde überhaupt nicht fähig, Emotionen zu beherbergen. Er glaubte, so etwas wie Glück und Freude einfach nicht verdient zu haben, als wenn er dessen unwürdig sei."

Mir schießen Tränen in die Augen. Klingt ganz nach meinem Sev.

„Als nichts als der Wunsch nach Selbstzerstörung in seinem Herzen übrig war, drohte er in eine tiefe Depression zu rutschen, unser damaliger Anführer fand ihn völlig verstört unter einem umgekippten Baum, wo der Jüngling plante zu nächtigen. Er war seit jeher sehr vertraut mit dem Wald und der Wald mit ihm.

Da er sich auch schon als junger Schüler immer respektvoll gegenüber den Bewohnern des Waldes und auch gegenüber den Pflanzen, die in ihm leben, verhalten hat, drohte ihm nie ernsthafte Gefahr hier. Als der Alpha- Zentaur anhand des Schmerzes in seinen schwarzen Augen erkennen konnte, was dem jungen Mann fehlt, hat er ihn mit dem herbeigerufenen Schulleiter Albus Dumbledore zur Wasserstelle der Einhörner gebracht und ihn dort im Moos gebettet zurück gelassen. Sie wussten, dass die sanftmütigen Tiere sich um ihn kümmern würden. Nach kurzer Zeit schon näherte sich ihm die älteste Stute und sah den Hass und die Verzweiflung in seinen Augen. Sie rief die gesamte Herde zu sich und gemeinsam heilten sie das Herz des verbitterten Jünglings, indem sie seinen Worten lauschten. Sie ermöglichtem es ihm, sein Herz zu reinigen, nahmen all seinen Schmerz und auch sein dunkles Gewissen in sich auf, denn er hatte bereits von Rachegelüsten getrieben schreckliche Dinge vollbracht."

Ich nicke, längst tränenüberströmt.

„Seit damals kommt er regelmäßig in den Wald und erleichtert seine Seele, die Einhörner vertrauen ihm, da sie spüren können, wie sehr er sich selbst dafür verachtet ... selbst jetzt noch...für all seine Taten. Die tiefe Reue in ihm ließ sie vertrauen fassen. Nie würden sie über ihn urteilen, nie musste er sich ihnen gegenüber rechtfertigen.

Als sie spürten, dass er ihre Hilfe brauchte, um das Böse zu bekämpfen, gaben sie freiwillig ihr kostbares Blut, mit dem Wissen, dass er es nie für etwas anderes missbrauchen würde, immerhin war er es, der im Jahr der Vernichtung des Stein der Weisen die Geschöpfe vor einer äußerst bösen Kreatur warnte, eine Kreatur, die sich vom Blut der heilenden Tiere ernähren wollte. Severus Snape hat es damals geschafft die stolzen Thestrale dazu zu bringen, die Einhörner zu beschützen, so starben nur wenige durch die Hand des Bösen."

Werde Hermine eulen, dass sie aufhören kann, nachzuforschen.

Seit einigen Minuten ruht Firenzes Blick auf meinem Leib.

„Seine Saat ist sehr stark."

Erschaure bei dem Wort Saat, weckt Erinnerungen an jemanden...

„Wie meinen Sie das?"

„Es hat große Stärke, das Leben in Ihnen."

„Magische Stärke?"

„Auch. Besondere Stärke."

Wo wir wieder beim Thema sich klar ausdrückende Zentauren wären... Firenze schnaubt verärgert auf, als der Baron durch die Wand schwebt.

„Gnädige Frau, der Minister wünscht Sie im Foyer zu sprechen!"

„Gnädige Frau?!"

Er verbeugt sich doch tatsächlich. Immer noch durch und durch Slytherin.

„Schon gut, ich komme."

Verabschiede mich von Firenze und folge dem blutigen Baron. Werde allerdings nicht wie er durch die Wand schweben, halte es für gesünder, die Tür zu benutzen.

***

„King Shack, so hohen Besuch habe ich gar nicht erwartet", begrüße ich freudestrahlend den Minister.

Er sieht etwas blass aus, sofern man das bei seiner dunklen Haut sagen kann... irgendwie krank...

„Alles okay mit Dir?"

„Hm... ähm... ja, sicher. Der Posten ist stressiger, als ich angenommen hatte. Also ich bin hier um Dich einzuladen. Wir veranstalten ein ...nun ja.. einen Ehemaligen- Treff. Ehemalige Auroren- Treff. Hast Du Lust mitzukommen?"

Sein Leibwächter hinter ihm wirkt irgendwie nervös. Sieht immer wieder hektisch über seine Schulter.

„Was jetzt?"

Beide sehen sich kurz an.

„Äh, ja, sollte eine Überraschung sein. Also kommst Du? Es gibt auch Kuchen!"

„Na wenn das so ist, ich sag nur schnell Severus Bescheid, er will eigentlich nicht, dass ich ohne ihn..-"

„Oh, er weiß es, hab ihn meinen Luchs geschickt. Er lässt ausrichten, Du sollst Dir mal eine Auszeit gönnen und Spaß haben, ohne ihn wird das ja zu schaffen sein, nicht wahr?"

Er lacht so schrill auf, dass ich etwas zusammenzucke...

Irgendwas stimmt hier nicht.

Hoffentlich werde ich gerade nicht zu einer hellblauen Babyparty entführt... zusammen mit Fleur und wahrscheinlich noch inklusive ihrer doofen Cousine Angelique...uärgh!

Wobei man damit ja eigentlich einen größeren Bauch abwartet...

Und bestimmt nicht den Minister schicken würde...

Andererseits käme ich eben bei ihm nie auf ne Babyparty...

Hm. Abwarten...

Denke, ein ehemaliger Auror und sein Bodyguard sind auch genug Schutz für mich.

Wir gehen zusammen zum Haupttor, Kingsley reicht mir seinen Arm und ich fasse lächelnd danach.

„Hab grad n Déjà- Vue. Und Du?"

Scheint nicht zu schnallen, was ich meine.

„Na wie damals, als Du mich zum Orden appariert hast, bekomme ich diesmal keine Augenbinde?"

Er schüttelt langsam den Kopf.

Bevor wir das Schloss verlassen, werfe ich noch einen schnellen Blick in den Spiegel neben der Tür und streiche mir durch meine nicht ganz gelungene Frisur.

Gerade, als ich mich frage, wie er es schafft, den Spiegel auszutricksen, weil ich seinen Arm nicht darin erkennen kann, zerrt und schiebt man mich zur Appariergrenze und wir verschwinden alle drei.

***

„Direktor Snape", ertönt Heiler Manilows besorgte Stimme aus dem Palantíri auf Snapes Schreibtisch.

„Moment, bitte."

Snape stellt kopfschüttelnd einen Trank, zubereitet von einem Drittklässler zurück in den Korb, mit dem Slughorn ihm gewöhnlich die zu benotenden Proben schickt.

„Was ist passiert?", fragt er sofort, als er Freddies aschfahles Gesicht erkennen kann.

„Sir, ich bräuchte dringend Ihre Hilfe als Legilimentor, Minister Kingsley wurde angegriffen, er hat einen schweres Schädel- Hirn -Trauma. Der Schlag wäre ohne seine Kopfbedeckung tödlich gewesen. Es gelingt mir nicht, ihn aufzuwecken."

Snape wirft sich schon seinen Umhang über und rauscht zur Tür hinaus.

***

„Ich werde bald wieder zurück sein, so lange übergebe ich Euch die Verantwortung", erklärt er im Foyer den ihn begleitenden Charlie, Bill und Fleur Weasley. Auch sie hatten ein kurzes Gespräch mit Freddie über den Stein im jeweiligen Büro der Professoren.

„In Ordnung. Gib uns aber Bescheid, wenn sich etwas an seinem Zustand ändert."

Snape nickt und dreht sich einmal auf der Stelle suchend herum.

„Wo zum Geier ist Nymphadora?"

Charlie und Bill sehen einander schulterzuckend an.

„Sie hat wahrscheinlich zusammen mit Minister Shacklebolt das Schloss verlassen", antwortet der hinzukommende Firenze und zuckt zurück, als Snape plötzlich sein Handgelenk umklammert.

„Wann?" Snapes Stimme erreicht fast den Gefrierpunkt, so kalt klingt er.

„Vor einem Viertel der Stunde", erklärt der Zentaur und befreit sich aus Snapes Griff.

„Das kann nicht sein, Firenze, Sie müssen sich irren, Kingsley ist schon länger im Hospital, er wurde vor einer Stunde eingeliefert, versuchen-"

„Verzeihen Sie, mein junger Freund, ich bin durchaus in der Lage die Tageszeit am Stand der Sonne abzulesen und in einer für Menschen verständlichen Form auszudrücken. Die Frau des Direktors wurde vor 15 Minuten von einem der Geister zum hier anwesenden Minister gerufen."

„Schon gut, Bill. Aiau!"

Unendlich langsam lässt Snape sich zu Boden sinken und schüttelt ungläubig seinen Kopf. Er zieht seinen schwarzen Stab und richtet ihn auf das Auge des Rings, sofort steigt ein großes Bild daraus empor, dass die Decke einer felsigen Höhle zeigt. Die anderen sehen erst einander und dann den zusammengesunkenen Professor fragend an.

Die Erklärung folgt auf dem Fuß, jemand greift nach Nymphadoras Hand und hebt sie hoch, erscheint damit gut sichtbar im Blickfeld des Ringauges.

„Kingsley? Aber ich dachte er...", fragt Fleur verständnislos.

Snape murmelt etwas.

„Was meinst Du mit Vielsaft..... oh."

Kingsleys Glatze verschwindet, die Haare werden langsam länger, reichen ihm bald bis weit über die Schultern, und werden heller.

Sehr hell.

Platinblond.

Als er sich vollständig zurück verwandelt hat, rufen die drei Weasleys gleichzeitig erschrocken aus:

Lucius!"

****************************The End***************************************