Seine größte Schwäche

„So, dann können wir ja anfangen."

Moody richtete sich auf und musterte die versammelten Mitglieder des Ordens.

„Eigentlich gibt es heute nur eine Angelegenheit, um die wir uns kümmern müssen: Die morgige Mission.", knurrte er und sah zu Albus und Remus, die auf der anderen Seite des Küchentisches saßen.

„Tonks ist krank und fällt somit aus; somit bleiben nur Dumbledore, Lupin und ich. Zur Not ginge es auch zu dritt, aber mir wäre wohler, wenn sich noch jemand finden ließe."

Eine Weile blieb es still, dann meldete sich McGonagall zu Wort.

„Ich kann mitkommen."

Der Vorschlag erntete zustimmendes Gemurmel, nur eine Person reagierte anders; Moodys rotierendem Auge war nicht entgangen, dass Albus bei ihren Worten zusammengezuckt war und sich seine Miene kaum merklich verdüsterte.

Er beschloss, es zu ignorieren, und wandte sich an Minerva.

„Sehr gut. Wenn niemand etwas dagegen hat, wird Minerva uns begleiten."

Erwartungsvoll huschte sein magisches Auge zu Dumbledore, doch er verzog keine Miene. Moody wusste, dass sich Albus um alle Mitglieder des Ordens sorgte, doch wenn es um Minerva McGonagall ging, hatte er einen deutlichen Schwachpunkt entwickelt.

Moody grummelte und beendete das Treffen. Sogleich erhob sich Molly und fing an, Essen zu kochen.

„Möchte jemand etwas trinken? Ich habe auch noch einen Rest Kuchen von gestern…"

Sirius trat zu der rundlichen Frau und lächelte sie beschämt an.

„Obwohl das hier mein Haus und meine Küche ist, kennst du dich schon jetzt viel besser aus als ich…tut mir Leid, dass ich dir keine bessere Hilfe bin."

Molly drückte ihn kurz an sich und werkelte sofort weiter.

„Unsinn, ich mache das doch gern! Könntest du mir den Topf da hinten reichen…"

Unter Mollys Redeschwall stand Minerva auf und streckte sich, ihre Muskeln waren völlig verspannt. Als sie gerade die Küche verlassen wollte, fing sie Albus´ Blick auf und erstarrte mitten in der Bewegung.

Er starrte sie nachdenklich an, doch in seinen Augen schimmerte deutlich Wut. Verwirrt wandte sie sich ab und blieb im Flur stehen, froh, seinem Blick entkommen zu sein.

* * *

Es war dunkel und Minerva zog ihren Umhang enger um sich. Sie hatte gewusst, dass sie sich in Gefahr begeben würde, wenn sie sich für die Mission meldete, aber hier inmitten eines verlassenen Waldes spürte sie ihr Herz in ihren Ohren pochen.

Rechts von ihr lief Lupin; er wirkte genauso angespannt, wie sie sich fühlte.

Ein leises Knacken ließ sie zusammenfahren, doch im dunklen Wald konnte sie mit dem gedimmten Licht des Zauberstabs kaum etwas sehen.

„Hinterhalt!", brüllte Moody plötzlich ein Stück weiter vorne, und Sekunden später flammten bereits die ersten Lichtblitze auf.

Minerva rannte mit Lupin auf die Lichtung und sah Moody und Dumbledore bereits mit fünf schwarz vermummten Gestalten kämpfen. Links von ihr tauchten zwei weitere Todesser auf und Minerva stürzte sich in den Kampf.

Ein Fluch verfehlte sie um Haaresbreite, als sie sich auf einen der Todesser stürzte. Mühsam überwältigte sie den starken Mann mit einigen gezielten Zaubersprüchen und wandte sich dem Nächsten zu, der sie angriff.

Nach einigen Minuten hielt Minerva keuchend inne. Es waren noch drei weitere Todesser aufgetaucht, und Lupin hatte bereits eine stark blutende Wunde am Arm, sodass er nicht mit voller Kraft kämpfen konnte.

Hinzu kamen das schlechte Licht und die Umgebung, die den Kampf so ermüdend machten.

Im letzten Moment sah Minerva aus den Augenwinkeln einen Fluch auf sie zu rasen und warf sich zur Seite. Erleichtert richtete sie sich auf und sah, wie einer der Todesser aus einem Busch trat und seinen Zauberstab auf Dumbledore richtete.

Der Schulleiter kämpfte gegen zwei Todesser und konnte nicht erahnen, was sich hinter seinem Rücken anbahnte. Minerva erfasste die Situation im Bruchteil einer Sekunde und reagierte instinktiv.

Mit einer fast übermenschlichen Anstrengung sprang sie auf und stellte sich zwischen Dumbledore und den Todesser, der genau in diesem Moment einen Fluch abfeuerte. Mit aller Kraft erschuf Minerva einen Schild, doch als der Fluch mit ungeahnter Wucht auf ihre magische Barriere traf, erdröhnte sie und brach entzwei.

Obwohl der Fluch seine tödliche Wirkung an ihrem Schild verloren hatte, traf sie der Rest völlig unvorbereitet und hüllte sie in schwarze Dunkelheit.

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To be continued....ich bin mir wirklich sehr unsicher bei dieser geschichte, keine ahnung ob sich die fortsetzung lohnt....seid ehrlich, wenns nix ist, brauch ichs auch nicht fertig zu schreiben :)

Und wer bis hierher gekommen ist: Danke danke danke fürs lesen! *kekse verteil*