A/N: Es tut mir sooooo Leid dass es so lange gedauert hat, bin im Abi-Wahnsinn und hab da leider immer weniger Zeit für die schönen Dinge des Lebens....vielen vielen Dank an euch alle, die ihr so lieb reviewt habt!!! Ohne euch wäre diese Geschichte wohl nicht weiter gegangen, deshalb widme ich sie jetzt euch :)


Minerva stand vor dem Fenster und sah gedankenverloren auf das weite Schulgelände unter ihr. Seit Albus vor zwei Tagen das Hauptquartier des Ordens verlassen hatte, hatten sie kein einziges Wort miteinander gewechselt.

Seufzend wandte sie sich ab und ließ sich auf ihre Couch sinken. Es tat ihr Leid, Albus derart aufgebracht zu haben, auch wenn sie ihre Reaktion nicht als falsch empfand. Doch das Schlimmste war, dass er sie so völlig ignorierte und sich nicht mal nach ihrem Befinden erkundigte…

Einzelne Tränen liefen über ihre Wangen und mit einem Schluchzen vergrub sie ihren Kopf in ihre Hände.

Erst ein leises Klopfen riss sie aus ihrer Starre; während sie sich hastig die nassen Spuren aus dem Gesicht wischte stand sie auf und öffnete ihre Tür.

Ihr Herz setzte einen Moment aus, als sie sah, wer vor ihr stand.

„Hast du einen Moment Zeit?", fragte Albus leise und unsicher. Minerva nickte und machte Platz, um ihn einzulassen.

Anstatt sich hinzusetzen blieb Albus stehen und verschränkte die Hände hinter seinem Rücken. Er setzte gerade an, als er stockte und sie genauer musterte.

„Hast du geweint?"

Minerva spürte erneute Tränen in ihren Augen aufsteigen und flüchtete sich in eine Abwehrreaktion.

„Und wenn es so wäre?", gab sie gereizt zurück und bedauerte es im gleichen Moment, als Albus den Kopf senkte und leise seufzte.

„Minerva, ich möchte mich für mein Verhalten entschuldigen, es war nicht richtig dich so anzufahren. Aber ich muss dich etwas fragen, und ich möchte eine ehrliche Antwort."

Langsam hob er den Blick und sah ihr leichtes Nicken. Nach einem tiefen Atemzug setzte er leise an.

„Warum hast du dich zwischen mich und den Todesser gestellt?"

Minerva zog überrascht die Augenbrauen hoch, sie hatte mit etwas anderem gerechnet; für sie war es klar.

„Um dich zu schützen."

Er schüttelte sanft den Kopf.

„Du hättest sterben können, und ich bin mir sicher, dass du die Gefahr kanntest."

„Ja."

„Und warum hast du es dann getan?", brauste er auf.

Minerva schloss die Augen, wie sollte sie es erklären? Wie sollte sie ihm sagen, dass sie jederzeit für ihn sterben würde, weil sie ihn mehr als ihr eigenes Leben liebte?

„Weil du mein bester Freund bist."

Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, weil es ganz genau wusste, wie viel mehr er für sie war.

„Muss ich dann meine Freundschaft zu dir beenden?"

Minerva riss entsetzt die Augen auf und starrte ihn fassungslos an. Das konnte nicht sein Ernst sein…

„Was…was meinst du?"

„Ich muss wissen, dass du dich nicht ständig in unkalkulierbare Gefahr begibst…ich brauche dich als meine Stellvertreterin, Hogwarts braucht dich…"

„Aber…du kannst nicht ernsthaft darüber nachdenken, ich meine….", stammelte sie, noch immer in ihren Grundfesten erschüttert, dass er die Freundschaft beenden könnte.

Er sah sie traurig, aber bestimmt an.

„Wenn das der Grund für dein gefährliches Verhalten war…"

Sein Satz hing so unheilschwer im Raum, dass Minerva sich für einen kurzen Moment abwandte und ihre Hand auf ihren Mund presste, um nicht laut zu schluchzen.

Er hatte sie in eine Ecke gedrängt, sie musste ihm den wahren Grund für ihre Reaktion sagen, wenn sie nicht seine Freundschaft verlieren wollte. Mit größter Mühe gelang es ihr, ihre Fassung wiederzugewinnen, sodass sie sich wieder ihm zuwenden konnte.

In ihren Augen schimmerten Tränen, doch sie zwang sich, in seine eisblauen Augen zu sehen.

„Ich…ich würde jederzeit für dich sterben, Albus…", flüsterte sie.

Er sah sie mit einem Ausdruck an, den sie nicht definieren konnte.

„Aber warum, Minerva, warum?"

„Weil…ich dich liebe."

Ihre Stimme brach und sie konnte ein paar Tränen nicht länger zurückhalten. Albus´ Augen weiteten sich vor Schreck, als er ihre Worte hörte, und er trat einen Schritt zurück.

Minerva schluchzte leise auf, sie hatte mit solch einer Reaktion gerechnet, deshalb hatte sie ihm nie etwas gesagt…und es hätte auch so bleiben müssen.

„Minerva, ich…wie kannst du nur…", stammelte er unsicher.

Eine Weile blieb es still, dann gelang es ihr, unter Tränen zu antworten.

„Es…tut mir Leid, aber ich…ich kann nichts dagegen tun…"

Für einen kurzen Moment glaubte Minerva in seinen Augen etwas aufblitzen zu sehen, was sie an die Liebe erinnerte, die sie für ihn empfand….doch der Moment war so schnell vorbei, dass sie sich geirrt haben musste.

Albus räusperte sich leise und blinzelte einige Male, bis er erneut sprach.

„Vielleicht wäre es dann besser, wenn wir uns nicht mehr so oft alleine sehen…es geht einfach nicht, Minerva, das verstehst du sicher…"

Hunderte von Tränen rollten über ihr Gesicht als sie zaghaft nickte.

„Ich wusste, dass es nie etwas zwischen uns geben würde…"

Albus senkte den Kopf und trat an ihre Tür. Als er hindurchtrat und sie hinter sich zuziehen wollte, hörte er sie noch etwas hinzufügen.

„Ich wusste, dass du mich nie lieben könntest…"

Er schloss die Tür und lehnte seine Stirn mit einem herzzerreißenden Seufzer dagegen. Nun liefen auch ihm stumme Tränen über die Wangen, als er anfing, zu zittern.

„Wenn du nur wüsstest, wie sehr ich dich liebe…."

Sein Flüstern verhallte ungehört im stillen Gang.

~It was never meant to be~


Bitte sagt mir, ob es euch gefällt....