Autor: Kritty

Title: Delirious - Im Delirium

Fandom/Genre: Supernatural , hurt!Dean , comforting!Sammy

Raiting: T, wegen Deans Schmerzen die er erleiden muss...

Disclaimer: Die Beiden gehören nicht mir, Eric Kripke is' Herr der Jungs *seufz* Ansonsten würde ich....*kein Kommentar*. Ich verdiene keinen Penny an der Story, just for fun!!!

A/N: Das ist die deutsche Übersetzung meines urspünglichen One-Shots "Push the button, Dean!"(die ich schon um einiges besser finde....*sfz*). Daraus wurde jetzt eine längere FF - mein neues Baby, das erste zu SN, das ich poste. Wenn ihr also dran bleibt und wollt dass es weitergeht, dann wird daraus eine nette h/c - story, Dean-centric, comforting!Sammy, viel angst und auch limp!sammy. Ich werde hin und wieder ein Chapter auf englisch schreiben - immer mit der deutschen Übersetzung natürlich.

A/N²: FB und kontruktive Kritik wären lieb *grins*

glg,Kritty

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~Epilog~

(oder: Drück den Knopf, Dean)

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Das niemalsendende Geräusch flog weiterhin durch seinen schläfrigen und irrewandernden Verstand. Wieder und wieder wollte ihn der hohe Piepston erwachen und wissen lassen, dass er auf keinen Fall schlafen und der Realität entfliehen konnte.

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Dean ließ seine Augen geschlossen, presste sie noch ein wenig mehr zusammen, und ein leichtes Stöhnen kam aus seinem Mund, entwich durch seine aufgesprungenen Lippen.Gut, du hast gewonnen. Bin wach. Blöder Piepston.

Da war es auch schon. Er hatte es gewusst. Warum sollte er wach sein, wenn alles was ihn erwartete der plötzliche Schmerz war, der ihn überrollte wie eine Welle aus frostigem Eiswasser. Wenn alles, was er dann fühlen würde, die pochende Qual in seinen Armen, Beinen und in seiner Brust sein würde. Der junge Jäger schnappte nach Luft wenn es wieder passierte. Wie das eine Mal davor. Und davor. Wieder und wieder.

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Dean fühlte es. Er fühlte das Zittern seiner Finger, den Schweiß auf seiner Stirn. Er fühlte die Hitze in seiner Lunge, als wäre dort ein Feuerball der dabei war, seinen Körper von innen heraus zu verbrennen. Der Schmerz der sich wie Eiswasser anfühlte, überrannte ihn wieder, ließ seine Finger stärker zittern und ließ ihn innerlich laut aufschreien.Schon wieder. Das kenne ich schon. Ich erkenn' s wieder. Alter, das wird langsam langweilig!

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Der Schmerz hörte auf, aber nur für eine kleine Weile. Dean wusste das. Er ließ seine Augen geschlossen und bewegte sachte seinen Kopf, versuchte wenigstens einen Teil seines nutzlosen Körpers zu bewegen. Trotz seiner geschlossenen Augen spürte er sofort das aufkommende Schwindelgefühl durch die geschlossenen Lider und sofort hielt er mit seinem pochenden Kopf inne.Ja. Sogar daran erinnere ich mich.

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Da lag er. Auf etwas, das sich anfühlte wie ein Bett. Natürlich, ein Bett. Ein Krankenhausbett. Was sonst. Wo sonst sollte es so ein nervendes Piepsgeräusch geben. Da lag er und wusste nicht was er tun sollte. Der Schmerz kam wieder, ließ ihn seine Augen noch mehr zusammenpressen, und ließ ihn erneut nach Luft keuchen. Jede Bewegung die er machte kam ihm bekannt vor. Seine schwachen Finger die eine schwitzige Faust machten. Der erfolglose Versuch, seine Augen zu öffnen um wenigstens etwas zu sehen. Und schließlich der erschöpfte und verzweifelte Seufzer voller Qual der aus seinem Mund kam.

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Aber Dean wusste nicht was er tun sollte. Er wusste nicht was genau gerade passierte. Sein Verstand war benommen, er war unglaublich müde und er konnte seine Gedanken nicht ordnen, sie machten nicht mal einen Sinn für ihn. Er lag da in einem Krankenhausbett, hörte fast nichts, sein Geruchsinn war fast ganz verschwunden und und sein Körper schmerzte bis in jede Faser. Nicht wissend, warum er hier war, nicht wissend, wo genau hier war. Und nicht wissend, warum zur Hölle er ganz alleine war.

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Und dieses Geräusch machte ihn wahnsinnig. Das Piepsen, der Schmerz – die Einsamkeit, es machte ihn wahnsinnig. War er tot? Oder war er in einer fast gemütlichen Hütte, wo niemand war außer er selbst? Wo zur Höllte steckte Sam? Ein plötzlicher Schmerz, gepaart mit erschreckender Erkenntnis erfüllte seinen Körper. Warum hatte er nicht früher an seinen Bruder gedacht? Wo ist er? Geht es ihm gut?

Biepbiep...Biepbiep...Biepbiep...Biepbiep...Biepbiep...

Warum ist er nicht hier? Was ist passiert? Er hatte das seltsame Gefühl, dass er sich diese Fragen schon einmal gestellt hatte und er dachte, er wäre bereits verrückt geworden. Was ist mit Sammy passiert? Was ist mit mir passiert? Was passiert gerade?

Der junge Mann versuchte noch einmal seine Augen zu öffnen – aber der pure Schmerz in seinen Armen, Beinen und in seiner Brust ließ ihn seine Augen zusammenpressen und abermals entwich ein Stöhnen aus seinem Mund, lauter als der erste. Die Pein seines Körpers wurde fast unerträglich und Dean spürte eine einsame Träne seine Wange hinunterlaufen. Ich bin tot. Ich weiß es. Uh, ich weine. Das ist einfach nur jämmerlich. Ich bin tot ... oder? Wo ist Sammy?

Plötzlich, unter all den Gefühlen von Einsamkeit, emotionaler und körperlicher Qual, nahm er ein anderes Gefühl wahr. Durch seinen lahmen Verstand und seine fast paralysierte Sinne hindurchm spürte er seine zitternden Finger plötzlich warm werden, etwas anderes Warmes legte sich um sie – mit einer Wärme die anders war als die Hitze des Fiebers das Deans Körper durchschüttelte. Der langsame Verstand des jungen Jägers erkannte dieses Gefühl nur ein paar Sekunden später – seine Hand wurde berührt. Da ist jemand. Jemand berührt meine Hand.

Biepbipbip...Biepibip...Biepibip...Biepibip...Biepibip...Biepibip...

Anstatt Erleichterung übernahm pure Angst sein Denken und Dean konnte nicht atmen, alles war er tun konnte war dazuliegen, nichts zu tun außer zu warten was geschehen würde. Seine Gedanken wurden wirr, erschreckende Blitze voller Dämonen, Geistern und toten Sammys tobten durch seinen Kopf und er schnappte erneut nach Luft als der tiefe Schmerz noch einmal seinen Körper überrannte. Und die Verzweiflung , dass er nicht wusste was vor sich ging, die Angst und die Sorge um seinen kleinen Bruder, erreichte seinen Höhepunkt.

"Dean! Tut mir leid, Dean! Ich bin noch da, großer Bruder!"

Der junge Jäger zuckte ein wenig zusammen bei dem Klang von Sams Stimme.

Sammy...Sam...was tust du?

Ein leichtes Gefühl des Wiedererkennens strich durch seine vernebelten und wilden Gedanken, eine Sekunde nachdem sein geschundener Körper von einer Welle von Erleichterung erfasst wurde. Seine schwitzigen Finger drückten die große Hand in seiner eigenen und Dean lächelte leicht. Zumindest dachte er dass er lächelte. Er wusste es nicht wirklich, denn der Schmerz der seinen Körper ergriff gab ihm das Gefühl als wäre er nicht mehr Herr über seinen Körper. Er fühlte nur das leichte Drücken von der Hand seines Bruders als Antwort.

"Es tut mir leid, Dean, ich bin eingeschlafen...es tut mir so leid..."

Was tut dir leid, Sammy? Ich verstehe nicht...was immer du meinst, es ist nicht deine Schuld..

"Du...Dean, du musst den Knopf drücken. Drück den Knopf, Dean. Drück den Knopf.

Biepbiep...Biepbiep...Biepbiep...Biepbiep...Biepbiep...

Drück den Knopf...drück den Knopf...Was meinst du, Samm?

"Du musst den Knopf drücken, Bruderherz! Ich kann nicht, du musst es tun!"

Warum, Sam? Bist du okay? Droht dir jemand? Was muss ich tun?

"Drück ihn, Dean! Ich komm nicht an den Knopf und da ist niemand den ich rufen könnte. Versuch es, Dean!"

Knopf...Sammy, welchen Knopf? Gehts dir gut?

"Dean!Du siehst furchtbar aus, tu es einfach! Ich bin okay, du aber nicht! Du musst, bitte!"

Du bist okay. Das ist gut. Aber warum muss ich den Knopf drücken? Welchen Knopf?

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Der Jäger versuchte abermals seinen Kopf zu bewegen, nur um sich zu versichern, dass sein Körper wirklich noch da war. Und da war so viel Schmerz. So viel Qual. Er wollte verschwinden. Er drückte Sams Hand fester.

"Dean, du hast Schmerzen. Ich sehe es. Du musst den Knopf drücken!"

Sein Bruder machte sich solche Sorgen. Und müde. Und ängstlich.

Mach dir gefälligst keine Sorgen, Sam! Es gibt keinen Grund dafür! Ich bin okay. Es tut so unglaublich weh...aber ich komm damit klar. Hab keine Angst, Sam, das macht mich verrückt, kleiner Bruder!

"Dean! Drück den verdammten Knopf! Spiel nicht den Helden, drück den Knopf, das macht mich verrückt!"

Richtig. Der Knopf. Der verdammte Knopf.

Deans langsamer Verstand versuchte zu verstehen was Sam Winchester mit "Drück den Knopf" meinte. Ein Knopf. Welcher Knopf? Dean war so müde, aber der Schmerz kam wieder und erneut kam ihm die Situation so unglaublich bekannt vor. Plötzlich machte das Wort "Knopf" einen Sinn.

Der Knopf. Sammy, ja. Der Knopf. Ich werde den Knopf drücken.

Ein kleiner, verzweifelter Seufzer entkam seinen trockenen Lippen, als er versuchte seine freie Hand zu bewegen. Er konnte sie nicht bewegen. Sein Körper war zu träge, sein Verstand zu benommen. Er fühlte seine andere Hand von Sam gedrückt.

"Versuch es, Dean. Versuch, den Knopf zu drücken!"

Der ältere Jäger fühlte wie Sammy ein wenig fester drückte und sein Daumen über seine Hand streichelte.

Ja. Ich werde es versuchen, Sammy. Bist du okay? Mach dir keine Sorgen, kleiner Bruder!

Mit einer großen Anstrengung hob er seine freie Hand an und wusste plötzlich, was zu tun war. Er erkannte die Situation wieder. Blind zog er seine Hand zurück bis auf die Höhe seines Ohres, und als sie gestoppt wurde von etwas hartem, versuchte er den fast unerträglichen Schmerz seines Körpers zu ignorieren und drückte. Seine Hand fiel nach dieser Anstrengung sofort neben sein Ohr, nutzlos und pochend.

Siehst du Sammy? Ich hab den Knopf gedrückt. Ich hab den Knopf gedrückt, kleiner Bruder. Du musst dir keine Sorgen mehr um mich machen. Mir gehts gut. Mir gings nie besser. Dir gehts gut, ja?

Dean fühlte den Daumen seines Bruders weiter seine Hand streicheln, hörte einen erleichterten Seufzer und spürte, wie seine Hand leicht gedrückt wurde.

"Gut Dean. Du hast den Knopf gedrückt. Alles wird gut werden. Mir gehts gut, dir wird es auch gut gehen, ich verspreche es. Warte eine Weile. Fühlst du es schon?"

Natürlich wird es mir gut gehen. Immer, Sammy. Ich muss auf dich aufpassen, das ist mein Job...Was fühlen, Sam? Was soll ich...oh..Ja...Ich glaub ich fühl es...

Die unangenehme Benommenheit verschwand und machte einer einlullenden Müdigkeit platz. Seine Glieder hörten langsam auf zu zittern, der Schmer ließ langsam nach und sein Körper wurde nicht mehr von der furchtbaren Qual gefoltert. Plötzlich fühlte er sich wie betäubt, und seine zugepressten Augenlider wurden locker, sein Verstand wurde ruhig und seine Gesichtszüge glätteten sich. Er fühlte seinen Körper wieder, ohne Schmerzen und Pein. Der junge Mann seufzte erleichtert auf, wie zuvor sein Bruder.

Danke, Sammy...Ich hab den Knopf gedrückt...es tut nicht mehr weh...du musst dir keine Sorgen mehr um mich machen.

"Dean, es wird besser werden...du fühlst es schon, oder? Du zitterst nicht mehr. Ruh dich aus, großer Bruder. Alles wird gut werden."

Alles wird gut, ja, Sammy. Der Schmerz ist weg, ich werd mich ausruhen. Aber, du musst mir sagen was ich tun soll, wenn ich das nächste Mal aufwache, du wirst doch, oder?

"Dean, ruh dich aus. Ich werde diesmal wach sein wenn du aufwachst. Wenn der Schmerz wieder kommt, werd ich dir sagen was zu tun ist, großer Bruder. Mach dir keine Sorgen. Ich werde da sein."

Danke, Sam.

Dean fühlte die Dunkelheit näher kommen, den leichten Händedruck seines Bruders.

Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...Biep...

Aber Sammy...du musst dieses Geräusch ausmachen. Es macht mich verrückt....es ist nicht so schlimm, aber du verstehst, oder? Es ist so laut und....es ist...

Sein Verstand wurde mit jeder Sekunde müder und er fühlte wie Dunkelheit ihn umfing. Er konnte nicht mehr denken. Aber er war auch nicht mehr voller Angst. Er wusste dass er nicht allein war. Und seinem kleinen Bruder ging es gut. Und der Schmerz war verschwunden. Er hatte den Knopf gedrückt. Und er würde den Knopf wieder drücken.

Der Körper und der Vestand des jungen Jägers entspannte sich nun völlig und er fiel in einen tiefen Schlaf.

~TBC~

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LG,Kritty