A/N: So, hier nun das versprochene Happy End *Udonna zuzwinker* (Du weißt dass dies für dich ist ^^). Ist nicht halb so gut geworden wie ichs mir gewünscht hab, aber besser bekomm ichs nicht hin - nicht nachdem das erste Kapitel so geendet hat. Zeitlich ein paar Stunden nach Kapitel 1, also noch am selben Abend. Viel Spaß beim Lesen :)
(Und ja, es ist tatsächlich ein Happy End, auch wenns erst nicht so scheint)


Fawkes zirpte empört und brachte Albus dazu, stehenzubleiben.

„Es tut mir Leid, aber ich kann einfach nicht aufhören, an sie zu denken…", seufzte er leise und strich über die weichen Federn des Phönixes.

Es war mittlerweile nach Mitternacht, doch Albus konnte keine Ruhe finden. Ihre Augen waren feucht gewesen, als sie gegangen war, vielleicht hatte er sie mehr verletzt als ihm klar war…Er musste jetzt zu ihr, sofort.

Das Schloss lag in Stille da, nur durch seine eiligen Schritte und das Rascheln seiner Roben durchbrochen. Endlich erreichte er ihre Räume und klopfte leise; erst jetzt fiel ihm ein, dass sie schon längst schlafen könnte.

Die Tür öffnete sich einen Spaltbreit und Albus sah für eine Sekunde Minervas tränenüberströmtes Gesicht, bevor sie die Tür wieder zuschlug.

„Minerva…"

Er klopfte erneut, diesmal dringlicher.

„Minerva, bitte, ich muss mit dir reden!"

Es rührte sich nichts, und nach einigen Momenten der Unschlüssigkeit öffnete er die Tür. Er nutzte seine Position als Schulleiter nicht gern aus, doch in diesem Fall musste er es einfach tun.

„Minerva?", fragte er unsicher, als er eintrat. Sie stand am Fenster und hatte ihm den Rücken zugekehrt.

„Ich muss mit dir reden, bitte, es tut mir Leid…"

Sie schluchzte leise auf bei seinen Worten, sodass er näher kam und sich neben sie stellte.

„Wirklich, es tut mir so sehr Leid, ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen…", sagte er leise und legte eine Hand vorsichtig auf ihren Arm.

Minerva erbebte, als ihr die Bedeutung seiner Worte klar wurde. Neue Tränen liefen über ihre Wangen, und Albus fühlte ihr Zittern unter seinen Fingern.

„Diesen Moment kannst du mir nicht mehr nehmen.", flüsterte sie heiser, und Hoffnung keimte in ihm auf.

Sanft, aber bestimmt drehte er sie zu sich und legte einen Finger an ihr Kinn, um ihren Blick aufzufangen. Er erschrak bei all der Trauer und dem Schmerz, den er in ihren grünen Augen fand.

Ein Moment der Ewigkeit verstrich zwischen ihnen, und Albus fasste einen Entschluss. Hier und Jetzt würde er seinem Schicksal entgegentreten.

Unendlich langsam beugte er sich zu ihr und küsste sie, so zart, dass es kaum zu spüren war. Als er merkte, dass sie nicht reagierte, zog er sich wieder zurück und holte tief Luft, während sein Herz schmerzhaft in seiner Brust pochte.

„Ich verstehe, ich…", setzte er an, doch sie unterbrach ihn.

„Warum…warum hast du das getan?"

Ihre Stimme zitterte und brach, doch er hörte sie.

Er konnte nicht lügen, nicht, wenn sie so hilflos vor ihm stand…er musste es ihr sagen, selbst wenn er damit ihre Freundschaft verlor.

„Ich liebe dich."

Seine Worte hingen schwer im Raum, als wäre das Schloss selbst angesichts dieses Geständnisses verstummt.

„Was…wie?", keuchte sie, und Albus schloss die Augen, um seine Tränen zurückzuhalten.

„Ich liebe dich, Minerva."

„Oh Merlin…", entfuhr es ihr, bevor sie ihre Hand auf ihren Mund presste.

Er öffnete seine Augen wieder, doch jegliches Funkeln war erloschen.

„Ich gehe wohl besser…"

Er verstummte, als er ihre Hand auf seiner Wange spürte und sie näher kommen sah. Vorsichtig und zärtlich küsste sie ihn und spürte, wie er plötzlich reagierte, antwortete, und aus den ersten zögerlichen Berührungen wurde ein leidenschaftlicher Kuss.

Atemlos beendete er den Kuss und zog sie in seine Arme; Minerva vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter und erwiderte seine Umarmung.

„Heißt dass…ich meine…", fragte er leise und unsicher, und Minerva hob den Kopf, um ihn direkt ansehen zu können.

„Ich liebe dich."

Und sie schmiegte sich wieder an ihn, in seine Arme, wo sie wirklich hingehörte.