Title: Schmerz eines Kindes

Author: Kritty

Fandom: Supernatural (One-Shot)

Raiting: FSK 6

Set: Pre-Pilot (also vor der Serie), da Wee!chester

Warnings: Wee!chester , hurting!Sammy , comforting!Dean (Muss davor gewarnt werden?^^), Fluchen (kommt schon, es geht um DEAN und SAM^^)

Genre: Wee!chesters , hurt/comfort, Familie, ein bisschen Humor

Summary: Der 8 - jährige Sammy leidet schwere schwere Qualen...Nur gut dass er seinen großen Bruder hat. Denn Dean ist voller Weisheit und Wissen, und weiß wie er seinen kleinen Bruder von den Schmerzen erlösen kann. ---- Übersetzung in Form einer Mini-Multi-Chap-FF meines englischen One-Shots "A Kid's Pain".

A/N: Ich danke Pati alias JeanyAlicia nochmal für das Betalesen der englischen Version – denn dies ist die Übersetzung dazu, und sie hat mir sehr geholfen bei "A Kid's Pan" - ohne sie wäre die englische Version nie so richtig entstanden, ergo würde es diese Übersetzung nicht geben. Also, fühl dich gedrückt Bambi :)

A/N: Ich warn lieber gleich vor: Die Idee dieses OneShots ist etwas.....seltsam, ich weiß, und es war auch eher eine Kurzschlussreaktion zwischen Hirn-denkt-über-Supernatural-nach und zufällig-am-PC-sitzen-und- deswegen-gleich-lostippen-Können :) Ist auch leicht lächerlich die Vorstellung *grins* , aber auch sehr süß und naja – und obwohl ich eigentlich kein Wee!chester lese (!!!) und das nur in Form von Flashbacks und ähnlichem mag, musste ich das schreiben.

Keine der erwähnten Personen gehören mir (wer weiß was ich sonst mit ihnen anstellen würde -_-'), sondern dem vielgepriesenen Mr. Eric Kripke (ich gehe vor dir in die Knie, Eric!^.^) und den übrigen Machern. Jensen und Jared, euch leih ich diesmal wohl nicht aus, sondern eure Miniausgaben. Aber hey, Jungs. Beim nächsten Mal. Achja, und ich verdiene keinen einzigen Penny. Muss aber auch nicht sein ^.^

Viel Spaß, vergesst das Review nicht! *lieb guck*

LG,Kritty

Musik beim Übersetzen: Supernatural Original Soundtrack von Christopher Lennerzt


Schmerz eines Kindes

Kapitel 1

Dieser Schmerz war ihm ganz und gar unbekannt. Er war scharf, ein wenig heiß, und man konnte nichts gegen ihn tun. Wenn er über die kleine Wunde streichelte tat es so sehr weh, dass er zusammenzuckte – und wenn er es wagte,leicht zu drücken, traten ihm plötzlich dicke Krokodilstränen in die Augen und er musste dagegen ankämpfen, nicht laut aufzuschreien.

Sam lag in seinem Bett, eine kratzige Bettdecke über seinem kleinen Körper ausgebreitet und ein zerknautschtes Kissen unter seinem Kopf. Der Raum, in dem er und Dean sich zwei Stunden zuvor schlafen gelegt hatten, war nun in Dunkelheit getaucht. Sein großer Bruder war nicht eingeschlafen, bis Sam seinen Schlaf vorgetäuscht und so geatmet hatte, wie er dachte im Schlaf normalerweise zu atmen. Der Junge wusste, dass Dean sich immer verantwortlich für ihn fühlte und nicht richtig schlafen konnte, wenn Sam selbst nicht nicht schlief.. Somit war seine einzige Möglichkeit gewesen, seinen Schlaf vorzutäuschen.

Aber er würde keinesfalls jetzt wirklich einschlafen können. Der Schmerz brachte ihn um und er war nahe daran zu weinen, wie die Nacht zuvor. Jedesmal, wenn er nur eine Sekunde vom lockenden Schlaf entfernt war, kamen die Schmerzen wieder und ein unterdrückes Keuchen entwich seinen Lippen.

Er warf sich vorsichtig im Bett herum, wieder und wieder, und kämpfte gegen das Bedürfnis an, aus dem verdammten Bett zu springen und geradewegs zu seinem großen Bruder zu huschen, der die nun fast unerträgliche Qual vertreiben würde und ihm jene beruhigenden Worte ins Ohr flüstern würde. Dann würde er ihn ein bisschen hin und her schaukeln und einige Minuten später würde er in einen tiefen Schlaf gefallen sein. Wie an den ganzen anderen Tagen, wenn er bei einer Jagd verletzt worden war. Aber dies war anders. Dies war nicht das Ergebnis von einem ihrer Jobs – er selbst war sowieso nicht bei vielen Jagden dabei. Er hatte erst kürzlich die Wahrheit über Monster und die "Arbeit" seines Dads herausgefunden, so gingen sein Vater – und oft genauso sein Bruder – alleine jagen. Aber manchmal ging Sam mit ihnen, und manchmal wurde er dabei verletzt. Und immer war Dean da, der ihm das Gedühl von Sicherheit und Zufriedenheit gab, trotz aller Schmerzen. Aber das – das war so viel schlimmer. Und gerade weil diese furchtbare Qual nicht Ergebnis eines Jobs war, wagte er nicht, seinen Bruder zu wecken. Er konnte diese Wunde nicht erklären, konnte den Schmerz an sich nicht erklären – er wusste nur, dass er furchtbar war und dass er definitiv nicht schlafen konnte mit diesem Schmerz.

Das Kissen unter seinem Kopf war ein wenig feucht, und der jüngste Winchester fragte sich, ob es feucht durch sein Schwitzen – sogar ein 8-Jähriger schwitzt wenn er Qualen erleidet- oder durch Blut war. Und das war der Moment, in dem der pochende Schmerz seinen Höhepunkt erreichte und aus der schleichenden Befürchtung unglaubliche Angst wurde – die Angst, die ein Junge spürt, wenn er nicht weiß was vor sich geht und wenn er unter einer bisher unbekannten und unerklärbaren Qual leiden muss. Das war der Moment, in dem Sam ein kleines verzweifeltes Schluchzen von sich gab, nur um seine Hand innerhalb einer Sekunde erschrocken auf seinen Mund zu pressen – doch das verschlimmerte den Schmerz nur, und er konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten.

"Sam?" hörte er die dumpfe Stimme seines Bruders, "Sammy, alles okay?"

Der Angesprochene biss sich auf die Unterlippe und legte seine Hand zurück neben sich.

"Ja...Ja, Ich dachte grade nur, ich würde ein paar Treppenstufen runterfallen...In..In einem Traum, weißt du?"

"Hm...'kay.... Schlaf weiter, Sam."

Trotz der Dunkelheit nickte Sam und biss sich wieder auf die Unterlippe, um jene vom zittern abzuhalten. Er musste sich zusammenreißen. Wenn er alt genug war, Monster zu jagen, dann würde er auch so ein kleines Schmerzensding überstehen. Nicht dass der Schmerz wirklich so klein wäre. Und nicht dass sich Sam in diesem Moment wirklich so verdammt erwachsen fühlte. Ehrlich gesagt fühlte er sich wie ein verdammter kleiner Junge, ein kleines jämmerliches Kind. Und gerade eben fühlte er den knotigen Klumpen in seiner Kehle wieder heranwachsen, und die Tränen hatten noch nicht aufgehört, ihren Weg über seine Wangen zu bahnen. Er presste seine Augen zusammen und biss ein wenig mehr auf seine Unterlippe – und das war ein Fehler, denn der Schmerz, durch den ersten Schluchzer irgendwie in den Hintergrund getreten, kehrte wieder mit solch einer grausamen Intensität, dass er den nächsten Schluchzer nicht zurückhalten konnte – und dieses Mal presste er seine Hand nicht auf den Mund, sondern drehte seinen Kopf in Richtung der Wand neben ihm und ließ den Tränen freien Lauf, seine kleine schwitzige Hand zu einer Faust geballt.

"Sammy!" die nun lautere Stimme Deans erschreckte ihn ein wenig – weil sie näher klang als erwartet. Sein Bruder war innerhalb einer kurzen Sekunge aus dem Bett gesprungen und war an die Seite seines kleinen Bruders gerast innerhalb einer weiteren Sekunde.

"Sam, mein Gott, was ist denn?"

Sam drehte seinen Kopf in Richtung seines Bruders und seine Augen, voller wässriger Tränen, schauten direkt in Deans Gesicht – jedenfalls in die Richtung in der er das Gesicht seines Bruders vermutete in der Dunkelheit. Er öffnete seinen Mund, aber er wagte nicht zu sprechen. Was, wenn....nein, daran wollte er nicht denken.

„Was ist denn, Sammy?" Herrgott, sag was!"

Der Kleine beobachtete, wie sein Bruder neben ihm in die Hocke ging und nach seinem Arm suchte. Als er ihn gefunden hatte, spürte Sam Deans leichtes Drücken und diese Berührung war genug, um die Dämme bersten zu lassen. Er schluchzte nocheinmal, ein wenig lauter dieses Mal, und legte seinen freien Arm über seine Augen. Er war so ein Waschlappen, Dean hatte Recht gehabt, all diese Male.

"Sam...!Rede mit mir! Hattest du einen Alptraum? Tut dir was weh, Sammy?"

Der Angesprochene konnte nicht nur nicht antworten, er konnte auch nicht die Sorge in Deans bittender Stimme leiden. Er nahm seinen Arm von den Augen und schaute geradewegs in Deans Gesicht, das hinter all der Dunkelheit des Raumes lag. Lächelte sein Bruder, oder war er angenervt? Nein, Dean war niemals wütend, wenn Sam weinte. Manchmal vielleicht, ja, aber er würde es nicht seinem kleinen Bruder zeigen. Nicht so.

"Soll ich das Licht anmachen?" hörte er die Frage seines Bruders.

"Nein!" erwiderte er ein wenig zu laut. Kein Licht. Vielleicht war überall Blut. Und er wollte kein Blut sehen. Er wollte nicht, dass sein Bruder es sah. Und er wollte nicht, dass ihn sein Bruder so bemitleidenswert sah, so jämmerlich. Er wollte ein großer Junge sein – nur ein einziges Mal. Aber trotz diese Gedanken griff er nach Deans Hand auf seinem Arm und drückte sie. Und Dean sagte nichts. Vielleicht suchte er etwas in der Dunkelheit, suchte nach dem Gesicht seines Bruders um diese Tränen zu sehen. Vielleicht wartete er einfach nur darauf, dass Sam etwas sagte...

"Mir....Mir..." , begann Sam vorsichtig, " Mir tut was bestimmtes ein kleines bisschen weh..."

Er sah Dean sein Gewicht verlagern und drückte stärker. Dean sollte nicht gehen. Das tat er auch nicht, er drückte wieder zur Antwort und stütze seinen anderen Arm am Bettrand ab, lehnte sich näher zu seinem Bruder herunter.

"Was, Sam? Was tut dir weh? War es die letzte Jagd?" Deans Stimme war ein wenig kratzig und er flüsterte. Vielleicht sollte Sam ebenfalls flüstern. Vielleicht war Dad schon zurück und musste dringend schlafen.

"Nein. Keine Jagd. Es...Ich weiß nicht..."

"Du weißt es nicht? Sam, das hier ist wichtig! Sag es mir. Ich will es wissen. Ich sollte es wirklich wirklich wissen!"

Sam blinzelte die aufkommenden Tränen weg und drückte Deans Hand fester. Er hatte Angst davor, Dean zu erklären was vor sich ging. Denn er wusste selbst nicht wirklich was vor sich ging. Und vielleicht, wenn er zuviel redete....aber er musste es Dean erzählen. Das wusste er. Somit musste er das Risiko auf sich nehmen.

„Da ist....da ist etwas....da ist etwas in meinem Mund, Dean", gab Sam schließlich zu, „Irgendwas stimmt nicht..mit meinem Mund...Ich..." er spürte seine Unterlippe einmal mehr zittern und drückte Deans Hand so fest er konnte. Es war, als würde die Wunde genau wissen, dass von ihr gesprochen wurde, denn der scharfe Schmerz durchfuhr ihn wieder und er war einmal mehr kurz davor, in Tränen auszubrechen. Wieder.

Aber da war sie, die beruhigende, ersehnte Stimme seines großen Bruders.

„Dein Mund? Etwas stimmt nicht mit deinem Mund?"

Sam nickte trotz der Dunkelheit, er war sicher Dean hatte sein Nicken bemerkt. Er wusste, was der nächste Schritt seines nächsten Bruders sein würde. Er würde die Wunde in sekundenschnelle untersuchen, ihm versichern dass es keine von der schlimmen Sorte wäre, sich dann neben ihn legen und Sam sich an ihn knuddeln lassen. Und dann würde er jene beruhigenden Worte sagen, ihm über den Kopf streicheln und er selbst würde einschlafen noch bevor er es bemerken würde.

Aber zu Sams Überraschung und eisigem Erschrecken tat Dean genau das nicht. Er nahm nur seine Hand von Sams, stand auf und schaute auf ihn herab.

„Hm. Dein Mund, sagst du."


TBC

A/N: Bitte Vermutungen oder so NICHT in dem Comment schreiben , sonst wird zuviel verraten. Es ist ja eh schon so gut wie offensichtlich :) bitte, FB wäre sehr lieb, ein paar Worte obs gut oder schlecht war (und viell. warum es schlecht war^^) würden reichen *grins*

Und das nächste Kapitel wird lääääänger :)

GLG , Kritty