A/N: Diese Story ist von Doktor House inspiriert...hoffe es gefällt euch. Es geht definitiv noch weiter, aber mehr habe ich im Moment nicht. Schreib grad mein Abi, von daher ist das alles etwas stressig momentan....trotzdem bin ich mmad wie eh und je :)
Reviews werden geknuddelt und abgeknutscht :*


Broken Heart

Minerva schlug die Augen auf und drehte sich schläfrig auf die Seite. Leiser Regen trommelte beständig gegen die Fenster und ließ sie dankbar sein, dass sie heute länger schlafen konnte.

Völlig entspannt und zufrieden ließ sie ihre Gedanken frei wandern und erinnerte sich an einen warmen Sommertag vor zwei Jahren, den sie auf dem Schulgelände verbracht hatte…Damals hatte es angefangen zu regnen, und nach dem ersten Schreck war sie stehen geblieben und hatte den Regen genossen. Das Gefühl von Freiheit kam zu ihr zurück, als sie sich daran erinnerte, wie sie ihr Gesicht den Wolken zugewandt hatte. Und dann war er gekommen und…

Minerva verzog ihr Gesicht und schlug mit der Faust auf die Matratze. Wie konnte es sein, dass er in jeder, aber auch jeder einzelnen glücklichen Erinnerung von ihr dabei war?

Er hatte sie beobachtet und gelächelt, doch als sie ihn bemerkt hatte, war sein Lächeln langsam geschwunden. Sein Blick in diesem Augenblick war so intensiv gewesen, dass Minerva danach nächtelang wachgelegen hatte, um die Bedeutung zu verstehen.

Frustriert schlug sie die Decke zurück und setzte sich auf. Mal wieder waren ihre Gedanken zu ihm gewandert, und sie wusste dass sie nun keine Ruhe mehr finden würde. Traurig stand sie auf und zog sich an, obwohl sie noch Stunden Zeit hatte für das Frühstück – immerhin war Wochenende.

Sie war fast allein als sie die Große Halle betrat. Am Lehrertisch saß nur Professor Sinistra, die aussah, als wäre sie die ganze Nacht auf gewesen.

„Guten Morgen."

Minerva nickte nur und ließ sich auf ihren Stuhl sinken. Nachdem sie ein Glas Kürbissaft getrunken hatte, wurde ihr klar, dass sie keinen Hunger hatte. Langsam stand sie auf und verließ die Halle.


Als der Regen noch stärker wurde und fast unerträglich laut gegen die Fenster prasselte, sah Minerva auf und legte die Feder zur Seite. Sie hatte genug von Aufsätzen, die voller Fehler waren, und nach fast zwei Stunden konnte sie sich ruhig eine Pause gönnen.

Ein lauter Knall ließ sie zusammenfahren, doch als sie den kleinen Hauself sah, beruhigte sie sich augenblicklich.

„Entschuldigen Sie, Miss, aber Twinky muss Nachricht überbringen.", piepste das kleine Geschöpf unsicher und hielt ihr einen gefalteten Bogen Papier hin.

„Von Schulleiter Professor Dumbledore.", fügte es noch hinzu, und mit einer Verbeugung war es verschwunden.

Minerva schüttelte verwirrt den Kopf und faltete den Bogen auf.

Liebe Minerva,

Ich wollte fragen, ob du am Freitag schon etwas vorhast; wenn nicht, könntest du um halb acht in mein Büro kommen? Es sollte nicht länger als Mitternacht dauern, aber wenn du bereits etwas vorhast, verstehe ich das vollkommen.

Albus

Unsicher, was sie davon halten sollte, legte sie die Nachricht beiseite und sah in ihren Kalender. Ihre Augen weiteten sich, als sie sah, welcher Tag Freitag war.

„Valentinstag…", flüsterte sie geschockt und las erneut Albus´ Nachricht. Konnte es sein? Bestand die Chance, dass er doch mehr in ihr sah als nur eine gute Freundin?

Minerva stand auf und trat vor ihr Fenster. Jahrelang hatte sie ihre Liebe unterdrückt und sich eingeredet, dass er sie niemals erwidern konnte. Sie war dadurch imstande, ihre Gefühle auszuhalten, doch ihr Herz tat dennoch bei jedem Gedanken an ihn weh. Sollte sie nun wirklich das Risiko eingehen und mehr hoffen? Und was, wenn sie ihn missverstand?

Sie seufzte schwer, sie wusste bereits, dass sie zusagen würde. Und die Hoffnung, die bereits in ihrem Herzen aufgeflammt war, ließ sich nicht mehr auslöschen. Es war töricht, es war gefährlich, sich ihren Gefühlen mit voller Kraft auszusetzen, doch er war es wert.


Seit Stunden stand Minerva vor dem Spiegel und betrachtete sich. Wie sollte sie sich anziehen? Es durfte weder zu offensichtlich sein, noch völliges Desinteresse ausstrahlen.

Schließlich entschied sie sich für nachtblaue Roben, die in etwa den gleichen Schnitt hatten wie ihre normalen Schulroben. Die Brille ließ sie weg, und ihre Haare hatte sie in einen Zopf geflochten.

Noch immer nicht zufrieden, doch schon etwas zu spät verließ sie ihre Räume und machte sich auf den Weg zum Büro des Schulleiters.

Die Gänge waren leer und still, sodass sie ihren eigenen Puls hören konnte. Als sie an der steinernen Wendeltreppe angekommen war, merkte sie, dass ihre Hände zitterten, und verärgert schloss sie sie zu Fäusten.

Oben angekommen brauchte sie erneut ein paar Sekunden, bis sie klopfen konnte. Die Tür schwang sofort auf und Minerva trat ein.

„Ah, Minerva, ich dachte schon du kommst nicht mehr."

Sie lächelte nervös und sah, dass er hellblaue Roben trug, die seine Augen noch intensiver als sonst erstrahlen ließen.

„Ja, tut mir Leid, ich musste noch…"

„Keine Sorge, noch ist alles in Ordnung. Wenn die Eltern von den Patil Zwillingen heute noch kommen sollten, dann gib Ihnen einfach diesen Umschlag hier und sag ihnen, dass alles andere geregelt ist. Du weißt ja dass sie um eine Beurlaubung gebeten haben."

Während er ohne Pause redete warf er sich einen Mantel über und trat an die Tür. Minerva stand regungslos da, zu verdattert, als dass sie irgendetwas hätte sagen können.

„Ach ja und Fawkes ist mal wieder wirklich launisch, also ist es noch besser, dass jemand heute Abend hier ist. Jetzt muss ich aber los, ich will sie ja nicht warten lassen. Vielen Dank, Minerva."

Und mit einem Zwinkern war er verschwunden.

Minerva starrte auf die geschlossene Tür, nicht wirklich sicher, was gerade passiert war. Plötzlich traf sie die Erkenntnis und ihr wurde schlagartig eiskalt.

…Es sollte nicht länger als Mitternacht dauern…

Er hatte sie in sein Büro gebeten, damit sie hier war, während er eine Verabredung hatte…Mit zitternden Fingern zog sie die Valentinskarte, die sie für ihn gemacht hatte, aus ihrer Tasche und zerknüllte sie. Wütend warf sie das Papier in eine Ecke und spürte, wie sie von ihren Gefühlen überrollt wurde.

Sie hatte es zugelassen, dass ihre Hoffnungen noch einmal auflebten, hatte es riskiert, noch einmal ihre Liebe für ihn auszugraben…und er hatte alles in einem einzigen Augenblick zerstört.

Mit einem Schluchzen sackte sie zusammen und spürte hunderte Tränen über ihre Wangen laufen. Tiefer Schmerz durchzog ihr Herz, sodass sie ihre Hand auf ihre Brust drücken musste, um es auszuhalten.

Sie wusste nicht, wie lange sie dort auf dem Boden seines Büros kauerte und weinte; als sie keine Tränen mehr hatte, zog sie sich auf einen der Sessel am Kamin und starrte mit leeren Augen ins Feuer.


Es war weit nach Mitternacht, als die Bürotür erneut aufging und derSchulleiter seine Räume betrat.

Minerva saß noch immer im Sessel, doch das Feuer war schon lange heruntergebrannt.

„Du bist spät.", sagte sie tonlos, während er seinen Mantel ablegte.

„Ja, es tut mir Leid, aber wir waren noch am Fluss spazieren…"

Er klang so glücklich, dass sich eiserne Klauen um ihr Herz legten. Langsam stand sie auf.

„Ich gehe dann wohl besser. Gute Nacht.", sagte sie kalt und trat zu Tür. Albus war von ihrer Reaktion verwundert und hielt ihren Arm fest.

„Was ist los, Minerva?"

Sie drehte sich langsam um und funkelte ihn wütend an.

„Lass mich los.", zischte sie gefährlich.

„Nicht, bevor du mir sagst, warum du so wütend bist. Ist es wegen meiner Verspätung?"

Schwungvoll zog sie ihren Arm aus seinen Fingern und wollte erneut die Tür öffnen, doch sie war verschlossen.

„Albus!", fauchte sie und wandte sich erneut ihm zu.

„Minerva, ich weiß weder warum du dich so albern verhältst, noch was ich getan haben könnte, um ein solches Verhalten zu provozieren!"

Auch er hatte seine Stimme erhoben, doch in seinen Worten lag zusätzlich eine Schärfe, die er sonst nie ihr gegenüber gebrauchte.

Minerva wich einen Schritt zurück als sie seine Worte hörte, und ihre Augen weiteten sich. Albus war sich sicher, eine wütende Antwort zu bekommen, doch sie schwieg.

Einen Moment lang starrte sie ihn mit leeren Augen an, dann griff sie sich an die Brust und holte keuchend Luft. Albus war vor Schock erstarrt, als sie blass wurde und zu Boden stürzte, immer noch nach Luft ringend.

„Minerva!"

Er rannte zu ihr und kniete sich neben sie, doch sie war bereits bewusstlos. Vorsichtig hob er sie hoch und rannte so schnell er konnte in den Krankenflügel.


TBC...