STORY: Snape reflektiert wiedermal über sein Leben. Story gibt es nicht wirklich. Inspiriert wurde das ganze von der Werbung für eine gewisse in Goldpapier gewickelte Schokohaselnussnougatkugel *g*

DEDICATION: Für Branko und das Drops, möge es mir vergeben!

DISCLAIMER: Ja ja, das Übliche. Die nicht genannten Namen gehören J.K. Rowling und mir gehört nix. Außer meinem Französisch, welches wirklich sehr eingerostet ist, vergebt mir!

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3 Je ne regrète rien

by Ianis



Eigentlich sollte ich dankbar sein. Dehmütigst auf meinen Knieen um Vergebung betteln. Meinen Wohltätern jeden Wunsch ohne Zögern erfüllen, nicht fragen warum oder wieso, ihr Wort, mein Befehl. Ich sollte still in meinem Kämmerchen sitzen, meine Taten bereuen, büßen, mich schlecht fühlen, den Kopf gegen die Wand schlagen, meine Arme aufkratzen, am Besten mich umbringen. Nein, das nicht. Nicht umbringen. Das würde meinem Leben ein Ende setzen, und meine Strafe beenden. Ich muss doch leiden. Ich muss mich selbst hassen, für meine Vergangenheit. Für meine Taten.

Je ne regrète rien

Dumm nur, dass ich nichts dergleichen tue. Ich schäme micht nicht, ich hasse mich nicht, ich kann immernoch in den Spiegel sehen und ich kann immernoch lachen. Gut, ich lache vielleicht nicht in der Öffentlichkeit, aber das eher aus Imagegründen als aus Scham.

Ni une seule malédiction

Ich bin vielleicht nicht stolz auf meine vergangenen taten, ich akzeptiere sie. Sie sind ein Teil von mir.

Ni tout l´aassassinates

Warum ich überhaupt "vom richtigen Weg" abgekommen bin? Gute Frage. So ganz beantwortet habe ich sie nie.

Ni l´anathematiser

In meinem Leben gibt es keinen konkreten Zeitpunkt, keinen Knackpunkt von dem ich sagen kann: ab da gings abwärts. Es kam schleichend. Falsche Freunde? Vielleicht. Kam mir nie so vor. Irgendwann war ich eben auf so einem Treffen dabei. Irgendwann ging ich regelmäßig hin. Irgendwann hatte ich dieses Mal sauf dem Arme und irgendwann habe ich das erste Mal verflucht.

Ni les tracasseries

Ein berauschendes Gefühl. Macht. Es durchströmt deinen Körper. Es füllt dich. Du fühlst dich unglaublich leicht, schwebend. Die Welt um dich verschwimmt. Aber es macht süchtig und bald kannst du es nicht mehr kontrollieren.

J´ai savourer mon vie

Und das ist es, was Er wollte. Du warst abhängig von ihm. Er gab dir den Befehl, er gab dir eine Rechtfertigung für ds Ausleben deiner Sucht. Ich will nicht versuchen, diese Rechtfertigung auch auf mich zu beziehen. Ich will micht nicht unschuldig darstellen. Ich weiß, dass ich es nicht bin.

Et je le savourer aujord´hui

Niemand ist es. Ich habe erkannt, dass es unrecht war. Ich habe versucht, meine Schuld zu begleichen. Auch wenn mir das nie gelingen wird. Du kannst Leben nehmen, aber nie geben. Im Grunde habe ich nur die Personen gewechselt, von denen ich abhänge. Früher hing ich von Ihm ab, heute hänge ich von denen ab, die mich vor ihm schützen. Ich brauche sie, um leben zu können. Vielleicht nicht so, wie ihn Ihn gebraucht habe. Aber ich bin abhängig. Ich akzeptiere es. Es ist mir egal. Ändern kann ich es sowieso nicht, also muss ich das Beste daraus machen. Man darf nur nicht vergessen, zu leben.

4 Je ne regrète rien