Klein Deutschland: Folge I.2

Intro Anfang

Sprecher: „Oh! Oh ja! Deutschland! Oh, ja! Gib es mir richtig! Genau so! Gut. Ich bin fertig. Uh! War das geil!"

(Der Sprecher räuspert sich)

Sprecher: „Oh Deutschland, wir alle lieben es. Doch warum lieben wir es? Wegen der Bayern? Wegen dem Sauerkraut? Oder den Wiener Würstchen zwischen den Beinen? Nein! Es ist wegen den Einwohnern Deutschlands. Dem verwahrlosten Haufen obdachloser Schwuler und Lesben. Und jetzt sehen wir uns das Leben von ihnen an! Also seid leise und schreit alle mit mir. Juchuuuuuuu!"

Intro Ende


(Bernd und Johann stellen sich an den Türrahmen)

Sprecher: „Bla, bla, bla Bernd und Johann. Bla, bla, bla Kindergarten. Bla, bla, bla Orgasmus."

Johann: „Oh nein!"

Bernd: „Was denn?"

Johann: „Das ist Ricky!"

Bernd: „Nein, das ist Jose."

Johann: „Ähm, ja. Wusstest du, dass er ein Transvestit ist?"

Bernd: „Wirklich?"

Johann: „Ja. Ja."

Bernd: „Hätte ich nicht gedacht."

Johann: „Er hat sogar noch seine Muhmuh."

Bernd: „Wirklich? Woher weißt du das?"

Johann: „Stand in der Kirchenzeitung."

Bernd: „Aha. Und wer ist der Vater von Johanna?"

Johann: „Die ist adoptiert."

Bernd: „Oh."

Johann: „Johanna! Du bist abgeholt!"

(Jemand läuft)

Johann: „Oh warte kurz!"

(Johann bückt sich)

Johann: „Du bist adoptiert."


(Die Kamera zeigt ein Mittelständiges Haus)

Sprecher: „Nicht nur in Großbritannien gibt es Menschen mit schrecklichen Krankheiten. Der Transvestitismus, die Homosexualität und den Lesbiismus. Alle drei: Schlimme Krankheiten. Aber das hier ist wirklich ekelhaft…"

(Eine Gruppe von Menschen, zwei Frauen (Gabi/Claudia) und zwei Männer (Moriz/Karl), gehen auf das Haus zu)

Karl: „Und, wie ist sie so?"

Moriz: „Super. Ist aber schon schade, dass ihr sie seit über 20 Jahren nicht besucht habt, ich meine es ist meine Schwester…"

Karl: „Ja."

Gabi: „Stell dir vor, sie hat sogar den Braten gebacken, den du auf meiner Hochzeit so toll fandest."

Claudia: „Ehrlich? Aber ich habe sie da nicht getroffen, oder?"

Gabi: „Nein. Ach, und sie hat den örtlichen Gesangswettbewerb gewonnen. Alle haben gesagt, dass ihre Stimme perfekt war!"

Claudia: „Ah!"

(Moriz klingelt an der Türe)

Moriz: „Wahrscheinlich erwartet sie uns bereits…"

(Im oberen Stock geht ein Fenster auf, Anna – sieht etwa so aus wie Anne aus Little Britain – sieht herunter)

Moriz: „Hallo Anna! Wir sind's!"

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

(Karl und Claudia sehen sich verwirrt an)

Gabi: „Machst du uns bitte die Tür auf?"

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

(Anna verschwindet vom Fenster, Gabi und Moriz blicken nicht mehr nach oben, sondern auf die Haustüre, plötzlich steht Anna am Fenster und pinkelt nach unten, Claudia und Karl sehen es, Gabi und Moriz blicken jedoch nicht nach hinten)

Gabi: „Regnet es schon wieder?"

Moriz: „Sieht so aus…"

(Anna hat nun aufgehört aus dem Fenster zu pinkeln und ist vom Fenster verschwunden, das Fenster ist jedoch noch offen, Claudia und Karl blicken weiter nach oben)

Gabi: „Wahrscheinlich braucht sie etwas…"

(Plötzlich fliegt ein Toaster aus dem Fenster und zersplittert auf der Straße, Moriz dreht sich um)

Moriz: „Die Umweltverschmutzung wird immer schlimmer…"

(Claudia und Karl sehen sich peinlich berührt an, dann geht die Tür auf und Anna steht in der Tür)

Gabi: „Oh, hallo Anna! Wie geht es dir denn?"

(Anna zuckt nur die Schulter und lädt Gabi und Moriz ein, sie gehen ins Haus und verschwinden in einen anderen Raum, nun sind Anna, Claudia und Karl alleine)

Claudia: „Hallo Anna. Ich bin die Cousine von Moriz, Claudia."

(Anna reicht Claudia die Hand, sie ist voller ka*ke, Claudia ekelt sich vor der Hand, nimmt sie dann jedoch vorsichtig und schüttelt sie)

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

(Claudia geht an Anna vorbei in den Flur des Hauses, Anna tritt einen Schritt vor und streicht Karl, mit der beschmierten Hand, über die Wange)

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

(Karl versucht zu lächeln und geht weiter, dann kommen Moriz und Gabi wieder aus dem Raum heraus und gehen zu Anne, Claudia und Karl)

Moriz: „Oh, Karl. Du hast da Scheiße im Gesicht…"

(Moriz dreht sich um und zieht sich die Schuhe aus)

Gabi: „Und du Claudia hast Scheiße an der Hand."

(Karl und Claudia sehen sich hilflos an und Anna beobachtet sie alle)


Sprecher: „Aufgrund eintausendzweihundertfünfundsechzig Beschwerden gegen sie, wurde Carol Whisky aus ihrer alten Stelle entlassen. Jetzt arbeitet sie als Callgirl."

(Carol sitzt an einem Schreibtisch mit einem Telefon in ihrer Hand)

Carol: „Ob ich geile Sachen anhabe? Moment."

(Carol nimmt das Telefon von ihrem Ohr und reibt es an ihren Brüsten, dabei tippt sie etwas im Computer ein, dann nimmt sie das Telefon wieder ans Ohr)

Carol: „Computer sagt nein!"

(Carol hustet ins Telefon, dann legt sie auf, es klingelt wieder, sie hebt ab)

Carol: „Sexy Girls mit sexy Namen, Carol Whisky am Apperat?"

(Zuhörpause)

Carol: „Moment!"

(Carol macht eine Computerstimme nach)

Carol: „Der nächste Freie Platz gehört ihnen. Piep! Der nächste freie Platz gehört ihnen. Piep!"


(Man sieht einen Saal mit Tischen, an denen die Menschen essen)

Sprecher: „Essen wurde zwölfzehnhundertdreiundneunzig in Deutschland eingeführt. Seitdem gibt es nicht nur fette Menschen, sondern auch Restaurants."

(Rod McCooney steht in dem Restaurantsaal, um ihn herum sind die Tische besetzt und die Menschen essen und reden, dann kommt ein Ehepaar – Heike und Rolf – herein und gehen zu Rod)

Rolf: „Entschuldigen sie, ist der Tisch hier noch frei oder ist er für jemanden reserviert?"

(Rod dreht sich langsam zu ihm um und betrachtet beide ausgiebig, dann zieht er seine Flöte, spielt ein wenig und lässt sie dann wieder verschwinden, danach dreht er sich wieder um und guckt wie am Anfang die Wand an)

Rolf: „Sollte das ja, oder nein heißen?"

(Rod dreht sich nicht zu ihm um)

Rod: „Das habe ich gerade versucht ihnen zu erklären."

Rolf: „Mit der Flöte? Aber das…"

(Heike drückt Rolf weg und stellt sich von Rod)

Heike: (genervt) „Entschuldigen sie, ist der Tisch besetzt oder nicht?"

Rod: „Jaaaaaaa!"

Heike: „Was denn jetzt? Besetzt oder nicht besetzt?"

Rod: „Jaaaaaaa!"

Heike: „Wir setzen und einfach hin."

(Heike und Rolf setzen sich hin und sehen Rod McCooney gespannt an, er merkt die Blicke und sieht sie an)

Heike: „Könnten sie uns bitte die Karten bringen?"

(Rod dreht sich um, hinter ihm ist ein Tisch, an dem 5 Leute sitzen, sie haben noch kein Essen und lesen noch von den Karten, Rod nimmt sich zwei der Karten und gibt sie Heike und Rolf)

Rolf: (ironisch) „Danke sehr…"

(Rod spielt ein paar Flötentöne und blickt dann wieder die Wand an)

Heike: „Ähm, sie da…"

(Rod fühlt sich nicht angesprochen, Heike tippt ihn unsanft an)

Rod: „Was ist los? Kann ich ihnen helfen?"

(Rod spielt wieder ein paar Flötentöne und lässt die Flöte dann wieder verschwinden)

Rolf: „Ja, ähm. Wir wollten das Trinken bestellen."

Rod: „Okay!"

(Hinter Rod ist gerade ein Kellner mit Tablett, Rod nimmt sich zwei der Wassergläser vom Tablett und stellt sie Rolf und Heike auf den Tisch)

Rod: „Sonst noch etwas?"

Heike: „Ähm… Ja… Ich hätte bitte gerne die Putenbrust mit Fritten und mein Mann nimmt Spaghetti Bolognese."

(Rod flötet mit seiner Flöte und geht dann aus dem Bild)

Rolf: „Was ist denn das für ein komischer Ober gewesen?"

(Man kann Rods Stimme hören)

Rod: „Ich hab's mir überlegt, ich will doch nicht hier essen… Bis dann!"

(Man hört eine Tür auf und wieder zugehen, dann sehen sich Rolf und Heike sehen sich an)


(Man sieht den Laden von Roy, er steht hinter einem Tresen, es werden Poster in dem Laden verkauft)

Sprecher: „Dieser Laden hieß früher eBay. Wo er jetzt ist weiß ich nicht. Auf jeden Fall gehört er nun Roy und seiner Frau und sie verkaufen Poster."

(Mr. Mann läuft an dem Fenster vorbei und guckt rein, Roy bemerkt ihn und winkt ihn herein, Mr. Mann kommt durch die Tür und stellt sich vor den Tresen)

Roy: „Entschuldigung. Kann ich ihnen helfen?"

Mr. Mann: „Hallo."

(Roy blickt Mr. Mann erwartungsvoll an, da er ja glaubt, dass Mr. Mann ihm jetzt sagt, was er will, doch er sagt nichts und bewegt sich nicht)

Roy: „Was wollen sie denn?"

Mr. Mann: „Ja, ich suche ein Poster von Hannah Montana, Harry Potter und Bernd Schmitt."

(Roy dreht sich um und holt ein Poster aus dem Regal)

Roy: „Das hier ist schon mal das Hannah Montana Poster…"

(Roy bückt sich und holt ein Poster von Harry Potter hervor)

Roy: „Und das hier ist von Harry Potter. Aber wer Bernd Schmitt ist, weiß ich wirklich nicht."

(Mr. Mann wirft einen flüchtigen Blick auf die Poster, dann blickt er Roy unzufrieden an)

Roy: „Stimmt etwas nicht?"

Mr. Mann: „Ja, ich hatte nach einem Poster von Hannah Montana, Harry Potter und Bernd Schmitt gefragt. Aber da liegen momentan zwei Poster."

Roy: „Was meinen sie damit?"

Mr. Mann: „Ich hatte nach einem Poster von Hannah Montana, Harry Potter und Bernd Schmitt gefragt. Aber da liegen momentan zwei Poster."

(Roy blickt ihn immer noch fragend an, dann geht ihm ein Licht auf)

Roy: „Ah! Sie wollen ein Poster mit allen drei drauf."

(Mr. Mann nickt fast unsehbar)

Roy: „Okay, dann suche ich mal."

(Roy sieht sich um)

Roy: „Hm… Tut mir Leid, aber ich kann keins finden. Margarethe wird wissen, ob wir so etwas haben."

(Roy tritt einen Schritt zurück)

Roy: „Margarethe! Margarethe!"

(8 Sekunden Pause)

Margarethe: „Ja?"

Roy: „Hier ist ein Kunde der ein Poster mit Hannah Montana, Harry Potter und Bernd…"

(Roy fällt der Name nicht mehr ein)

Mr. Mann: „Schmitt."

Roy: „…und Bernd Schmitt sucht."

Margarethe: „Ich denke nicht, dass wir so ein Poster haben. Wer ist denn Bernd Schmitt?"

(Roy tritt einen Schritt vor)

Roy: „Sie sagt: Ich denke nicht, dass wir so ein Poster haben. Wer ist denn Bernd Schmitt?"

(Mr. Mann denkt kurz nach)

Mr. Mann: „Er ist der Mann, den ich auf einem Poster mit Hannah Montana und Harry Potter sehen möchte."

(Roy guckt Mr. Mann ungläubig an, stellt sich dann jedoch wieder zurück und ruft nach Margarethe)

Roy: „Margarethe! Margarethe!"

(2 Sekunden Pause)

Margarethe: „Ja?"

Roy: „Er sagt, dass er nicht weiß wer Bernd Schmitt ist."

Margarethe: „Ach, jetzt fällt mir etwas ein. Roy! Roy!"

(5 Sekunden Pause)

Roy: „Ja?"

Margarethe: „Frag ihn, ob er schon in dem ‚Hanna Montana und Harry Potter mit noch einer weiteren beliebigen Person auf einem Poster – Postergeschäft' war."

Roy: „Sie will wissen, ob sie schon in dem ‚Hanna Montana und Harry Potter mit noch einer weiteren beliebigen Person auf einem Poster – Postergeschäft' waren."

Mr. Mann: „Ja, da komme ich gerade her."

Roy: „Und was sagten die?"

Mr. Mann: „Nein."

Roy: „Wie, nein?"

Mr. Mann: „Sie sagten, dass sie selbst keinen Bernd Schmitt haben."

Roy: „Ja und ich habe leider auch keinen."

Mr. Mann: „Hm… Na dann, warte ich."

(Mr. Mann lehnt sich auf den Tresen und blickt in die Ecke)

Roy: „Worauf denn?"

(Mr. Mann antwortet nicht)

Roy: „Könnten sie bitte gehen?"

(Mr. Mann rührt sich immer noch nicht, Roy dreht sich um und nimmt seine Kaffeetasse hoch, dann schüttet er sie über Mr. Manns Kopf, er bewegt sich immer noch nicht)

Roy: (verzweifelt) „Bitte…"

(Mr. Mann grinst und bleibt dort wo er ist)


Sprecher: „In Legoland City führt Hypnose-Nachwuchstalent Christopher Krieg gerade seine unglaublich langweilige Show auf."

(Christopher steht auf einer Bühne vor ihm sitzt Publikum)

Christopher: „Danke, dass sie zu meiner Show gekommen sind. Ich werde nun einen von ihnen hypnotisieren, sie da!"

(Christopher zeigt auf einen Besucher, er sitzt ganz vorne)

Christopher: „Kommen sie hoch."

(Der Besucher kommt ängstlich nach oben)

Christopher: „Dann geht es los."

(Christopher wendet sich zu dem Gast)

Christopher: „Sehen sie in meine Augen, sehen sie in die Augen, in die Augen, in die Augen, nicht an den Augen vorbei, in die Augen hinein! Sehen sie durch meine Pupille direkt in mein Gehirn!"

Besucher: „Was?"

(Christopher ist geschockt)

Christopher: „Okay, dann setzten sie sich bitte wieder. Bitte! Wenn sie eine Allergie haben sagen sie es vorher. Also, dann kommen sie!"

(Christopher zeigt auf das Kind, das in der ersten Reihe links sitzt, es kommt hoch)

Christopher: „Sieh in meine Augen, sieh in meine Augen, in die Augen, in die Augen, nicht an den Augen vorbei, in die Augen, du bist in Trance!"

Kind: „In was?"

Christopher: „Bist du nicht der, dem meine Freundin einen geblasen hat, damit er so tut als wäre er von mir hypnotisiert?"

Kind: „Gebla… was?"

(Der Besucher in der ersten Reihe, der zweite von rechts, steht auf)

Typ: „Ich war das! Und es ist jetzt meine Freundin…"

Christopher: „Oh. Geh auf deinen Platz."

(Das Kind geht auf seinen Platz und setzt sich, der Typ setzt sich auch)

Christopher: „Anscheinend sind sie alle immun gegen mich. Dann wähle ich noch einen aus. Sie da!"

(Christopher zeigt auf den Typ, er steht auf und geht nach vorne, er beugt sich zu Christopher und flüstert ihm etwas)

Typ: „Super gemacht!"

Christopher: „Was? Egal!"

(Christopher sieht den Typ an)

Christopher: „Sehen sie in meine Augen, sehen sie in die Augen, in die Augen, in die Augen, nicht an den Augen vorbei, in die Augen hinein! Sie sind in Trance."

(Der Typ wirkt plötzlich abwesend)

Christopher: „Sie legen sich jetzt auf den Boden."

(Der Typ legt sich auf den Boden, Christian dreht sich zum Publikum)

Christopher: „Magisch, oder?"

(Das Publikum steht auf und geht weg)

Christopher: „Wohin geht ihr?"

Besucher: „Das ist doch verarsche!"

Kind: „Das kann ich sogar besser!"

Christopher: „Ach wirklich?"

(Das Kind geht nahe an Christopher ran)

Kind: „Sehen sie in meine Augen, sehen sie in die Augen, in die Augen, nicht an den Augen vorbei, in die Augen hinein! Sie sind in Trance."

(Das Kind schlägt Christopher, er fällt zu Boden, dann geht es auch raus)


(Man sieht ein großes Haus von draußen, ein Gärtner bemalt gerade Gartenzwerge mit Penissen und legt sie dann übereinander, währenddessen spricht der Sprecher)

Sprecher: „Dies ist das Haus der Kitchromanautorin Sindy Martin. Ich habe früher auch wie verrückt Bücher geschrieben. Ja, wirklich, doch dann fiel mir auf, dass gar keine Tinte in meinem Füller war."

(Sindy Martin liegt auf ihrer Couch und Frau Grün schreibt an der Schreibmaschine)

Sindy: „Und nun, sagte Karl, wo wir so viele Sachen erlebt und getan haben, wo wir so viel erlebt haben, möchte ich dich Marie fragen, willst du mich heiraten? Ja, sagte Marie und sie bekamen die größte und schönste Hochzeit, die die Welt je gesehen hatte und lebten friedlich bis zum Ende ihres Lebens. Ende. Wie viele Seiten haben wir Frau Grün?"

(Frau Grün sieht zur Seite, als ob sie etwas zählt)

Frau Grün: „Eine Halbe."

Sindy: „Reicht das für ein Buch?"

Frau Grün: „Ich glaube nicht."

Sindy: „Vielleicht sollte ich beschreiben, was sie denn genau gemacht haben."

Frau Grün: „Ja, das wäre hilfreich!"

Sindy: „Hm… Und dann gingen Marie und Karl in ihr Schlafzimmer und erlebten die schönste Hochzeitsnacht, die es je gegeben hatte. Ende. Wie viele Seiten haben wir Frau Grün?"

Frau Grün: „Immer noch nicht genug, Frau Martin. Sie wollten doch beschreiben was…

(Sindy ist eingeschlafen, Frau Grün stöhnt auf und holt das Papier aus der Schreibmaschine und geht)


(Edwina geht mit Mädchenkleidung in einen Klassenraum, währenddessen spricht der Sprecher)

Edwina: „Hallo! Huhu!"

Sprecher: „Edwina muss heute wieder zur Schule. Ich war auch mal auf der Schule. Diese drei Jahre hätte ich mir auch sparen können."

Edwina: „Nur ein Mädchen die zu ihrem Platz geht!"

(Edwina wird von einem Jungen angesprochen)

Tim: „He Eduard!"

(Edwina läuft weiter, dann schreit der Junge)

Tim: „Eduard!"

Edwina: „Meinst du mich Tim? Hahaha! Toller Witz. Mein Name ist Edwina, und ich bin ein Mädchen!"

Tim: „Schon klar Eduard. Wir bekommen heute einen neuen Lehrer!"

Edwina: „Oh wie aufregend!"

(Edwina geht weiter und setzt sich neben einen anderen Jungen)

Edwina: „Nur ein Mädchen die sich neben dich setzten möchte!"

(Edwina setzt sich, die Tür geht auf, ein Lehrer kommt herein, er stellt sich hinter das Pult)

Schmitzt: „Ich bin Herr Schmitz und euer neuer Lehrer für Biologie. Erstmal sollte ich eure Namen lernen. Max?"

Max: „Hier!"

Schmitzt: „Pia?"

Pia: „Hier!"

Schmitzt: „Eduard? Eduard Howard?"

(5 Sekunden Stille)

Schmitzt: „Ist er nicht da?"

(Der Junge neben Edwina flüstert zu ihr)

Junge: „Das bist doch du!"

Edwina: „Nein, das ist mein Bruder!"

Junge: „Ah!"

Schmitzt: „Wenn Eduard nicht abwesend ist, dann muss er ja hier sein! Es steht aber nichts im Klassenbuch. Also wer ist Eduard?"

(Ein paar lachen)

Schmitzt: „Wo ist Eduard?"

(5 Sekunden Stille, dann Meldet sich Edwina)

Edwina: (normale Stimme) „Hier!"

Schmitzt: „Geht doch. Lisa?"

Lisa: „Hier!"


(Moriz, Gabi, Karl und Claudia sitzen an einem Esstisch, nur Besteck und Teller sind gedeckt)

Sprecher: „Und jetzt begeben wir uns zurück zu Anna und ihrem Besuch. Obwohl sie gerade merkwürdig riechende, braune Klumpen zu sich genommen haben, sind sie noch nicht satt und essen zu Abend."

(Anna kommt mit einem Tablett um die Ecke, auf dem Tablett sind 5 Gläser, 2 mit weißer, dickflüssiger Flüssigkeit – Sperma – und 3 mit gelber Flüssigkeit, Urin)

Moriz: „Ah! Das ist ja wieder der Wein, den ich und Gabi so lieben!"

(Moriz nimmt sich zwei von den Gläsern mit Urin)

Moriz: „Hier mein Schatz."

(Moriz gibt Gabi eines der Gläser, jetzt geht Anna zum freien Platz und stellt das letzte Glas mit Urin auf ihren Platz, dann geht sie zu Claudia und Karl)

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

(Karl und Claudia sehen sich hilflos an, nehmen sich dann jedoch zögerlich je ein Glas mit weißer Flüssigkeit, Anna lässt das Tablett fallen und setzt sich auf ihren Platz)

Gabi: „Der Tisch sieht wunderbar aus, Anna."

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

(Anna hebt ihr Glas zum anstoßen, Gabi und Moriz auch, nur Claudia und Karl sehen immer noch das Glas an)

Gabi: „Karl, Claudia. Kommt schon! Wir wollen anstoßen!"

(Karl und Claudia heben langsam das Glas hoch, dann stoßen alle 5 zusammen an, Gabi und Moriz trinken direkt, Anna stellt das Glas hin und geht weg, Claudia und Karl wollen das Glas auch hinstellen)

Moriz: „Hey? Wollt ihr nichts trinken?"

Gabi: „Anna hat sich bestimmt Mühe damit gemacht."

Claudia: „Ähm, nein… Lieber nicht…"

(Karl blickt sich um, ob Anna in der Nähe ist)

Karl: (flüstert) „Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, was da drin ist?"

(Gabi und Moriz sehen auf ihre Gläser)

Gabi: „Das ist Wein. Was denn sonst?"

Claudia: „Das sieht eher aus wie… wie… Pipi…"

(Gabi und Moriz sehen sich ernst an, dann plötzlich fangen sie an zu lachen)

Gabi: „Nein! Das ist Wein! Ihr könnt gerne probieren…"

Karl: „Nein… Lieber nicht…"

Claudia: „Und was glaubt ihr, was unser Getränk ist?"

Moriz: „Na ja, es ist doch…"

Karl: „Egal was du denkst, was es ist: Es ist falsch. Das da ist Sperma…"

Gabi: „Nein… Wieso sollte Anna euch das denn zu trinken servieren?"

Claudia: „Na ja, wir denken sie ist…"

(Da kommt Anna mit einem Tablett herein, auf dem Tablett steht ein Topf mit Deckel)

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

Moriz: „Oh wie schön! Es ist doch nicht etwa…"

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

Moriz: „Ja! Mein Lieblingsessen!"

(Anna stellt den Topf auf den Tisch, sie setzt sich und nimmt den Deckel herunter, im Topf ist Wasser mit „Würsten" die in Kohlblätter eingerollt sind, Anna gibt jedem eine „Wurst")

Anna: „Eh-eh-eeeeh!"

Gabi: „Na dann mal: Guten Appetit!"

(Claudia und Karl sehen sich an, dann zuckt Claudia mit der Schulter und schneidet sich ein Stück ab, dann nimmt sie es in den Mund und beginnt zu husten)

Gabi: „Oh mein Gott! Sie hat sich verschluckt!"

(Moriz eilt zu Claudia, Karl klopft ihr auf den Rücken, Moriz nimmt das Glas mit dem Sperma und hält es Claudia an den Mund, sie trinkt es und kann ein paar Sekunden später wieder normal atmen)

Claudia: (keuchend) „Na ja, es schmeckt besser als deins, Karl…"

(Karl und die anderen sehen Claudia verwirrt an, nur Anna grinst und starrt in die Luft)


Sprecher: „Wir sind wieder bei Carol, die gerade ein interessantes Gespräch führt."

(Carol sitzt immer noch da mit dem Telefon an dem Ohr, sie macht immer noch die Computerstimme)

Carol: „Piep! Der nächste freie Platz gehört ihnen. Piep! Der nächste freie…"

(Aus dem Telefon ertönt plötzlich eine Stimme)

Typ: „Das gibt es doch nicht! Ich warte jetzt schon seit einer Stunde hier! Ich lege jetzt auf."

Carol: „Tschüss!"

(Carol hustet in das Telefon und legt auf, ein Mann geht hinter sie)

Mann: „Sie sind gefeuert!"

Carol: (Gelangweilt) „Juchhu!"

(Carol trinkt einen Schluck aus ihrer Tasse, steht dann auf und geht dann langsam weg, dann dreht sie sich um und geht zu dem Mann zurück)

Carol: „Entschuldigung."

Mann: „Was ist?"

(Carol hustet dem Mann ins Gesicht)

Carol: „Tschüss!"

(Carol geht weg, der Mann sieht ihr angewidert nach)


(Man sieht ein Flugzeug von innen, die Menschen steigen ein und verstauen ihre Koffer)

Sprecher: „Letztes Mal hatten wir gelernt, dass das Flugzeug von Dr. Peter Flugzeug erfunden wurde. Dr. Peter Flugzeug und seine Frau Susanne Helikopter erfanden viele weitere Arten von Luftverkehrsmitteln, die wir heute noch nutzen. Und nun lernen wir, dass Dr. Peter Flugzeug eine Frau hatte und somit nicht schwul war. Trotzdem erlauben es sich viele schwule mit dem Flugzeug zu fliegen. Tobi Hero hat gerade auch Lust bekommen… … … zu fliegen…"

(Die meisten Menschen sitzen schon, dann kommt Tobi herein, ein Steward stellt sich vor ihn)

Steward: (schwule Stimme/immer) „Hallo Bürschchen! Wo sitzt du denn?"

Tobi: „Ähm… Auf einem Sitz?"

Steward: „Mmh. Du bist ja ein Scherzbold. Da muss ich wohl vorsichtig mit dir sein!"

(Der Steward lacht schwul, Tobi lächelt kurz)

Steward: „Nein. Also, auf welchem Platz möchtest du denn sitzen? Es haben heute zwei Familien abgesagt, es sind viele Plätze frei."

(Tobi denkt kurz nach)

Tobi: „Ich hätte bitte gerne einen schwulen Sitzt, wenn das ginge."

Steward: „Du willst dich auf mich draufsetzen? Ui, das geht bei dir aber schnell!"

(Wieder lacht der Steward, Tobi jedoch nicht)

Tobi: „Entschuldigen sie, Mr. Hetero persönlich, ich bin ein normaler, schwuler Mensch und möchte einen Sitzplatz für meinen schwulen Hintern haben!"

Steward: „Aber, aber. Wer wird denn hier so rumschreien. Komm mit, ich führe dich zu deinem Platz."

Tobi: (genervt) „Danke."

(Der Steward und Tobi gehen los zu einem freien Platz, jedoch sieht man momentan nicht, wer neben dem Platz sitzt)

Steward: „Okay, Schnucki. Setz dich."

(Tobi setzt sich, dann lehnt er sich zum Steward herüber)

Tobi: „Warum versuchen sie die ganze Zeit mit mir zu flirten, Sir? Ich bin keine Frau…"

(Der Steward weiß nicht was Tobi meint)

Steward: „Hä?"

Tobi: „Ich bin schwul. Und Frauen können nicht schwul sein, ist das klar?"

Steward: „Natürlich."

Tobi: „Ja dann flirten sie bitte nicht mehr mit mir."

Steward: „Ich glaube du verstehst nicht. Ich flirte mit dir, eben weil zu keine Frau bist."

Tobi: (geschockt) „Bitte?"

Steward: „Na ja, ich bin auch schwul!"

(Die Person die neben Tobi sitzt, ein großer, kräftiger Mann in knappen, schwarzen Ledersachen, lehnt sich hinüber)

Mann: „Und ich bin auch schwul."

(Der Steward wirft dem Mann eine Kusshand zu, der Mann winkt zurück)

Tobi: „Aber… Aber ich bin der einzige Schwule in diesem Flugzeug. Ihr seid nicht schwul."

Steward: „Hör mal Freundchen, ich bin so schwul, dass es fast wehtut!"

Mann: „Und ich bin so schwul, dass ich es liebe anderen Männern mit meinem Ding wehzutun…"

Steward: „Mmh. Wir sehen uns doch bestimmt später auf der Bordtoilette oder?"

Mann: „Aber natürlich!"

Tobi: „Bah seid ihr ekelhaft! Ich bin schwul und ihr nicht. Und weil ich schwul bin, und ihr das hier anscheinend nicht akzeptiert, werde ich gehen!"

(Tobi stößt den Steward weg und steht auf, dann läuft er aus dem Bild. Jetzt sieht man die Flugzeugtür von außen, Tobi geht heraus und die Treppe auf das Rollfeld herunter, die Kamera zoomt nach hinten und zeigt den Rest des Flugzeuges, auf der einen Seite steht in riesigen, rosa Buchstaben geschrieben: „Gay-Airways", Tobi geht weg)


(Greta sitzt auf der Veranda und trinkt Tee)

Sprecher: „Nun wenden wir uns aber von den Schwulen ab und begutachten diese beiden alten Schachteln."

(Gerda kommt an Gretas Garten vorbei)

Greta: „Oh hallo Gerda!"

Gerda: „Ich wollte gerade…"

Greta: „Es dauert nur eine Minute. Setz dich doch."

Gerda: „Na gut."

(Gerda setzt sich zu Greta)

Gerda: „Was ist denn?"

Greta: „Hast du schon das neueste von den Müllers gehört?"

Gerda: „Nein, hab ich nicht. Was ist denn mit den Müllers passiert?"

Greta: „Keine Ahnung. Wie kommst du denn auf die Müllers?"

(Gerda sieht Greta fragend an)

Greta: „Egal. Kennst du eigentlich Hans?"

Gerda: „Nein, leider nicht."

Greta: „Natürlich kennst du Hans. Er ist nicht sehr groß, klein ist er aber auch nicht. Und er ist nicht dick. Dünn ist er aber auch nicht. Weißt du wen ich meine?"

Gerda: „Ich glaube schon, red weiter!"

Greta: „Also. Wir hatten ja letzte Woche das Grillfest bei uns."

Gerda: „Ja?"

Greta: „Da hatte er die Würstchen mitgebracht."

Gerda: „Ach ja, stimmt. Er wollte es ja unbedingt, weil er noch ganz viele im Kühlschrank hatte."

Greta: „Ja. Und es sind ja so viele kleine Kinder verschwunden in letzter Zeit, oder?"

Gerda: „Ja. Aber was hat das denn mit Hans zu tun?"

Greta: „Die Polizei hat ihn gestern festgenommen."

Gerda: „Wieso?"

Greta: „Er war ein Pädophilier. Er hat Kinder mit zu sich nach Hause geschleppt, vergewaltigt und sie dann umgebracht."

Gerda: „Schrecklich. Und was war mit den Würstchen?"

Greta: „Es waren alles Jungen… Vielleicht hat sich Hans gedacht, dass er die kleinen Dinger noch verwenden könnte…"

(Gerda hält sich die Hand vor den Mund)

Gerda: „Greta, ich glaube ich muss mich übergeben! Ich hatte ja so viele Würstchen gegessen."

(Gerda dreht sich um und man hört ein Würgen)

Greta: „Pass aber auf dein Gebiss auf Liebes, nicht dass du es auskotzt."


(Viktoria steht mit zwei Mädchen an einem Zaun und raucht)

Sprecher: „Die Jugend von heute wir immer unkreativer. Sehen sie hier! Diese Tussis rauchen Zigaretten! Wir hatten damals ja wenigstens etwas Anstand und rauchten Gras…"

(Eine Lehrerin kommt angerannt, sofort werfen die drei ihre Zigaretten weg)

Lehrerin: „Habt ihr gerade etwa geraucht?"

Viktoria: (schnell) „Ähm…. Nein, aber ja, aber nein, aber ja, aber nein, aber… O mein Gott, kann nicht glauben, dass sie das gerade gesagt haben! Halt die Fresse! Ich habe mein Leben lang noch nie geraucht, außer an Montagen und dem ganzen Rest der Woche und außerdem würde ich so was nie tun, weil das voll lesbisch ist."

Lehrerin: „Tatsache ist aber, dass ich dich gerade mit einer Zigarette erwischt habe."

Viktoria: „Oh mein Gott! Ich habe gar nichts nicht getan, also halten sie die Fresse. Obwohl das ja sowieso alles nur Sophies Schuld war, weil die gemeint hatte, dass wir uns doch sowieso nicht trauen zu rauchen und dann habe ich gesagt, dass wir das wohl können also haben wir uns hier hingestellt und geraucht…"

Lehrerin: „Das heißt du gibst zu, dass du geraucht hast? Du weißt aber schon, dass Zigaretten im Internat verboten sind, oder, und wir mit Strafen drohen?"

Viktoria: „Was? Halt die Fresse, ich habe niemals nie gesagt, dass ich gerade eben nicht voll geraucht habe, weil ich das nie tun würde."

(Viktoria zeigt auf das Mädchen links neben ihr)

Viktoria: „Außerdem ist das alles nur ihre Schuld weil sie voll lesbisch ist und auf die Sophie steht…"

(Das Mädchen sieht sie mit offenem Mund an, dann spricht sie auch schnell)

Mädchen: „Oh mein Gott! Was hast du gesagt? Als ob ich lesbisch sein würde! Du bist doch hier voll die Oberlesbe, weil jeder weiß von dir, dass du die ganze Zeit nur mit so schwulen Typen rumfummelst und so. Aber scheiß drauf, weil Gary hat gestern gesagt, dass Markus ihm gesagt hat, dass Tobias gemeint hat, dass du mit Fritz zusammen rumgemacht hast und dann hab ich ihr voll in die Fresse geschlagen, weil du so was nie machen würdest und ich dachte du wärest voll cool drauf, aber eigentlich bist du ja voll die Schlampe."

Viktoria: „Ich eine Schlampe!"

(Viktoria zeigt auf die Lehrerin)

Viktoria: „Die ist voll die Schlampe, weil gestern Nacht so um halb null Uhr wollte ich duschen gehen. Dann stand ich da so in der Dusche und plötzlich kommt diese Nutte rein und will von mir wissen, warum unter meiner Matratze Wodka liegt, also hab ich mich umgedreht und die hat die ganze Zeit als ich das erklärt habe auf mein haariges Schlüsselloch gestarrt."

(Die Lehrerin schüttelt heftig den Kopf)

Viktoria: „Ja, und wenn sie irgendjemandem sagen, dass wir geraucht haben, dann erzähl ich jedem, dass du einen Ständer bekommen hast als du mich gesehen hast…

(Viktoria schubst die Lehrerin zur Seite und geht mit den beiden Mädchen über die Wiese zurück zum Wohnhaus)


Ending Anfang

(Während Viktoria und die Mädchen weggehen läuft das Ending und der Sprecher spricht)

Sprecher: „Heute haben wir wieder viel gelernt. Frösche können quacken, Butterbrot kann gar nichts. Eisenbahnen können nicht reden und Kondome können platzen. Wenn sie sich das nicht alles merken konnten, dann schreiben sie mir einen Brief, ich werde alles wiederholen und für sie aufsagen. Tschüsselchen!

Ending Ende