Epilog – Ach ja?"

Sein Gegenüber redete von unsinnigen Lebensweisheiten und –Plänen, während sie viel zu viel Wein trank, ihre Redseligkeit zunahm und ihre Zunge mit jedem Schluck schwerer wurde. Das war deutlich hörbar, aber er konnte ihr eh seit geraumer Zeit nicht mehr wirklich folgen. Ob das allerdings eher an ihrem schweren, französischen Akzent oder doch am Alkohol lag, vermochte er nicht genau zu sagen.

Das Blondchen kicherte und strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. „Dies Famil ist so fruchtbar groß", lachte sie unbeholfen und wirbelte herum, um in den Raum hineinzuzeigen.

Der Raum, der mehr eine Anreihung verschiedener Räume war, die man magisch verdoppelt und verbunden hatte, und der – für seine Verhältnisse – eher einer Scheune als einem Wohnraum glich. Doch die Sessel, Tische und Stühle, die überall herumstanden, zeugten davon, dass hier wohl tatsächlich jemand lebte.

„Sie sind wie die Ratten", erwiderte er spöttisch und warf einigen der Gäste, die allesamt erbärmlich waren, einen herablassenden Blick zu.

Warum war er eigentlich hier?

Warum hatte er keinen besseren Grund gefunden, um heute nicht zu kommen? Oder auch: Warum hatte er sich von Granger dazu überreden lassen zu kommen?

Wahrscheinlich, weil es weniger Überredungskunst gewesen war, die sie angewandt hatte, als hinterhältigste Erpressung. Seit wann fiel er auf dergleichen bloß rein? Er hatte sich niemals einfach so überreden lassen. Im Grunde ließ er sich aber, seit seiner Kindheit und Jugend, nur noch zu sehr Wenigem überreden.

Nicht einmal seine Eltern vermochten es mehr, ihm wirklich Respekt einzuflößen. Nicht mehr auf die Weise jedenfalls, zu der sie es früher vermocht hatten.

Blondchen, deren Name er vergessen hatte – die der mal-wieder-trächtigen Blonden im Türrahmen zum Verwechseln ähnlich sah – sah ihn an, als hätte sie weder seine Aussage, noch seinen Sarkasmus verstanden.

Und wenn man bedachte, dass sie ihre Sprache nur eher dürftig beherrschte, hatte sie das wahrscheinlich auch nicht. Nicht wirklich jedenfalls, soviel war mehr als nur offensichtlich.

„Ja, sind sie", sagte Draco nickend und nippte an seinem Wein.

Wiesel hatte ihm tatsächlich Bier angeboten, war das zu fassen?

Nicht, dass er Bier nicht mochte. Und es war auch nicht der Fall, dass es ihn noch niemals zuvor vollkommen hatte abstürzen lassen. Es hatte das eine oder andere Mal gegeben, wo er an unbekannten Orten oder mit unbekannten Personen an seiner Seite erwacht war. Teilweise am nächsten Morgen, manchmal auch erst am nächsten Mittag.

Merlin sei Dank waren alle Unbekannte bisher wenigstens weiblich gewesen – wenn auch nicht unbedingt ansehnlich. Darum ging es aber gerade nicht.

Heute hatte er es sich nicht nehmen lassen, etwas Besseres zu verlangen. Es hatte Weasleys hässlichen Wangen gerötet und Grangers Augen wütend funkeln lassen. Wahrscheinlich musste er es später büßen. Aber vielleicht hatte er Glück, und es würde eine ihrer bittersüßen Vergeltungen werden.

„Es ist so…", lächelte sie verlegen und sah ihn an, „hier." Ihre Augen waren verdächtig trüb.

Draco zog die Augenbrauen hoch. „Spärlich, spartanisch oder ärmlich? Oh ja, das ist es." Mit diesen Worten prostete er ihr zu, nahm einen Schluck und versuchte sich abzuwenden.

Es war mittlerweile sein dritter Versuch. Doch wieder machte sie ihm einen Strich durch die Rechnung.

„Ahm…", entwischte es ihrer Kehle hörbar verwirrt.

Er konnte regelrecht das geflüsterte `Ich verstehe nicht`hören, obwohl sie dieses Mal nicht sprach. Stattdessen lächelte sie tatsächlich beinahe etwas albern und nahm einen weiteren Schluck Wein… einen verdammt großen.

Merlin, sie war schlimmer als Granger, wenn sie sich ein Gläschen gönnte.

Und Besagte stand auch plötzlich wieder hinter ihm, ohne dass er es erwartet hatte. Aus tiefdunklen Augen musterte sie erst ihn und dann das anstrengende Blondchen, das sich immer noch an ihr Glas klammerte, als könnte sie es vorm drohenden Ertrinken bewahren.

„Wo bist du gewesen?", zischte er und funkelte sie an, „unser Deal war, dass du mich in diesem Rattenloch nicht alleine lässt."

Ihre braunen Augen verdunkelten sich. „Es ließ sich nicht ändern."

Draco lachte bitter und machte sich daran das dumme Blondchen zurückzulassen. "Deal ist Deal."

„Gabrielle", flüsterte Granger entschuldigend und schien ihm dann zu folgen. „Genau, da du dich ja immer an jeden Deal hältst."

Gemeinsam durchschritten sie das stinkende und beengende Zimmer. Überall standen alte Möbel und schäbige Dekorationsgegenstände herum. Zudem tummelten sich schlechte Bilder auf jedem Schrank und auf jeder Kommode. Auf manchen schaute der oder die Fotografierte nur ziemlich unvorteilhaft drein – auf manchen waren sie hingegen nicht einmal komplett zu sehen.

Neben einer Fotografie von Weasleys Mutter, welche sie nur verschwommen, und bis kurz über dem Haaransatz zeigte, blieb er grinsend stehen. „Ich habe mich bisher immer an jeden Deal gehalten, Schatz. Sonst wärst du jetzt nicht hier."

Granger runzelte missbilligend die Stirn. Wie immer, wenn er sie so nannte. Wahrscheinlich lag es daran, dass er sie nur so nannte, wenn er sie triezen wollte. Meistens benannten sie sich wie gehabt und versuchten sich ab und an daran, sich bei den Vornahmen zu nennen. Es funktionierte in speziellen Momenten – jedoch nur in denen der sanfteren Natur.

Wenn es etwas härter zuging, funktioniert es mittelst Nachnamen einfach besser. Warum auch immer. Aber, wenigstens hatten sie es relativ schnell ohne Unterstützung in den Laken geschafft. Ohne jegliche Unterstützung versteht sich.

Dennoch holten sie die kleinen Pillen, die er nicht etwa, wie er eigentlich gedacht hatte, aus einem Muggelalchemieladen erworben hatte, sondern laut Granger in einem Asia Store, ab und an, um alte Zeiten aufleben zu lassen. Dummerweise handelte es sich nicht um das Original, sodass sie tatsächlich jedes Mal zurück zu diesem Laden mussten, den Granger offensichtlich alles andere, als mochte.

Zu Beginn hatte sie angeblich nicht nachvollziehen können, wie er ein solches Etablissement mit einem ernst zu nehmenden Geschäft für hochmoderne Muggelwaren verwechseln konnte. Aber, was wusste er schon von Muggelorten?

Nichts…

Soviel, wie Granger offensichtlich vom Unterschied zwischen einer Beziehung und einer bedingungslosen Affäre wusste. Genau auf solches hatten sie sich zu Beginn dieser Sache, die rund zwei Wochen nach Grangers Überleben begonnen hatte, geeinigt. Heute lebten sie beinahe gemeinsam in diesem Rattenloch, was sie Wohnung nannte.

Aber es hatte was. Vor allem diese neue Art von Muggel-Flimmerkasten, der ihnen auch schon gute Dienste geleistet hatte. Natürlich nicht nur dann, wenn sie alte Zeiten aufleben lassen wollten.

Merlin, alte Zeiten?

Es war gerade mal über ein Jahr her, dass der Lockenschopf an seiner Seite seinen zweiten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Natürlich hatten sie ihn in diesem Jahr alleine gefeiert. Zu zweit bei einem Fass Wein, ein paar gepanschten blauen Pillen und auf dem Boden vor dem Flimmerkasten. Im Anschluss hatten sie die Feierlichkeiten jedoch im Schlafzimmer fortgesetzt. Bei voller Zimmerbeleuchtung, was Granger alles andere, als gut hieß.

Allerdings wollte er sie dabei ansehen können, weshalb sie begonnen hatte, Kerzen anzuzünden, damit er sie dabei wenigstens nicht dem „gleißenden Tageslicht aussetzte." Er hatte es albern gefunden und konnte nicht nachvollziehen-

„Das war kein Deal, Herzchen", zischte sie und Draco funkelte sie an.

Er missbilligte es nicht nur, wenn sie ihn so nannte – er verabscheute es.

„An alltägliche Deals hältst du dich eher selten", zeterte sie weiter.

„Zu-", begann er, doch das alberne Wiesel kam ihm dazwischen.

Wie ein wilder Bär schob er sich mit angeschwollener Brust und roten Ohren zwischen ihn und das Objekt seiner Begierde.

„Belästigt er dich, Mione?", fragte er zischend und blickte Draco dabei herausfordernd an.

Natürlich waren seine Blicke nicht freundlich. Das waren die Blicke der Wenigsten, die sie ansahen, wenn sie zusammen durch die Straßen gingen. Dabei gingen sie weder albernen Ritualen wie Händchenhalten nach, wie sie sich in der Öffentlichkeit kosten oder gar küssten. Doch die Tatsache, dass sie nebeneinander die Straße überquerten und sich gegebenenfalls ansahen, waren für die Anderen scheinbar drastisch genug, um die Nase zu rümpfen.

Im Grunde war es ihm egal… Jedenfalls zu Beginn dieser Sache, die über die ersten Treffen und Abendessen eigentlich zu einem gelegentlichen Techtelmechtel werden sollte, aber letztendlich doch darin endete, dass ohne Granger einfach alles leer und langweilig war.

Was wäre sein Apartment zum Beispiel ohne ihre zerfledderten Bücher, die sie ständig bei ihm vergas? Oder sein Schrank ohne ihre abscheuliche Schlafbekleidung, die teilweise fast schon Lumpen glich. Er musste sie verführen, damit sie sie nicht anzog.

Nicht, dass ihn das störte.

Allerdings störten ihn die Blicke. Neuerdings und es schien stärker zu werden. Manchmal redete er sich ein, dass das vergehen würde. Dass er es wieder verdrängen können würde, sobald diese Sache endete. Doch er bekam zunehmend ein ungutes Gefühl, wenn er an ein mögliches Ende dachte.

Mal ganz davon abgesehen, dass es eher in bedenkliche Richtungen verlief, als dass es zu enden schien.

„Ron", knurrte Granger und schob den Rotschopf grob beiseite, „er ist mein Lebenspartner."

Draco lachte bitter und sie funkelte ihn wütend an.

„Was bist du denn sonst?"

Er öffnete den Mund und atmete tief durch. Das war eine gute Frage. Er musste zugeben, er wusste es selber nicht mehr. Er fragte sich ähnliche Dinge nicht selten selber. Neuerdings…

Was auch immer es war, war egal. Das zählte nicht. Denn es zählte das, was sie waren. Und es fühlte sich gut an… und richtig. Was immer Andere auch denken mochten – und egal wie oft sein Vater die Drohung der Enterbung, die er ständig aussprach, wenn er ihn sah, ansprach -, es änderte nichts daran.

Zudem hatte seine Mutter begonnen, sehr vorsichtig nach Granger zu fragen. Es waren sehr subtile Fragen, die er nicht immer fassen konnte. Doch sie zeugten von so etwas wie erster Akzeptanz und zaghaftem Interesse. Falls dies wirklich der Fall war, würde sein Vater ihrem Beispiel irgendwann folgen – wenn auch eher auf lang, als auf kurz.

Granger funkelte ihn mit diesen tiefdunklen, braunen Augen an, die durch ihn hindurchzublicken schienen. Und beinahe meinte er, ihren Mundwinkel zucken zu sehen. Vielleicht täuschte er sich, aber er täuschte sich beinahe nie.

Also zuckte er schelmisch mit den Schultern.

„Ach ja", fluchte sie tatsächlich mit zuckenden Mundwinkeln und wandte sich ab.

Draco setzte an, um ihr zu folgen, doch Weasley kam ihm zuvor und stieß ihn zurück. Der ehemalige Slytherin blickte fast schon etwas überrascht zu diesem auf.

„Lass sie ihn Ruhe", schnaufte Wiesel.

„Natürlich", erwiderte er und trat einen Schritt zurück. „Darauf hast du nur gewartet, richtig?" Er lachte bitter, als er Potter erblickte, der sie ebenfalls skeptisch musterte. „Ich verbessere mich: ihr alle."

„Was meinst du?"

Ein Augenrollen. „Dass sie ganz offensichtlich wütend auf mich ist und ihr mich achtkantig aus ihrem Leben werfen könnt."

Wiesel runzelte die Stirn. „Wir wollen nur das, was Mione will."

Über Weasleys Schulter hinweg bedachte ihn seine bessere Hälfte mit diesem Blick, der ihm sagte, dass er endlich seinen Hintern in Bewegung setzen sollte. Denn so war es immer, wenn sie eines ihrer Spielchen spielten.

Die Spielchen, die ihn hatte so enden lassen. Mit ihr…

Und sie beide waren gute und begeisterte Spieler. Aber, vielleicht funktionierte es deshalb so gut? Vielleicht waren sie nur deshalb, vor all diesen Monaten in dieser vermaledeiten Nacht, in diese Situation geraten. Eine Situation, die Granger beinahe das Leben gekostet hatte.

Natürlich hätte er es damals nicht zugegeben, doch er hatte gespielt – jedoch auf eine andere Art und Weise. Was er bezweckt hatte, war ihm heute noch nicht klar, doch er hatte es ebenso wenig so enden lassen wollen, wie in ihrem Tod.

Granger verschränkte die Arme vor der Brust und warf ihm diesen Blick zu, der ihm sagte, dass sie ihr schönes Kleid ausziehen und gegen eines ihre abscheulichen Nachtoutfits austauschen würde, wenn er jetzt nicht endlich kam.

„Hör zu Weasley, es ist nicht das, wonach es aussieht. Zwischen uns hat sich einiges geändert, aber keiner von uns verlangt, dass ihr es versteht."

„Wir sollen es nur akzeptieren", zischte der Rotschopf.

Draco musste grinsen. Das waren eindeutig Grangers Worte.

„Ganz genau", antwortete er und schob sich an Weasley vorbei, um zu seiner wartenden Was-auch-immer zu gehen. Dessen Gesicht entspannte und verdunkelte sich zugleich, als sie ihn kommen sah.

Allerdings kam Wiesel ihnen erneut dazwischen – was Draco kurz abwägen ließ, wie waghalsig es wohl wäre, Weasleby zu sagen, dass er ihnen gerade mindestens den besten Fick seit fast einer Woche versaute. Wenn nicht sogar den Besten, seit einem Monat.

Nicht dass die anderen schlecht gewesen wären. Aber manchmal war es eben etwas anderes. Und er hatte das Gefühl, das dieser Abend im Kreise ihrer Lieben, zu dem er sie zum ersten Mal begleitet hatte, es zu etwas anderem machen konnte.

Doch zum einen war das wohl eine ziemlich schlechte Idee… zum anderen kam ihm seine Liebste zuvor, die tatsächlich etwas plötzlich neben ihnen erschien und ihn am Arm packte.

„Ron, es war ein schöner Abend, aber wir gehen", sagte sie und zerrte Draco an sich heran.

Er prallte gegen sie, spürte ihre weichen Rundungen, die das dünne Kleidchen kaum zu verbergen vermochte, und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, welches wohl auch Weasley nicht übersehen konnte.

Er trat einen Schritt zurück und rümpfte erneut die Nase. „Was willst du bloß von ihm?"

Merlin, nicht schon wieder diese Diskussion. Sie hatten sie wohl beide schon mehr als einmal führen müssen. Würden sie jemals damit aufhören können?

Wahrscheinlich nicht…

Aber, vielleicht machte auch das den besonderen Reiz dieser Sache aus. Wer wusste das schon?

Ein Seufzen neben ihm und eine federleichte Hand schob sich unter sein Jackett. „Frag lieber ihn, was er von mir will?"

Draco und das hässliche Wiesel legten die Stirn in Falten. Irgendetwas sagte ihm, dass er besser schweigen sollte, wenn er heute nicht doch in seiner Wohnung schlafen wollte.

„Sein Jackett", kicherte sie, „das halte ich nämlich seit Monaten gefangen."

Weasleys Augen verengten sich. Nicht aus Argwohn, sondern ganz eindeutig aufgrund seiner Verwirrtheit. Es überraschte ihn nicht. Anders als Granger, die ihrem besten Freund zunickte und Draco überraschend zielstrebig aus der Wohnung und schließlich über die Straße zum nächsten Apparierpunkt zerrte.

Sie überraschte ihn immer wieder. Täglich aufs Neue, doch es scherrte ihn nicht. Irgendwie machte es diese Sache besonders, dass er sie jeden Tag aufs Neue erleben konnte, und sie dennoch mit jeder Stunde vertrauer wurde.

„Übrigens: Fantastische Bilder", konnte er sich einen letzten Hieb zum Abschied nicht verkneifen, als er ihr mehr oder weniger aus der Tür folgte.

Sie zerrte so fest an seiner Hand, dass er weder den Türrahmen rechtzeitig sehen konnte, noch Weasleys dummes Gesicht. Binnen weniger Sekunden ließen sie die Party und das schäbige Wohnhaus hinter sich und taumelten gemeinsam auf die Straße.

Draußen starrte hingegen niemand, da es ich hier wenigstens zum Teil um ein Muggelgebiet handelte – und in diesen starrte einfach niemand. Warum auch, sie kannten weder ihn noch Granger und auch nicht die Umstände, die sie so besonders machten. Einer der Gründe, warum sie sich immer häufiger in diesen aufhielten. Und langsam aber sicher lernte er gewisse Dinge, wirklich zu schätzen.

Vielleicht würde er irgendwann also auch einen Asia Store von einem Muggelalchemieladen unterscheiden können. Vielleicht aber auch nicht. Es scherrte ihn ebenso wenig, wie die Jugendlichen, die lüstern auf Grangers nackten Beine starrten, die aufgrund der Kälte eine leichte Gänsehaut zierten. Sie hatte ihre Jacke vergessen…

Allerdings würde er den Teufel tun, und sie darauf hinweisen.

„Apropos mein Jackett. Granger, meinst du ich bekomme es jemals zurück?", flüsterte er zynisch in die Nacht hinein.

Es war beinahe eine Nacht wie die, die das alles ins Rollen gebracht hatte.

„Nein", sagte sie knapp.

Sie spielte ebenso wenig, wie sie sich die Zeit nahm, ihn auch nur ansatzweise anzusehen. Normalerweise triezte sie ihn mit Aussagen wie der, dass sie sein Jackett dazu brauchte, es den billigen Kopien – wie er sie nannte – kurzzeitig überzuziehen, die sie angeblich ständig sah, wenn sie nicht zusammen waren.

Natürlich wussten sie beide, dass das nicht wirklich zutraf – vor allem, da sie in letzter Zeit wirklich ständig zusammen waren.

„Da hat es aber jemand eilig", spottete er feixend.

Sie lachte. „Bilde dir darauf mal nicht zu viel ein, mein Lieber."

„Das tue ich doch immer", flüsterte er, als sie ihn um eine der Ecken zog, „nicht unbegründet, wie ich finde."

Granger schwieg und zerrte ihn an einigen Mülltonnen vorbei, bis sie schließlich in einen kleinen Hinterhof abbogen. Dort verlangsamte sie ihre Schritte und blieb schließlich stehen.

„Hast du dich mal wieder verlaufen, Schatz?", spottete er und sah sich zugegeben ein wenig irritiert um. Das hier war definitiv kein registrierter Apparierpunkt, wie sie seit der Reformation vor fünf Jahren genutzt werden mussten.

Er kam aber nicht dazu, dies anzumerken. Dann Granger wirbelte herum, drängte ihn mehrere Schritte zurück und presste ihn an eine eiskalte Hauswand. Draco zuckte kurz zusammen – entspannte sich aber, als er sich an die Kälte in seinem Rücken gewöhnt hatte.

Ein Grinsen zierte sein Gesicht, als er sie an den Hüften packte und an sich zog. „Wie schade, ich habe uns extra einen Film ausgeliehen."

Ihr Gesicht kam näher und auch ihre Lippen umspielte ein Lächeln. „Mir ist heute nicht nach Filmen zumute."

„Ach ja? Nach was dann?", triezte er sie.

Ihre Hand schob sich zwischen sie und sie sah ihn einfach wortlos an, während sie sie tiefer wandern ließ.

Oh ja, Granger überraschte ihn immer wieder. Und er hatte das Gefühl, das sie ihn zukünftig immer wieder aufs Neue überraschen würde.

Und der Gedanke daran scherrte ihn rein gar nicht. Er wusste es zu schätzen…

*Final Fin*


Hallöchen, ihr Lieben… Hier bin ich mal wieder. Dieses Mal habe ich aber erst einmal nur den Epilog von *Sleep* im Gepäck. Das nächste Chapter von *Dark Kiss* ist zurzeit leider noch nicht fertig. Ich denke aber, dass es nicht mehr allzu lange dauern sollte.

Gut. Hiermit lassen wir diese Geschichte hinter uns. Und was soll ich nun sagen, außer noch einmal Danke an alle, die diese Geschichte bis hierher begleitet haben? Wahrscheinlich kann ich nicht viel mehr sagen… Also: DANKE! Und dabei belasse ich es an dieser Stelle auch…

Reviewtime:

HexenLady: Das ich gar nicht romantisch bin, habe ich nicht gesagt. Ich bin nur sehr streng, was Romantik angeht. Denn wenn es kitschig wird, mag ich es halt nicht mehr… ;)

LW: Ja… Das habe ich mir auch gedacht… *lach*

Sunnylein: Macht nix… Ich freue mich, wenn letztendlich ne Rückmeldung kommt. Wann die kommt, ist mir mittlerweile echt egal.. :)

Anna: Ja, war wirklich lustig. Aber, ihr kennt mich ja. Ich arbeite mal wieder bereits an was Neuem. Da ich aber zurzeit eher langsam bin, dauert es sicher noch, bis diese Story an den Start geht. Soviel sei aber verraten, es ist ne Scorp Rose Story… mehr dazu kommt aber zukünftig noch bei Dark…

Lalilu: Es freut mich, dass es dir gefallen hat… ;)

Windspiel: Naja, *gesund* bin ich auch jetzt noch nicht. Das dauert bei sowas ne Weile. Aber ich habe fast keine Schmerzen mehr. Daher ist es jetzt erträglich… :) Du hast übrigens recht. Es heißt tatsächlich Revue passieren oder aber mindestens revuepassieren (wobei das keine offiziell angenommene Schreibweise ist). Eigentlich wusste ich das auch mal… lach Das muss ich bei Gelegenheit mal ändern… ist nur gerade nicht möglich, da ich das Chap hier auf dem PC nicht habe.

Die-na: Ja, das wusste ich auch nicht… ;) *lach* Und ja… ich und Happy Endings… Du kennst mich da ja… ich denke aber, letztendlich ist es ein gutes Zwischending geworden. :)