Disclaimer: I don't own anything besides the idea for this story. I only borrowed the characters.

II.
Am nächsten Tag wache ich nackt auf. Nachdem ich mich in mein Kimono eingewickelt habe, gehe ich aus der Hütte hinaus und entdecke Baiken, als er sich im Fluss badet. Ich gehe in seine Richtung und lege mein Kimono ab. Er dreht sich zu mir um und mir wird klar, dass ich ihn das erste Mal nackt sehe.
Er umarmt und küsst mich. Die Gefühle wallen in mir auf, doch ich versuche, sie zu unterdrücken. Seine Lendenregion bebt ein weiteres Mal. Doch nun kann ich sehen, was bebt.
Es sieht aus wie ein Finger. Dicker und größer, aber im Grunde wie ein Finger.
„Was ist das?", frage ich ihn auf den großen Finger hinweisend.
„Damit verhelfe ich dir zu wunderbaren Gefühlen, so wie gestern."
Mein Körper bebt nur dadurch, dass ich an die gestrige Nacht denke. Ich lasse mich nach hinten in das Wasser fallen, um mich abzukühlen. Er taucht nach mir und berührt mit seinen Lippen die Meinen.
Meine Venen brennen. Ich schnappe nach Luft. Er zieht mich wieder unter Wasser. Ich sehe sein schiefes Lächeln. Er zieht mich zu sich hin und rammt seinen Finger mit unglaublicher Gewalt in mich. Ich schreie auf, doch ich schlucke nur Wasser. Vergeblich versuche ich mich von ihm loszureißen. Mit aller Gewalt rammt er seinen Finger in mich hinein, zieht ihn wieder hinaus und wieder stößt er ihn in mich.
Diese Gefühle wallen in mir auf. Stärker als gestern. Obwohl ich panisch bin, gefällt es mir, wie er mit mir umgeht. Ich ersticke, doch ich fühle mich wohl.
Nun muss er selbst auftauchen, um Luft zu schnappen.
„Na? Gefällt dir das?", fragt er.
„Die Gefühle drohen aus mir herauszubrechen. Mach weiter!", schreie ich, als er mich mit sich an die Wasseroberfläche zieht.
Er zieht mich an Land und fesselt mich an einen nahe gelegenen Baum und geht weg.
Nach einer Weile kommt er mit Reisbällchen zurück und füttert mich. Sein Finger ist schlaff und dünn. Erschöpft nicke ich ein.
Als ich aufwache, bin ich nicht mehr an dem Baum gefesselt und daher bekleide ich mich und suche Baiken. Ich höre ihn kämpfen.
„Ich steige aus. Die Spirale aus Tod und Mord."
Ein Mann mit zwei Katana in seinen Händen steht über dem am Boden knienden Baiken und schaut auf ihn hinab.
„Baiken!", schreit der Mann. Woher weiß er seinen Namen?
„Töten ist das Einzige, was du kannst.", fügt Baiken bedacht hinzu.
Die Narbe in seinem Gesicht ist wieder aufgebrochen. Das passiert immer, wenn er sich aufregt.
Wut übermannt mich. Mein Körper gehorcht mir nicht mehr. Er stürmt auf Baiken zu.
Sein Blick wendet sich zu mir: „Nein! Rindo, er ist gefährlich. Er wird dich töten."
Der Mann dreht seinen Kopf zu mir. Ich erblicke sein Gesicht.
Diese Augen, sie sind mir bekannt. Die Augen eines Wahnsinnigen! Ich bin wie gelähmt.
Baiken zieht mich hinter sich, um mich zu schützen. Erst jetzt bemerke ich, dass sein linker Arm am Schlüsselbein fast vollkommen vom Körper abgetrennt ist. Blut überströmt zittert er am Boden und ich knie mich zu ihm hinunter, um ihn so stark, wie ich kann, zu umarmen.
Aus der Nase des Mannes mit den zwei Schwertern fließt Blut. Bestimmt ist sie gebrochen.
Baikens Wunde blutet stark, zu stark. Ich will ihn nicht verlieren. Ich drücke tapfer seine Wunde zu.
Er sieht blass aus. Er streckt seinen Arm zu mir aus und da bemerke ich, dass alle Fingerkuppen außer die des Daumens abgetrennt sind. So viel Blut.
„Baiken, bleib da!"
Meine Lippen sind trocken, trotzdem schaffe ich es, diese Worte aus mir hinauszupressen.
„Musashi, du hast meinen großen Bruder getötet. Ich wollte ihn rächen, doch nun hast auch du mich besiegt."
Musashi? DER Miyamoto Musashi, von dem alle reden?
Ich will und kann Baiken nicht sterben lassen. Nach all den wunderbaren Gefühlen, die mir vorher nie bekannt gewesen sind.
„Takezo, beende es hier und jetzt!"
Ich umarme Baiken, so fest ich kann. Ich will ihn nicht loslassen.
Wenn dieser Musashi Baiken tötet, muss er mich ebenfalls töten. Ich kann nicht mehr ohne Baiken, meinen großen Bruder, leben.
Überraschenderweise geht Musashi.
Baiken umarmt mich.
„Komm, ich werde dir helfen.", sage ich leise zu ihm.
Ich versuche, ihn mit größter Vorsicht in unsere Behausung zu tragen.
Hektisch suche ich nach Leinen, um ihn zu verbinden.
Ich hole Wasser vom Fluss, um es zum Kochen zu bringen. Damit werde ich das Messer desinfizieren, mit dem ich seine Wunde ausbrennen muss. Wenn sie sich entzündet, stirbt er.
Ich stecke ihm ein Stück Holz in dem Mund, damit er sich bei diesen Schmerzen nicht die Zunge abbeißt. Es wird wehtun. Nicht nur ihm, auch mir.
Ich lege die glühende Klinge des Messers auf seine Wunde. Verbrannte Haut riecht ekelerregend. Wie etwas Totes, das man gequält hat.
Es macht mich krank, sein schmerzverzerrtes Gesicht anzuschauen. Baiken windet sich vor Schmerz. Schließlich finde ich Leinen, um seine Wunde zu verbinden. Ich lege Heilkräuter auf die Wunde.
Er küsst mich und ich lege mich neben ihn.
Später gebe ich ihm Reisbällchen und Tee. Er muss wieder stark werden, sonst werde ich mein Leben ohne ihn selbst beenden.
Ich fahre durch seine lockigen schwarzen Haare. Er lächelt schief.
Von nun ab bin ich die Decke für ihn. Ich schmiege mich von hinten an.
Ich fühle, dass er das jetzt braucht. Ich küsse seinen Nacken.