Angst

Ronon umklammerte mit seinen Händen die Armlehnen des Stuhls. Der Mann mit dem schütteren grauen Haar hatte ihm den Rücken zugekehrt, um seine Instrumente zu begutachten. Als er sich schließlich für ein kleines, gebogenes Werkzeug entschied, presste Ronon sich noch tiefer in den Stuhl hinein. Nervös strich er sich mit der Zunge über seine Lippen und schmeckte salzigen Schweiß.

Der Mann drehte sich zu Ronon um: „Nun, sind Sie soweit?"

Wie höhnisch das klang! Ronon hob seinen Kopf und starrte den Mann drohend an. Beunruhigt wich dieser dem Blick aus, was dem Krieger aus Sateda einen Moment der Befriedigung verschaffte.

Der grauhaarige Mann trat einen Schritt an Ronon heran. Seine Stimme zitterte, als er den Krieger ermahnte: „Wagen Sie es nicht, mich zu bedrohen!"

Ronon versuchte nun, sich abzulenken und die Situation auszublenden. Er konzentrierte sich auf seine Atmung. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Der Mann kam noch einen Schritt näher und Ronon hielt seinen Atem an.

„Wollen Sie die Angelegenheit unnötig verkomplizieren?" Verärgert hielt der Mann das Instrument direkt vor Ronons Gesicht.

Diese unnötige Provokation veranlasste Ronon dazu, rot zu sehen. Er sprang auf und packte den Mann an der Gurgel.

„Lassen… Sie… mich… so-… fort… los!", krächzte der Mann verzweifelt.

Ronon lockerte seinen Griff: „'Tschuldigung, Doctor."

Dr. Koslowski schnappte nach Luft, dann ging er entnervt zur Tür: „Beckett soll Sie sedieren, so behandele ich Sie jedenfalls nicht! Überhaupt: Wie kann jemand mit Ihrer Vergangenheit noch Angst vorm Zahnarzt haben?"