Blau

Die Eingeborenen gingen wie gewohnt ihren Tagesgeschäften nach. Der Anführer wachte sorgfältig über das Treiben seiner zumeist männlichen Einwohner. Es war eine friedliche und fröhliche Gemeinschaft. Sicher, hier und dort gab es jemanden, der mürrisch oder besserwisserisch war, aber alles in allem lebten sie zufrieden.

Lächelnd guckte der Anführer zwei Malern zu, die ihre Behausung mit frischen, bunten Farben versahen. Dann spürte er es. Vibrationen, auf dem weichen Waldboden kaum zu bemerken. Das konnte nur eines bedeuten: Riesen! Und sie waren nahe!

Panik machte sich breit. Sie mussten fliehen, sich verteilen! Sie liefen, so schnell ihre Beine sie tragen konnten, doch die Riesen waren schon da und trampelten durch ihr Dorf. Unter den schweren Stiefeln gaben ganze Dächer und Wände nach.

Die Riesen verschwanden genauso schnell, wie sie kamen. Übrig blieb nur Zerstörung und Chaos. Der Anführer sah sich betroffen um. Er sah, wie seine Leute um einen der ihren trauerten. Angesichts des Desasters, das die Riesen angerichtet haben, kam es einem Wunder gleich, dass es nicht noch mehr Opfer gab.

„Ronon, Sie haben das was Blaues am Schuh." McKay deutete auf Ronons rechten Stiefel.

„Wohl von den Pilzen." Der Krieger nahm einen Stock und kratzte die blauen Überreste aus seiner Sohle.

„Komisch. Das sah aus wie ein blauer Wicht mit weißer Hose und weißer Mütze," sagte McKay.

Ronon schlug dem Wissenschaftler lachend auf die Schulter, bevor er weiterging. „Wirklich, McKay, manchmal sind Sie echt witzig."