Letztes Kapitel: Vegeta akzeptiert seinen Sohn und verspricht Bulma, sie nicht zu verlassen.



Es begann eigentlich wie jeder andere Abend auch. In der Capsule Corporation war es ruhig, denn Bulma's Eltern waren mal wieder auf Geschäftsreise und der kleine Trunks war gerade eingeschlafen. Bulma wollte grade nach oben gehen und ein Bad nehmen, da entdeckte sie Vegeta auf dem Sofa, als sie durch das Wohnzimmer ging. "Huch! Was machst du denn so früh hier?" fragte sie überrascht.

Vegeta grinste und stand auf. "Ich hatte keine Lust mehr auf Training.", sagte er mit einem sehr eigenartigen Tonfall. Seine Augen wurden schmal und er sah sie auf eine Art an, die sie fast ohnmächtig werden ließ. "In ein paar Tagen kommen die Cyborgs, dann haben wir hier keine ruhige Minute mehr. Wir sollten die Zeit bis dahin nutzen."

"Ähm... was meinst du?" fragte Bulma und lehnte sich gegen die Wand. Natürlich wusste sie genau wovon er sprach aber sie liebte es, wenn Vegeta sie verführte. Es war herrlich, wie selbstbewusst er war. Ganz anders als Yamcha, der sie manchmal praktisch auf Knien um Sex angefleht hatte.

Vegeta bewegte sich mit seiner übermenschlichen Geschwindigkeit und stand plötzlich vor ihr, ließ den Arm vor sausen und stützte sich direkt neben ihr an der Wand ab. Bulma ließ vor Schreck die Handtücher fallen, die sie im Arm gehabt hatte. Sie sah ihn mit viel Selbstbeherrschung an; er versperrte ihr den Weg. Vegeta lächelte selbstbewusst und sagte: "Was ist, Onna? Ich weiß genau, wie sehr du das liebst."

Und er hatte recht. Es war atemberaubend, wenn er so war. Bulma lächelte und Vegeta drückte sich gegen sie, bis sie ganz eng zur Wand stand. Sie machte den halbherzigen Versuch, ihn von sich zu schieben - eher pro Forma - und er packte ihre Handgelenke und drückte sie gegen die Wand. "Liebst du mich, Onna?" fragte er und seine Lippen waren ganz nah an ihren.

"Oh Vegeta.." brachte sie noch hervor, bevor er den Kopf noch ein Stück nach vorn beugte und sie küsste. Die Welt herum verschwand und alles war einfach -

Sst! Etwas zischte und sie beide fuhren erschreckt auseinander. Und das war das erste Mal, dass Bulma Goku für sein Auftauchen am liebsten erwürgt hätte. Er und Chichi standen keine 2 Meter von ihnen weg, Chichi mit einer knallroten Birne und Goku verzog angewidert das Gesicht und machte: "Uääääh."

Die Ader auf Vegeta's Stirn pochte und sein Kopf färbte sich langsam rot. Während Goku schon gar nicht mehr daran dachte, senkte Vegeta den Kopf, ballte die Hände zu Fäusten und holte Luft. Bulma hielt sich vorsichtshalber die Ohren zu.

Son Goku sagte: "Also ehrlich, das hätte ich nicht unbedingt sehen müssen. Beinah wäre mir der Appetit ver-"

"KAKAROTTOOOO!!!!" brüllte Vegeta in dem Moment, und zwar aus voller Kehle. Einen Moment lang klingelten allen Anwesenden die Ohren, dann blaffte Vegeta: "Ich habe dir schon mindestens tausend Mal gesagt, dass du das nicht machen sollst!!"

Danach war erst mal Ruhe, alle im Raum versuchten, wieder Haltung zu gewinnen. Trunks war natürlich aufgewacht und begann zu schreien. Bulma strich sich dezent den Rock glatt, Vegeta reckte das Kinn in die Höhe und versuchte, unbeteiligt auszusehen, Chichi pulte sich unauffällig im Ohr rum und Goku schaute ziemlich verständnislos drein.

Schließlich taten alle so, als wäre das nicht passiert. Bulma sagte fröhlich: "Chichi! Goku! Was macht ihr denn hier?!" Vegeta verzog sich indes zurück auf die Couch.

Chichi sagte: "Na, da bald die Cyborgs kommen, dachten wir, wir besuchen euch noch mal. Wer weiß, was für Zeiten auf uns alle zu kommen! Morgen wollen wir Krillin und Muten Roshi besuchen."

"Hättet ihr uns nicht auch MORGEN beehren können?", grummelte Vegeta von hinten auf der Couch. "Oder besser noch... gar nicht?? Ein gutes hat die Sache jedenfalls, wenn ich von den Cyborgs gekillt werden sollte. Euch Spinner brauch ich dann nie mehr zu sehen!"

Kakarott lachte nur und setzte sich zu ihm auf die Couch, aber Chichi verzog das Gesicht und sagte spitz: "So was ungehobeltes! Und dabei würdest du ohne Son Goku noch immer irgendwo im Weltall rumgammeln! Er hätte dich mal besser da gelassen!"

"Was denn, so sensibel heute?" stichelte Vegeta. "Hat irgendwas deine Laune verdorben? Kriegst du es nicht oft genug? Vielleicht bist du ja eifersüchtig auf Bulma." Er lachte fast schon unverschämt und grinste sie dann an. "Aber es kann ja nicht jeder so viel Glück haben wie sie."

"Ohh... ARRGHH!" machte Chichi und wurde gleichzeitig knallrot. Sie machte, dass sie aus dem Zimmer kam und Bulma warf ihm einen bösen Blick zu. "Musst du immer so gemein zu ihr sein?" zischte sie.

Vegeta bedeutete ihr mit einer Kopfbewegung, ihn in Ruhe zu lassen, und Bulma folgte Chichi, allerdings nicht ohne ihm einen darüber-reden-wir-noch- Mister-Blick zuzuwerfen. Goku seufzte neben ihm. "Ich versteh nicht, warum du dich mit Chichi so gar nicht verstehst."

Der Prinz schnaubte verächtlich. "Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als Bulma und ich getrennt waren. Wenn es nach deiner Frau gegangen wäre, dann wäre Bulma bei Yamchu geblieben! Diese Verrückte hatte schon immer was gegen mich. Und ich konnte sie auch noch nie leiden."

Son Goku schüttelte missbilligend den Kopf. "Jetzt wollen wir mal nicht vergessen, dass du bei deiner Ankunft mich halb tot geprügelt hast und unseren Sohn fast getötet hättest. Kein Wunder, dass sie dir nicht über den Weg traut. Sie kennt dich eben nicht so, wie Bulma und ich dich kennen. In Wahrheit bist du nämlich ein guter Kerl."

"Ach, halt die Klappe, Kakarott!!"

Trunks brüllte immer noch und schließlich wurde es Bulma zu viel, sie kam zurück ins Wohnzimmer, gefolgt von Chichi, und beugte sich über das Kinderbett. Vorsichtig holte sie das schon ziemlich gewachsene Kind aus dem Wagen und nahm es auf den Arm. "Trunks, was hast du denn?" fragte sie. "Ist doch alles gut! Dein Papa hat nur so geschrieen weil er ein Idiot ist! Das ist doch halb so wild."

"Ah, gut zu wissen, was du unserem Sohn über mich erzählst!", beschwerte Vegeta sich.

Bulma setzte Trunks auf die Couch ab und giftete: "Quatsch du mich nicht von der Seite an! Wenn du dich etwas mehr um ihn kümmern würdest, wäre er sicher nicht so verstört! Außerdem brüllt man nicht wie ein Wahnsinniger im Haus rum, wenn ein Kind schlafen soll, stimmt doch!"

"Ah ja?" rief Vegeta und stand auf. "MEIN Sohn ist garantiert nicht verstört! Aber wenn du so weitermachst, wird er ein verzogener Rotzlöffel werden! Bei uns ließ man die Bälger eben schreien! Er ist zur Hälfte Saiyajin, er wird nicht daran sterben wenn du ihn mal fünf Minuten nicht beachtest!"

Bulma keifte: "Einer von uns muss ihn ja beachten! Er ist auch dein Sohn, und übrigens ist es ziemlich scheiße einen Saiyajin aufzuziehen, der jetzt schon stark genug ist, dass er mir die Finger brechen könnte!! Du bist doch auch ein Saiyajin! Kümmere du dich doch mal, wenn er schlechte Laune hat!!"

"Warum sollte ich??"

"Du bist sein Vater!!"

"NA UND?"

"Faulpelz!"

Der kleine Trunks saß auf der Couch und schluchzte noch immer vor sich hin. Er wurde immer unruhig wenn die Erwachsenen sich stritten - was ziemlich oft im Haushalt der Briefs vorkam.

Vegeta ließ sich schließlich ebenfalls auf die Couch fallen und blaffte: "Ach halt die Klappe, Onna! Kümmer dich um deine debile Freundin und nimm Kakarott am besten gleich mit!" Trunks brüllte immer lauter.

"Wer ist hier debil??", kreischte Chichi.

"Vegeta, das reicht jetzt wirklich!", mischte sich auch Son Goku ein. Es brach ein einziges Chaos und Gestreite aus und Trunks brüllte immer lauter.

Auf einmal verstummten Vegeta und Son Goku gleichzeitig und starrten den Jungen an. Das brachte schließlich auch die Frauen zum Verstummen und Goku fragte: "Ist das SEINE Kampfkraft? Ist ja wahnsinn!"

"Klar doch!!", meinte Vegeta sofort. "Ist schließlich mein Junge!"

In dem Moment streckte Trunks die Arme aus und schluchzte: "Buääh! Papa!!"

Vegeta knallte buchstäblich die Kinnlade auf den Boden. Bulma schrie: "Er hat Papa gesagt!! Vegeta, hast du gehört?? Du bist sein erstes Wort!!!" Sie schnappte sich ihren Sohn und wirbelte mit dem verdutzten Kind durch das Zimmer. Vegeta stand mit stolzgeschwellter Brust daneben und grinste.

Chichi seufzte und sagte zu ihrem Mann: "Das ist ja wie im Irrenhaus hier!"





Nachdem sie das ganze Trara um Trunks gelegt hatte und Goku und Chichi sich verabschiedet hatten, kehrte wieder Ruhe ein. Trunks lag jetzt wieder schlafend in seinem Bett und Bulma hob gerade die vorher fallen gelassenen Handtücher auf.

Vegeta's Laune war trotz des ungebetenen Besuchs immer noch gut und er warf ihr einen eindeutigen Blick zu. "Also, nachdem die endlich auch weg sind... wo waren wir...?" Bulma ließ ihre Sachen ein weiteres Mal fallen, als er sie unsanft gegen die Wand drückte und dazu sagte: "Ah ja, ich erinnere mich."

Er wollte sie küssen, aber Bulma hob die Hand und sagte leise: "Warte." Er hielt inne und sah sie erwartungsvoll an. Bulma sagte traurig: "Das fühlt sich an wie ein Abschied. Ich kriege Angst, wenn du so bist. Ich könnte es nicht ertragen, dich zu verlieren. Vegeta... IST das ein Abschied?"

"Onna.", sagte Vegeta und sah ihr in die Augen. Er war jetzt todernst. "Ich werde nicht sterben, ohne dir lebwohl zu sagen. Ich werde dich und Trunks beschützen, und dann komme ich zu euch zurück. Versprochen. Das ist nicht das Ende."

"Ich verlass mich auf dich.", antwortete Bulma und drückte sich an ihn.

Vegeta legte die Hand unter ihr Kinn und zog ihren Kopf in die Höhe. Bulma liebte diese seltenen, zärtlichen Momente mit ihm. Er sagte leise: "Vertrau mir. Ich werde dich nicht mehr alleine lassen. Du kommst doch ohne mich gar nicht mehr klar." Bulma lächelte ansatzweise und er grinste. "Wie sagt Kakarott immer? AWG - alles wird gut. Er und ich werden gemeinsam kämpfen. Wer kann uns aufhalten?"

Das war richtig. Goku und Vegeta waren die beiden Kämpfer, in die Bulma mehr als in irgendwen sonst ihr Vertrauen setzte. Wer könnte gegen die beiden ankommen wenn sie gemeinsam kämpften? "Du hast recht. Ich vertrau dir.", sagte sie ehrlich.

"Guut.", schnurrte Vegeta ihr ins Ohr. "Dann können wir uns endlich wichtigeren Dingen widmen."

Vegeta hatte Recht. Es war nicht das Ende. Das war erst der Anfang...

~ OWARI ~

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So, das war's! Es KANN sein, dass ich, wenn ich Lust hab noch ein Sequel schreibe aber eher nicht. Lest - und reviewt - meine neuen Fanfics "Hoffnung" und "Kakarott, weißt du eigentlich...?" Ich danke meinen treuen Lesern und werfe all jenen die gelesen aber nie einen Kommentar geschrieben haben einen bösen Blick zu. ICH WILL NICHT DASS MEINE FANFICS IRGENDWO OHNE MEINE AUSDRÜCKLICHE ERLAUBNIS GEPOSTET WERDEN!