A/N: Das alles spielt nicht mehr in der Schule ;)

DISCLAIMER: I DO NOT OWN "ONLY THE RING FINGER KNOWS"!


Yuichi Kazuki, derjenige mit dem sympathischen Lächeln, der immer alle Mädchen umhaut, war im Moment eher verärgert, denn sein Bruder Shohei hatte ihn dazu verdonnert, gemeinnützige Arbeit zu leisten. Und er wusste nicht einmal, wieso. Aber was solls., dachte er sich. Er stand bereits im Gebäude, wo er seinen ersten Auftrag bekommen sollte, es gab kein Zurück mehr. Ein erwachsener Mann kam mit breiten Schritten auf ihn zu und sprach ihn an: „Bist du Kazuki?" „Ja, das bin ich", antwortete er dem Mann. Dieser gab ihm ein paar Papiere und einen Schlüssel in die Hand. „Dein Bruder hat mir gesagt, dass du sicher mit sowas fertig wirst. Er hat sehr gut über dich gesprochen, also lass Fehler sein. Du wirst einen Querschnittsgelähmten pflegen. Das bedeutet, du wirst mit ihm rausgehen, ihn versorgen, baden etc. Verstanden? Keine Sorge, du wirst dich sicher gut mit ihm verstehen! Die Adresse und alles andere kannst du in den Papieren finden!", sagte der Mann und ging auch schon wieder. Wo hatte Shohei ihn nun reingeritten? Aber er konnte sich nicht dagegen wehren, also ging er einfach zur Adresse.

Die angegebene Adresse war eine Wohnung im fünften Stock in der Innenstadt. Das Haus besaß natürlich einen Aufzug. Als er die Wohnung mit dem Schlüssel, den er von dem Mann bekommen hatte, aufsperrte fand er eine große Wohnung vor. Die Wände waren weiß bestrichen und die Wohnung hatte ein Vorzimmer, von dem man direkt ins Wohnzimmer sehen konnte, indem eine weiße Couch, ein niedriger Tisch auf einem Teppich und ein Fernseher standen. Als er das Wohnzimmer betrat, fing Yuichi an, sich zu fragen, wo der Querschnittsgelähmte sei. Die Frage wurde durch plötzlichen Krach aus der Küche beantwortet. Yuichi sprintete in die Küche, um einen Jungen vorzufinden, der am Boden lag und erfolglos versuchte, sich auf einen Rollstuhl zu setzen. „Warte mal, ich helfe dir!", sagte Yuichi und hob den Jungen auf den Rollstuhl. Als der Junge wieder fest auf seinem Rollstuhl saß, dachte sich der Pfleger sich mal vorzustellen: „Eh, Hallo! Ich bin Yuichi Kazuki, 20 Jahre alt. Dein neuer Pfleger!", sagte er mit seinem üblichen Lächeln und streckte dem Jungen seine Hand entgegen. Der Junge nahm seine Hand allerdings nicht an, sondern sagte nur mit gleichgültigem Gesichtsausdruck: „Wataru Fuji, 19.", und drehte sich um, um aus der Küche ins Wohnzimmer zu fahren. Hatte er irgendwas falsch gemacht? Er ging Wataru nach und fragte ihn: „Hast du schon gegessen? Brauchst du irgendwas?", der gefragte drehte sich um und sagte: „Ich habe schon gegessen und ich brauche nichts, du kannst also wieder gehen.", Wataru hatte immer noch die Gleichgültigkeit im Gesicht. „Ich gehe kurz raus, ich bin gleich wieder da.", sagte Yuichi und ging aus der Wohnung raus. Vor der Tür holte er sein Handy raus und wählte die Nummer des Mannes, dessen Name Shun war. Als der gewählte abhob, fing Yuichi auch schon an zu reden: „Hallo, Shun? Also dieser Wataru Fuji…Ist der zu jedem Pfleger so unfreundlich?"

Yuichi…Es ist doch klar, dass er das alles erst verkraften muss!", antwortete Shun.

„Verkraften?", hackte Yuichi nach.

Weißt du etwa nichts von dem Unfall?"

„Nein, was für ein Unfall?"

Fuji-Kun war nicht immer querschnittsgelähmt. Er ist es erst seit einem Monat, vor kurzem wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Das alles nur weil er beinahe von einem Auto getötet wurde. Warte mal, ich sehe kurz mal in seinen Unterlagen nach…Ah, er ging sogar auf die selbe Schule, wie du, Yuichi! Aber jetzt zum Unfall, er wurde von einem Auto überfahren und der Fahrer beging Fahrerflucht. Vor ein paar Tagen kam er aus dem Krankenhaus raus."

„Danke, Shun"

Nichts wie ungut! Ich leg jetzt auf, hab ja noch eine Menge zu tun!"

Gott sei Dank hatte Shohei ihm die Nummer eines Freundes, der dort arbeitete, gegeben. Nach dem Telefonat ging Yuichi auch wieder in die Wohnung und fand Wataru weinend vor. Watarus Rücken war zwar zu ihm gedreht, aber er konnte erkennen, wie er sich die Tränen vom Gesicht wischte und schluchzte. „Was ist los?", fragte Yuichi erschrocken und drehte Wataru um. Doch in diesem Moment hörte er auch auf zu weinen und sagte ruhig: „Hab ich nicht gesagt, du kannst gehen?" „Ich kann nicht gehen, bevor es nicht Abend ist. Ich muss dich ja auch schlafen legen." „Das kann ich selbst." „Hab ich vorher gesehen.", konterte Yuichi. Wataru senkte den Kopf missmutig. „Warum hast du so geweint?", fragte Yuichi und wollte eine Hand auf Watarus Wange legen, doch dieser blockte die Hand ab und sagte scharf: „Fass mich nicht an."

In diesem Moment klingelte es an der Tür. „Ich geh an die Tür, OK?", bat Yuichi ihm an. „Nein, ich muss mit dieser Person etwas besprechen.", sagte Wataru und rollte aus der Wohnung. Yuichi konnte nur Touko, seine Cousine erkenne. Aber was wollte Touko mit Wataru?