Titel: House Of Cards

Pairing: Remus/Sirius

Rating: Insgesamt NC-17, sexuelle Handlungen, Ausdrucksweise

Autor: nerakrose

Summary: Remus arbeitet als Journalist, der nach einer Top-Geschichte Ausschau hält,
als er entdeckt, dass der Rockstar Sirius Black schwul ist. Er beginnt eine Beziehung mit ihm und sammelt Daten - dabei muss er schnell feststellen, dass es schwer ist, sich der Liebe entgegen zu setzen …

Non-Magical, AU

Disclaimer: Mir gehört absolut nichts, die Charaktere hat J. K. Rwoling entworfen und nicht einmal der Plot gehört mir, denn diesen hat sich ganz alleine nerakrose ausgedacht! Mir wurde nur gnädig erlaubt, diese wundervolle Geschichte zu übersetzen.

Warnungen: Keine

A/N des Autors: Spielt ihm gegenwärtigen London, die Jungs sind Anfang zwanzig.


Hallo alle zusammen!

Hier ist, wie in meinem Profil bereits angesprochen, meine neueste Übersetzung! Ein großes Danke gilt dieses Mal nerakrose, die mir erlaubt hat, diese wundervolle Geschichte zu übersetzen!

A big thanks to nerakrose, who allowed me to translate her wonderful story!

Ich muss zugeben, dass ich diese Geschichte sogar noch lieber habe, als meine erste Übersetzung ;)

Die Kapitel sind bereits alle übersetzt, sie müssen nur noch beta gelesen werde.

Ein danke an dieser Stelle an Schwertlilie81, die dieses Kapitel schon korrigiert hat und es hoffentlich auch für die Nächsten tut :)

Aber jetzt genug des Geschwafels, viel Spaß beim ersten Kapitel! :)

Eure Coja


1. Die Entdeckung

Remus Lupin betrachtete seinen hoffnungslos überladenen Schreibtisch und entschied sich, ihn aufzuräumen. Er wusste, dass er es hassen würde, zu einem Tisch zurückzukehren, der von Post it – Notizen, Fotos und halbfertigen Artikeln übersät war.

Also wischte er alles, was nach Müll aussah, vom Tisch in den Papierkorb und verstaute den Rest in einer Schublade. Erst dann ging er nach Hause, um seinen Koffer zu holen, und sich auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Sein Wochenende würde er im Namen der Europäischen Musik Preisverleihungen, kurz EMA´ s, opfern, einer Veranstaltung, auf der er das dritte Jahr in Folge freiwillig als Repräsentant der „Spotlight" arbeitete.

Er freute sich bereits darauf; normalerweise waren die EMA´s ein Fundgrube an Skandalen und Remus war gut darin, eben solche Skandale zu entdecken. Für ihn war es eine Menge Spaß, im Hintergrund zu bleiben und Dinge zu entdecken, die anderen Menschen verborgen blieben, weil sie nicht wussten, nach was sie suchen mussten.

Seine abfälligen Bemerkungen und scharfen Kommentare über das Fehlverhalten von Prominenten hatten ihm in Journalistenkreisen einiges an Respekt eingebracht, aber noch nicht genug. Das war zumindest seine Meinung. Seine Bezahlung war zwar einige Male gestiegen, aber er begann, seiner derzeitigen Position überdrüssig zu werden.

Die Feiern und Veranstaltungen von Stars zu besuchen war zwar ein netter Spaß, aber nicht das, was er sein restliches Leben lang machen wollte – ewig für die Klatschabteilung einer einigermaßen angesehen Zeitschrift zu schreiben.

Er war dort bereits seit zwei Jahren und er wollte etwas Neues machen, etwas besseres, etwas, das es ihm erlaubte, eigene Entscheidungen zu treffen und sein Gehirn sinnvoll zu nutzen.

Tatsächlich hatte die assistierende Herausgeberin es zu ihm durchdringen lassen, dass innerhalb der nächsten acht Monate einer der Herausgeber zurücktreten und somit seine Position frei werden würde … und das, das war genau die Art von Arbeit, die Remus machen wollte.

Und um das zu erreichen, musste er jemandem sein Talent beweisen, der einen guten Skandal von dicker Luft unterscheiden konnte, und dort zuschlagen, wo es am meisten weh tat: dort, wo die Geheimnisse versteckt waren.

Er musste beweisen, dass er Dinge schreiben konnte, die bedeutender waren als Texte über das Image eines Prominenten oder ähnlich Unwichtiges.

Möglicherweise musste er auch mit der assistierenden Herausgeberin schlafen, um sie zu ermutigen, ihn für den Job zu empfehlen.

Die kommenden EMAs waren genau der richtige Ort, um etwas großes herauszufinden.

Die an die EMAs anschließenden Feiern waren Remus Lieblingsparties; besonders deshalb, weil guter Champagner serviert wurde und die Stimmung normalerweise sehr gut war. Heute Nacht war keine Ausnahme, da Sirius Black zum vierten Mal hintereinander den Preis als bester männlicher Sänger gewonnen hatte und nun wild mit den Bands feierte, die den Titel der besten Rockband und des besten Newcomers abgesahnt hatten, sowie mit den beiden Bands, die Vizemeister in der Kategorie bestes Album geworden waren.

Remus beachtete sie kaum. Sie begannen gerade, mehr oder weniger, mit einer Gruppe hübscher Frauen anzubandeln, und Remus fuhr damit fort, sich weiter möglichst unauffällig durch die Masse schöner, tanzender Menschen zu schieben, auf der Suche nach einem potenziell interessanten Thema.

Die diesjährigen EMA´s enttäuschten ihn.

Das Einzige, was er bis dahin entdeckt hatte, war ein eher uninteressanter Kokaindeal auf der Herrentoilette und obwohl er zur Sicherheit ein Foto geschossen hatte, war es dennoch nichts Neues. Das Thema war zu abgeschlossen, als dass man sich damit noch befassen würde. Das würde es nicht auf die Titelseite schaffen, selbst wenn sonst nichts passieren würde.

Es war drei Uhr morgens und die Party neigte sich dem Ende zu. Remus langweilte sich und zog es ernsthaft in Betracht, in sein Hotel zurückzukehren und seinen jüngeren Kollegen das Feld zu überlassen.

Er dachte es genau in dem Moment, in dem er Sirius Black erblickte, wie er einem Jungen etwas ins Ohr flüsterte und ihm eilig etwas Weißes reichte.

Es geschah zu schnell, als das Remus erkennen konnte, ob es sich dabei um eine kleine Packung Kokain oder einen Schnipsel Papier handelte, aber auf jeden Fall hatte es sein Interesse geweckt.

Sirius Black, der bekennend gegen Drogen ist, dealt?

Es war zu interessant und Remus steckte sein Handy zurück in die Tasche, anstatt seinen jüngeren Kollegen zu schreiben. Er blieb in Sirius´ Nähe und beobachtete sein Verhalten, welches sich nicht verändert zu haben schien – er hatte genug Cover von Boulevardzeitungen gesehen, auf denen Sirius Black in verschiedenen Phasen des Vorspiels mit dem ein oder anderem Mädchen zu sehen war.

Er wusste, dass das nichts Neues war. Es gab keinen Zweifel, dass sich bereits wer anders die Bilder mit Sirius und seiner neuesten Flamme, die die Gewinnerin des Preises für die beste Popmusik zu sein schien, gesichert hatte.

Remus nahm sich noch ein Glas Champagner und als Sirius sich entschuldigte und Richtung Herrentoilette marschierte, folgte Remus ihm unauffällig.

Als Sirius nicht zu den Toiletten, sondern daran vorbei ging, und durch eine Tür mit dem Schild ´Nur für Personal´ verschwand, war Remus sich sicher, dass hinter dieser Tür eine Geschichte steckte.

Er zählte bis zwanzig und schlüpfte dann ebenfalls hindurch. Der Raum dahinter war kahl, ein schlecht beleuchteter Flur. Zu seiner Rechten hörte er Stimmen, also ging Remus so leise wie nur möglich in die Richtung.

Er stoppte genau neben einer Abstellkammer, aus der die Stimmen kamen. Er konnte Sirius und jemand anderen hören – einen Mann, da war sich Remus sicher -, aber er verstand nicht, was gesprochen wurde.

Die Tür war nicht ganz geschlossen und Remus riskierte es, der Tür einen sachten Stoß zu geben, um sie somit lediglich wenige Zentimeter weiter zu öffnen.

„Ich werde in Zimmer Nummer 703 sein", sagte Sirius. „Klopf zweimal."

„Ich hab´s verstanden", antwortete der andere Mann. „Sicher, dass du nicht …?"

„Nein." Sirius´ Stimme hatte einen scharfen Klang. Das Geräusch eines Kusses drang an Remus´ Ohren. „Ich sehe dich im Hotel. 703."

„Du bist hart", wisperte der Mann. „Lass mich nur-"

„Nicht hier", zischte Sirius.

Rasch entfernte Remus sich von der Tür und trat zurück. Er schritt gerade durch die Tür, die zurück zur Party führte, als er hörte, wie die Tür der Abstellkammer aufflog und sich Schritte hinter ihm näherten.

Also ist Sirius Black schwul?, grübelte Remus. Das sind mal Neuigkeiten.

Er brauchte nicht lange, um herauszufinden, in welchem Hotel Sirius residierte und eine halbe Stunde später saß er in einer Ecke der Lobby, vortäuschend, die Zeitung zu lesen.

Sirius Black kam kurz darauf an und ging geradewegs auf sein Hotelzimmer. Remus überlegte, ihm zu folgen, doch verharrte in seiner Position, nach einer verdächtig wirkenden Person Ausschau haltend.

Lange musste er nicht warten. Der Mann, den Remus zuvor mit Sirius hatte reden sehen und dem er die Notiz zugesteckt hatte, betrat die Lobby. Er sah ziemlich nervös aus. Er blickte sich um und ging dann zu den Fahrstühlen. Remus legte die Zeitung weg und ging zu ihm.

„Wo wollen Sie hin?", fragte Remus. „Ich möchte in den siebten Stock. Vielleicht könnten wir zusammen fahren?"

„Ähm, in den Siebten", antwortete der Mann. Remus nickte.

„Großartig!"

Der Fahrstuhl erschien und die zwei Männer traten durch die geöffneten Türen hinein. Schweigend fuhren sie nach oben. Der andere Mann stieg zuerst aus und hielt bei Zimmertür 703 an.

Remus folgte ihm lässig, doch mit geschärften Sinnen, und kaum war er um die Ecke des langen Flures gebogen, hörte er ein zweimaliges Klopfen und das Geräusch der Tür, die geöffnet wurde.

Er schielte um die Ecke und sah etwas, was Sirius Blacks Hand sein könnte, die den anderen Mann herein zog. Remus wartete, drehte dann um, ging zurück zu den Fahrstühlen und machte sich auf den Weg in sein eigenes Hotel.

Das ist groß. Wirklich groß, dachte er. Ich muss irgendwas tun …

Ein paar Tage später, als Remus zurück in seinem eigenem Apartment war, hatte er eine Strategie entwickelt.

Am folgenden Freitag nahm Remus Lupin auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der Sirius Black die Hauptattraktion darstellte, mit einem Autoren-Pseudonym teil.

Die Party nach dem Konzert war deutlich ruhiger als die EMA´s, doch Remus war zuversichtlich. Er nahm Kontakt mit den Sängern auf, während er die Autoren gänzlich mied und versuchte, sich Sirius zu nähern.

Er schaffte es nicht, bis er zu den Toiletten ging und über Sirius stolperte, der gerade mit einem Jungen sprach, den Remus nie zuvor gesehen hatte. Der Junge steckte Sirius eine Notiz zu, während Remus vorgab, nicht zuzusehen, und ging.

„Ich beneide dich", sagte Remus, während Sirius pinkelte und er sich die Hände wusch.

„Warum?"

„Hab dich mit den ganzen Mädels da draußen gesehen." Remus zuckte mit den Schultern. „Es gibt Tage, an denen ich mir wünsche, ich wäre hetero. Es ist schwer, Kerle aufzugabeln."

„Mhm", sagte Sirius, als er herüber kam, um sich die Hände zu waschen. „Ich schätze, es ist nur so, weil ich berühmt bin."

„Als Rockstar ist man immer noch beliebter, als man es als Autor ist", sagte Remus. „Leider will uns keine Horde Menschen an die Wäsche." Er streckte Sirius die Hand hin. „Remus Lupin. Freut mich."

„Sirius Black", sagte Sirius, mehr aus Höflichkeit, als aus Dringlichkeit, sich vorstellen zu müssen, und schüttelte ihm die Hand.

Das läuft besser als ich dachte.

Remus sah sich nach dem Jungen um, der mit Sirius gesprochen hatte, und fand ihn auch rasch. Er war Maler und hatte einige seiner Werke für die Wohltätigkeitsveranstaltung zur Verfügung gestellt.

Remus verließ die Feier und führte ein paar Telefonanrufe. Als er die Information hatte, die er wollte, ging er zu dem Hotel, in dem der Maler wohnte und verbarg sich hinter seiner obligatorischen Zeitung in der Lobby.

Er glaubte nicht wirklich, dass der Trick zweimal funktionieren würde, aber als sowohl der Maler als auch Sirius das Hotel erreichten und zum gleichen Stockwerk gingen, war sich Remus sehr sicher, was in dem Raum des Malers passieren würde.

Nun war alles, was er noch tun musste, mit Sirius ins Bett zu steigen, und er hätte seine Geschichte.