Titel: House of Love

Autor: nerakrose (zu finden bei )

Disclaimer für alle Kapitel: Mir gehört absolut überhaupt nichts, es ist alles Eigentum von Joanne K. Rowling und/oder nerakrose

Pairing: Sirius/verschiedene OCs, Remus/verschiedene OCs, Remus/Sirius

Raiting für alle Kapitel: NC-17, also alle darunter bitte wieder brav woanders hin verklicken ;D

Warnungen für alle Kapitel: explizit Slash, smut

Zusammenfassung: Seit Remus´ Sirius erfolgreich aus seinem Leben verbannt hat, sind 3 ½ Jahre vergangen. Sirius´ Bruder kreuzt mit einer genialen Idee auf, um seine eigene Karriere voran zu treiben und überredet ihn, eine Datingshow im Fernsehen mit zu produzieren. James hat eine geniale Idee und meldet Remus bei besagter Datingshow an. Remus und Sirius treffen mit jeder Menge ungeklärter Bitterkeit und Wut aufeinander, vor den Augen der ganzen Welt … Können sie ihre Vergangenheit überwinden? Wird Remus die Datingshow gewinnen? Wird Sirius ihn für immer hassen?

A/N: Non-magical AU, spielt vier Jahre in der Zukunft in England. Dies ist die Fortsetzung zu ´House of Cards´. Man muss HoC (laut Autorin) nicht unbedingt gelesen haben, aber viele Dinge machen einfach mehr Sinn, wenn man die Vorgeschichte kennt. Ich persönlich würde euch raten, zuerst noch HoC zu lesen (zu finden natürlich bei meinen veröffentlichen stories ;) ).

Thornbury Castle gibt es wirklich. Auf ihrer website kann man sich das Schloss genau ansehen. Die Autorin weist darauf hin, dass sie nicht denkt, dass das Schloss wirklich in eine solche TV-Show passen würde und sie entschuldigt sich dafür, es auf derartige Art und Weise zu missbrauchen.

Und noch was: Während der Geschichte wird sich die Sichtweise ändern. Da es sich um eine TV-Show handelt, werden sowohl Dinge vor als auch hinter der Kamera geschehen. Ich werde alles, was im Fernsehen übertragen wird, durch Fettschrift kennzeichnen!

Im zweiten Kapitel wird es eine Liste der Teilnehmer geben, zur Orientierung. Ich habe bewusst die englischen Namen beibehalten, alleine schon, weil viele Namen sich im Deutschen (meiner Meinung nach) einfach nicht mehr so gut angehört hätten.

So, nun aber genug der Vorrede, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen

Doch noch was: Ich habe (mal wieder) niemandem zu Beta-lesen (irgendwie habe ich nie Glück mit meinen Beta-Readern), also stürzt euch vielleicht nicht zu sehr auf mögliche Fehler. Trotzdem will ich es natürlich wissen, wenn es sich zu schrecklich anhört! ^^


1.

Regulus war aufgeregter und nervöser, als Sirius ihn seit langem erlebt hatte.

„Spuck´ s schon aus, Reg."

„Nur, wenn du mir versprichst, mich nicht auf grausamste Art und Weise umzubringen, okay?"

Sirius sah ihn überrascht an.

„Wie kann ich das versprechen?"

„Sirius, bitte!"

„Spuck es verdammt noch mal einfach aus!"

„In Ordnung." Regulus setzte sich. „Also …" Er atmete tief ein. „Ich wurde letzten Monat in die Abteilung für Reality Fernsehen befördert und nun haben sie mir die Aufgabe gegeben, eine Show auf die Beine zu stellen, die die Menschen wirklich sehen wollen. Die vierzehnte Staffel Big Brother wurde abgebrochen, weil die Idioten endlich bemerkt haben, dass es niemanden interessiert. Wie auch immer, ich hab die Zeit während der Pause bekommen …"

„ … Und?"

„ … Nun ja … ich habe eine Idee … aber …" Regulus warf ihm einen nervösen Blick zu. Er fummelte an seinem Füller herum und zerbrach ihn aus Versehen in zwei Hälften. Tinte floss über seine Finger.

„Dafür brauche ich dich."

„Du brauchst mich? Was wirst du machen, Gitarrenstunden live übertragen oder was?" fragte Sirius stirnrunzelnd.

„Nein." Regulus schüttelte den Kopf. „Es ist … ähm … eine Datingshow ..."

„Nein!" Sirius schüttelte den Kopf. „Das kann nicht dein Ernst sein!"

„Oh, bitte, Sirius, es wäre so verdammt fantastisch!"

„Nein!" Sirius stand auf und entfernte sich von seinem Bruder. „Nein, nein, nein, nein!"

„Du hast noch nicht einmal die ganze Idee gehört!", meinte Regulus. „Wir stecken dich in ein Haus mit einem Haufen Kerle, die alle versuchen werden, deine Liebe für sich zu gewinnen und ein Preisgeld oder einen Reisegutschein oder so was und … bitte, Sirius?"

Abermals schüttelte Sirius den Kopf.

„Ich kann nicht glauben, dass du das überhaupt vorschlägst … was würde Ma denken?"

„Tatsächlich hält sie es für eine gute Idee", antwortete Regulus peinlich berührt.

„Du hast es ihr bereits erzählt? Verdammte Scheiße, Reg! Was … ich weiß noch nicht mal …"

„Sie sagte, dass du vielleicht wirklich einen netten Jungen kennen lernen würdest. Du hast keinen-"

„Ich weiß und es ist mir egal und es ist meine eigene verdammte Angelegenheit", schnappte Sirius.

Regulus seufzte.

„Würdest du es dir wenigstens überlegen, nur für mich?", fragte er leise. „Es ist eine großartige Sache, Sirius. Wenn ihnen die Idee gefällt, bekomme ich vielleicht eine Gehaltserhöhung und sie werden sich an mich, den Kerl, der diese brilliante Idee hatte, erinnern und weißt du … ich habe hart dafür gearbeitet, um dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Wenn ich scheitere, werden sie mich möglicherweise wieder zurück versetzen."

Sirius´ Schultern sackten herunter. „Ich weiß es wirklich nicht, Reg. Du weißt nicht, was du hier von mir verlangst."

„Sieh mal, sie werden vielleicht nicht mal zustimmen. Womöglich finden sie es scheiße und ich bin zurück am Zeichenbrett. Aber würdest du es bitte noch mal überdenken, um meinetwillen?"


James legte gerade die Wäsche zusammen, während Harry unter einem Haufen Decken zusammengerollt auf dem Sofa lag und fernsah.

„Fühlst du dich besser, Harry?"

„Ein bisschen …" schniefte Harry. „Kann ich noch Tee bekommen?"

„Natürlich, Liebling." James legte das Shirt, das er gerade faltete, zur Seite und ging in die Küche.

„Daddy, die Väter der anderen Jungen nennen sie nicht Liebling."

Harry klang kindlich beleidigt und James konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

„Bist du dir sicher? Vielleicht sagen sie es nur zuhause, wenn es niemand mitkriegt."

„Glaubst du?"

„Ich bin mir ganz sicher." James kehrte mit einer dampfenden Teekanne zurück und schenkte seinem Sohn eine neue Tasse nach. Dann fügte er noch Zucker und Milch hinzu. „Wenn du möchtest, verspreche ich dir, dass ich dich niemals vor den anderen Jungen so nennen werde."

Er zerzauste Harrys Haar.

„Das find ich gut."

„Dann machen wir es so."

James betrachtete den Stapel Wäsche und entschied, dass er sich nicht mehr damit herum ärgern konnte. „Weißt du was, ich glaube, ich guck lieber fernsehen mit meinem Lieblingssohn, als die Wäsche zu machen. Was denkst du?"

Harry kicherte. „Daddy, ich bin dein einziger Sohn!"

„Und mein Lieblingssohn." James setzte sich neben ihn und zog ihn näher an sich heran. „Wir werden es den anderen Jungen nicht erzählen, okay?", fragte er geheimnistuerisch.

„Nope", kicherte Harry und kuschelte sich an seinen Daddy, der ihm die Seite strich und legte seinen Arm um ihn. James legte seine Hand gegen Harrys Stirn, um seine Temperatur zu überprüfen.

„Du hast immer noch Fieber."

„Aber ich will morgen in den Kindergarten!"

„Wie wäre es, wenn wir morgen den ganzen Tag fernsehen." James drückte ihn. „Wenn dein Fieber runter gegangen ist, können wir morgen sogar rausgehen, solange wir es Mum nicht erzählen."

Er lächelte verschwörerisch. „Wir können in den Wald gehen und Blätter und Kastanien und Tannenzapfen und all solche Dinge sammeln und wir können einen Picknickkorb mitnehmen. Und wenn Mum nach Hause kommt, können wir Herbstkränze machen. Wie klingt das?"

„Können wir auch ein Feuer machen?"

„Das weiß ich nicht … in manchen Plätzen ist es nicht erlaubt. Aber ich verspreche dir, dass wir eins machen, wenn es erlaubt ist."

„Und Marshmallows?"

„Du raffinierter Bursche. Ja, sicher können wir auch Marshmallows haben", grinste James und kitzelte ihn.

Auf einer der Kanäle fanden sie eine Autosendung und James unterhielt seinen Sohn, indem er ihm alles über die ganzen Autos und deren Motoren erzählte, bis Harry sich absolut sicher war, dass er, wenn er erwachsen war, einen V8 haben wollte, ohne Dach, und er musste schwarz sein.

Schließlich döste er ein, doch James konnte sich weder dazu bringen, ihn aufzuwecken, noch den Wäschehaufen fertig zu machen, also stellte er den Fernseher leiser und schaute weiter fern.

Beim dritten Mal, als Sirius Blacks Gesicht in der Werbung auftauchte, schenkte James ihm seine Aufmerksamkeit. Beim vierten Mal, als sein Gesicht den Bildschirm ausfüllte, hatte James eine Idee.

Als Sirius Black lärmend mit einer nicht besonders Rockstarmäßigen Jacke auf dem Bildschirm auftauchte und gezwungenermaßen über das Finden der Liebe und Reisen und Preisgelder und andere Sachen sprach, schnappte sich James seinen Laptop.

Nur eine halbe Stunde hatte er das Gefühl, dass er sich wahrscheinlich selbst zum Tode verurteilt hatte, doch es gab ebenfalls eine äußerst geringe Chance, dass endlich alles aufgedeckt werden würde und außerdem war es ohnehin mehr ein praktischer Witz … oder?


„Onkel Remus!" Harry sauste durch die Eingangshalle, aber umarmte nicht Remus´ Beine, wie er es normalerweise tat, sondern stand einfach nur etwas unsicher da und starrte ihn an.

Remus runzelte die Stirn und James schüttelte bloß mit einem Grinsen den Kopf.

„Er macht gerade eine „Zuneigung ist eklig"- Phase durch", erklärte er. „Lily sagt, alle fünfjährigen Jungen hätten das. Was weiß ich, ich lese diese ganzen Kinderpsychologie-Bücher nicht …"

„Richtig …" Remus wuschelte durch Harrys Haare und überreichte ihm ein brandneues Spielzeug, über das Harry kurzerhand seine Phase vergaß und Remus umarmte, bevor er davon rannte.

„Weißt du, nächste Woche ist Weihnachten. Du musst ihm nicht jedes Mal ein Spielzeug mitbringen, wenn wir uns sehen", sagte James gut gelaunt und beförderte ihn in die Wohnung. „Du verwöhnst ihn."

„Da du es nicht tust, habe ich mir gedacht, dass ich diesen Job übernehme." Remus lächelte schulterzuckend. „Ich mach es gerne."

„Ich habe dich durchschaut." James führte ihn in das Wohnzimmer, in dem er eine Kanne Tee, eine Kanne Kaffee und Snacks bereit gestellt hatte. „Weil du keine eigenen Kinder hast und sie mit ziemlicher Sicherheit niemals haben wirst, verwöhnst du meinen Sohn mit all den guten Dingen und lässt mich das Schlamassel ausbaden."

Remus zog eine Augenbraue hoch.

„Oh, wirklich? Und ich dachte, ich wäre nur der nette, schwule Onkel."

„Das auch."

Harry überfiel bereits den Süßigkeitenhaufen und James musste ihm streng erklären, dass genug genug war und Harry verschwand, um all seine Spielzeugautos ins Wohnzimmer zu schleppen und damit auf dem Wohnzimmerboden zu spielen, um Remus sowohl seine komplette Sammlung zeigen und gleichzeitig in der Nähe der Süßigkeiten bleiben zu können.

„Du hast die Werbung für ´House of Love´ gesehen, oder?", fragte James beiläufig, als er ihnen Kaffee einschenkte.

Remus runzelte die Stirn.

„Äh …"

„Die Werbung für diese Datingshow, die Sirius Black nach Weihnachten machen wird?"

„Oh … ja. Und?" Remus zuckte die Schultern. „Ich werde es mir nicht angucken. Es wird wahrscheinlich der gleiche Unsinn sein, wie alles andere."

„Naja …" James sah ziemlich verlegen aus. „Ich glaube, da ist etwas, dass ich dir sagen muss."

Er stand auf und nahm einen kleinen Papierstapel vom Bücherregal. Er gab ihn Remus.

„Einiges sind Ausdrucke von E-Mails, einige sind Briefe und … ähm … sieh es dir selbst an …"

Remus überflog die Papiere, die James in chronologischer Reihenfolge geordnet hatte. Das Grauen in seinem Gesicht wuchs.

„Du … was zum Teufel hast du getan?", fragte er nach einer Weile.

Er war nicht wütend; er war geschockt.

„Sie haben dich angenommen", sagte James und deutete auf die letzte Seite. „Du wirst ein Kandidat bei ´House of Love´ sein."

„Ich bin … nein!" Remus schob die Papiere weg. „Warum sollte ich das überhaupt wollen? Zum Teufel nochmal, was zur Hölle hast du dir dabei gedacht? Du kannst nicht einfach losziehen und solche Dinge machen!" Er stoppte und besah die Blätter.

„Wie zum Henker wurde ich eigentlich angenommen? Das letzte, was ich wusste, war, dass Sirius mich hasst."

„Um ehrlich zu sein, bezweifle ich, dass Sirius die Auswahl getroffen hat. Ich weiß auch nicht, wie viele Leute sie ausgewählt haben. Es könnte auch sein, dass du zu einer Auswahlrunde musst … sie zeigen ihm ein Warenhaus voller heißer Typen und sagen ihm, dass er eine bestimmte Anzahl aussuchen muss, oder so etwas."

James zuckte die Schultern.

„Was weiß ich, ich dachte bloß, dass es saukomisch werden würde. Ich habe nicht damit gerechnet, dass du ausgewählt werden würdest."

„Fantastisch, James, einfach fantastisch", stöhnte Remus. „Ich werde das nicht machen. Du wirst diese Leute kontaktieren und ihnen sagen, dass ich es nicht mache. Es ist mir egal, was du ihnen erzählst, aber ich werde es nicht tun."

„Das ist … um ehrlich zu sein … etwas schwierig", sagte James, seine Wangen wurden immer roter. Er kramte in dem Stapel, bis er den Brief fand, den er suchte. „Hier. Er besagt, dass du nach der Teilnahme und einer bestimmten Zeit – was der Brief dort drüben ist – legal gebunden bist und nicht mehr zurück kannst, bis du entweder rausfliegst oder die Show gewinnst. Er sagt aus, dass du verpflichtet bist, zu zahlen-"

„Wie kann das denn legal sein? Ich habe nichts unterschrieben. Brauchten die nicht meine Unterschrift?"

Remus durchforstete die Papiere. James war noch immer in rot im Gesicht.

„James! Hast du meine Unterschrift gefälscht?"

„Ich … ähm …"

„James!"

„Das war nicht besonders schwer …" Er wurde immer kleinlauter. „Wir haben unsere Unterschriften auf dem College oft genug gegenseitig gefälscht ..."

„Das war das verdammte College! Dies ist … Ich weiß nicht, was ich sagen soll …" Remus lehnte sich ins Sofa zurück. „Was soll ich tun?"

„Nimm teil, mach jede Menge Drama und unterhalte mich die drei Monate, die die Show laufen wird?"

James zuckte mit den Schultern.

„Krieg ein bisschen Werbung, neues Material für ein Buch, keine Ahnung."

Er sah Remus an und lächelte plötzlich selbstgefällig. „Komm schon, Remus. Du wirst mit mindestens einem Dutzend Männer in einem Haus eingesperrt sein, die alle attraktiv sein müssen und der ganze Scheiß. Lass dich flachlegen."

„Du glaubst, ich würde nicht genug flachgelegt werden?"

„Ich wette, du bekommst so viel, wie du möchtest", erwiderte James. „Aber hey, mach schon. Ich bin sicher, dass du Spaß haben wirst."

„Und was ist mit meinem Job? Ich kann nicht einfach … vergiss es. Ich sag dir, ich werde so schnell, wie es verflucht noch mal möglich ist, raus sein."

„Du kannst dir ein paar Tage frei nehmen …"

„Weißt du, James, ich sollte dich wirklich umbringen."


„Das ist die Liste?", fragte Sirius müde. „Du hast besser ein paar wirklich heiße Typen rausgesucht."

„Wir haben heiße Kerle ausgewählt. Wir mussten ein paar Kerle nehmen, von denen wir dachten, dass sie ein bisschen Drama produzieren könnten …", erklärte Regulus etwas nervös. „Aber über die Hälfte sieht gut aus. Cilla hat mir sogar bei der Auswahl geholfen."

„Ich muss nicht wirklich eine Beziehung mit dem Gewinner der Show beginnen, oder?" Sirius seufzte. „Ich bin mir bei der Sache nicht sicher, Reg. Ich verachte Reality Shows. Ich bin nicht der verdammte Bret Michaels und ich will solche Dinge nicht machen."

„Du kannst verflucht noch mal alles tun, was du willst, solange du die Show nicht ruinierst. Jetzt sieh dir die Liste bitte einmal an. Die Aufnahmen beginnen nach Weihnachten."

„Wann nochmal?"

„Am zwanzigsten Januar. Deine Managerin hat mich darüber informiert, dass du am fünfzehnten von deiner Europatour mit Lambert zurück sein wirst."

„Oh, juhu, fünf Tage frei", jubelte Sirius sarkastisch. „Die besten Neuigkeiten seit ich den Best Video Award bekommen habe und nicht Jared Leto."

Regulus seufzte. „Es sind drei Seiten. Sieh sie dir an."

Sirius war einen flüchtigen Blick auf die erste Seite. „Ex-Sträfling? Willst du mich verarschen?" Er sah Regulus an, der die Schultern zuckte. „Und dieser Kerl sieht aus wie Bagoas aus dem Alexander Film."

„Du meinst den, in dem Jared Leto mitspielt?"

„Ja, genau den." Sirius betrachtete die Seite und gab die Liste, ohne einen Blick auf die letzten zwei Seiten zu werfen, zurück.

„Ich werde sie einfach im Januar kennen lernen … Ehrlich, Reg, ich hab keinen Bock darauf."

Regulus´ Lippen formten eine dünne Linie.

„Ich warne dich. Ich denke, du willst die Liste in seiner Vollständigkeit sehen, bevor du den Männern Angesicht zu Angesicht gegenüber stehst."

Er gab Sirius die Liste eindringlich zurück, der sie widerwillig entgegen nahm.

„Der hier ist noch ein Kind! Achtzehn? Gott …"

„Cilla sagt, dass er heiß ist."

„Mehr oder weniger." Sirius blätterte zur nächsten Seite. „Oh Mann …", seufzte er. „Nichts gegen dicke Menschen, aber sie turnen mich echt ab … ein Franzose … okay …"

Er blätterte auf die letzte Seite. „Das muss der schwulste Typ sein, den ich je -" Sirius versteifte sich, als er das letzte Bild sah. „Was macht er auf der Liste?"

Wütend blickte er Regulus an. Dieser hob verteidigend die Hände und trat ein paar Schritte zurück.

„Drama", sagte er. „Das ist alles."

„Ich will ihn nicht in der Show."

„Drama", wiederholte Regulus. „Bitte, Sirius … du musst ihn nicht mögen oder sonst was."

„Ich will nicht mit ihm reden oder ihn sehen oder irgendwas mit ihm zu tun haben. Hast du das vergessen?"

Regulus seufzte. „Nein. Aber das ist es, was ich meine – D R A M A", buchstabierte er. „Führ dich so auf und die Menschen werden es lieben. Demütige ihn im Fernsehen, wenn es das ist, was du willst. Die Zuschauer werden es lieben."

„Wie … warum hat er …", fragte Sirius plötzlich und besah sich stirnrunzelnd die Liste. „Er hat sich freiwillig für die Show gemeldet?"

„Da gehe ich von aus …"

„Warum um alles in der Welt?" Sirius warf die Blätter angriffslustig auf den Tisch. „Will er mich wieder zu seinem Vorteil benutzen? Mich ausbeuten? Tja, das wird er nicht schaffen."