Nun gehöre ich also auch zu den aktiven Mitgliedern dieser Seite und bin nicht mehr einfach nur ein Leser. Ich bin vor Freude fast geplatzt, als WithDemonWings mich gefragt hat, ob ich ihre Geschichte „Kit" ins Deutsche übersetzen möchte. Offensichtlich habe ich zugesagt und endlich ist das erste Kapitel fertig *freu*
Ganz besonders möchte ich mich auch bei Schwertlilie81 bedanken, die mir als Beta sehr geholfen auch bei MarieCarlie1305, die sich die Mühe gemacht hat alle Kapitel noch mal Korrektur zu lesen. Vielen Dank dafür.

Zu guter Letzt: hier wird es in späteren Kapiteln slashy zugehen, es wird Ron und Hermine-bashing geben, und die Geschichte weicht stark vom Original ab.

Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, etc. gehören JKR. Der Plot gehört WithDemonWings. Mir gehört nichts.


Kapitel 1)

Harry wachte langsam auf und genoss die Wärme, die ihn umgab. Er fror immer. Selbst wenn das Wetter warm war, so war ihm selbst doch nie warm. Die Decken, die er bei den Dursleys gehabt hatte, waren immer dünn und abgenutzt gewesen und in der Schule, wo es eigentlich warme Decken gab, hatte er nie die Zeit gehabt, die Wärme einfach nur zu genießen.

Er schnurrte voller Zufriedenheit, während er seinen ganzen Körper streckte. Er kam langsam auf die Füße, schüttelte sich kurz, bevor er sich im Kreis drehte und sich auf seiner anderen Seite wieder zusammenrollte.

Ein leises Schnurren ließ ihn sofort wieder einschlafen.

Seit Krummbein es sich angewöhnt hatte die meisten Nächte bei ihm zu schlafen, war dieses Schnurren nichts Ungewöhnliches mehr.

x X x

Als Harry das nächste Mal erwachte, flog er durch die Luft.

Wie war das passiert?

Dann hörte er mit seinen empfindlichen Ohren ein durchdringendes Kreischen:

„Lass meine süße Katze in Ruhe!"

Als nächstes kam ein Fuß auf ihn zu, dem er auszuweichen versuchte. Er verfing sich aber in seinen eigenen Beinen, von denen es einfach zu viele gab, und so traf der Fuß ihn in den Rippen und er flog wieder durch die Luft.

Harry landete quäkend auf dem Boden und Steinchen pieksten ihn trotz des Fells.

Fell!

„Das elende Biest ist wahrscheinlich mit Flöhen und Krankheiten verseucht." Die Stimme, die Harry vage bekannt vorkam, schrie plötzlich voll Schmerz auf.

Ein orange-rotes Fellknäuel landete neben Harry, baute sich über ihm auf und fauchte den Menschen knurrend an

Petrificus..."

Der Zauberspruch wurde von einem geschmeidigen und viel zu ruhigem „Miss Granger, aber nicht doch" unterbrochen.

Harry war noch nie in seinem Leben so froh gewesen Professor Snape zu sehen. Nun ja, vielleicht das eine Mal, als Snapes Oberkörper nackt gewesen war...

Sie, Harry und Snape, hatten es geschafft ihre Differenzen während einer langen Nacht, in der sie sich ausgesprochen hatten - eigentlich hatten sie mehr geschrieen -, beizulegen und auch wenn sie nicht unbedingt Freunde waren, so lagen sie sich wenigstens nicht mehr dauernd in den Haaren, wie es früher der Fall gewesen war.

„Professor?"

Hermine schien vor dem älteren Mann Angst zu haben und hielt ihren Zauberstab hinter ihrem Rücken.

„Also wirklich, ich hätte gedacht Sie wären klüger", sagte er gedehnt. „75 Punkte Abzug für Gryffindor, wegen Misshandlung von Tieren, schlechter Behandlung des Vertrauten und Respektlosigkeit gegenüber Ihrem Professor. Außerdem haben Sie zwei Monate Strafarbeit mit Filch."

Hermine sah aus, als ob sie protestieren oder diskutieren wollte, aber das Knurren, das von ihrer eigenen Katze hinter ihr ertönte, ließ ihr die Worte im Hals stecken bleiben. „Ich schlage vor, Sie lassen die Katze in Ruhe", bemerkte Snape, als er nach dem angriffsbereiten Krummbein griff.

Hermine sah endlich ihre Katze an und war überrascht, dass sein Fell gesträubt war, wodurch er noch größer aussah, als er sowieso schon war. Mit zurückgelegten Ohren und gebleckten Zähnen stand er über dem kleinen schwarz-weißen Katzenjungen, das zusammengekauert unter ihm lag.

Hermine wurde blass, als sie realisierte, was passiert war, was sie getan hatte. Sie schlug sich die Hand vor den Mund und floh ins Schloss.

Snape seufzte und blickte sich um, um sicher zu gehen, dass niemand ihn beobachtete.

Der orange-rote Kater entspannte sich etwas, als Hermine verschwunden war, stand aber weiter schützend über dem jungen Kätzchen unter ihm.

Snape wunderte sich über das Verhalten des Halb-Kniesels, zuckte aber innerlich die Achseln. Das Verhalten mancher Tiere konnte man eben nicht verstehen.

„Entspann dich, mein Freund, ich will nur dem Kleinen helfen. Er sieht verletzt aus", sagte Snape sanft, während er sich vor Krummbein hinkniete und ihm die Hand zum beschnuppern hinhielt.

Die rötliche Katze starrte den dunklen Mann prüfend an, bevor sie das kleine, verletzte Kätzchen, welches sie beschützt hatte, freigab.

Snape untersuchte das kleine Katzenjunge vorsichtig und sanft. Er konnte nun verstehen, warum Granger so gewalttätig mit dem Kätzchen umgegangen war. Es war zwar keine Entschuldigung, aber jemand, der noch nie einen vollblütigen Kniesel gesehen hatte, konnte durchaus etwas geschockt sein. Eigentlich waren sie ja ziemlich süß. Sie hatten kleine Fellquasten an den Spitzen ihrer Ohren und sahen mit ihrer buschigen Mähne und dem kurzen Körperhaar ein bisschen so aus wie Mini-Löwen. Auch ihre beiden Schwänze hatten kleine Fellbüschel an der Spitze.

Allerdings hatte diese kleine Katze noch nicht die volle Mähne eines ausgewachsenen Kniesels.

„Ich kann hier nichts für ihn tun, aber in meinem Labor kann ich ihm helfen", erklärte Snape der orange-rötlichen Katze, als ob sie ein Mensch wäre.

Harry ließ sich sanft von Snape streicheln und genoss die Massage. Als Snape jedoch eine besonders schmerzhafte Stelle berührte, schlug Harry nach der streichelnden Hand.

Harry wich zurück. Er wusste, dass Snape nur versuchte zu helfen, aber das hatte weh getan!

„Entschuldige mein Kleiner", beruhigte ihn Snape. Harry maunzte mitleiderregend und Krummbein stieß mit seinem Kopf gegen Snapes Hand, als wollte er sagen „Na gut, hilf ihm." Gleichzeitig ließ er ein leises Knurren hören um Snape klar zu machen, dass er dem armen Kätzchen besser nicht noch mehr Schmerzen bereitete.

„Ich will nur helfen", wiederholte Snape, als er die kleine Katze vorsichtig aufhob und in sein großes Taschentuch einhüllte, um sie warm zu halten.

Falls irgendjemand sich etwas dabei dachte, dass die bekannte Gryffindor-Katze dem mürrischen Lehrer für Zaubertränke folgte, so sagte doch niemand etwas dazu.