Disclaimer: Sämtliche Figuren gehören Stephenie Meyer. Die Geschichte gehört kyla713 und wird mit ihrer freundlichen Genehmigung aus dem Englischen übersetzt.

Die Autorin und ich würden uns über Feedback sehr freuen.

Viel Spaß!


Late Night Encounters

Kapitel 1

Das Unbekannte


EPOV

Endlich wieder zu Hause. Ich hatte mir meinen Beruf ausgewählt, um Leben zu retten, und im Gegenzug dafür fühlte es sich an, als opferte ich meinen Verstand dafür. Der Chefarzt der Notaufnahme zu sein, war kein leichter Job. Es sollte auch kein leichter Job sein, aber dieser Tag im Besonderen hat den Vogel anscheinend abgeschossen. Ich war umgeben von Assistenzärzten, die nicht einmal alt genug aussahen, um schon mit der High School fertig zu sein, und Krankenschwestern, die nicht sehr subtil versuchten, mit mir zu flirten, und zu allem Überdruss meinem besten Freund Emmett, der mich dauernd damit aufzog, dass ich endlich mal ausgehen und eine flachlegen sollte. Wir waren schon Freunde gewesen, als ich selbst noch Assistenzarzt gewesen bin, und er arbeitete als Krankenpfleger und hatte versucht, auf der medizinischen Universität zu studieren. Er hatte das Studium schließlich wieder abgebrochen, arbeitete aber weiterhin als Pfleger, daher arbeiteten wir schon seit vielen Jahren gemeinsam in der Notaufnahme. Und ich hatte genauso viele Jahre bereits seine Drängelei wegen meinem langweiligen Sexleben ertragen müssen.

Um ehrlich zu sein, irgendwo hatte er Recht. Das letzte Mal, dass ich Sex gehabt hatte, war schon sechs Monate her, bevor die Beziehung mit Tanya sich in Rauch auflöste. Genauso wie bei allen anderen zuvor. Aber auch der Sex war nie sehr zufriedenstellend gewesen. Es war immer nur routinemäßig und langweilig. Außerdem war es schwer, eine Frau zu finden, die die langen Arbeitszeiten und meinen nachts ständig piependen Pager tolerierte, also hatte ich es komplett aufgegeben. Aber ich hatte auch keine One-Night-Stands. Ich brauchte eine tiefer gehende Verbindung mit einer Frau, und deshalb nannte Emmett mich oft weich.

Ich ließ mich auf meine Couch fallen und genoss das Gefühl, mich endlich irgendwo anders als in mein Auto zu setzen. Ich lehnte meinen Kopf zurück und griff in die Tasche meines Arztkittels, um meine Zigaretten hervorzuholen. Dabei ergriff ich ein raschelndes Stück Papier, das neben mich auf die Couch fiel. Ich hob es hoch, sah sofort Emmetts Handschrift und stöhnte auf.

Ed, ehrlich, Mann. Du bist in letzter Zeit so verspannt. Wenn du schon nicht mit den Jungs einen trinken gehen willst, versuch zumindest das hier. Dann wirst du vielleicht wieder etwas lockerer.

Ich spähte auf die Rückseite der Notiz, um eine Website für Cybersex zu finden. Schnell zerknüllte ich den Zettel und warf ihn auf die Couch. Verdammt, Emmett, stöhnte ich innerlich, warf meine Zigarettenpackung auf den Tisch und tendierte nun eher zu einer Dusche.

Als ich nur Augenblicke später unter die Dusche trat, versuchte ich, mich auf den heißen Wasserstrahl zu konzentrieren, der meine Nackenmuskeln auflockerte. Aber ich dachte immer wieder an das zerknüllte Stück Papier, und bevor es mir wirklich klar wurde, war ich steif. War ich wirklich so verzweifelt?

Es ist schon sechs Monate her, warf meine innere Stimme dazwischen. Sogar deine Pornosammlung fühlt sich schon einsam.

Meine Pornosammlung. Ein Entgegenkommen seitens Emmett, natürlich. Ich wusste, ich brauchte Ablenkung, aber Pornos gaben mir nichts. Sogar jetzt, wo ich hier in der Dusche stand, steinhart war und versuchte, mir in meinen Gedanken zuckende und stöhnende Frauen vorzustellen, während ich pumpte, um ein wenig Erleichterung zu erlangen ... nichts. Ich stöhnte vor Frust und ließ von meinem pulsierenden Schwanz ab. Ich versuchte, an etwas zu denken, das nichts mit Sex zu tun hatte. Football ... Mom ... Emmetts Mom ... Scheiße, das ging in die falsche Richtung. Mrs. McCarty war heiß, und ich wusste, ich sollte definitiv nicht so über die Mutter meines Freundes denken. Ich gab auf und wusch mich zu Ende, um es hinter mich zu bringen.

Als ich schließlich mit dem Duschen fertig war und mir ein Corona aus der Küche geholt hatte, stach mir das zerknüllte Papier wieder ins Auge, als ich an der Couch vorbei zu meinem Computer ging, um meine e-Mails zu checken. Ich bin nicht so verdammt verzweifelt, sagte ich mir selbst, als ich nach meinen Zigaretten griff und auf dem Lederstuhl vor meinem Schreibtisch Platz nahm. Ich öffnete meine Mails und zündete mir eine Zigarette an. Beim ersten Zug begann ich zu würgen, als ich hoch sah und die erste Nachricht erblickte.

Betreff: Penisvergrößerung.

Bringt sie die ganze Nacht zum Stöhnen.

Verdammter Spamfilter, der schon wieder nicht funktionierte. Darüber wollte ich jetzt sicher nicht nachdenken. Ich hatte so schon genug Probleme, als er mich erneut daran erinnerte, dass er da war.

„Was zur Hölle", murmelte ich, legte meine Zigarette auf den Aschenbecher und ging hinüber zur Couch, bevor ich es mir anders überlegen konnte. Ich schnappte mir das zerknüllte Papier, legte es auf den Tisch und strich es glatt, bevor ich die Adresse eintippte.

„Ich werde dich umbringen, Emmett", murmelte ich, bevor ich die Enter-Taste drückte.

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„Scheiße, ich kann nicht glauben, dass ich das gerade mache", murmelte ich zu mir selbst, als ich mit der Maus auf den Registrierungs-Link klickte und begann, meine Daten auszufüllen.

Wie lautet dein Benutzername?

Ah Scheiße.

Tja, die ganzen Schwestern und Pfleger sprechen ständig über deine Augen, ermutigte mich diese interne Stimme viel mehr, als es mir gefiel.

„GreeneyedDoc", las ich laut vor, als ich es eintippte, und klickte auf den Button, der die Verfügbarkeit prüfte. Und natürlich war dieser Name schon vergeben ... Scheiße.

Ich las mir eine Liste mit Vorschlägen durch und fand schließlich einen, der leicht zu merken war. Als ob ich das jemals wieder machen wollte. Ich tat das nur, damit Emmett endlich Ruhe gab. Grneyeddoc1981.

Ich gab ein Passwort ein und klickte auf Enter. Und einfach so, war ich gerade offiziell zu einem dieser Kerle geworden. Die, die durch das Net surften, um eine Muschi zu kriegen, wenn sie gerade im echten Leben keine finden konnten. Ich begann, mich durch die Liste an Frauen zu scrollen. Die meisten sahen so aus, als wollten sie nur chatten. Aber einige führten auch explizitere Details aus. Vor der Webcam zu masturbieren, törnt mich total an. Sieh zu, wie ich mir einen 25 cm langen Dildo in ...

Nächstes bitte.

Okay, so etwas wollte ich definitiv vermeiden. Vielleicht sollte ich etwas spezifischer werden, obwohl ich den Account schon morgen wieder löschen wollte.

28 Jahre alter, männlicher Single, der etwas Neues ausprobieren will. Schreibe Fanfictions und zähme in meiner Freizeit gerne Löwen, bin angehender Landschaftsgärtner und liebe es, mit meiner Zunge einen spontanen Eisprung hervorzurufen.

Das war eindeutig kompletter Bullshit. Wer kaufte ihm diesen Scheiß überhaupt ab? Dann tauchte plötzlich ein Chat-Fenster in einer Ecke meines Bildschirms auf.

BellaNova: Interessant.

BellaNova: Hey du.

Ich holte tief Luft und legte meine Hände wieder an die Tastatur. Wird schon schief gehen.

Grneyeddoc1981: Hi

BellaNova: Hab gerade dein Profil gesehen. Nett … Bist du auch neu hier?

Grneyeddoc1981: Ist das so offensichtlich?

BellaNova: Haha, ich bin erst seit ein paar Stunden hier, und plötzlich bist du hier aufgetaucht.

Grneyeddoc1981: du hast „auch" gesagt, also bist du hier ebenfalls neu?

BellaNova: yeah … bin heute ziiiiiiiiiiiiiemlich spitz.

Meine Augen weiteten sich bei ihrem Geständnis. Aber dann musste ich mit den Augen rollen. Wieso sonst sollten die Leute auf diese Seite kommen, Trottel.

BellaNova: hallo?

Grneyeddoc1981: ich auch

BellaNova: also, Herr Doktor … ich nehme an, du bist wirklich Arzt?

Grneyeddoc1981: vielleicht …

BellaNova: jaja …

Grneyeddoc1981: ja, ich bin wirklich Arzt. Warum?

BellaNova: Ich mag diese Krankenkittel ... die kann man leicht ausziehen. Wie soll ich dich jetzt übrigens am besten verwöhnen?

Tja, das war eine interessante Frage. Wie sollte sie mich verwöhnen? Ich sah hinunter auf meine Erektion, die sich gegen die Boxer-Short abhob, und hatte nur noch einen Gedanken.

Grneyeddoc1981: ich will deinen hübschen Mund auf meinem Schwanz

Heilige Scheiße! Was war los mit mir? Ich sprach nie so mit einer Frau, nie. Und schon gar nicht mit einer komplett Fremden. Ich blickte auf den Bildschirm und wartete darauf, dass sie sich ausloggte.

BellaNova: zieh deine Hose aus für mich

Ich spürte, wie mein Schwanz zuckte, als ich diese Worte las, und wurde sofort noch härter. Vielleicht war das doch keine so schlechte Idee. Ich hob meine Hüften, um meine Boxer-Shorts auszuziehen und meiner Erektion Freiheit zu gewähren.

BellaNova: ist er heraußen?

Grneyeddoc1981: ja

BellaNova: hast du Gleitgel?

Grneyeddoc1981: ja

BellaNova: Ich möchte, dass du dir welches für mich auf die Hand nimmst ...

Schnell holte ich mir das Gleitgel von meinem Nachtkästchen und kam zurück zu meinem Schreibtisch. Ich konnte nicht glauben, wie sehr mich diese unbekannte Freu anmachte. Sie machte mich geiler, als ich je in echt bei einer Frau gewesen war. Ich öffnete den Verschluss und drückte etwas davon in meine Hand.

Grneyeddoc1981: ok

BellaNova: jetzt mach eine Faust und lass deinen Schwanz richtig langsam für mich hinein gleiten

Ich tat, wie sie es wollte, machte eine Faust, legte sie über meinen Schwanz und fuhr langsam mit ihm in die Enge meiner Faust hinein. Das Gefühl war himmlisch, ich wäre beinahe schon gekommen. Der Gedanke an eine Frau, die mir beibrachte, wie ich mir selbst mehr Vergnügen bereiten konnte, war wahnsinnig erotisch.

Grneyeddoc1981: Fuck yes …

Irgendwie gelang es mir, mit einer Hand zu tippen, während ich meine neuen Empfindungen genoss.

BellaNova: magst du meinen Mund an deinem Schwanz, Doktor Green Eyes?

Grneyeddoc1981: mmmm ja …

BellaNova: Ich bin jetzt so verdammt feucht

Grneyeddoc1981: berühre dich … sag mir, wie feucht du wirklich bist für mich

BellaNova: mein Höschen ist total durchnässt, Herr Doktor ... was verschreiben Sie mir?

Ich grinste. Also steht sie auf Rollenspiele, dachte ich, während mein Schwanz in meiner Hand zuckte. Ich fuhr noch ein paar Mal mit meiner Hand auf und ab, bevor ich antwortete.

Grneyeddoc1981: zieh es aus …

BellaNova: wie der Arzt es wünscht …

Grneyeddoc1981: steck deinen Finger in dich hinein und sag mir, wie feucht du für meinen Schwanz bist

BellaNova: mmmm so warm und so feucht …

Grneyeddoc1981: Ich will beide Finger da drin ... mein Schwanz ist dick, er würde dich ausdehnen ...

Ich hörte auf zu tippen und konzentrierte mich auf meine andere Hand, die meinen Schwanz bearbeitet. Ich schloss meine Augen und stellte mir warme, nasse Lippen um ihn herum vor, die an ihm saugten. Noch nie hatte es sich durch mich selbst so gut angefühlt, noch nie wäre ich so schnell beinah gekommen. In diesem Moment war es nicht einmal wichtig, wie sie aussah. Sie war eine Fantasie, sie war alles, was ich wollte.

Grneyeddoc1981: fühlt sich gut an?

BellaNova: so gut … Ich brauche deinen Schwanz so dringend in mir

Grneyeddoc1981: noch nicht … fick dich mit deinen Fingern selbst …

BellaNova: mmmmmm so nah dran. Bitte …

Grneyeddoc1981: hör jetzt auf … nimm deine Finger raus

BellaNova: bitte … Ich muss kommen …

Grneyeddoc1981: reib deine Klitoris

Ich sah, wie der Cursor auf dem Bildschirm blinkte und wartete auf ihre Antwort. Ich wollte schon etwas schreien, als ich sah, dass eine neue Nachricht von ihr auftauchte.

BellaNova: Gott … bitte … fick mich …

Grneyeddoc1981: wie nah bist du jetzt dran?

BellaNova: sehr nah

Grneyeddoc1981: gut … berühr dich so lang nicht, bis ich es sage …

BellaNova: Scheiße … bitte lass mich kommen, Dr. …

Grneyeddoc1981: Fuck, dein Mund fühlt sich so gut an meinem Schwanz an ... er zuckt so sehr

BellaNova: bitte spann mich nicht auf die Folter …

Ich begann, mit meiner Hand schneller meinen Schwanz zu pumpen. Meinen Daumen ließ ich über die Spitze kreisen. Ich war so nah dran, und es fiel mir schwer, mit nur einer Hand zu tippen. Aber ich wollte auch nicht aufhören. Etwas an einer Frau, die ich weder sehen, hören oder berührten konnte, brachte mich gerade an den Gipfel der Extase. Nie mehr wieder würde ich über den Gedanken an Cybersex spotten. Es hat sich herausgestellt, das dies eine der erotischsten Erfahrungen meines Lebens wurde.

Grneyeddoc1981: willst du immer noch meinen Schwanz in dir spüren?

BellaNova: bitte … fick mich hart … ich bin so nass und bereit für dich

Grneyeddoc1981: gleite mit deinen Fingern wieder in dich hinein und stell dir vor, es wäre mein langer, dicker Schwanz

BellaNova: ohhhhhhhhhhhhhhhh Fuck Dr.

Grneyeddoc1981: tief drin … fühlt sich gut an … tiefer

BellaNova: mehr … fuck bitte erzähl mir mehr

Grneyeddoc1981: nah dran?

BellaNova: ja

Grneyeddoc1981: Stop

BellaNova: nein … Gott bitte nein …

Grneyeddoc1981: wie sehr willst du es?

BellaNova: mehr als alles andere …

Grneyeddoc1981: saug wieder an meinem Schwanz … schmecke dich selbst überall an mir

BellaNova: mmmmm

Grneyeddoc1981: sag mir, wie es schmeckt

BellaNova: Himmel …

Grneyeddoc1981: ich will meinen Schwanz wieder in dir spüren

BellaNova: fick … mich … jetzt …

Das brachte mich beinahe über den Gipfel. Ich begann, mit meinen Hüften mitzuzucken, meine Hand lag an der ganzen Länge meines Schwanzes.

Grneyeddoc1981: ich komme gleich …

BellaNova: ich auch

Grneyeddoc1981: jetzt!

BellaNova: fuck!

Meine ganze Länge pulsierte in meiner Hand und ich stieß ein lautes Stöhnen aus, als ich härter kam denn je. Ich fühlte mich berauscht und meine Hüften zuckten von alleine, bis mein Orgasmus abebbte, so als hätte ich gerade mehrere Höhepunkte. Als er schließlich abklang, lehnte ich mich weiter in meinem Stuhl zurück und atmete schwer. Jemand hatte mich gerade mit Worten dazu gebracht, zu kommen ... nur mit Worten. Keine körperliche oder emotionale Verbindung. Einfach nur Worte. Und sie brachte etwas in mir hervor, von dem ich nicht einmal gewusst hatte, dass es existierte, und ich erkannte, dass es eine Fantasie gewesen war, die mir nie bewusst gewesen war.

Als ich mich endlich wieder gefangen hatte, stand ich auf, um mir ein Handtuch zu holen, und ich hörte, wie sich mein Computer wieder meldete. Ich griff nach dem Handtuch von vorhin, das noch im Badezimmer lag, und lief zurück zum Computer. Sie hatte mir wieder geschrieben.

BellaNova: Scheiße ... bist du noch da?

In der einen Hand hatte ich das Handtuch, um meinen Oberkörper zu reinigen, und mit der anderen Hand schrieb ich.

Grneyeddoc1981: ja. einfach … wow.

BellaNova: Ich bin gerade so intensiv gekommen. Du warst unglaublich.

Meine Augenbrauen hoben sich, ich zog mir meine Boxer-Shorts wieder an und setzte mich hin. Sie war immer noch unglaublich direkt, sogar danach, und das war wahnsinnig heiß.

Grneyeddoc1981: ich auch. Du bist unglaublich. Ich würde sagen, jetzt könnten wir mit Runde zwei beginnen, aber ich muss in sechs Stunden zurück im Krankenhaus sein.

BellaNova: wie schade. Ich könnte noch die ganze Nacht so weitermachen. Wann hast du Feierabend?

Grneyeddoc1981: Um 6 … Chicago Time … noch 18 Stunden ab jetzt

BellaNova: Wollen wir uns wieder treffen? Ich bin in Los Angeles, also um 9 in deiner Zeitzone?

Ich überlegte einen Augenblick lang. Wollte ich das wirklich zur Gewohnheit werden lassen? Zwei Mal ist noch keine Gewohnheit, erinnerte mich meine innere Stimme. Und nach sechs Monaten wird ein weiteres Mal sicher nicht schaden.

Grneyeddoc1981: ich werde da sein

BellaNova: ich auch ... ich freu mich schon. Ich werde dich süß und nass erwarten

Grneyeddoc1981: mmm ich werde sehen, dass du noch intensiver kommst

BellaNova: versprochen?

Grneyeddoc1981: das garantiere ich dir

BellaNova: ohhhhhh … Gute Nacht, Doc.

Grneyeddoc1981: Gute Nacht, Bella …

Ich schaltete den Computer ab und drehte den Bildschirm für diese Nacht ab, aber ich ging nicht sofort zu Bett. Ich zündete mir eine neue Zigarette an, schaukelte in meinem Stuhl vor und zurück und war tief in meinen Gedanken versunken. Ich hatte gerade die aufregendste sexuelle Erfahrung meines Lebens mit einer völlig Fremden gemacht. So wie sie sprach, so wie ich sprach ... und und wie ich es genossen hatte. Es kam so natürlich von mir, als ob ich das schon seit Ewigkeiten gemacht hätte. Und noch vor heute Nacht hätte ich nicht einmal so sprechen können, wenn es um mein Leben ginge. Vielleicht war es so, weil sie nicht direkt vor mir war und mir nicht direkt ins Gesicht starrte. Ich konnte so frei und offen vor dem Computer sein, nie jedoch im wahren Leben. Das war belebend.

Ich dämpfte meine Zigarette aus und schaltete das Licht ab. In meinem Schlafzimmer schlief ich sehr schnell ein. Bevor ich es wusste, ging mein Wecker los und ich musste wieder aufstehen. Aber dieses Mal fühlte ich mich nicht so ausgezehrt wie sonst. Ich war entspannt und ausgeruht. Vielleicht waren diese nächtlichen Begegnungen doch etwas Gutes. Als ich mich rasierte und für die Arbeit fertig machte, machte ich mir eine mentale Notiz, mich später bei Emmett zu bedanken.

Als ich an diesem Morgen in die Notaufnahme kam, erblickte ich sofort Emmett und sein Kinn klappte nach unten. Er lief schnell zu mir herüber und folgte mir in den Aufenthaltsraum der Ärzte. „Du bist flachgelegt worden! War es die Süße von Admitting? Oh, es war Jessica von Triage, oder? Toll, Mann."

„Nein ... nein ... und nein", antwortete ich nebensächlich, als ich mir die Jacke auszog, sie in meinen Spind hängte und den weißen Mantel hervor holte. Ich verwarf die Idee sofort wieder, ihm zu danken. „Also, viel los heute Morgen?"

„Oh, Hölle, nein, Doc. Nun erzähl schon", antwortete Emmett, schüttelte seinen Kopf bestimmend und blieb am Tisch in der Mitte des Zimmers stehen.

„Tja, es sieht so aus, als hätte irgendjemand gestern ein bestimmtes Stück Papier in mein Shirt gesteckt, das ich zufällig fand, als ich gestern Nacht meine Zigaretten gesucht hatte", antwortete ich, warf ihm einen bösen Blick zu und griff dann in meinen Spind, um mein Stethoskop zu holen.

„Heilige Scheiße! Du warst wirklich auf dieser Seite? Ich dachte, du würdest das nie machen, so wie alles andere. Mann, ich bin beeindruckt. Der Junge wurde zum Mann!", verkündete Emmett mit dröhnender Stimme.

„Taktgefühl, Emmett. Schlag das mal im Wörterbuch nach", brummte ich und schloss die Tür zu meinem Spind mit einem Knall. „Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, ich muss mit meiner Runde beginnen."

Ich lief schnell an ihm vorbei und machte mich auf den Weg zur Anschlagtafel. Ich sah sofort, dass die Notaufnahme des University of Chicago Medical Center nicht so voll war, wie ich es gehofft hatte. Dies würde Emmett nicht nur ausreichend Gelegenheiten geben, mich wegen gestern Nacht zu durchlöchern, nein, es bedeutete außerdem, dass sich die nächsten zwölf Stunden in die Länge ziehen würden, bis ich endlich nach Hause und ins Internet einsteigen konnte. Ich konnte nicht glauben, dass ich mich wirklich ein wenig freute, an einen Computer zu kommen. Nicht, dass mein Sexleben in letzter Zeit sehr aufregend gewesen wäre – davon war es meilenweit entfernt. Und mit Sicherheit hatte ich nichts so Berauschendes erlebt wie die gestrige Nacht. Ich musste es wieder tun. Ich musste sicher gehen, dass es nicht nur ein glücklicher Zufall war, nicht nur etwas Einmaliges.

„Komm schon, wie ist sie so? Hast du sie gesehen?", begann Emmett erneut hinter mir, während ich nach einem Diagramm griff.

Ich rollte mit den Augen, schüttelte den Kopf und weigerte mich, ihn anzusehen.

„Ich werde jetzt nicht darüber sprechen, Emmett", antwortete ich mit desinteressierter Stimme und überflog das Diagramm. „Wir sind hier auf der Arbeit, oder hast du das etwa nicht bemerkt. Ich muss nach meinen Patienten sehen, und diese Frau hier drüben muss hinunter in die Radiologie gebracht werden."

Er stieß einen langen Atem aus, als ich das Diagramm gegen seine Brust warf und an ihm vorbei zu einem der Untersuchungsräume ging. Ich musste meinen Tag überleben mit so wenig Gedanken wie möglich an diese Frau, die mich gestern Nacht in meinen Grundfesten erschüttert hatte.

Ich dachte ernsthaft, dass mein Arbeitstag nie enden würde, bis ungefähr drei Stunden vor Ende meiner Schicht die Opfer einer Massenkarambolage vom vereisten Freeway in die Notaufnahme gebracht wurden. Wir hatten Glück, dass niemand lebensbedrohlich verletzt worden war, aber es gab viele, die umfangreichere Behandlungen benötigten. Bis ich schließlich mit einer Stunde Verspätung das Krankenhaus verließ, brauchte ich schon dringend eine Dusche und einen Drink.

Und schließlich saß ich wieder hier an meinem Schreibtisch. Ich musste einige Chat-Anfragen ablehnen ... ich wartete auf sie.

20:55

20:56

20:57

Die Zeit ist etwas Grausames.

20:58

20:59

21:00

Ich stieß ein langes Seufzen aus und schüttelte den Kopf. Ich würde ihr noch ein paar Minuten Zeit geben. Vielleicht hat sie etwas aufgehalten oder sie steckt im Verkehr fest.

21:05

Warum komme ich mir vor wie ein erbärmlicher Loser, der hier herumsitzt und auf eine Frau wartet, die er noch nie gesehen hat?

21:15

Ich trank mein Bier aus, dämpfte meine Zigarette aus und schaltete die Schreibtischlampe ab. Sie würde wohl nicht kommen. Und gerade, als ich meinen Computer abschalten wollte, poppte ein vertrautes Fenster auf.

BellaNova: Bist du da?


Ü/N: Was haltet ihr davon? Die Autorin und ich freuen uns über jede Menge Kommis! :-)