Puppets

Bitte schnauzt mich nicht zusammen, weil die Fanfic nicht perfekt euren Erwartungen entspricht. Ich habe mir auf jeden Fall Muehe gegeben, weshalb ich mich tierisch ueber konstruktive Kritik freuen wuerde. Behaltet zu guter Letzt im Hinterkopf, dass ich zwar die deutsche Sprache behersche, aber keine deutsche Tastatur besitze.

Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an Gunslinger Girl. Wenn euch meine Fanfic gefaellt dann seid doch bitte so lieb und kauft euch auch den Manga von Yu Aida. Es lohnt sich wirklich.

(Spielt kurz vor dem Einsatz im Kernkraftwerk. Hatte irgendwie den Drang, so eine Art Rueckblick zu schreiben.)

Vor 5 Jahren war er ihr zum ersten mal begegnet. Damals war er noch Angestellter der Europol. Ohne auch nur die leiseste Ahnung davon zu haben, wie das Ganze enden wuerde. Sein Chef hatte ihm davon abgeraten, sich mit Menschenhandel zu beschaeftigen. Die wenigsten seiner Vorgaenger haetten laenger als ein Jahr durchgehalten, wurde ihm gesagt. Ein Mann wie er, der gut behuetet aufgewachsen ist, waere in anderen Abteilungen besser aufgehoben. Vielleicht haette er auf den Rat hoeren sollen.

Ueber Mario Bossi, ein ehemaliges Mitglied der Camorra, hatten sie von einer Halle am Rande der Stadt erfahren, die zum Dreh von Snuff-Filmen diene. Er hatte seine Plaene weder gegenueber seinem Chef noch bei einem der Telefonate mit seiner Mutter erwaehnt. Die einzigen, die Bescheid wussten, waren Rachelle, Mario, und er selbst.

"Rette das Maedchen... solange wir das schaffen, ist die Welt noch nicht vollkommen hoffnungslos."

Selbst jetzt liess er sich noch oft Rachelles letzte Worte durch den Kopf gehen. Sie hat ihr Leben gelassen, um das einer anderen, unbekannten Person zu retten. Das Leben einer Person, die nie wieder einen anderen Zweck haben sollte, als eine Marionette zu sein. Durch seine Liebe gegenueber Rachelle hatte er alles hinter sich gelassen. Seine Identitaet, sein geordnetes Leben. Aus Viktor Hartmann wurde Viktor Hirscher. Jean Croce hatte diesen Namen damals ausgesucht. Die beiden waren nie mehr als Kollegen geworden, obwohl sie sich auf den ersten Blick aehnelten. Doch waehrend Jean die Gefuehlskaelte eher aus Selbstschutz zu nutzen schien, war Viktor nie wirklich kalt. Er war nur nicht wirklich begabt darin, Kontakte zu knuepfen. Eine Eigenschaft, die den Umgang mit Triela schwieriger machte, als er von Natur aus schon war.

Ihren Namen hatte er damals ausgesucht, um zumindest eine kleines Stueck Vergangenheit bei sich zu haben. Triela. Trier. Sein Heimatort. Vor einer Weile war er wieder dort. Das erste mal nach vielen Jahren. Den Schluessel zu seiner Wohnung hatte er Roberta gegeben. Sie war neben Triela die Einzige, die ihm irgendwie nahe stand. Und so sehr sie es auch verleugnete, Viktor wusste, dass das Maedchen im tief im Inneren eifersuechtig war. Welches Kind waere das nicht, wenn es auf einmal den Vater teilen muesste. Egal wie oft Triela betont hatte, dass sie kein normales Maedchen ist, sondern ein Cyborg, fuer Viktor war sie immer eine Art Tochter gewesen. Aus Sicht der Gesellschaft waren die Maedchen nur Marionetten. Austauschbar, bloss ein Mittel zum Zweck.

Er wusste, dass es bald zu Ende waere. Deshalb hatte er Roberta vor ein paar Tagen den Schluessel und den Brief gegeben. Nachdem schon die eine Marionette, die sogar den Namen einer Marionette trug, zu Boden ging, wuerde es auch fuer seine Marionette ein Ende geben. Er wuerde die Faeden, die er nie wirklich straff gehalten hatte, fallen lassen und gemeinsam mit ihr Ruhen. Als er den Brief geschrieben hatte, war es ihm schon laengst klar.