The Biology Project

Kapitel 4

Mein Bio-Partner ist irgendwie ...


BPOV

Am ersten Schultag habe ich den umwerfendsten und gleichzeitig gruseligsten Kerl überhaupt kennen gelernt.

Okay. Der Kerl, der neben mir in Biologie saß, war vielleicht nicht unbedingt gruselig.

Außer man fand einen Dauer-Steifen und diese perversen Blicke auf meine Brust nicht gruselig.

Aber er sah toll aus.

Auch mit dieser Bad Boy Einstellung, die er zeigte.

Wer trug immer noch diese zerrissenen Jeans, die zu eng saßen? Und dieses verlotterte T-Shirt und die Jeansjacke?

Willkommen in den 1980ern ... aber er machte das wieder wett, indem er heiß wie die Hölle aussah.

Und ein wenig gruselig.

Dann war da noch dieser intensive Blick in diesen tiefgrünen Augen, während er mich ansah. Ich versuchte sehr, ihn nicht anzustarren, als der Lehrer seine Rede hielt, aber es war ein wenig schwierig bei seinem schweren atmen und diesem Starren.

Ich glaube, er wusste nicht einmal, dass er das tat.

Ich sah zu ihm hinüber und seine Augen waren ein wenig verschleiert, blickten aber immer noch in meine Richtung, bevor er aufzuckte und wegsah. Seine Nasenflügel blähten sich auf und er fuhr sich mit der Hand durch sein zerzaustes Haar. Sein Haar gefiel mir am besten. Es war wie eine dunkle Schattierung eines Feuers. Nicht direkt rot, nicht direkt braun. Und es sah aus, als wäre er gerade aus dem Bett gerollt. Nach einer aufregenden, guten Nacht.

Zumindest stellt ich mir so Sex Haar vor.

Nicht, dass ich es wüsste.

Ein neuer Anfang. Richtig?

Also saß ich da und hörte dem Vortrag über ein Thema zu, das ich schon in meiner letzten Schule durchgenommen hatte, und nahm den Geruch von etwas wahr, das wie eine Mischung aus Lotion und heißem Jungen roch, und ich fragte mich, ob er eine Creme benutzte. Wegen seines stoppeligen Kiefers konnte ich das nicht gut herausfinden, aber seine langen Finger, die sich anspannten und locker ließen, sahen ziemlich glatt aus. Und seine Nägel waren kurz geschnitten, vielleicht sogar ein wenig gefeilt, als ob er sie poliert hätte. Und noch komischer, jedes Mal, wenn er seine Hände zu Fäusten ballte, spannte sich auch seine Kiefermuskulatur an.

Er war unglaublich angespannt.

Lag es an mir?

Ich fingerte ein wenig nervös in meinem Haar herum. Ich trug es heute offen, anstatt es zu einem sicheren und züchtigen Pferdeschwanz zu binden, wie ich ihn sonst immer trug. War es strubbelig von der feuchten Luft? Aber jedes Mal, wenn ich ihn beim Gucken ertappte, sah er nicht mein Haar an. Sein Blick lag weiter südlich auf mir. Ich fragte mich, ob dieses Top vielleicht nicht die beste Wahl für den heutigen Tag gewesen war. Ich dachte, es wäre süß. Ein wenig riskanter als das, das ich normal so trug. Es war eines dieser Baumwoll-Shirts im Used Look, die ein wenig durchsichtig waren.

Vielleicht war das der Grund für die Beule in seiner Hose.

Oh Gott. Konnte er meinen BH sehen?

Es war nicht viel, nur schwarze Baumwolle. Aber in der Mitte befand sich eine kleine, rosa Schleife, und er sorgte dafür, dass meine Möpse besser aussahen als normal.

Ich sah nach unten und merkte, dass meine Nippel geradeaus zeigten.

Scheiße! Wann war das denn passiert?

Er starrte mich wieder an. Und knirschte mit den Zähnen.

Ich jetzt auch, da ich mich mehr auf meinen Körper konzentrierte.

Es war heiß hier herinnen.

Oder vielleicht waren es die Augen dieses gruseligen, heißen Kerls, der mir gerade Löcher in die Brüste starrte.

Ich wusste, ich musste etwas zu ihm sagen. Ich musste diese komische Anspannung in der Luft auflösen, denn dadurch wollte ich mich bloß in meinem Rucksack verkriechen oder auf seinen Schoß klettern und ihn reiten wie ein Cowgirl auf einem wilden Pferd.

Meine neue Persönlichkeit war soweit anscheinend stumm und geil.

Nicht viel anders als mein altes Ich.

Ich öffnete ein paar Mal meinen Mund, um etwas zu sagen, wie zum Beispiel mich zu bedanken, dass er mich zum Klassenzimmer gebracht hatte. Dann sah ich, wie sich seine langen Finger zur Faust ballten, und ich zog mich in mein Inneres zurück. Ich knabberte vor Nervosität an meinem Stift.

Das war absurd.

Ich würde nie mit jemandem zusammen sein, wenn ich mich meinen Ängsten nicht stellen konnte.

Und er war der erste Junge, bei dem ich je bemerkt hatte, dass er auf mich persönlich reagierte.

Auf eine gruselige Art, wenn er mich ansah, als wäre ich sein Mittagessen.

Ich überwältigte meine Angst und holte Luft, als die Stunde fast vorüber war.

Ich würde mich einfach selbst vorstellen.

Ein einfaches: "Hi, ich bin Bella und ich würde gern sehen, was sich hinter deinem Hosenstall verbirgt."
Na dann vielleicht eher Hallo und Danke.

Aber dazu bekam ich natürlich nicht die Gelegenheit.

Sobald die Glocke läutete, war er zur Tür hinaus und wieder am WC verschwunden.

Komisch.

Er musste wohl ein ziemlich bedürftiger Teenager sein.

Entweder das, oder er kümmerte sich um die riesen Beule in seiner Hose.

Warum wollte ich bei diesem Gedanken meine Oberschenkel ein wenig aneinander reiben?

Gott, ich musste flachgelegt werden.

Und zwar bald.

Ich würde mich morgen mit ihm unterhalten.

Mich vorstellen.

Ich hoffte irgendwie, dass er wieder diese Jeans trug.

Darin sah sein Arsch gut aus.

Fuck. Vielleicht war doch ich die Gruseligere von uns beiden.