Ich boxte Temeraire in den Nacken, allerdings mehr beleidigt als wirklich mit Kraft. Ferris winkte mir derweil zu, als er mich auf Temeraire erkannte. Auch er stampfte jetzt quer über das Feld zu uns herüber. „Kein Wort mehr über Liebe und Lover." Zischte ich „Ich warne dich."

Keine Minute später stand Ferris neben mir auf Temeraire's Rücken. „Na? Wieder vor den Ladys geflüchtet?" Ich nickte und musste lächeln „Und vor ein paar anhänglichen Jungen…"

Ferris' Miene verfinsterte sich „Die drei Deppen auf der Veranda?"

„Ja, aber als ich zu Temeraire wollte hatten sie plötzlich was Wichtigeres zu tun." Ich sah Ferris von der Seite an und merkte, dass er auf die Jungen starrte „Ferris. Es ist okay, du brauchst mich nicht beschützen, ich kann auf mich selbst aufpassen."

Er schaute mich erstaunt an „Woher wusstest du, was ich vorhabe?" „Ich kenne dich eben viel zu gut." Lachte ich. Auch er lächelte jetzt wieder.

Dann bewegte sich ganz plötzlich Temeraire unter unseren Füßen und bevor ich mich versah, hatte er mich mit der Schnauze in den Rücken gestupst, so dass ich zu Ferris stolperte.

Aus Reflex hielt ich mich an ihm fest und er tat das Gleiche. Und im nächsten Moment lag ich dann in seinen Armen.

„Temeraire!" reif ich entsetzt und starrte ihm in die großen, unschuldig dreinblickenden Augen. „Was denn? Ich hab doch kein Wort gesagt." Sagte er und die Art wie er die Schnauze verzog lies auf ein Grinsen schließen.

„Emily, geht es dir gut?" fragte Ferris, er zog mich auf die Beine und dann stand ich plötzlich ganz nah vor ihm. Sein Gesicht war keine Handbreit von meinem entfernt und ich war froh über die Dunkelheit, die verbarg, wie ich rot wurde.

Fast hätte ich vergessen zu antworten „Ja." Brachte ich hervor und wollte einen Schritt zurück treten. Doch da merkte ich, dass Temeraire einen weiteren Schritt unternommen hatte. Seine Schnauze drückte er leicht an meinen Rücken und den Kopf legte er so auf seinem eigenen Rücken ab, dass es mir unmöglich war, mich vom Fleck zu rühren, außer natürlich näher zu Ferris hin.

Und das tat ich dann auch. Plötzlich war mir alles egal, wenn sogar Temeraire, mein engster Freund und Vertrauter dachte, dass wir zusammengehörten, dann konnte daran wohl kaum etwas auszusetzen sein. Ich begrub alle Zweifel und küsste Ferris einfach.

Zu meiner großen Überraschung erwiderte er meinen Kuss und zog mich näher zu sich. Für mich war das ein ganz besonderes Gefühl, schließlich war es mein erster Kuss überhaupt und als wir uns wieder lösten um zu Atem zu kommen, fand ich das mehr Schlecht als Recht.

Trotzdem legte ich den Kopf an seiner Brust ab und lächelte. „Oh Ferris, hast du ehrlich geglaubt, du könntest mich an die Buben dort hinten verlieren?" „Was?!" fragte er ungläubig, ob der anhaltenden Verwunderung über den Kuss oder des eben Gesagten, sei dahingestellt. „Tu doch nicht so" lächelte ich „In deinen Augen habe ich eben auch Neid gesehen, Eifersucht." „Kennst du mich wirklich so gut…? Dann muss ich mich wohl so langsam in Acht nehmen…"

„Solltest du vielleicht." Sagte ich und schaute jetzt zu ihm auf „Ich habe nämlich auch mitbekommen, was Laurence gestern Abend gesagt hat."

Erschrocken ließ er mich los und wich einen Schritt zurück. „Ferris…" meinte ich und rückte nach „Ich wäre sehr gerne deine Gefährtin." So jetzt war es raus.

Er reagierte ganz anders ich es erwartet hatte. Plötzlich fand ich mich wieder in seinen wider und spürte wie sich unsere Lippen abermals aufeinander legten.

„So viel zum Thema ‚Kein Wort über Liebe'." Flüsterte Temeraire neben uns. Ohne mit der Wimper zu zucken stieß ich den Absatz meines Fliegerstiefels leicht in seinen Rücken um ihn zum Schweigen zu bringen und lächelte in den Kuss hinein.

Ich weiß... das Chapter is kurz, aber es is alles drin was geplant war also...

Und das wars auch schon, ich hab ja gesagt es is nur ne kurze Geschichte, ich hoffe, sie hat euch trotzdem gefallen und ich bekomme einige Reviews.