AN: Nur einige Gedanken des Hutmachers nach den ganzen Ereignissen. Er tat mir Leid, weil er seine Alice nicht hatte bei sich behalten können; also habe ich versucht für ihn einen guten Kompromiss zu kreieren :)

Viel Spaß beim Lesen!


Ihr kennt bestimmt die Geschichte vom kleinen Mädchen im Wunderland?
Woher ich mir da so sicher bin?
Verrückte, unbeschreiblich wunderbare Sachen finden schnell zu den Leuten,
die dringend ein wenig Magie im Leben brauchen.
Und die Träume von diesem Mädchen sind nichts als magisch und trotzend vor Verrücktheit.
Lustig, dass ich das so beschreibe, wobei ich mich sehr lebendig fühle, und bestimmt nicht nur eine Erfindung, gar eine zauberhafte Erschaffung bin. Denn solch eine Person wie mich, kann man nicht erfinden.
Dazu haben sich die kreative, fast schon komplett durchgedrehte Art eines Lebewesens
und dessen gerissene Seite zu selten verbunden…
aber um es einfacher zu erklären: Wie würde ich anders nun hier sitzen, wenn ich nicht echt wäre?
Sieht ihr, schon hätten wir auch dieses Problem gelöst!
Nun kann ich zu meiner eigentlichen Erzählung zurückkommen:
Die Geschichte vom Mädchen im Wunderland.
Nicht, dass ich sie noch einmal erzählen werde,
das tu ich zu oft in letzter Zeit, damit ich mich unterhalte während ich warte.
Und da wären wir auch schon beim Punkt.
Ich werde euch nämlich ein Geheimnis verraten, das ich am liebsten für mich behalten würde, was ich aber aufgrund gewisser Umstände nicht tun kann.
Sie kommt hier hin zurück.
Sie, Alice, das Mädchen, die junge Frau, meine beste Freundin.
Ich sehe sie jeden Tag, wenn ich nur geduldig und lang genug hier am Tisch sitze.
Hier, zwischen meiner Lieblingstasse und der alten Teekanne, zusammen mit meinen liebsten Freunden.
Und sobald sie hinter den Büschen und Sträuchern auftaucht,
lächle ich mit einem breitesten Lächeln, denn ich weiß, dass sie nur nach langer Zeit wieder gehen wird.
Sie bahnt sich einen Weg zu uns an den Tisch,
und setzt sich jedes Mal neben mich, wo ich ihr einen Platz frei hallte.
Sie erzählt nicht viel von sich, lieber hat sie es, wenn ich ihr beschreibe wie sich das Land um und herum entwickelt hat seit sie das letzte Mal da war. Denn egal wie lang ihre Besuche auch sind, ihre Abwesenheit ist stets länger.
Also erzähle ich und erzähle, was immer mir in den Sinn kommt.
Wie weit, und wie groß, wie klein und wie alt, wie schön und wie gefährlich. Wie sehr, wie wenig, wie schade und wie hübsch.
Aber sie versteht. Alles. Alles was ich sage. Und wenn sie mir etwas sagt, so ist mir auch vieles klar.
Aber dann ist es bald schon vorbei, sie steht auf und geht in Richtung Wald. Wieder. Bevor sie hinter den Bäumen verschwindet, dreht sie sich noch einmal um und winkt.
Ob ich nun traurig bin? Oh, nein! Denn ich lächle wieder, voller Vorfreude aufs nächste Mal.
Und sie wird so lange kommen, bis sie die Frage beantwortet hat.
Das weiß ich ebenso sicher, wie ich sicher weiß, dass dieses Land voller versteckter Dinge ist, denen nur ich stand hallten kann.
Denn ich bin der verrückte Hutmacher, und hat daran auch jemals Jemand gezweifelt?
Nein?
So ist´s gut!
Und weißt du es? Was ein Schreibtisch und der Rabe gemeinsam haben?